Kein Wissenschaftler soll mir glauben. Wissenschaft hat nichts mit Religion zu tun sondern mit zu überprüfenden Annahmen. Jede Theorie die angedacht wird sollte von der Wissenschaft nachgeprüft werden. Sonst nichts. Erst die Prüfung von Seiteneinsteigern in eine Theorie kann bestätigen, oder verwerfen.
Ha! Träum weiter... Wenn die armen Wissenschaftler sich mit all dem Unsinn abgeben müssen, den andere (die nicht einmal die ganze Theorie begriffen haben) ausgebrütet haben, dann hätten sie ja nichts anderes mehr zu tun. Du siehst das leider sehr falsch: Es ist an dir, zu zeigen, warum dein Modell glaubhaft sein soll. Du musst ein Modell aufstellen, sonst wirst du nicht ernstgenommen. Dein "Selbstläufer" wird es nie in die Lehrbücher schaffen, wenn du kein glaubhaftes Modell vorweisen kannst, das man überprüfen kann!
Und selbst wenn ein Wissenschaftler dein Fantasiegebilde prüfen würde und zum Schluss käme, dass es nicht funktioniert - dann würdest du ihm ja bestimmt glauben.
Meistens kommt es allerdings dazu daß ein erhöhter Druck mit einer erhöhten Temperatur einhergeht was in der Regel zur Vergasung, und nicht zur Verfestigung führt. Das sehen wir an der Sonnenoberfläche. In den Granulen werden Eisenanteile an die Oberfläche gespült die allerdings als elektronenarmes Plasma gedeutet werden. Warmes Eisen friert also nicht, sondern es Vergast.
Ich empfehle dir: Mortimer, Chemie.
Informiere dich erst mal über die Temperaturen und den Druck, die im Erdkern herrschen sollen. Dann lies nach, in welchem Phasenzustand Eisen wohl bei diesen Werten vorliegt. Es wäre so einfach.
Wie gesagt: Man kann nicht alles erklären, was aber nicht heisst, dass die Theorie an sich falsch ist. Du hast eine mögliche Erklärung aus dem Buch zitiert. So lange niemand etwas weiteres, neues darüber heraus findet, wird es dabei bleiben.
Eines Tages wirst du vielleicht in der Lage sein zu verstehen, warum das nicht eine "Ausrede" ist.
Ich werd dir ein wenig helfen, ein Modell zu entwerfen:
Die Erde soll eine Hohlkugel sein.
Der Innenradius der Hohlkugel soll 1000 km betragen.
Fragen:
- Die Masse, die im Vollkugelmodell innerhalb dieses Radius' liegt, wo befindet die sich jetzt?
- Wie sind Dichte- und Temperaturgradienten im Erdinnern?
- Woraus besteht das Material innerhalb der Erde (Elementeverteilung)?
- Wo gibt es Phasenübergänge (=fest / flüssig)
- Wo steigt die Dichte oder die Temperatur sprunghaft an?
- Woraus besteht der Hohlraum?
Wenn wir mal ein Standardmodell haben, können wir uns daran machen, es zu überprüfen.
Ich will NICHT hören, dass man das alles in deinem Buch nachlesen könne - wenn dem so ist, dann bitte ich dich, diese wenigen Parameter hier zu zitieren, damit wir dein Modell überprüfen können.
>>Geschrieben von Bynaus am: 11.01.04 um 22:12:04
>Zitat:
Kein Wissenschaftler soll mir glauben. Wissenschaft hat nichts mit Religion zu tun sondern mit zu überprüfenden Annahmen. Jede Theorie die angedacht wird sollte von der Wissenschaft nachgeprüft werden. Sonst nichts. Erst die Prüfung von Seiteneinsteigern in eine Theorie kann bestätigen, oder verwerfen.<
Ha! Träum weiter... Wenn die armen Wissenschaftler sich mit all dem Unsinn abgeben müssen, den andere (die nicht einmal die ganze Theorie begriffen haben) ausgebrütet haben, dann hätten sie ja nichts anderes mehr zu tun.<<
Das wird schon der Nachwuchs übernehmen da bin ich zuversichtlich. Denn der ist gezwungen Neuland zu betreten um Loorbeeren zu ernten.
