Lasst uns mal wieder zurück zum Thema kommen. Es hat ja einen Grund, warum ich China eine so große Bedeutung beimesse.
Daß Chinas Vorsprung in der Welttechnologie durch Seltene Erden eigentlich hausgemacht ist wie ILYB oben anmerkte, wußte ich noch gar nicht, paßt aber ins Bild.
Was mich zunehmend nervt, sind die zunehmend kritiklosen Medienberichte über China, die dieses Land in ein Licht tauchen, das sich so gar nicht mit dem Licht verträgt, in das man China noch vor 10 Jahren darstellte.
Auch der märchenhafte wirtschaftliche Aufstieg ist nicht durch jene Faktoren erklärbar, die dafür regelmäßig herhalten müssen.
Denn eines ist mal sicher: Die Bereitstellung der Möglichkeiten alleine reicht noch lange nicht aus für einen tatsächlichen Erfolg. Man kann das Vorhandensein unzähliger billiger Arbeiter und Know Hows durch Abkupferei nicht als Patentrezept ansehen, das China sozusagen zwangsläufig in seine hervorragende Lage bugsiert hätte.
Nein, für mich sieht das eher nach einem Google-, Facebook-, Microsoft-Erfolg aus, also einem Erfolg aus der Retorte.
Und wenn dem so ist, dann muß das ja einen Grund haben. Die USA wurden ja seinerzeit auch künstlich zur Weltmacht aufgebaut - wenn auch nicht mit den gleichen Mitteln.
Lasst uns mal wieder zurück zum Thema kommen
jopp
Was mich zunehmend nervt, sind die zunehmend kritiklosen Medienberichte über China, die dieses Land in ein Licht tauchen, das sich so gar nicht mit dem Licht verträgt, in das man China noch vor 10 Jahren darstellte.
Hier sollte man zumindest aus deutscher Sicht auch noch unterscheiden in West und Mitteldeutschland. Für Ossis war es ein paar Jahre mehr der kommunistische Bruder. Insofern wurde wenig Aufklärung betrieben hinsichtlich der Führung Chinas und seiner Boshaftigkeiten gegen das eigene Volk.
Nach der Wende ist es halt zu einem wirtschaftlich getriebenen Standpunkt geworden, der das mediale Bild treibt aus gesamtdeutscher Sicht.
Denn eines ist mal sicher: Die Bereitstellung der Möglichkeiten alleine reicht noch lange nicht aus für einen tatsächlichen Erfolg. Man kann das Vorhandensein unzähliger billiger Arbeiter und Know Hows durch Abkupferei nicht als Patentrezept ansehen, das China sozusagen zwangsläufig in seine hervorragende Lage bugsiert hätte.
Unser Bild ist ja hauptsächlich durch Markenpiraterie bestimmt, also Zahllose Container mit Handtaschen und Schuhen. Was wir halt unter "kopieren" verstehen. Das Bild stimmt wohl auch noch, aber gerade in den letzten Jahrzehnten wurden ganze Produktionsstätten in den USA und Europa abgebaut um dort wieder aufgebaut zu werden. Sprich nicht nur Halbzeuge und Baugruppen werden mittlerweile in China gefertigt sondern ganze Endprodukte. Billige Arbeit im Sinne von Manufakturen sind ja auch nur ein fehlgeleitetes Bild. Mittlerweile bauen westliche Unternehmen in China ganze Produktstraßen, die auch nur wenig Personal bedürfen, dafür aber gut ausgebildetes. Und das hat China zu bieten, da durch die Masse an Menschen so viel Druck auf den Einzelnen entsteht besser zu sein als der andere ist mit entsprechender Bildung ein auf die Maschinenpark Führung perfekt eingestimmter Arbeiter zu erwarten. Das einzig was den Leuten fehlt ist die Kreativität hinsichtlich Problemlösung. Deswegen wird Wartung und Instandhaltung für diese Produktionsstätten zumeist von westlichen Firmen gemacht.
Die USA wurden ja seinerzeit auch künstlich zur Weltmacht aufgebaut - wenn auch nicht mit den gleichen Mitteln.
Nunja eher wurden Sie für das Versprechen der Errichtung eines Staats entlohnt. Dass die Errichtung nicht ausreichte und der Bestand stetig bedroht war und ist, hat dann dazu geführt, dass die Macht der USA ständig auf dem Niveau der restlichen Welt gestützt wurde durch entsprechende Interessengruppen.
