Benachrichtigungen
Alles löschen

Überlebende

21 Beiträge
10 Benutzer
0 Reactions
7,649 Ansichten
Beiträge: 874
Registered
(@dark-knight13)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

Moin!

Meiner Meinung nach befinden sich auch deswegen vor der Ostküste Amerikas versenkte Uboote mit "neuen Aufbauten".
Für solche Aufbauten gibt es, vor allem ab ~'43, sehr verschiedene Möglichkeiten. Da wären z.B. Radarantennen, Radarwarnempfänger oder auch ein Schnorchel möglich.

Sie brauchten auch Geologen um Funkstationen aufzubauen, denn die geplanten und wohl fertiggestellten Amerikaraketen, mussten im Flug "nachjustiert" werden.
Naja, mit dem 'Nachjustieren' von ballistischen Raketen ist das so eine Sache. Gehen tut das schon, nur braucht man dafür aktuelle Positionsdaten in Echtzeit und moderne Rechner, um die Daten auch zeitnah berechnen zu können, sowie Steuerelemente, die die Daten dann auch umsetzen können.
Aber abgesehen davon, daß mobile Funkstationen auf z.B. U-Booten zu der Zeit sinvoller gewesen wären als festinstallierte Stationen in Reichweite gegnerischer Bomberverbände, hätten sie solche Ideen nicht gehabt, wenn es technisch überhaupt möglich gewesen wäre:
Es waren auch bemannte Versionen geplant, da man sich die Hoffnung machte, die Raketen im Zielanflug zu lenken, was sich auf große Distanzen bewährt hätte.
[url= http://de.wikipedia.org/wiki/A9_%28Rakete%29 ]A9[/url]
'Nachjustieren' tut man, wenn überhaupt, zwischen den Abschüssen, um anhand des Einschlags die Abschußdaten zu korrigieren. Aber dafür braucht man Spione vor Ort und verläßliche Kommunikationskanäle (nein, kein Funk, dessen Sendeposition innerhalb kürzester Zeit aufgespürt werden kann, auch schon damals). Im Falle der V1/2 war die BBC recht beliebt, als die Briten davon Wind bekamen wurde sie allerdings auch recht unzuverlässig. Kurz gesagt meldete die BBC falsche Einschlagsstellen und die Deutschen justierten falsch nach.

Damit würde der Punkt 'Amerikarakete' wegfallen.

Warum SS?

To this end it is not surprising to find the Germans in particular outfitting special commando units - usually Waffen SS - to operate independently in Spitzbergen Island north of Norway, in Greenland, and in Arctic Canada. Such teams were delivered to their operational areas via U-boat.
[url= http://missilegate.com/rfz/swaz/chapter14.htm ]Quelle, kurz nach Absatz 'C' recht weit unten[/url]
Aha, Waffen-SS Kommandoeinheiten, macht Sinn, schließlich haben die anderen regulären 'Wintereinheiten', die Gebirgsjäger, andere Aufgaben und somit erscheint die Schaffung einer Kommandoeinheit für arktische Operationen logisch, und bei ihrer Profilierungssucht mußte das natürlich Waffen-SS sein (Himmler und seinen nordischen Wahn nicht zu vergessen).

Das mit den Geologen ist einfach, die noch recht junge Meteorologie ist ein Teilbereich der Geowissenschaften.

Die Meteorologie ist ein Teilgebiet der Physik, wird jedoch in vielen Universitäten auch als Teil der Geowissenschaften verstanden und deren Fakultäten angegliedert.
[url= http://de.wikipedia.org/wiki/Meteorologie#Aspekte_der_Meteorologie ]Meteorologie[/url]
Den Geowissenschaften werden unter anderem die Fächer Geologie, Geographie, Geoinformatik, Paläontologie, Mineralogie, Petrographie, Kristallographie, Geophysik, Geodäsie, Glaziologie, Kartographie, Fernerkundung, Photogrammetrie, Meteorologie und Bodenkunde zugeordnet.
[url= http://de.wikipedia.org/wiki/Geowissenschaften ]Geowissenschaften[/url]
Und ein Laie (was Journalisten in der Regel sind) verwechselt dann leicht den Geowissenschaftler mit einem Geologen.

Warum brauchte man überhaupt so viele Wetterstationen in Grönland?
Weil Krieg war?
Oder anders: wenn du sicher sein kannst, daß der Gegner entdeckte Stationen sofort zu vernichten versuchen wird, bau zwei, besser noch: schicke Regelmäßig neue Trupps hin, irgendeiner wird schon überleben.
Natürlich braucht man nur eine Aktive zur Zeit, aber 2 Aktive bieten noch weitere Vorteile, z.B. die Möglichkeit der Verwirrung.

Die eigentliche Frage ist eher, warum sie dort oben das Wetter beobachteten.
Tja, warum sollte man das wohl tun, wenn man einerseits einen U-Boot Krieg im Atlantik führt und andererseits die Wetterlage über Zentraleuropa (Flugwetter, war damals noch wichtig, Flug nach Sicht und so) und über dem Atlantik in nicht unerheblichem Maße von Wetterfronten bestimmt wird, die in der Nordpolarregion ihren Ursprung haben.
As much an art as it is a science, predicting the weather is dependent on the accurate tracking of weather phenomena, particularly storm fronts, from the areas where they originate. In the North Atlantic and Transalpine Europe, that means gathering weather data in Greenland, the Norwegian Sea, and the arctic regions of Norway itself. Though meteorologists of the 1940s had none of the weather tracking satellites which make that job so much simpler today, they were still able to generate usably accurate forecasts for northern Europe as much as 72 hours in advance - as long as they could get the data they needed from those regions.

