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[Geschlossen] Demokratie made in USA

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Themenstarter
(@Nagerfreund)
Beigetreten: Vor 20 Jahren
[#1190209543]

Vorgestern, am 17. 09. 2007. war Senator John Kerry in das Diskussionsforum einer Universität von Florida eingeladen worden. Jeder Anwesende hatte die Möglichkeit, offene Fragen an den Senator zu richten. Das tat auch der Student Andrew Meyer. Er wollte u.A. wissen, warum bei den Präsidentschaftswahlen im Jahre 2004, Wähler eingeschüchtert wurden, und warum man einen Wahlbetrug durchführte.

Offenbar hat er die falschen Fragen gestellt. Denn plötzlich war seine Fragezeit vorbei. Er fragte Senator Kerry noch, ob dieser zu der Geheimloge “Skull & Bones” gehören würde. Und plötzlich stürzten Polizisten in den Saal, und auf Meyer zu. Im ersten Moment begreift er nicht, was los ist, bis er plötzlich bemerkt, dass er eingebuchtet werden soll.

Er fängt an, sich zu wehren, kann es aber wohl kaum mit 19 Gegnern aufnehmen. Die Polizisten schleppen ihn in den hinteren Teil, des Saales, wo sie ihn mit einer Elektroschockpistole foltern. Meyer leistete keinen Widerstand mehr. Übrigens, BEVOR man ihn unter Strom setzte.

Auf dem Video ist deutlich zu hören, dass er vor Schmerzen schreit. Und die Zuschauer klatschen begeistert, zu der sich bietenden Show. Keiner von ihnen, half dem armen Studenten. Auch der Senator befand es nicht für nötig, die Polizei in die Schranken zu verweisen.

Und das Ende vom Lied ist, dass Andrew Meyer jetzt hinter schwedischen Gardinen sitzt, bloß, weil er seine Meinung geäußert hat.

So könnte es auch Vielen von uns ergehen, wenn hier in Deutschland, USA-Gesetze eingeführt werden.

http://politblog.net/rechtsstaat/student-mit-elektroschock-pistole-misshandelt.htm

Gruß Nagerfreund


10 Antworten
Beiträge: 677
Registered
(@yossarian)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

Ich glaube, es war nicht so sehr der Inhalt der Fragen, der die Reaktion der Polizei bewirkt hat, sondern die Art und Weise, wie sie gestellt wurden.

Es war schon ein ziemlich aggressiver Stil von Seiten des Studenten und er hätte sich wahrscheinlich mit keiner Antwort von Kerry zufrieden gegeben und hätte weiter auf ihn "eingehackt". So wäre das ganze dann zu einer One-Man-Show verkommen, obwohl ganz offensichtlich eine Menge Leute da waren, die sicherlich auch zu Wort kommen wollten.

Klar war die Elektroschocktherapie übertrieben hart, aber durch bloßes Zureden hätte der junge Mann sicherlich nicht "abgekühlt" werden können.


Beiträge: 1710
Registered
(@uranus32)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

Dann hätten sie einen Eimer mit kaltem Wasser über ihn ausschütten sollen. Das hätte mit Sicherheit genügt. Dann hatte man ihn immer noch weiter abführen können ohne ihn zu foltern.

Über die Antwort von Senator Kerry zu der Wahlmanipulation könnte man auch diskutieren: "Wir hatten nicht genug Beweise...". Aber es ist durchaus möglich das er recht damit hat, denke ich.


Beiträge: 29
 Twin
Registered
(@twin)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren

Hallo,

naja für ne politische Veranstaltung war das nicht besonders aggressiv. Grade an einer Uni. Da wird es schon mal etwas lauter. Es ist ja nicht so das er Gegenstände geworfen hätte oder so. Da hab ich schon ganz andere Sachen erlebt.

Also ich finde die Reaktion der Polizei auch völlig überz...  bzzzzzt ....angemessen. Und das die Zuschauer nichts gemacht haben, stimmt mich ehrlich gesagt tr... bzzzzzt ...  fröhlich. Und ja die USA ist ein ganz .... bzzzzt... tolles Land.

LG Twin


Beiträge: 677
Registered
(@yossarian)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

Ich gehe jede Wette ein, dass so ein Student in solch einer Situation in jedem anderen Land der Erde, und sei es noch so freiheitlich, ebenfalls von Sicherheitskräften weggeschafft worden wäre.
Ob es Stromstöße gegeben hätte, sei mal dahingestellt.

Da er aufhören sollte zu brüllen, wären bestimmt geeignete Maßnahmen ergriffen worden. Gutes Zureden hilft da wenig.


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