Was ich persönlich im Moment sehr spannend finde ist die 1 Jahresfeier der rechtswidrigen Hinrichtung eines Mannes. Den Kopf eines Königs als Vok zu fordern und dies umzusetzen ist ja rechtens, aber in anderen Ländern einfach Leute umzubringen ist schon krass. Aber die Debatte ob man darüber Jubeln darf das ein Mensch getötet wurde ist ja schon vor einem Jahr geführt wurden.
Auch ist es interessant, dass es immer noch keine Fotos vom Leichnam gibt, jedoch zum einjährigen Jubiläum ja viel Material aus OBs Dokumenten veröffentlicht werden sollte.
Hat sich eigentlich schon etwas mehr an Informationen herausgestellt über die Einheit die damals Bin Laden aufgegriffen haben sollte und dann soweit mir bekannt zufällig allesamt in einen Hubschrauberabsturz über Afghanistan verwickelt waren?
Hier sollte man zumindest aus deutscher Sicht auch noch unterscheiden in West und Mitteldeutschland. Für Ossis war es ein paar Jahre mehr der kommunistische Bruder. Insofern wurde wenig Aufklärung betrieben hinsichtlich der Führung Chinas und seiner Boshaftigkeiten gegen das eigene Volk.
Nach der Wende ist es halt zu einem wirtschaftlich getriebenen Standpunkt geworden, der das mediale Bild treibt aus gesamtdeutscher Sicht.
Ich will mich ja gar nicht über die momentane Art der Medienberichterstattung beschweren. Ich leite bloß von der Art wie deutsche Medien über China berichten ab, wie die Deutschen über China denken sollen.
Es mag gut sein, daß die Berichte, die hier vor 10 oder 20 Jahren über China liefen, ein einseitig negatives Bild zeichneten um Haß und Verachtung gegenüber Chinesen zu stiften und daß die momentanen Berichte sehr viel subjektiver sind.
Ich frage mich nur, welchen Grund dieses radikale Umschwenken hat? Und einen Grund hat es zweifellos, denn in den Medien geschieht nichts ohne Hintergedanken.
Unser Bild ist ja hauptsächlich durch Markenpiraterie bestimmt, also Zahllose Container mit Handtaschen und Schuhen. Was wir halt unter "kopieren" verstehen.
Ja, das stimmt. Ich meinte aber auch den Umstand, daß sich chinesische Unjternehmen zunehmend ganze Branchen unter den Nagel reißen konnten - und das nicht unter der Führung ausländischer Unternehmer.
Als Beispiel mag hier exemplarisch der Geigenbau dienen. Fast jede zweite Geige kommt heute aus China und wir sprechen hier nicht nur von Billiginstrumenten. Praktisch nur noch die HighEnd-Geigen stammen aus den angestammten Manufakturen in den angestammten Ländern.
Ein anderes Beispiel ist der Weihnachtsschmuck...und das in einem Land, in dem Weihnachten beinahe gar keine Bedeutung hat.
Meiner festen Überzeugung nach reicht es einfach nicht aus, daß man so etwas herstellen kann. Auch daß man es vielleicht billig herstrellen kann und/oder qualitativ hochwertig, um sofort einen Markt dafür zu haben, der nun einmal die Grundvoraussetzung für jedweden gewerblich Handel darstellt.
Ich sehe das fast täglich in meiner Branche. Nicht der Beste ist da am erfolgreichsten, sondern derjenige mit dem größten und am besten ausgebauten Netzwerk.
Was ich persönlich im Moment sehr spannend finde ist die 1 Jahresfeier der rechtswidrigen Hinrichtung eines Mannes. Den Kopf eines Königs als Vok zu fordern und dies umzusetzen ist ja rechtens, aber in anderen Ländern einfach Leute umzubringen ist schon krass.
Noch erstaunlicher finde ich die Duldung, die hier herrscht. Es erscheint wie eine stillschweigende Legitimation.
Alles in allem denke ich, daß es sich um einen Teil einer bewußt inszenierten Provokationswelle handelt, zu der u.a. auch die Berichte gehören, nach denen US-Soldaten auf Afghanische Tote urinierten etc.
Und angesichts der Tatsache, daß selbst ich als Nicht Muslim dies als unzumutbar empfinde, rechne ich es den betroffenen Staaten hoch an, daß sie nicht entsprechend reagieren. Die USA oder Israel hätten schon längst irgendeinen Mist gebaut.