The need for that data gave birth to one of the most interesting and unique campaigns of the Second World War, the so-called "Weather War." Although it was not a war of major commands and large numbers of troops, ships, or aircraft, it had an important impact on the fighting in the Atlantic and European Theaters. It was the weather data secured by this campaign which enabled the planning and execution of such critical operations as the Germans' "Channel Dash," the Battle of the Bulge, the Allied landings at Dieppe and Normandy, and the entire strategic bombing campaign against the Third Reich.

[url= http://www.srh.noaa.gov/ohx/educate/atc/ww1.htm ]Weather War[/url]
Hier noch eine deutsche Version aus dem Einganslink (1. Posting):
Zu wichtig war das Wetter für die Einsätze zu Land, zu Wasser und in der Luft. Warnungen vor Nebelwänden konnten ganze Flugzeuggeschwader retten, umfangreiche Operationen von Torpedobooten im Januar 1942 an der englischen Westküste und im Bristolkanal waren andererseits nur möglich, gerade weil tagelanger Nebel angekündigt war. Luftangriffe auf alliierte Geleitzüge waren nur bei klarem Wetter denkbar, die berühmte Ardennenoffensive, der letzte große deutsche Vorstoß, lief dagegen nur, so lange die Panzer durch eine dichte Wolkendecke vor Bombern geschützt waren. Heer, Luftwaffe und Marine waren abhängig von Kundschaftern im Zentrum der Wetterküche, jenseits des Tageslichts, hinter der äußersten Kältefront,...

Aber abgesehen davon, wundert sich eigentlich Niemand über die Unstimmigkeiten in den beiden Artikeln?

Bsp. 1. Artikel, letzter Absatz, die Eskimogeschichte:
nach Mai '45, 2 tote Grönländer, 3 Entkommene
Einzige Sache, die über tote Grönländer im Netz gefunden werden konnte war: '43, 1 toter Grönländer, 2 Gefangene und 1 Entkommener
[url= http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Holzauge ]Unternehmen Holzauge[/url]

Noch besser, 2. Artikel, ebenfalls letzter Absatz:
Wundert es eigentlich Niemanden, daß 150 sowjetische Soldaten im von den USA besetzten, dänischen Grönland ein paar deutsche Soldaten, 4 Jahre nach Kriegsende abholen? Sowjets auf Grönland? Im Gründungsjahr der NATO, mit Dänemark als Gründungsmitglied :-??
Selbst Tom Clancy hat sie nur bis nach Island geschickt ;D.

Oder aber, da hat Jemand äußerst mies recherchiert und ganz einfach [url= http://de.wikipedia.org/wiki/Franz-Joseph-Land ]Franz-Joseph-Land[/url] (nördlich von Nowaja Semlja) mit dem [url= http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Franz-Joseph-Fjord ]Kaiser-Franz-Joseph-Fjord[/url] (ostküste Grönlands) verwechselt?

Dazu noch Städtenamen, die im gesamten Netz nur in genau diesem einen Artikel zu finden sind.

und im zweiten von Lombvik oder Lombrik wozu man im Internet leider nichts weiter findet. Es soll wohl westlich von einem Kaiser-Wilhelm-Land liegen.
Keine Ahnung, wo du das her hast, kann aber nicht sein, denn [url= http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Wilhelm-Land ]Kaiser-Wilhelm-Land[/url] kann es schwerlich sein, das war nämlich der Name der deutschen Kolonie in Neuguinea.

Kurz gesagt, würde ich das hier sagen:

1. Du sollst nicht wiedererwecken Threads von den Toten!  ;D

2. Es ist durchaus plausibel, dass es einfach nur eine Wetterstation war.

Aber noch was Konstruktives:
Im zweiten Artikel wird als Quelle die 'Ostdeutsche Zeitung' genannt, die scheint es noch zu geben, jedenfalls so halbwegs, evtl. macht da ja eine Anfrage nach dem '51er Originalartikel noch Sinn:
[url] http://www.ostdeutsche-zeitung.de/wordpress/ [/url]

Andererseits, wenn ich mir so die Vita des Authorenschreibers des 2. Artikels so ansehe, kann man sich weitere Nachforschungen wohl ersparen, wird eh nichts bei rauskommen, außer irgendwelchen Storys.
Denn die einzige Frage, die durch den Artikel aufgewofen werden soll, ist wohl eher die:
Wenn in der Arktis in Grönland noch deutsche Soldaten bis '49 unentdeckt blieben, ja was wäre denn dann alles noch in der Antarktis oder anderswo möglich?
Und da ist es dann Banane, ob die Ursprungsstory stimmt, oder nicht, denn es geht nicht um Fakten oder eine Geschichte von Menschen, es geht um einen Eindruck, der geschaffen werden soll.
Wenn man fies wäre, könnte man sagen, daß hier ein Mythos krampfhaft am Leben erhalten wird.

bis denn!
dark knight13


Antwort
Beiträge: 71
Registered
(@valor)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren

Warum brauchte man überhaupt so viele Wetterstationen in Grönland?
Weil Krieg war? Oder anders: wenn du sicher sein kannst, daß der Gegner entdeckte Stationen sofort zu vernichten versuchen wird, bau zwei, besser noch: schicke Regelmäßig neue Trupps hin, irgendeiner wird schon überleben. Natürlich braucht man nur eine Aktive zur Zeit, aber 2 Aktive bieten noch weitere Vorteile, z.B. die Möglichkeit der Verwirrung.