>Zitat:
Meistens kommt es allerdings dazu daß ein erhöhter Druck mit einer erhöhten Temperatur einhergeht was in der Regel zur Vergasung, und nicht zur Verfestigung führt. Das sehen wir an der Sonnenoberfläche. In den Granulen werden Eisenanteile an die Oberfläche gespült die allerdings als elektronenarmes Plasma gedeutet werden. Warmes Eisen friert also nicht, sondern es vergast. <
>>Ich empfehle dir: Mortimer, Chemie.
Informiere dich erst mal über die Temperaturen und den Druck, die im Erdkern herrschen sollen. Dann lies nach, in welchem Phasenzustand Eisen wohl bei diesen Werten vorliegt. Es wäre so einfach.<<
Das stimmt allerdings nur wenn die Mortimers genau wissen wie sich welche Elementeverteilung, Drücke und Temperaturen in welcher Erdtiefe befindet. Da man es aber nicht weiß und die Erde trotzdem erklärt werden sollte greift man zu Annahmen. Und die wiederum erklären sicherlich das Ein, oder Andere logisch und plausibel, aber nicht insgesamt übergreifend. Das ist der Fehler an unseren Erdtherorien. Was anderes wird von mir nicht angemahnt.
>>Zitat:Wie gesagt: Man kann nicht alles erklären, was aber nicht heisst, dass die Theorie an sich falsch ist.<<
Sie muß grundsätzlich Falsch sein denn sonst könnten sich verschiedene Erklärungen nicht gegenseitig widersprechen. Wie gesagt, die eine Erklärung muß eine andere Erklärung plausibel ergänzen.
>>Geschrieben von Bynaus am: 13.01.04 um 11:44:34
Ich werd dir ein wenig helfen, ein Modell zu entwerfen:
Die Erde soll eine Hohlkugel sein.
Der Innenradius der Hohlkugel soll 1000 km betragen.
Fragen:
- Die Masse, die im Vollkugelmodell innerhalb dieses Radius' liegt, wo befindet die sich jetzt? --In der 5.000km mächtigen Erdschale.
- Wie sind Dichte- und Temperaturgradienten im Erdinnern? --Muß angepasst werden.
- Woraus besteht das Material innerhalb der Erde (Elementeverteilung)? --Muß angepasst werden.
- Wo gibt es Phasenübergänge (=fest / flüssig)
- Wo steigt die Dichte oder die Temperatur sprunghaft an? --An den seismischen P-Übergängen wie gehabt.
- Woraus besteht der Hohlraum? --Womöglich ist es ein Weltraumvakuumkern mit einer dünnen Atmosphäre drumrum.
Wenn wir mal ein Standardmodell haben, können wir uns daran machen, es zu überprüfen.
Ich will NICHT hören, dass man das alles in deinem Buch nachlesen könne - wenn dem so ist, dann bitte ich dich, diese wenigen Parameter hier zu zitieren, damit wir dein Modell überprüfen können. <<
Ich finde es verfrüht, sich schon zu diesem Zeitpunkt damit zu beschäftigen. Das können wir vielleicht machen wenn die Hohlkörper-Theorie von uns durchgehechelt worden ist.
Aber bitte wenn Du willst, dann nimm die gemessenen Übergänge und verlege die Dichten, Masseverteilungen, Temperaturen und Elementemengen so zwischen die seismischen Übergänge daß das Gesamtbild der Erde erhalten bleibt.
Das wird schon der Nachwuchs übernehmen da bin ich zuversichtlich. Denn der ist gezwungen Neuland zu betreten um Loorbeeren zu ernten.
So ist es. Darum gibt es kein Dogma (ungeprüfte Behauptung) in der Wissenschaft, das lange bestand hätte. Und darum kannst du den Ergebnissen ruhig glauben bezüglich Erdaufbau.
