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NRW erwägt Verkauf der Uni-Kliniken

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(@segestus)
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Es mehren sich die Zeichen an der Wand: Zwei Meldungen aus der Tageszeitung
Kieler Nachrichten, Erscheinungsort Kiel, vom 14. Oktober 2003:

55 Prozent der Deutschen behandeln sich bei Krankheit selbst

Wichtige Informationsquelle: Mehr als die Hälfte der Deutschen verzichten
bei kleineren Beschwerden auf einen Arztbesuch und holen sich Rat in der
Apotheke.

Köln (dpa) - Mehr als die Hälfte der Deutschen behandeln sich nach einer
Studie bei Krankheitsbeschwerden selbst mit rezeptfreien Medikamenten. 56
Prozent verzichten bei kleineren Beschwerden ganz auf einen Arztbesuch und
holen sich Rat beim Apotheker, 55 Prozent helfen sich mit rezeptfreien
Medikamenten, bevor sie sich etwas verschreiben lassen. Das ist das Ergebnis
der Studie "Health Care Monitoring 2003" der Marktforschungsinstitute
psychonomics und Consodata Marketing Intelligence, wie psychonomics am 13.
Oktober in Köln mitteilte. Für die repräsentative Studie wurden mehr als
2000 Menschen befragt. Wichtigste Informationsquelle über Krankheitsbilder
und Medikamente ist der Arzt (67 Prozent), im Internet informieren sich 15
Prozent. Neun von zehn Leuten kaufen ihre rezeptfreien Medikamente in der
Apotheke. 33 Prozent würden, um Geld zu sparen, Arzneimittel über das
Internet bestellen, wenn dies möglich würde. Die Zahl der Menschen, die
Naturheilmittel bevorzugen, wo immer es geht, stieg in den vergangenen fünf
Jahren von 51 auf 60 Prozent. Bedenken gegen Generika (Medikamente mit
gleichen Inhaltsstoffen von billigeren Herstellern) haben nur noch 47
Prozent, gegenüber 52 Prozent 1998.

dpa/serviceline vom 13.10.2003 12:27

Sozialverband: Arme müssen wegen Gesundheitsreform früher sterben

Im Vergleich mit der Situation anderen Ländern hat Armut in Deutschland ein
mildes Antlitz. Dennoch hat jede größere Stadt ihre sozialen Brennpunkte.

Osnabrück (dpa) - In Folge der Gesundheitsreform werden nach Ansicht des
Sozialverbands Deutschland (SoVD) viele Arme früher sterben müssen. Viele
Geringverdiener sowie die meisten Sozialhilfeempfänger und Heimbewohner
könnten sich künftig Arztbesuche, Medikamente oder Zahnersatz nicht mehr
leisten können, sagte SoVD-Präsident Peter Vetter der "Neuen Osnabrücker
Zeitung". Für sie seien keine Befreiungen von den Zuzahlungen vorgesehen,
wie es sie bisher gibt. Im Gesundheitsreformgesetz ist vorgesehen, dass
grundsätzlich bei allen Leistungen zehn Prozent - mindestens fünf und
höchstens zehn Euro - zugezahlt werden müssen. Für alle Zuzahlungen gilt die
Höchstgrenze von zwei Prozent des Bruttoeinkommens, bei chronisch Kranken
ein Prozent.

dpa/online vom 13.10.2003 08:01


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