Ja, aber das komische ist das es weitaus mehr Aktivität war als nur zwei Wetterstationen und komisch deshalb weil Grönland zur amerikanischen Interessensphäre gehörte. Die USA hatten ihre eigenen Basen und patroullierten das Gebiet ständig. Warum also so viel Risiko eingehen für etwas was man auch in sichereren Gegenden der Arktis beobachten kann (z.B.Spitzbergen)? Schau hier:

[color=#ff0000]1942        August 27 - German ship "Sachsen" anchors at the Sabine-island. A landing party sets up a weather station, code "Holzauge".
1943      March 13 - Greenland Sledge Patrol encounters German landing party of the "Sachsen". One Danish member, Eli Knudsen, is killed, the other two members are captured but manage to escape.
May - Greenland Sledge Patrol encounters German landing party on east coast - a Danish member of the sledge patrol captures a German officer and marches him 300 miles American custody - CGC Northland and North Star carrying a party of 26 American soldiers, 3 Danish guides and 40 sled dogs sent to locate the Germans base - American bombers led by Colonel Bernt Balchen destroy the German weather station on Sabine Island and the "Sachsen" - landing party captures a surviving German officer. The rest of the crew hides until they are returned to Germany via plane a month later, carrying with them the dogs captured in the skirmish.
August - The "Coburg" is send to set up another weather station, code "Baßgeiger". The ship is unable to land, but works as swimming station. Though the general position is known to the US Coast Guard, they are unable to locate the ship.
September - U.S. Coast Guard cutters reach German weather station - station was deserted but one lost German technician was captured
April 22 - The Greenland Sledge Patrol discovers a German camp at Cape Sussi on the northern tip of Shannon Island. It is weatherstation "Baßgeige", established by the "Coburg". In the ensuing fight the German commander is killed before the Sledge Patrol retreats.
June - The crew of the weather station "Baßgeige" and Coburg are evacuated via plane.
July - U.S. Coast Guard cutters Northland and Storis set out to supply the Sledge Patrol - Northland arrives at Shannon Island finds the German base deserted - remains of the 155 foot German trawler Coburg found crushed in the ice 4 miles off Cape Sussi
September 1 - Northland sights German trawler "Kehdingen", with weather station "Edelweiß", off Great Koldewey Island - German trawler stopped by ice after a 7 ½ hour chase - trawler scuttled - crew takes to the lifeboats - 8 officers and 20 enlisted men captured - Northland damaged - icebreakers Eastwind and Southwind and tender Evergreen sent to tow crippled cutter back to Boston
October 4 - Air patrol reports suspicious activity on Little Koldewey Island (800 miles south of the North Pole) - Eastwind lands 2 platoons of sailors - German weather station "Edelweiß II" located and destroyed - 3 German officers and 9 enlisted men captured
October 15 - Air patrol sights German trawler "Externsteine" 15 miles off Cape Bergen
October 16 - CGC Eastwind captures "Externsteine" and 32 crew members - "Externsteine" is the only German surface vessel captured at sea by United States forces during the Second World War[/color]

Quelle: [url] http://worldatwar.net/nations/greenland/timeline.html [/url]

Die Deutschen bauten auch eine automatische Wetterstation in Labrador, Ostkanada, auf. Die wurde sogar erst 1980 entdeckt!

[color=#006600]Weather station Kurt erected in Labrador in 1943

The U-537 made the only armed German landing on North American soil in WWII.

U-537 left Kiel, Germany on September 18, 1943. She made a brief stop in Bergen, Norway and headed out to sea again on 30 Sept. The boat went on patrol in the western North Atlantic under Kptlt. Peter Schrewe. Its task was to set up an automatic weather station on the coast of Labrador. U-537 carried a scientist, Dr. Kurt Sommermeyer, and Wetter-Funkgerät (WFL) number 26 (the sixth in a series of 21 such stations) manufactured by Siemens. It consisted of various measuring instruments, a 150-watt Lorenz 150 FK-.type transmitter and ten canisters with nickel-cadmium and dry-cell high-voltage batteries.

On October 22 U-537 arrived at Martin Bay at the northern tip of Labrador. For the next 48 hours U-537 lay at anchor while the crew manhandled the 220-pound canisters, along with a tripod and mast, into rubber boats and then onshore. The weather station was set up 400 yards inland on a 170 feet high hill. At 5:40 P.M. on October 23, having ensured that the station was functioning properly, Schrewe weighed anchor and set off for an anti-shipping patrol off Newfoundland. His patrol was uneventful and on December 8 U-537 returned to Lorient, France.

Reports indicate that the weather station sent out normal transmissions for a few days, but then there was apparent jamming on that frequency (about which nothing is known; no evidence has yet turned up that the Allies learned about the equipment).

U-537 was transferred to the Far East and sunk with all hands on board in late 1944 - only Dr. Sommermeyer and crew member, who had left the boat prior to the its transfer to the Far East, survived the war.

The station remained unknown until ...
Thus the station was a secret known only by a handful German seamen and scientists. The story became known in the late 1970s, when an engineer named Franz Selinger after his retirement from Siemens decided to write a history of the German weather service. Among Dr. Sommermeyer's papers he found photographs of one weather station and a U-boat that did not fit in with the eastern Arctic installations he had previously been able to identify (Greenland and Svalbard). He identified the Labrador coast, but neither Canadian nor American authorities could provide evidence. Via Jürgen Rohwer and the son of Dr. Sommermeyer he then identified the U-537 and located the logbook at the archives in Freiburg.