Das stimmt allerdings nur wenn die Mortimers genau wissen wie sich welche Elementeverteilung, Drücke und Temperaturen in welcher Erdtiefe befindet. Da man es aber nicht weiß und die Erde trotzdem erklärt werden sollte greift man zu Annahmen. Und die wiederum erklären sicherlich das Ein, oder Andere logisch und plausibel, aber nicht insgesamt übergreifend. Das ist der Fehler an unseren Erdtherorien. Was anderes wird von mir nicht angemahnt.
Mortimer sagt überhaupt nicht über den Erdaufbau. Es geht mir hier darum: Du behauptest, dass die Theorie vom Erdaufbau nicht stimmen könne, weil es dort unten kein festes Eisen geben sollte, weil das eben verdampfen oder was weiss ich was sollte. Nun, ich habe dir empfohlen, unter den angenommenen Druck und Temperaturverhältnissen nachzuschlagen, in welcher Form Eisen vorliegt, damit du dich selbst überzeugen kannst, dass sich die Theorie des Erdaufbaus hier überhaupt nicht wiederspricht. WENN dieser Druck und diese Temperatur in dieser Tiefe herrscht, DANN ist das Eisen im inneren Kern fest.
Sie muß grundsätzlich Falsch sein denn sonst könnten sich verschiedene Erklärungen nicht gegenseitig widersprechen. Wie gesagt, die eine Erklärung muß eine andere Erklärung plausibel ergänzen.
1. Was wiederspricht sich den gegenseitig? So ein Unsinn.
2. Keine Theorie über den Erdaufbau erklärt alles exakt: Da bleibt immer sehr viel Interpretationsspielraum. Dieser ist zwar nicht beliebig gross - aber er ist so gross, damit die Theorie durch neue Erkenntnisse ergänzt werden kann. Was aber die Frage, ob es im Innern einen Hohlraum gibt, angeht, da gibt es keinen Interpretationsspielraum.
Aber bitte wenn Du willst, dann nimm die gemessenen Übergänge und verlege die Dichten, Masseverteilungen, Temperaturen und Elementemengen so zwischen die seismischen Übergänge daß das Gesamtbild der Erde erhalten bleibt.
ROTFL.
Das hättest du wohl gerne. DAS FUNKTIONIERT NICHT! Das ist ja der Grund, warum ich dir immer wieder sage, dass da unten kein Hohlkörper ist! Man kann da die Dichten, Masseverteilungen, Temperaturen und Elementemengen nicht einfach irgendwie anders verteilen, so dass das Gesamtbild erhalten bleibt! DAS ist ja genau der springende Punkt! Jede Anordnung erzeugt ein anderes Bild - die Hohle Erde ebenfalls, da kannst du lange an den Parametern rumschrauben: Das Gesamtbild, das wir durch seismische Erkundungen etc. erhalten, ist jedes Mal anders. Natürlich hättest du gerne, dass jemand anders für dich die Bildung des Modells übernehmen würde, der ganze Mathekram, nicht wahr? Aber wenn du ernst genommen werden willst, dann ist das DEINE Sache!
Also entweder wir stellen jetzt ein Modell auf, das wir nachher prüfen, oder ich muss glauben, dass du keines hast, womit wir das ganze sowieso vergessen können, denn ohne überprüfbare Vorhersagen kann ich auch behaupten, die Erde sei mit Osterhasen gefüllt...
Also, her mit dem Modell, und dann sehen wir, ob da was sinnvolles rauskommt.
>>Geschrieben von Bynaus Geschrieben um 08:49:05
>Zitat:Das wird schon der Nachwuchs übernehmen da bin ich zuversichtlich. Denn der ist gezwungen Neuland zu betreten um Loorbeeren zu ernten.<
So ist es. Darum gibt es kein Dogma (ungeprüfte Behauptung) in der Wissenschaft, das lange bestand hätte. Und darum kannst du den Ergebnissen ruhig glauben bezüglich Erdaufbau. <<
Wo gibts da was zu glauben wenn es verschiedene Ansichten über die Eigenschaften eines inneren Erdkerns gibt?
