Sorry, du bist falsch bei mir. Ich bin kein Psychiater weil ich Profilneurosen nicht als Krankheit sondern als Charakterschwäche betrachte.
Du hattest bestimmt nie Freunde, oder?
Und du merkst nicht, wenn du dich lächerlich machst. Das war weder Klugscheißerei oder Besserwisserei. Ich hab nur meine Annahme begründet und meinen Fehler im Bezug auf Zinseszinsen bei Krediten zugegeben.
So, mal zu den Lösungsvorschlägen:
Heute erst einmal zur ersten Lösung.
Es gibt mehrere Modelle, die die Probleme beheben würden. Alle laufen letztendlich darauf hinaus, daß
1. Dem Wirtschaftskreislauf kein Geld entzogen werden kann
2. Die Staatsfinanzierungslast auf alle verteilt wird.
Grob gesagt haben alle Modelle einen Faktor gemeinsam, nämlich den, daß Geld nur als Zwischentauschmittel, nicht aber als Handelsware genutzt werden kann.
Modell 1: Demurragegeld:
Demurragegeld wird derzeit in steigendem Maße regional eingesetzt. Ein bundesweiter Zusammenschluß liegt zwar in den Schubladen der meisten Regionalanbieter, könnte aber möglicherweise am Aufwand bei der Umsetzung scheitern.
Ein weiterer Nachteil wäre, daß eine effiziente Umsetzung wohl nur bargeldlos möglich wäre, um Demmuragen fließend an Umlaufzeiten und die einzelnen Kontenarten anpassen zu können.
Das, von Sylvoi Gesell erdachte Grundsystem wäre meiner Ansicht nach bundesweit (oder gar europaweit) kaum umsetzbar. Es ist zu starr und erfordert einen zu hohen Verwaltungsaufwand.
Dennoch ist Demurragegeld eine gute Idee. Demurragegeld ist Geld mit einem stetigen Wertverfall. Damit macht es keinen Sinn, es exorbitant zu horten oder gar gegen Zinsen zu verleihen.
Was anfangs wie die perfekte Lösung erscheint, könnte in der Praxis Probleme aufwerfen.
Zum einen muß es Menschen möglich sein, Geld zu sparen um sich beispielweise später eine größere Anschaffung leisten zu können. Mit Demurragegeld der herkömmlichen Art wäre das aber nur schwer umsetzbar.
Zum anderen kann es durchaus sein, daß Geld unter bestimmten Voraussetzungen länger "liegen" muß.
Daher wäre es bei Umsetzung dieses Systems unbedingt notwendig, eine bewegliche Demurrage zu verwenden, was wiederum nur elektronisch machbar wäre.
Letztendlich soll ja nur verhindert werden, daß Geld in sehr großem Stil zu dem Zweck gehortet wird, um damit mehr Geld zu machen.
Bei Demurragegeld gäbe es keine Steuern. Vielmehr würde der Wertverlust des Geldes auf privaten und Unternehmenskonten automatisch dem Staatskonto gutgeschrieben. Dort würde er allerdings auch einer (wenn auch geringeren) Demurrage unterliegen.
Der zweite Lösungsvorschlag setzt ganz woanders an, kommt aber zum gleichen Ziel.
Noch mal zur Erinnerung: Geld soll nur als Zwischentauschmittel einsetzbar sein. Es soll verhindert werden, daß Geld als Handelsware mißbraucht werden kann.
Die Trägerschaft des Staates soll auf alle Menschen verteilt werden.
Bisher ist es so: Diejenigen, die ihr Leben durch Gelderwerb finanzieren (also arbeiten gehen) tragen die Hauptlast der Staatsfinanzierung, denn Gelderwerb ist eines der teuersten "Hobbies", die wir uns leisten.
Diejenigen, die Geld nicht durch Arbeit erlangen, sonder dadurch, daß sie Geld verleihen (ich meine nur die, die dies in großem Stil tun), tragen - gemessen an ihrem Vermögen - nur unwensentlich zur Staatsfinanzierung bei.
Um das zu ändern, müßte es eine umfassende Steuerreform geben. Bislang war die Einkommensteuer eine der großen Einnahmequellen des Staates.
Der Staat nimmt von denen, die versuchen, Geld durch Arbeit zu erlangen.
Zukünftig könnte diese Steuer durch eine Geldhortungs- und Geldverleihsteuer ersetzt werden.
Das würde die Anhäufig von Geld zu dem Zweck, es ohne Beitrag an der Gesellschaft zu vermehren, zum neuen, teuersten Hobby machen und damit sinnlos.
Es würde entweder dazu führen, daß auf diese Weise angehäuftes Geld sofort ersatzlos ausgegeben wird (damit käme es zurücjk in den Wikrtschaftskreislauf) oder daß es durch Steuererhebung eingezogen wird (das hätte einen ähnlichen Effekt).
Gleichzeitig würden die Belastungen derjenigen drastisch sinken, die Geld auf ehrliche Art erlangen. Wenn sich das durch die Gesellschaft fortgepflanzt hätte, wären (zumindest) nationale Produkte deutlich preiswerter, da nicht länger mit unsichtbaren Steuern belastet.
Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage könnten sie zwar nach und nach wieder steigen, würden jedoch nie wieder in Unerreichbarkeit für einen Großteil der Menschen rücken.
Dafür brauchste aber auch nen gewissen Freibetrag, weil auch hier irgendwie die Möglichkeit auf Rücklagen vorhanden sein muss. Auch jetzt haste ja nen Freibetrag für Geldanlagen die Zinsen bringen und ka wies jetzt bei Aktiengeschäften ist. Früher wars so, dass da Steuen entfallen sind, wenn man über mehr als ein Jahr angelegt hatte. Is aber glaube heute anders da wird meines Erachtens auch alles was über den Freibetrag geht versteuert. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege aber es waren glaube 30% Steuern auf solche Kapitalerträge. Sollen diese Steuern erhöht werden und die Einkommensteuer gesenkt werden?
Das könnte böse enden, weil so entweder Geld einfach so quasi unterm Kopfkissen gehortet wird oder das Geld schneller ausgegeben wird. Und beide Situationen bergen Risiken einer Inflation.