Die Belege für den 'historischen' Jesus sind sehr, sehr dünn.
Die historischen Belege sind vielleicht betreffend des Leben Jesu relativ dünn, jedoch seine Hinrichtung ist mehrfach belegt. Es gibt römische, jüdische und ich meine sogar griechische Quellen.
Sogar in buddhistischen Schriften ist er zu finden, dort ist ein Teil seines Lebens festgehalten, nicht unbedingt so wie in der Bibel, aber er wird als Bodhisattva eingestuft, als ein nach höchster Erkenntnis/Erleuchtung strebendes Wesen. Fast hätte ich es vergessen, in den Apokryphen findet man ihn auch.
Machen wir uns nichts vor, das Neue Testament (beim Alten verhält es sich ein bißchen anders) ist ne nette Geschichte mit schöner Moral, aber halt kein Tatsachenbericht, sondern ne von wem auch immer in die Welt gesetzte Erzählung.
Wie sollte es sich auch so verhalten, wurde immerhin 300 Jahre später erst aufgeschrieben, die mündliche Weitergabe war zwar damals sehr verbreitet, aber vergleichsweise "unprofessionell" zu Inden etc.
Wenn man sich über die Authentizität der Bibel im allgemeinen bewusst werden will hat man meiner Meinung nach 3 Möglichkeiten:
1. Alles war +/- wie es dort beschrieben wird inkl. Gott.
2. Alles eine schöne Geschichte mehr aber nicht, keine Tatsachen.
3. Alles war +/- wie es dort beschrieben wird, kein Gott sondern eine andere Intelligenz.
Allein das ich die dritte These aufgeschrieben habe, zeigt ja wohin ich tendiere.
Gut, Azatoth, das könnte man (so man denn an die Originalität der Evangelien glaubt) als die 'wahre Lehre des Evangeliums bzw. der Evangelisten' bezeichnen.Nur muß das noch lange keinen 'wahren' Bezug zu Jesus haben (sofern es einen 'historischen' Jesus überhaupt gegeben hat.
Gruß
Bergamr
Sofern man versucht Gott anhand der Bibel nachzuvollziehen, ist es einfach eine logische Konsequenz, dass Jesus irgendwann auf die Welt kommen musste und das tun musste was er tat.
Du versteifst dich möglicherweise zu sehr auf den Namen Jesus oder die Person die du dir darunter vorstellst.
Da du ihn aber eh nicht kennen gelernt hast, musst du dich davon frei machen.
Man kann genau so gut sagen, dass es vielleicht nicht Jesus war, aber die Geschichte musste ganz einfach so laufen wie sie die Bibel schildert.
Ein Mann von Gott geschickt kam auf die Welt um sie von ihren Sünden zu erlösen.
Wie du ihn nennst ist egal, aber wir nennen ihn eben Jesus.
Aus der Bibel kann man so ziemlich alles lesen was man will, da sie keine einheitliche Lehre beinhaltet.
Die Kirche heute neigt dazu den Rache-Gott zu verschweigen und die Hölle unter den Tisch fallen zu lassen und nur subtil durchblitzen zu lassen. Man konzentriert sich eher auf die Nächstenliebe.
Das ist leider wahr, aber auch genau das was die Bibel vorhersagt.
Im Grunde ist das nichts weiter als die Verleugnung des Christus.
[b]Johannes 2,22[/b]
[color=#cc0000]Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.[/color]
Die Nächstenliebe ist natürlich ein Gebot, aber es einzuhalten ist nichts wert, wenn man das andere Gebot nicht einhält.
[b]Matthäus 22,37[/b]
[color=#cc0000]«Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.» Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.» In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.[/color]
[b]Jakob 2,10[/b]
[color=#cc0000]Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig.[/color]
Machen wir uns nichts vor, das Neue Testament (beim Alten verhält es sich ein bißchen anders) ist ne nette Geschichte mit schöner Moral, aber halt kein Tatsachenbericht, sondern ne von wem auch immer in die Welt gesetzte Erzählung. 😉
Die Identität des Verfassers ist doch vollkommen belanglos wenn die Moral stimmt.
Für mich steht die Frage der Moral eindeutig an erster Stelle, und nicht Klärung der historischen Fakten anhand von Analysen oder Artefakten. Die Moral ist mir offensichtlich, dazu muss ich keine weiteren Fragen mehr stellen.
Oder würde für dich der Satz des Pythagoras ungültig, wenn auf einmal Zweifel an seiner tatsächlichen Existenz aufkämen ?
Diese ganzen Fragen sind belanglos und versperren den Blick auf das Wesentliche.
Allein das ich die dritte These aufgeschrieben habe, zeigt ja wohin ich tendiere.
Naja, auch für dich gilt, dass du dich von Namen und Bezeichnungen frei machen musst.
Nenne es Gott oder nenne es Intelligenz, es ist doch immer das gleiche gemeint.
Oder kannst du deine Vorstellung genauer definieren ?
jedoch seine Hinrichtung ist mehrfach belegt. Es gibt römische, jüdische und ich meine sogar griechische Quellen.
So leider nicht richtig. Es gibt exakt eine historische Quelle, das ist Tacitus, der in einem Bericht 117 n.Chr. einen 'Christus, der unter Kaiser Tiberius von Landpfleger Pontius Pilatus getötet wurde.' erwähnt. Da der Bericht lang nach den biblischen Zeitangaben verfasst wurde, ist aber auch hier die Quellenlage unklar. Und es wird nirgends ein 'Jesus' oder eine 'Kreuzigung' erwähnt.