In 1980 he wrote to the official historian of the Canadian armed forces, W.A.B. Douglas (who has written an article in MHQ). Douglas and the Canadian Coast Guards were able to go and look and actually found the remains of the weather station. Some parts were missing, but the canisters, tripod and mast, and some dry-cell batteries was left to identify.

The current location of weather station Kurt

After the rediscovery of the station in the 1980s by the Canadian Coast Guard (following press articles etc. on the subject), it was dismantled and brought to the Canadian War Museum in Ottawa. This unique historical artefact from the war is now on permanent, public display (see photo) at the Canadian War Museum.

Another weather station in Labrador planned
In July 1944, the U-867 reportedly set out from Norway to erect a second weather station in Labrador but was sunk en route by RAF planes.[/color]

[url] http://uboat.net/ops/weather_stations.htm [/url] (Mit Foto!)

Da frage ich mich wieso es in Grönland bemannte Stationen seien mußten, trotz des Risikos, wenn es doch "nur" ums Wetter ging? Hier mehr zu den Patrouillen:
[url] http://www.uscg.mil/history/h_greenld.html [/url]
Nee, für mich passt da einiges nicht zusammen.

Bsp. 1. Artikel, letzter Absatz, die Eskimogeschichte:
nach Mai '45, 2 tote Grönländer, 3 Entkommene
Einzige Sache, die über tote Grönländer im Netz gefunden werden konnte war: '43, 1 toter Grönländer, 2 Gefangene und 1 Entkommener
[url= http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Holzauge ]Unternehmen Holzauge[/url]

Solche Unstimmigkeiten sind doch nichts außergewöhnliches. Sowas findet man auch wenn man gegenwärtige Zeitungsberichte vergleicht.

Noch besser, 2. Artikel, ebenfalls letzter Absatz:
Wundert es eigentlich Niemanden, daß 150 sowjetische Soldaten im von den USA besetzten, dänischen Grönland ein paar deutsche Soldaten, 4 Jahre nach Kriegsende abholen? Sowjets auf Grönland? Im Gründungsjahr der NATO, mit Dänemark als Gründungsmitglied :-??

Ja und? Wenn du dich z.B. im nordöstlichen Grönland aufhälst, wie die Deutschen es wohl taten, dann bist du nicht weit von russischem Gebiet entfernt, wie das Franz-Josef-Land! [center][img] [/img][/center]

Übrigens, stell dir mal vor, selbst 20 Jahre nach Kriegsende, auf dem Höhepunkt des kalten Krieges, konnte man massenhaft feindliche Russen in den USA [b]selbst[/b] finden! Unglaublich...

Oder aber, da hat Jemand äußerst mies recherchiert und ganz einfach [url= http://de.wikipedia.org/wiki/Franz-Joseph-Land ]Franz-Joseph-Land[/url] (nördlich von Nowaja Semlja) mit dem [url= http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Franz-Joseph-Fjord ]Kaiser-Franz-Joseph-Fjord[/url] (ostküste Grönlands) verwechselt?

Auf welche Stelle in den beiden Zeitungsartikeln beziehst du dich? Wo steht da was von einem Franz-Josef-Land??

und im zweiten von Lombvik oder Lombrik wozu man im Internet leider nichts weiter findet. Es soll wohl westlich von einem Kaiser-Wilhelm-Land liegen.
Keine Ahnung, wo du das her hast, kann aber nicht sein, denn [url= http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Wilhelm-Land ]Kaiser-Wilhelm-Land[/url] kann es schwerlich sein, das war nämlich der Name der deutschen Kolonie in Neuguinea.

Sorry, mein Fehler. Das kam wegen folgendem Link:
[url] http://www.wer-weiss-was.de/theme138/article1463265.html [/url]
Es gibt aber noch ein Kaiser-Wilhelm-Land in der Antarktis! Sehr interessant...
[url] http://www.deutsche-schutzgebiete.de/kaiser_wilhelm_II-land.htm [/url]
Nur bringt uns das nachwievor nicht weiter wo dieses Lombvik liegt...ich denke mal es bezieht sich auf eine Namensgebung, die nur damals gängig war.


Antwort
Beiträge: 71
Registered
(@valor)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren

[center]Hier noch was schönes über die deutschen arktischen Wetterstationen....[/center]

[center][img] [/img]

[img] [/img][/center]

[url] http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Zusatz/Heer/Wetterstationen.htm [/url]
Hier steht auch ganz unten folgender Satz: [color=#990000]Nach Tage langen Verhören erfolgt die Uberstellung in das deutsche Gefangenenlager. Im Beisein alliierter Offiziere und aller Internierten meidet Dr. Dege dem deutschen Befehlshaber den Wettertrupp aus Spitzbergen zurück, ein beeindruckendes militärisches Zeremoniell der vorletzten deutschen Einheit, denn eine weitere konnte sich bis 1949 (!) halten.[/color] Leider scheint aber auf diese nicht näher drauf eingegangen zu werden!


Antwort
Beiträge: 874
Registered
(@dark-knight13)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

Moin!

Ja, aber das komische ist das es weitaus mehr Aktivität war als nur zwei Wetterstationen und komisch deshalb weil Grönland zur amerikanischen Interessensphäre gehörte. Die USA hatten ihre eigenen Basen und patroullierten das Gebiet ständig. Warum also so viel Risiko eingehen für etwas was man auch in sichereren Gegenden der Arktis beobachten kann (z.B.Spitzbergen)?
Weil man für vernünftige Wetterbeobachtung das ganze Bild braucht und nicht nur Teile davon.
Spitzbergen z.B. hilft einem wenig, wenn man die Wetterlage auf dem Atlantik beurteilen will.
Und wenn der Gegner immer wieder die Beobachtungsstationen beseitigt, dann muß man halt auch immer wieder kommen und neue aufbauen.
Übrigens: Grönland ist riesig, das kann man nicht durchgängig patroullieren. Da kann man sich auch gut mal eine Zeit lang verstecken und Wetterdaten übermitteln.
Ich glaube auch, du überschätzt die eingesetzten Mittel gewaltig. Ein paar Schiffe und ein paar Hundert Mann sind nichts im Vergleich zu einem einzigen Tag Ostfront.