>Zitat:Das stimmt allerdings nur wenn die Mortimers genau wissen wie sich welche Elementeverteilung, Drücke und Temperaturen in welcher Erdtiefe befindet. Da man es aber nicht weiß und die Erde trotzdem erklärt werden sollte greift man zu Annahmen. Und die wiederum erklären sicherlich das Ein, oder Andere logisch und plausibel, aber nicht insgesamt übergreifend. Das ist der Fehler an unseren Erdtherorien. Was anderes wird von mir nicht angemahnt.<
>>Mortimer sagt überhaupt nicht über den Erdaufbau. Es geht mir hier darum: Du behauptest, dass die Theorie vom Erdaufbau nicht stimmen könne, weil es dort unten kein festes Eisen geben sollte, weil das eben verdampfen oder was weiss ich was sollte. Nun, ich habe dir empfohlen, unter den angenommenen Druck und Temperaturverhältnissen nachzuschlagen, in welcher Form Eisen vorliegt, damit du dich selbst überzeugen kannst, dass sich die Theorie des Erdaufbaus hier überhaupt nicht wiederspricht. WENN dieser Druck und diese Temperatur in dieser Tiefe herrscht, DANN ist das Eisen im inneren Kern fest.<<
WENN es stimmt. Und wenn nicht dann ist das Eisen halt Kristallin, oder Plasma, oder flüssig. An diesem Punkt gehen die gleichwertigen Ansichten der verschiedenen Schulen auseinander und jeder Anhänger dieser verschiedenen Ansichten führt stichhaltige Argumente an, warum seine Ansicht die richtige sein sollte.
Zitat:Sie muß grundsätzlich Falsch sein denn sonst könnten sich verschiedene Erklärungen nicht gegenseitig widersprechen. Wie gesagt, die eine Erklärung muß eine andere Erklärung plausibel ergänzen.
1. Was wiederspricht sich den gegenseitig? So ein Unsinn.
Der innere Erdkern soll fest sein. Gleichzeitig soll er nicht ideal rund sein weil die seismischen Messungen dort Tälen und Erhebungen ausweisen je nach dem von welcher Seite die P-Wellen am Kern auftreffen und von dort wieder abgelenkt werden. Außerdem soll er eine andere, und dazu noch veränderliche Drehrichtung zum äußeren Erdmantel besitzen.
Das widerspricht sich.
Wenn der innere Erdkern gegenüber der Erdachse in eine andere Richtung dreht, muß er ideal rund sein weil er sich durch diese Drehung abschleift. Es gibt da nicht den geringsten Erklärungsspielraum.
>>2. Keine Theorie über den Erdaufbau erklärt alles exakt: Da bleibt immer sehr viel Interpretationsspielraum. Dieser ist zwar nicht beliebig gross - aber er ist so gross, damit die Theorie durch neue Erkenntnisse ergänzt werden kann.<<
Wenn Du jetzt wirklich in die Sache einsteigen willst dann mußt DU dafür eine plausible Erklärung liefern. Da das andere große Geister bisher nicht schafften, darf ich bezweifeln, daß es Dir gelingt.
Und erst wenn Du das geschafft hast macht es Sinn uns Gedanken über Temperatur, Dichte und Verteilung der seltenen Erden innerhalb des Erdmantels zu machen.
>>Natürlich hättest du gerne, dass jemand anders für dich die Bildung des Modells übernehmen würde, der ganze Mathekram, nicht wahr?<<
Selbst verständlich. Jeder soll dabei seine eigenen Fehler machen dürfen. Hier können sich alle Geophysiker gegenseitig so in den Haaren liegen, wie es immer war. Wer nichts vorgerechnet bekommt kann hinterher nicht sagen das hier, oder dort was nicht geht.