Nun ja. Auf was ich hinaus will, ist: mir erscheint die 'Lehre der Evangelien' sowie der 'Siegeszug des Christentums' eine gewollte, politisch motivierte Inszenierung, die mit der schwindenden Macht des römischen Imperiums und der Ausdehnung der 'barbarischen Grenzvölker' zu tun hat. Die Installation dieses 'Glaubens' sieht für mich viel mehr nach verschleierter Machtfortsetzung der alten Strukturen als nach einem revolutionären neuen Glauben aus. Vergleicht man die zentralen Ideen, so kann man erkennen, daß nichts, nicht einmal das 'Christusbewußtsein' dieses Glaubens, neu war. Alles war schon mindestens 200, manches sogar mehrere hundert Jahre bekannt und in anderen Religionen vertreten.
Aber gut, jedem Kind sein Luftballon.
Gruß
Bergamr
Hallo!
Nun, in der christlichen Lehre geht es ja eigentlich darum, ewiges Leben zu erlangen. Nicht in Form von: für immer in dem physischen Körper gefangen zu sein; sondern seine Erinnerungen zu behalten - sich seiner Selbst in jedem Augenblick bewußt zu sein!
Um dies zu erreichen, gilt es ersteinmal sich der Existenz einer anderen Welt bewußt zu werden; dem "Hier und Jetzt" oder auch "Gegenwart" sowie "Ewigkeit" genannt. Eine Welt in der Alles in seiner ununterschieden Form existiert(Licht, "Ich und mein Vater sind Eins!")) und die weder durch Zeit noch durch Raum begrenzt wird. Eine Welt, die der eine oder andere von der Meditation her kennt. Es ist jene paradiesische Welt aus der wir vertrieben wurden - so wie es der Mythos des Sündenfalls uns lehrt.
Jesus benutzte das Gleichnis "Himmelreich" (aus naheliegenden Gründen) und sagte desöfteren: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt!". Und er machte es jedem der es höhren wollte schmackhaft, in diese Welt einzutreten.
Es geht aber logischerweise in der christlichen Lehre nicht nur darum, ab und zu ein wenig zu meditieren und dadurch im Reich Gottes ein bißchen Urlaub zu machen; sondern darum, endgültig in diese andere paradiesische Welt durchzustoßen und so zum Ursprung zurückzukehren. (Man beachte die Schlange die am Baum der Erkenntnis herunterhängt und die, die sich an einem Stab wieder (mit dem Kopf noch oben gerichtet) nach oben schlängelt -> Medizin.) Dazu ist es eben notwendig einen Heils- oder Erlösungsweg zu gehen und so alles aufzulösen was Einem an diese physisch-materielle Welt bindet.
Wenn man die christliche Lehre aus dieser Perspektive sieht, ist es auch völlig gleich, ob Jesus jemals gelebt hat; denn sie benötigt ja keinen historischen Bezug. Jeder der offen dafür offen ist, kann das Reich Gottes besuchen und sich selbst von seiner Qualität überzeugen. Und er kann dann entscheiden, ob er dort dauerhaft hin will.
Gruß Uranus32!
Sofern man versucht Gott anhand der Bibel nachzuvollziehen, ist es einfach eine logische Konsequenz, dass Jesus irgendwann auf die Welt kommen musste und das tun musste was er tat.
Den logischen Beweis würde ich gerne sehen, ich glaube Du gehst ein wenig leichtfertig mit diesem Begriff um...Abgesehen heißt logisch nicht gleich wahr.
Die Nächstenliebe ist natürlich ein Gebot, aber es einzuhalten ist nichts wert, wenn man das andere Gebot nicht einhält.
Traurig, aber anscheinend wahr. Nächstenliebe ist nichts wert, wenn man Gott nicht liebt - meiner Meinung nach ein Armutszeugnis.
Die Moral ist mir offensichtlich, dazu muss ich keine weiteren Fragen mehr stellen.
Fragen stellen ist im Christentum anscheinend sowieso so ne Sache. Für mich ist die gepredigte Moral wie oben gesehen sagen wir eindimensional.
Naja, auch für dich gilt, dass du dich von Namen und Bezeichnungen frei machen musst.
Nenne es Gott oder nenne es Intelligenz, es ist doch immer das gleiche gemeint.
Oder kannst du deine Vorstellung genauer definieren ?
Außerirdische Intelligenz.
So leider nicht richtig. Es gibt exakt eine historische Quelle, das ist Tacitus, der in einem Bericht 117 n.Chr. einen 'Christus, der unter Kaiser Tiberius von Landpfleger Pontius Pilatus getötet wurde.' erwähnt.
Ich glaube da kommen wir nicht weiter, soweit ich weiß erkenne die meisten Historiker die Existenz jedoch an. Kleiner Hinweis:
[url] http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferchristliche_Notizen_zu_Jesus_von_Nazaret [/url]
Vergleicht man die zentralen Ideen, so kann man erkennen, daß nichts, nicht einmal das 'Christusbewußtsein' dieses Glaubens, neu war. Alles war schon mindestens 200, manches sogar mehrere hundert Jahre bekannt und in anderen Religionen vertreten.
Stimmt. Kaum eine der Ideen im Christentum ist wirklich neu, die meisten Eigenschaften von Jesu findet man irgendwo anders schon viel früher.
Aber gut, jedem Kind sein Luftballon.
Auch wenn ich es nicht ganz so abwertend formulieren würde, doch würde ich eigentlich schon, aber vielleicht nicht so meinen, glaubt jeder an das was er braucht, wenn er es nicht weiß.
"Mein Reich ist nicht von dieser Welt!".
Nimms doch mal wörtlich. 😉