Die Deutschen bauten auch eine automatische Wetterstation in Labrador, Ostkanada, auf. Die wurde sogar erst 1980 entdeckt!  
Ist nur ein Beispiel dafür, wie gut man in solch abgelegenen Gebieten eine kleine Wetterstation verstecken kann und das es sich lohnt, es selbst in Feindesland zu versuchen. Warum dann nicht auch in Grönland, riesengroß und fast menschenleer?

Da frage ich mich wieso es in Grönland bemannte Stationen seien mußten, trotz des Risikos, wenn es doch "nur" ums Wetter ging?
Die Anführungsstriche beim Wort 'nur' zeigen, daß du die Bedeutung des Wetters im Krieg massiv unterschätzt.
Bsp. Allierte Bomberangriffe auf Deutschland:
Wenn du weißt, daß ab Mittag eine Sturmfront aufzieht, kannst du dir als Verteidiger sicher sein, daß kein Angriff erfolgen wird. Man kann also stattdessen sich die Piloten ausruhen lassen, Flugzeuge warten und Sprit sparen.
Im umgekehrten Fall mußt du mit Angriffen rechnen, versetzt also die Jagdstaffeln in erhöhte Alarmbereitschaft und bist allgemein aufmerksamer.

Bsp. D-Day, Landung in der Normandie:
Wochenlang vorher und nachher herrschte schlechtes Wetter, für Landeunternehmen ungeeignet. Man kennt ja die Bilder von US-Soldaten mit dicken Jacken Anfang Juni. Mitten im Sommer sehen sie aus, als ob sie für Winterkrieg gerüstet wären.
Bis auf den einen Tag, da war das Wetter brachbar genug für Luftlandeunternehmen und eine direkte Landung. An dem Tag zog ein Zwischenhoch über die Küste. Die Allierten wußten davon und konnten ihr Unternehmen starten, die Deutschen übersahen es und wurden deshalb von der Landung überrascht. Man dachte, daß wochenlang eine Landung nicht möglich wäre und lehnte sich zurück. Am Tag der Landung war der Oberkommandierende, Rommel, auf Heimaturlaub. Hier noch ein Auszug dazu, der die Bedeutung des Wetters aufzeigt:

Für den 6. Juni 1944 wurde vom deutschen Wetterdienst ein Unwetter vorausgesagt, was eine alliierte Invasion unmöglich erscheinen ließ. Zudem hatte Rommels Frau Lucie an diesem 6. Juni ihren 50. Geburtstag. Rommel entschied sich, zu seiner Frau zu fahren. Folglich befand sich Rommel am Tag der Invasion, dem D-Day, bei seiner Frau in Deutschland. Außerdem befanden sich der Befehlshaber der 7. Armee, Generaloberst Friedrich Dollmann, bei einem Planspiel in Rennes und der Kommandeur des I. SS-Panzerkorps, Oberstgruppenführer Sepp Dietrich, in Brüssel.
[url= http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Rommel#Einsatz_am_Atlantikwall_.E2.80.93_Invasion_in_der_Normandie ]Quelle[/url]
Alle wichtigen Personen weg, weil man schlechte Wetterdaten hatte.
Und so knapp, wie die Landung war, kann man wohl spekulieren, daß, hätten die Deutschen über vernünftige Wetterdaten verfügt, sie besser vorbereitet gewesen wären und die Landung wahrscheinlich gescheitert wäre.

Bsp. Ardennenoffensive:
Hätten die Deutschen nicht gewußt, daß mindestens 2 Wochen lang schlechtes Wetter vorherrschen würde, hätten sie die Offensive gar nicht erst begonnen, da sie sonst aufgrund der allierten Luftüberlegenheit sofort im Keim erstickt worden wäre.

Bsp. Wüstenkrieg:
Rommel liebte Sandstürme, weil sie seinen Vormarsch verschlerten, sowie es erleichterten, die eigene Stärke zu verbergen. Um diese Stürme aber nutzen zu können, muß man wissen, wann sie kommen.

Bsp. U-Boot-Krieg:
Wenn in einem Gebiet des Atlantik schwere Stürme vorherrschen, braucht man erst gar keine Boote dorthin schicken, sie werden eh nichts finden. Sie könnten weniger als 5 Meilen an einem Konvoi vorbeifahren, sie würden sie weder sehen, noch hören. (Sehr gut dargestellt im Film 'Das Boot')
Anders bei Nebel, Nachts im Nebel bei 500-1000m Sichtweite ist perfektes Angriffswetter für U-Boote.

Seekrieg allgemein:
Wenn man weiß, daß die nächste Nacht neblig wird, macht es Sinn, seine Minenleger loszuschicken, um gegnerische Häfen zu verminen. Wird es Sternenklar, läßt man es besser bleiben, es sei denn, man will alle Minenleger verlieren, lange bevor sie die Möglichkeit hatten, ihre Minen zu legen.

