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Die "Revolution" in Ägypten

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Admin
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(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren
[#1296860678]

Kommt es eigentlich nur mir so vor, als würden uns unsere deutschen Mainstrem-Medien (mal wieder) eine vorher deutlich eingefärbte Sicht der Dinge zukommen lassen?

Ich habe den Vorgang nun von Beginn an verfolgt. Zunächst fällt mal auf, wie inflationär man plötzlich mit dem (negativ besetzten) Begriff "Regime" umgehen kann. Ich dachte immer, daß unsere tollen Sender darum bemüht seinen, wenigstens den Anschein von neutralem Beobachtertum zu wahren.

Dann - vor zwei Tagen - kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. N-TV und N24 liefen praktisch parallel im Dauermodus und es war sehr interessant, den Ablauf der Ereignisse zu verfolgen - nicht etwa der Ereignisse in Ägypten, sondern die Ereignisse in deutschen Nachrichtenstuben.

Anfangs wurde noch relativ neutral darüber berichtet, daß die Aufstände nun leider nicht mehr friedlich verlaufen würden. Es seien nun auch Mubarak-Symphatisanten auf die Straße gegangen und dadurch sei es zu Steinwürfen und Messerattacken gekommen.

So weit so gut.

Nicht einmal eine halbe Stunde später hieß es dann, die Mubarak-Befürworter seien [b]möglicherweise[/b] vom "Regime" gekauft worden. Ich frage mich, woher diese Inbformation stammen sollte....

Eine weitere Stunde später wurden die Zahlen dieser Symphatisanten mal auf "tausende" hochgeschraubt (wie anders sollte man sonst die massiven, bewaffneten Ausschreitungen erklären), mal auf wenige hundert heruntergespielt (denn wie hätte Mubarak zig tausende so schnell schmieren können - es wäre immer unglaubhafter geworden.)

Noch etwas später stand für unsere kollossal tollen Qualitätsmedien fest: Die "Bösen", das sind die Mubarak Befürworter. Die sind außerdem alle gekauft.

Die Krönung war dann die Behauptung, bei den Mubarak Befürwortern handele es sich um Polizisten. Einen Tag später wurden dann vor laufender Kamera einer sensationsheischenden Reporterin mehrere, simpelst aufgemachte "Ausweise" (angeblich Polizeiausweise), sozusagen als "Beweise" nachgereicht.

Parallel dazu jammern die Krisenberichterstatter medienwirksam, sie würden von den Mubarak Befürwortern verprügelt, ihre Ausrüstung würde konfisziert etc.
Na klar - niemand will eine derartige Verzerrung der Realität!

Meine Vermutung: Die "Aufstände" der vermeintlichen "Regimegegner" sind eine geplante und gut vorbereitete Inszenierung, die sich weitgehend auf einige Hotspots, wie etwa dem Al Tahir-Platz konzentriert. Ägypten ist ein extrem bevölkerungsreiches Land - dennoch nehmen nur einige zehntausen und damit scheinbar nur ein Bruchteil der Bevölkerung an diesem "Aufstand" teil.

Unter den "bösen" Mubarak Befürwortern gibt es meines Erachtens höchstwahrscheinlich einen großen Teil, der die Sache durchschaut hat und sich gegen diese künstliche Pseudorevolution zur Wehr setzt.
In den Medien weltweit sehen sie sich als regimetreue Schläger diffamiert und reagieren entsprechend.

Interessant ist auch: Es sind Fernsehteams aus aller Welt derzeit in Ägypten. Auch deutsche Fernsehsender sind zahlreich vertreten. Alleine die RTL-Group hat derzeit dort 3 (!) Kamerateams im Einsatz.
Doch die Bilder, die wir zu sehen bekommen, sind "offizielle" Bilder statischer Kameras, die nur das zeigen, was wir sehen sollen.

Das ganze Szenario erinnert stark an die französische Revolution. Das Volk wird als Werkzeug eingesetzt, um einen bis dato gewünschten und nun nicht mehr gewünschten Staat in etwas zu verwandeln, das mit Sicherheit hinterher bereut wird.

