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Chemtrails?

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(@spelaeo)
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Hallo,

ich habe letztes Jahr in Peine "Chemtrails" beobachten können. Und zwar hatte ich im raum&zeit magazin über dieses Phänomen gelesen. Deshalb fiel mir wahrscheinlich überhaupt auf, was ich an mehreren aufeinanderfolgenden Freitagen im Sommer beobachtet habe.
Folgendes Schema : Blauer Himmel, dann kamen im Laufe des Vormittags 2 kleinere Flugzeuge (wahrscheinlich aus Braunschweig) und zogen kreuz und quer ihre "Kondensstreifen" über den Himmel. Diese lösten sich nicht wirklich auf, sondern überzogen den vorher blauen Himmel mit einem grauweissen Schleier. Das dauerte ca. 45 Minuten.
Der Himmel war jetzt also grau-weiss, und blieb es auch für weiter 3-4 Stunden.

Ich will damit nur sagen, für "Blödsinn" halte ich das nicht.
Was damit bezweckt werden soll, weiss ich auch nicht, aber das Phänomen existiert.


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Beiträge: 149
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(@der-bademeister-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Hi @all

ich hätte gar nicht mehr geglaubt, dass es noch Leute gibt, die die Chemtrails bestreiten - zu offensichtlich sind sie mittlerweile über allen europäischen Städten zu sehen - wer sehen kann, der sehe.

[url] http://www.weatherwars.info/index.html [/url]

zeigt tonnenweise Bilder davon - erläutert von einem diplomierten US-Meteorlogen - allerdings in Englisch.
Seine Interpretation des Zwecks von Chemtrails halte ich für fehlerhaft ..... aber die Bilder belegen meiner Meinung nach die Existenz von Chemtrails lückenlos.

Mal reingucken - es lohnt sich - sogar unter ästethischen Aspekten.

Gruss @all
vom Bademeister


Antwort
Beiträge: 149
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(@der-bademeister-2)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

Und nochmals und um es ein wenig eindrücklicher zu machen .... kaum anzunehmen, dass da irgendjemand soviele Fakes ins Netz stellt.

[url] http://www.weatherwars.info/pilotsview.htm [/url]

Gruss @all
vom Bademeister


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Beiträge: 828
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(@rinnsal)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

gerade das bild auf der letzten seite ganz unten is nen witz. das ist eindeutig sonnenlicht das da auf diesen Nebelstreifen trifft 😉 Und das manchmal "braun" in den dingern is ist schätzungsweise normal (gibts auch bei Autos...), bzw liegt möglicherweise an dunkleren Stellen (aka "Schatten").

ist übrigens ein Fake, die Lichtverhältnisse an der Aufhängung sind extrem anders


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Beiträge: 221
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(@discordia)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Cool