Und ich könnte hier mit Beispielen ewig weitermachen, so wichtig ist die Bedeutung des Wetters im Krieg.
Wetter kann somit Schlachten und damit auch Kriege entscheiden. Wissen um das Wetter ist demnach Gold wert und somit auch fast jeden Aufwand.

Ja und? Wenn du dich z.B. im nordöstlichen Grönland aufhälst, wie die Deutschen es wohl taten, dann bist du nicht weit von russischem Gebiet entfernt, wie das Franz-Josef-Land!
'Ja und?'??? Sowas ist ein Kriegsgrund, aber egal. Auch egal, daß die USA zu dem Zeitpunkt die Atombombe besaßen, die Sowjets aber nicht und somit klar gewesen wäre, wer gewonnen hätte.

Übrigens, stell dir mal vor, selbst 20 Jahre nach Kriegsende, auf dem Höhepunkt des kalten Krieges, konnte man massenhaft feindliche Russen in den USA selbst finden! Unglaublich...
Nicht unglaublich, sowas nennt man Spionage. Voll bewaffnete Sowjetsoldaten anlanden ist etwas ganz anderes.

Hier steht auch ganz unten folgender Satz: Nach Tage langen Verhören erfolgt die Uberstellung in das deutsche Gefangenenlager. Im Beisein alliierter Offiziere und aller Internierten meidet Dr. Dege dem deutschen Befehlshaber den Wettertrupp aus Spitzbergen zurück, ein beeindruckendes militärisches Zeremoniell der vorletzten deutschen Einheit, denn eine weitere konnte sich bis 1949 (!) halten. Leider scheint aber auf diese nicht näher drauf eingegangen zu werden!
2 Möglichkeiten:
1. Es gab diese Einheit nicht. Nach allen möglichen Texten im Netz war die Gruppe Degen die letzte Einheit, die 4 Monate nach Kriegsende gefunden wurde und kapitulierte.
2. Die Geschichte ist nur im Osten bekannt, weil auf Franz-Joseph-Land passiert, von Sowjets abgeholt und endete mit der Freilassung der Beteiligten (Wieso sind die eigentlich freigelassen worden, anstatt nach Sibirien zu gehen?). Da man '49 wichtigere Dinge zu tun hatte, ging es in der Geschichte unter.

Ehrlich gesagt, glaube ich eher Möglichkeit 1, u.a. weil die einzige Quelle dafür der 2. Artikel zu sein scheint, der offenbar vor Fehlern nur so strotzt und eindeutig politische Ziele verfolgt. Alle anderen, die sich darauf beziehen, scheinen diesen 2. Artikel als Quelle zu haben, aber eine Lüge wird nicht dadurch wahr, daß man sie ständig wiederholt.
Es zeigt lediglich, wie leicht sich Dinge verselbstständigen.

Oder aber, da hat Jemand äußerst mies recherchiert und ganz einfach Franz-Joseph-Land (nördlich von Nowaja Semlja) mit dem Kaiser-Franz-Joseph-Fjord (ostküste Grönlands) verwechselt?

Auf welche Stelle in den beiden Zeitungsartikeln beziehst du dich? Wo steht da was von einem Franz-Josef-Land??
Ich wollte damit sagen, daß die Sowjets die Deutschen wohl eher von Franz-Joseph-Land (zu Sowjetunion gehörig) abgehohlt haben, als von Ostgrönland und der Author wohl höchstwahrscheinlich nicht genügend geographische Kenntnisse besaß, um das zu erkennen. Er kannte wohl nur den (Kaiser-) Franz-Joseph-Fjord an der Ostküste Grönlands. Und wenn wir ein wenig recherchieren, dann finden wir auch deutsche Wetterstationen auf Franz-Joseph-Land. Und somit erscheind es um einiges wahrscheinlicher, daß die im 2. Artikel genannte Truppe von den Sowjets von Franz-Joseph-Land abgehohlt wurden und nicht von Grönland nördlich des Kaiser-Franz-Joseph-Fjords.
Man könnte auch sagen, daß es eine aus vielen (teils verdrehten) Fakten und Mythen zusammengeschusterte Geschichte ist, um eine bestimmte Klientel zu bedienen.

In dem Zusammenhang würde mich langsam doch mal der Zeitungsname des 2. Artikels interessieren, andererseits kann ich es mir auch denken, in welche Richtung das geht.

Nur bringt uns das nachwievor nicht weiter wo dieses Lombvik liegt...ich denke mal es bezieht sich auf eine Namensgebung, die nur damals gängig war.
Hehe, glaube, ich hab's gerade gefunden. Schau mal auf die 2. von dir angegebene Karte, Südspitze von Spitzbergen. 'Landvik 1944/45'. Macht Sinn, meinst du nicht?

Soviel noch zu den Artikeln (vor allem der 2.). Zeigt nur, wie sehr in denen alles Mögliche durcheinandergemischt wird, um irgendwie das hinzubekommen, was man erreichen will. Und ich wiederhole das einfach nochmal:

Andererseits, wenn ich mir so die Vita des Authorenschreibers des 2. Artikels so ansehe, kann man sich weitere Nachforschungen wohl ersparen, wird eh nichts bei rauskommen, außer irgendwelchen Storys.
Denn die einzige Frage, die durch den Artikel aufgewofen werden soll, ist wohl eher die:
Wenn in der Arktis in Grönland noch deutsche Soldaten bis '49 unentdeckt blieben, ja was wäre denn dann alles noch in der Antarktis oder anderswo möglich?
Und da ist es dann Banane, ob die Ursprungsstory stimmt, oder nicht, denn es geht nicht um Fakten oder eine Geschichte von Menschen, es geht um einen Eindruck, der geschaffen werden soll.
Wenn man fies wäre, könnte man sagen, daß hier ein Mythos krampfhaft am Leben erhalten wird.
Jegliche weitere Beschäftigung mit dieser Fragestellung und dem Thema erscheint mir somit eher als Zeitverschwendung, da nichts dabei herauskommen wird, außer weiteren Mutmaßungen.
Und alles, was erreicht wird, ist das Lebendighalten des Mythos, denn solange man darüber redet, solange ist er lebendig und darum werde ich jetzt beginnen, in Bezug auf dieses spezielle Thema zu schweigen.