Als Beispiel mag hier exemplarisch der Geigenbau dienen. Fast jede zweite Geige kommt heute aus China und wir sprechen hier nicht nur von Billiginstrumenten. Praktisch nur noch die HighEnd-Geigen stammen aus den angestammten Manufakturen in den angestammten Ländern.
Der Markt geht dahin wo er den Absatz findet (kurze Wege). Unter sovielen Millionen Chinesen sind nun einmal eine Großzahl an Musikern, darüber hinaus soll es ja so sein, dass die Asiaten wohl ein großes Interesse an klassischer Musik haben zumindest im Vergleich zu uns Europäern.
Ein anderes Beispiel ist der Weihnachtsschmuck...und das in einem Land, in dem Weihnachten beinahe gar keine Bedeutung hat.
Ausflug in die Geschichte - Weihnachten an sich hätte in Europa auch keine Bedeutung, hätte es das Christentum nicht gegeben. Beziehungsweise ist das Weihnachtsfest ja nur aufgesetzt auf das heidnische Brauchtum der Jahreswendfeiern. Oder anders gesagt die Christen haben die Festtage okkupiert und mit der Idee gefüllt das Gottes Sohn in diesem Zeitraum auf die Welt gekommen ist ohne Belege nur nach Aussage einer millionenfach gedruckten Schrift.
Ursprüngliches ist zwar der Weihnachtsbaum noch geblieben, dieser aber würde nach altem Ritual umgekehrt an der Decke hängen. Unsicher bin ich mir gerade ob er geschmückt wurde. Mal davon ab der "neuzeitliche Glasschmuck" an Weihnachtsbäumen ist soweit mir bekannt auch nur noch nicht so alt. Seine Verbreitung ist eher ursächlich auf eine gute "Werbekampagne" der Glasbläser im thüringischen Raum zurückzuführen, die sich über die Winterzeit in Heimarbeit Zubrot verdient haben mit Schmuck den sie in Pausen herstellen durften woraus sich dann der Markt dafür entwickelte.
Ich kenne mich da zu wenig aus welche alten Rituale überlagert werden von neuen Religionen bei den Chinesen, allerdings müsste es eine Mischung aus einer Naturreligion (ähnlich dem dem Schintoismus der Japaner) dem Hinduismus (Veden) , dem Buddismus und seiner Sonderform Zen buddhismus und neuer Religionseinflüsse (Missionierung 19 Jh. durch Christentum währen der Kolonialzeit) sein.
Mal davon ab ist der Weihnachtsschmuck ja eher ein Sinnbild der Konsumreligion getragen durch Coca-Cola, so etwa wie die des Osterhasen durch Lindt oder der lila Kühe durch Kraft-Foods vergleiche mit Nestle und Pepsi.
Man kann es doof finden oder auch nicht. Ich halte es nciht für verwerflich. Was mich eher stört ist, dass viel zu wenig aufgeklärt wird über das wie, wer und warum.
Back to Topic. Soweit ich sehen konnte laufen auf den neuen ZDF Spartensendern Info oder so ähnlich Reportagen zu Seltenen Erden. Wer die "Färbung rausfiltert" hat eigentlich ganz interessante Infos.
Der Markt geht dahin wo er den Absatz findet (kurze Wege). Unter sovielen Millionen Chinesen sind nun einmal eine Großzahl an Musikern, darüber hinaus soll es ja so sein, dass die Asiaten wohl ein großes Interesse an klassischer Musik haben zumindest im Vergleich zu uns Europäern.
In Bezug auf den chinesischen Binnenmarkt mag das durchaus Sinn machen. Allerdings hat China innerhalb kürzester Zeit den Weltmarkt erobert. Und gerade bei Instrumenten und Musikern im klassichen Bereich, wo viel Wert auf Tradition gelegt wird, dürfte das (eigentlich) sehr unwahrscheinlich sein. Zumal ja - wie schon gesagt - mittlerweile nicht nur Billigimitationen aus China kommen, man also sagen könnte, die Käufer orientieren sich am Preis.
Man muß sich das mal vorstellen: Plötzlich, quasi nach Jahrhunderten, werden die Kunden ihren angestammten Manufakturen in Italien, Österreich, Deutschland etc. untreu und kaufen ihre Instrumente aus anonymen chinesischen Betrieben.
Erinnert das nicht irgendwie an den Aufstieg von google, wo urplötzlich alle Internetnutzer den angestammen Suchmaschinen untreu wurden und zu google wechselten?
Oder an den Aufstieg von facebook?