Also Leute, die Seite http://www.chemtrails.at/chemtrails/spruehflugzeuge-fotobeweise.htm ist ja ganz nett, aber offenbar kennt der Verfasser eine ganze Menge von technischen Details nicht.
Also, die KC135 ist eine umgebaute Boeing 707, die hat für meisten Zwecken nicht die ausreichende Ceiling, die liegt bei FL 430, das ist zwar nett, aber für die Ausbringung von Chemikalien, die sich lang in der Atmosphäre halten sollen nicht ausreichend hoch, dazu braucht man zumindest FL 500 bis 550, sonst sinken die Chemikalien viel zu schnell wieder zu Boden.
Das ist eine Frage der Windverhältnisse.
Die meisten Bilder zeigen ganz normale Tankstutzen für verschiedene Flugzeugtypen.
Sowas gibt an Herkules Maschinen sogar mich wirklich spektakulären Booms mit einem ganz tollen Kupplungstrichter für Hubschrauber, aber die fehlen hier ja noch ;-(
Das Bild rechts oben, das dritte von oben, ist eine Hilfsturbinenauslaßöffnung, die gibt es bei den meisten Verkehrsflugzeugen auch.
Diese Turbine dient beim Aufenthallt am Boden zur Stromerzeugung und zur Klimatisierung des Flugzeuges.
Dazu würde ich mal empfehlen, beim nächsten Flughafenbesuch sich die Hecks der Verkehrsflugzeuge anzusehen.
Die haben fast alle sowas, speziell bei Boeings sind die ganz gut zu sehen.
Dennoch gibt es diese Turbinen zumeist bei neueren Flugzeugen, einige der älteren militärischen und zivilen Flugzeuge haben die nicht, die werden von einem Generator vom Boden aus versorgt.
Zumindest solage die Haupttriebwerke nicht laufen.
Die Boeing 707 / KC135 sind zum Teil 40 Jahre alt und älter, die wurden seit 1956 gebaut.
Was die Sprühvorrichtung am Heck der KC135 mit der Nummer 53128 anbelangt, sowas gibt es auch an anderen Maschinen, sowas hat sogar die Firma Dornier in Deutschland.
Das ist eine Düse, die dazu verwendet wird, bei den Abnahmetests von Flugzeugen deren Flugverhalten in Eis- und Regenwolken zu testen.
Da wird von diesem Tankflugzeug vor der zu testenden Maschine hergeflogen und mit der Düse ein Wassernebel und bei niedrigen Temperaturen ein Eisnebel produziert.
Die zu testende Maschine muß dann beweisen, daß ihre Ausrüstung und Triebwerke dennoch klaglos funktionieren und daß das De Icing auch unter Praxisbedingungen funktioniert.
Sowas kann man nicht vollständig im Windkanal machen, daher ist dieser Abnahmeflug für die Zulassung von Zivil- und Militärmaschinen vorgeschrieben, das macht jedes neue Flugzeug durch, bevor es sein Airworthiness Certificate bekommt.
Das unscharfe Bild scheint genau so ein Flug zu sein, vermutlich würde man die zu testende Maschine auch noch sehen, wenn der Ausschnitt größer wäre.
Bedingt durch die Wirbel des Jet sind Mindestabstände abzuhalten, die kaum unter 400 bis 500 Metern liegen.
Klar kann man damit auch andere Materialien versprühen.
Primär werden diese Maschinen aber für Abnahmetests verwendet.
Was die Photos mit den netten Abrißkantenströmen anbelangt, die sind jederzeit auch ohne Chemikalien zu machen.
Sieht man bei jeder besseren Airshow, wenn Maschine ein wenig Stall fliegen.
Spektakulär ja, aber keine Hexerei.
Wenn man sich die Flügelstellungen der Detailaufnahmen in der oberen Reihe ansieht, dann ist ganz deutlich zu erkennen, daß die Flaps und die Spoiler zur Veränderung des Flügelprofiles ausgefahren sind.
Die Maschine befindet sich also im Langsamflug, vermutlich im Steig- oder Sinkflug in der Nähe eines Flugplatzes.
Das Phänomen kann jeder sehen, wenn er selbst hinter den Tragflächen in einer Verkehrsmaschine sitzt.
Das sind entweder die ganz normalen Triebstrahlverwirbelungen oder Abrißverwirbelungen, die entstehen bei den Strömungsabrisskanten kommen daher, daß dort kurzfristig der Druck des Umgebungsgases (=Luft) sinkt und daher die Kondensationstemperatur an dieser Stelle erreicht wird.
Damit entstehen diese Kondensationsstreifen, keine chemischen Zusätze notwendig, just add Water.
Die Flügel an den gezeigten Jets haben weder Winglets (das sind diese Flügelohren von Boeing, MD, Lear und Gulfstream) noch das Gegenstück, welches Airbus verwendet (das sind diese pfeilförmigen Aufsätze an den Flügelspitzen), daher die Kondensationsstreifen an des Abrißkanten.
Das kostet durch den erhöhten Luftwiderstand eine Menge Treibstoff durch die Verwirbelungen.
Ein paar Photos sind klassische Fakes, speziell die, bei denen ein gleichmäßiger einfacher Streifen hinter dem Flugzeug hergezogen wird, das ist schon strömungstechnisch nicht möglich, und ein paar Photos zeigen entweder Maschinen beim Fuel Dumping, das macht man, wenn das Landegewicht zu hoch ist und daher Treibstoff abgelassen wird (kommt aber kaum noch vor, weil weitgehend verboten und sehr teuer, wird eigentlich nur mehr bei Notlandungen gemacht) oder, speziell bei den 707 Aufnahmen, das sind zum Teil auch noch Aufnahmen vom, inzwischen verbotenen, Ablassen des Inhalts der Waste Container, also Abwasser.
Das wird heute nicht mehr erlaubt, weil es aus Umweltschutzgründen problematisch ist, das Zeug wird heute auf dem Boden abgepumpt und entsorgt.
Was immer das Ding neben der IL 78 ist, da kann man ganz leicht an der Heckkennzeichnung erkennen, daß es sich um eine US Maschine handelt, die Bauweise mit den Zusatztanks macht es zu einem Langstreckenjet mit innenliegenden Triebwerken, die waren in den 1950 Jahren beliebt, sind aber schon seit den 1970 Jahren nicht mehr im Einsatz, weil sie zu hohen Treibstoffverbrauch hatten.
Das ist vermutlich nicht einmal ein Tankflugzeug, sondern ein Langstreckenbomber mit Zusatztanks an den Flügeln.
Die Fuel Booms können übrigens keinen Treibstoff abgeben, ohne an ein Flugzeug angeschlossen zu sein, da dies die Bauweise der Kuplung verhindert.
Und der Airbus 310 MRTT, die 340 hätte vier Triebwerke, wird direkt so von Airbus gebaut, da muß man nicht eine Lufthansa Maschine kaufen und um teures Geld umbauen, die gibt es serienmäßig.
Die ganz Seite ist nett und für technisch Unbedarfte gemacht, aber sonst Blödsinn.
Natürlich kann man jederzeit Chemikalien versprühen, aber diese Seite ist nicht dazu geeignet, um dies auch nur ansatzweise darzustellen.
Die Sprühmuster sind natürlich von den Flugverkehrsstraßen und den Wind- bzw. Temperaturverhältnissen in der Flughöhe abhängig, das kann ja wohl jeder Pilot bestätigen, dazu braucht man keine Verschwörung, das geht auch so.
Aber wenigstens gibt es ein paar nette Photos von Kodensationsstreifen aus  Warteschleifen und Kunstflugübungen.
Die gibt es ebenfalls bei jeder besseren Flugshow zu beobachten.
Flugzeugtreibstoff ist nahezu überall steuerfrei oder zumindest steuerbegünstigt, auch hier keine Verschwörung gegen den Steuerzahler sondern ein seit Jahrzehnten bestehendes Vertragswerk.
Ach ja, Kondensationsstreifen entstehen bei der passenden Luftfeuchtigkeit, z.B. nach Regen in Zürich oder Singapore schön zu beobachten, auch schon bei +30°C, dazu braucht es keine -40°C, kann man jederzeit nachprüfen.
Da hat wohl jemand zu viel X-Files geschaut.


Antwort
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