bis denn!
dark knight13


Antwort
Beiträge: 71
Registered
(@valor)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren


Da frage ich mich wieso es in Grönland bemannte Stationen seien mußten, trotz des Risikos, wenn es doch "nur" ums Wetter ging?
Die Anführungsstriche beim Wort 'nur' zeigen, daß du die Bedeutung des Wetters im Krieg massiv unterschätzt.
tterdaten hatte.
Und so knapp, wie die Landung war, kann man wohl spekulieren, daß, hätten die Deutschen über vernünftige Wetterdaten verfügt, sie besser vorbereitet gewesen wären und die Landung wahrscheinlich gescheitert wäre.

Bsp. Ardennenoffensive:
Hätten die Deutschen nicht gewußt, daß mindestens 2 Wochen lang schlechtes Wetter vorherrschen würde, hätten sie die Offensive gar nicht erst begonnen, da sie sonst aufgrund der allierten Luftüberlegenheit sofort im Keim erstickt worden wäre.

Bsp. Wüstenkrieg:
Rommel liebte Sandstürme, weil sie seinen Vormarsch verschlerten, sowie es erleichterten, die eigene Stärke zu verbergen. Um diese Stürme aber nutzen zu können, muß man wissen, wann sie kommen.

Bsp. U-Boot-Krieg:
Wenn in einem Gebiet des Atlantik schwere Stürme vorherrschen, braucht man erst gar keine Boote dorthin schicken, sie werden eh nichts finden. Sie könnten weniger als 5 Meilen an einem Konvoi vorbeifahren, sie würden sie weder sehen, noch hören. (Sehr gut dargestellt im Film 'Das Boot')
Anders bei Nebel, Nachts im Nebel bei 500-1000m Sichtweite ist perfektes Angriffswetter für U-Boote.

Seekrieg allgemein:
Wenn man weiß, daß die nächste Nacht neblig wird, macht es Sinn, seine Minenleger loszuschicken, um gegnerische Häfen zu verminen. Wird es Sternenklar, läßt man es besser bleiben, es sei denn, man will alle Minenleger verlieren, lange bevor sie die Möglichkeit hatten, ihre Minen zu legen.

Und ich könnte hier mit Beispielen ewig weitermachen, so wichtig ist die Bedeutung des Wetters im Krieg.Wetter kann somit Schlachten und damit auch Kriege entscheiden. Wissen um das Wetter ist demnach Gold wert und somit auch fast jeden Aufwand.

Ist ja toll das du so viele Beispiele über die Wichtigkeit des Wetters anführst, es erklärt mir aber nicht wieso es bemannte Wetterstationen auf Grönland sein mußten und nicht automatische ausreichten wie bei Labrador. Die Signifikanz des Wetters habe ich übrigens nie angezweifelt, das "nur" bezog sich auf die Frage wegen der Bemannung (nochmals, es waren nicht nur ein, zwei Männer).

Ja und? Wenn du dich z.B. im nordöstlichen Grönland aufhälst, wie die Deutschen es wohl taten, dann bist du nicht weit von russischem Gebiet entfernt, wie das Franz-Josef-Land!
'Ja und?'??? Sowas ist ein Kriegsgrund, aber egal. Auch egal, daß die USA zu dem Zeitpunkt die Atombombe besaßen, die Sowjets aber nicht und somit klar gewesen wäre, wer gewonnen hätte.

So ein Schwachsinn. Ersteinmal müßsten die Amis was davon mitkriegen das irgendwo auf Grönland Deutsche von Russen gefangen genommen werden, zweitens müßte sie das stören und drittens, selbst wenn sie es stören sollte wäre das noch lange kein Kriegsgrund. Warum? Nun, es handelt sich ja schließlich um Deutsche und nicht um Amis die gestellt wurden, und die waren immer noch ein gemeinsamer Feind (also Reichsdeutsche). Außerdem gehörte Grönland nicht den USA und da Russland gegographisch näher dran ist, was sollte die Sowjets also abhalten dort den ehemaligen gemeinsamen Feind zu stellen? Vielleicht geschah das ja sogar unter Absprache? Wir reden immerhin von 49 und nicht von 63.  ::)

Übrigens, stell dir mal vor, selbst 20 Jahre nach Kriegsende, auf dem Höhepunkt des kalten Krieges, konnte man massenhaft feindliche Russen in den USA selbst finden! Unglaublich...
Nicht unglaublich, sowas nennt man Spionage. Voll bewaffnete Sowjetsoldaten anlanden ist etwas ganz anderes.