Die französische Revolution mündete seinerzeit im Jakobiner-Schreckensregime, die russische Revolution mündete im Kommunismus und schlußendlich im Stalin Schreckensregime, die chinesische Revolution mündete schließlich im Mao Schreckensregime.

Ägypter, laßt es! Veränderungen erreicht man nicht von unten nach oben. Solange der Parasit noch auf seinem Thron sitzt werdet Ihr niemals die Freiheit erlangen - nur vom Regen in die Traufe gelangen.

Mubarak mag ein mieser Diktator sein, wie einst der französische König, der russische Zar oder der chinesische Kaiser. Doch er ist auch Euer einziger Schutz vor dem, was nach ihm kommt!

Und vergesst nicht wie es in den 70er Jahren im Iran war. Auch der Schah war ein mieser Diktator, doch was kam danach?

All diese "Revolutionen" sind weltpolitisch organisiert. Jemand anderer hat ein Interesse daran, daß bei Euch bestimmte Strömungen erstarken und nutzt nur Euren Frust aus. Lasst Euch nicht zum billigen Werkzeug einer miesen Weltpolitik machen, die Euch am Ende im Regen stehen lassen wird!


36 Antworten
Beiträge: 1422
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(@andreas)
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Beigetreten: Vor 24 Jahren

Was ich sehe? Ich sehe ne völlig verdaddete westliche Welt die sich nen Mubarak "warm halten " will... Eine westliche Welt die immer auf den Diktator " gebaut" hat, ihn jetzt aber gerne loswerden möchte ohne das Gesicht zu verlieren oder, sollte es doch anders kommen, den Verbündeten zu erhalten ohne das der merkt das man ihn in den ernsten Zeiten doch gerne abgesägt hätte ... wäre es anders gekommen.
Der Umgang mit dem Mubarak, seitens der westlichen Welt, ist so verlogen ... das könnt glatt von nem Fischer kommen. Das Motto: Warten wir ab! Uns ist die Demokratie ja Scheißegal. Der Mubarak ist scheißegal. Bleibt der Mubarak aber an der Macht, egal ob mit oder ohne Demokratie .... wir haben uns als Demokraten nicht entschieden. Fazit: geht Mubarak den Jordan runter ... wir Demokraten haben ihn ja gewahrnt! Bleibt er .... so ganz gegen ihn waren wir nie!!!!!!!! Faktum: Es ist ein Eiertanz was unseren westliche Wertegemeinschaft vollführen will. Das Motto: ist Mubarak da bleibt der unser Freund .. geht der übern Jordan brauchen wir die neue Regierung a la: wir haben doch schon gefragt:" soll Mubarak wirklich im Amt bleiben?" ...

Grüße,
Andreas


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Beiträge: 376
Registered
(@jumbo-2)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

na ja

das problem ist einfach. diktatoren in afrika wie mubarak sind seit jahrzehnten an der macht.
mit ihnen sind die spielregeln klar.
sie halten das volk in schach, es kann mit den ländern geld verdient werden, die diktatoren verdienen mit.
ein machtwechsel ist ein unkalkulierbares risiko diesen einfluss zu verlieren.
also versucht man, bevor die alternative nicht  steht, über den status quo zeit zu gewinnen.


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Beiträge: 2134
Admin
Themenstarter
(@erutan)
Mitglied
Beigetreten: Vor 21 Jahren

Also da bleibt mir nur, mit deinen Worten zu antworten:

erkenntnisse heißt, erst mal vestehen wie was funktioniert.

Üben üben, üben  Am besten, du fängst direkt an  ;D


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Beiträge: 376
Registered
(@jumbo-2)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

Üben üben, üben  Am besten, du fängst direkt an

na herzblatt, dann leg los  😀
ich bin da keine mimose
faktenvorgabe
- herrschen sind seit jahrzehnten an der macht
- herrscher werden als ordnungfaktor in der region instrumentalisiert
  halten land im griff, kapital darf land wirtschaftlich ausbeuten
  dafür dürfen sie ihre persönlichen schatullen füllen
- herrscher reich, volk arm

na, das ist doch ein überschaubarer deal.


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