Stimmt. Aber ob das im weiten Eis von Grönland geschieht oder auf US amerikanischen Festland scheint bei dir keinen Unterschied zu machen. ::)

Hier steht auch ganz unten folgender Satz: Nach Tage langen Verhören erfolgt die Uberstellung in das deutsche Gefangenenlager. Im Beisein alliierter Offiziere und aller Internierten meidet Dr. Dege dem deutschen Befehlshaber den Wettertrupp aus Spitzbergen zurück, ein beeindruckendes militärisches Zeremoniell der vorletzten deutschen Einheit, denn eine weitere konnte sich bis 1949 (!) halten. Leider scheint aber auf diese nicht näher drauf eingegangen zu werden!
2 Möglichkeiten:
1. Es gab diese Einheit nicht. Nach allen möglichen Texten im Netz war die Gruppe Degen die letzte Einheit, die 4 Monate nach Kriegsende gefunden wurde und kapitulierte.
2. Die Geschichte ist nur im Osten bekannt, weil auf Franz-Joseph-Land passiert, von Sowjets abgeholt und endete mit der Freilassung der Beteiligten (Wieso sind die eigentlich freigelassen worden, anstatt nach Sibirien zu gehen?). Da man '49 wichtigere Dinge zu tun hatte, ging es in der Geschichte unter.

Ehrlich gesagt, glaube ich eher Möglichkeit 1, u.a. weil die einzige Quelle dafür der 2. Artikel zu sein scheint, der offenbar vor Fehlern nur so strotzt und eindeutig politische Ziele verfolgt. Alle anderen, die sich darauf beziehen, scheinen diesen 2. Artikel als Quelle zu haben, aber eine Lüge wird nicht dadurch wahr, daß man sie ständig wiederholt. Es zeigt lediglich, wie leicht sich Dinge verselbstständigen.

Voreingenommen bist du nicht, oder? Die Webseite die ich da zitiert habe ist seriös, schau nochmal hin: [url] http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/inhaltsverzeichnis1.htm [/url]
Es ist auch nicht ersichtlich ob man sich hier auf denselben Zeitungsartikel bezieht wie den oben geposteten, etwas unfair das du das einfach so annimst.

Man könnte auch sagen, daß es eine aus vielen (teils verdrehten) Fakten und Mythen zusammengeschusterte Geschichte ist, um eine bestimmte Klientel zu bedienen.

Nämlich?

In dem Zusammenhang würde mich langsam doch mal der Zeitungsname des 2. Artikels interessieren, andererseits kann ich es mir auch denken, in welche Richtung das geht.

Der Zeitungsname stand leider nicht dabei. Aber nehmen wir mal an der Artikel soll in der Tat auf ein gewisses von dir nicht näher spezifiziertes Klientel abzielen, das heißt immer noch nicht das der Artikel deshalb gelogen sein muß. Stell dir vor, selbst die größten Zeitungen richten sich nach bestimmten Klientels und Zielgruppen, fragst du dort deshalb ob die Fakten verdreht werden? Anscheinend nicht, denn die Tatsache das die Behauptung der relativ seriösen Welt-online, 4 Monate nach Kriegsende kapitulierte die letzte deutsche Einheit auf Tromsö, sich zumindest durch den "Wiener Montag" als falsch erweist, scheint dich ziemlich zu erschüttern. Wahrscheinlich hielst du es selbst vor dem Artikel der welt online nicht für möglich das deutsche Einheiten noch so lange nach Kriegsende ausharrten. Denn das wäre ja alles nur Mythosbildung und Klientelbefriedigung, oder?


Nur bringt uns das nachwievor nicht weiter wo dieses Lombvik liegt...ich denke mal es bezieht sich auf eine Namensgebung, die nur damals gängig war.
Hehe, glaube, ich hab's gerade gefunden. Schau mal auf die 2. von dir angegebene Karte, Südspitze von Spitzbergen. 'Landvik 1944/45'. Macht Sinn, meinst du nicht?

Ja, es könnte gut sein das dieses Landvik damit gemeint ist. Ich halte es jedenfalls für möglich das sowohl auf Spitzbergen als auch auf Grönland sich noch 1949 deutsche Einheiten aufhielten genauso wie ich es für möglich halte das sich keine aufhielten.

Andererseits, wenn ich mir so die Vita des Authorenschreibers des 2. Artikels so ansehe, kann man sich weitere Nachforschungen wohl ersparen, wird eh nichts bei rauskommen, außer irgendwelchen Storys.

Ich vorverurteile keinen Menschen nur weil ihm oder ihr ein Etikett aufgestempelt wird, v.a. wenn ich den Menschen persönlich gar nicht kenne.

Denn die einzige Frage, die durch den Artikel aufgewofen werden soll, ist wohl eher die: Wenn in der Arktis in Grönland noch deutsche Soldaten bis '49 unentdeckt blieben, ja was wäre denn dann alles noch in der Antarktis oder anderswo möglich?

Tja, und die mögliche Antwort auf diese Frage erfüllt dich mit Angst oder wie?

Und da ist es dann Banane, ob die Ursprungsstory stimmt, oder nicht, denn es geht nicht um Fakten oder eine Geschichte von Menschen, es geht um einen Eindruck, der geschaffen werden soll.Wenn man fies wäre, könnte man sagen, daß hier ein Mythos krampfhaft am Leben erhalten wird.Jegliche weitere Beschäftigung mit dieser Fragestellung und dem Thema erscheint mir somit eher als Zeitverschwendung, da nichts dabei herauskommen wird, außer weiteren Mutmaßungen. Und alles, was erreicht wird, ist das Lebendighalten des Mythos, denn solange man darüber redet, solange ist er lebendig und darum werde ich jetzt beginnen, in Bezug auf dieses spezielle Thema zu schweigen.

Na, du machst es dir aber einfach, was? Was nicht sein kann was nicht sein darf, deshalb Deckel druff und totschweigen. :-X Viel Spass noch,
Valor


Antwort
Seite 3 / 5
Teilen: