Und welches Interesse hat die Wirtschaft an Sanktionen gegen China?
Das würde mich mal interessieren.
Zum Beispiel den rasanten chinesischen volkswirtschaftlichen Vormarsch zu stoppen.
http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,314818-3,00.html
Liebe Grüsse
Z
Momentan freut sich die deutsche Wirtschaft über den zunehmenden Export nach China.
Wirtschaftssanktionen würden uns genauso treffen wie sie.
Bei Exportsanktionen, also bspw. dem Verbot für deutsche Unternehmen, nach China zu verkaufen, würde man sich selbst ein Stuhlbein absägen und müsste von heute auf morgen neue Absatzmärkte erschließen.
Wenn man chinesische Produkte nicht mehr importieren darf, müssen die Unternehmen woanders teurer einkaufen. Das wird sie bestimmt sehr glücklich machen.
Japan, die EU und USA werden mit Sicherheit nicht tatenlos zusehen wie China als Wirtschaftsmacht an sie vorbeizieht. Es ist ehr so, das sie China dazu benutzen wollen um sich selbst gesund zu stoßen. Wenn es in Chinsa drot außer Kontrolle zu geraten, werden sie Maßnahmen dagegen Unternehmen.
Es ist ja auch nun mal so, das die Kriege der heutigen zwischen den Wirtschaftsmächten nicht auf dem Schlachtfeld ausgetragen werden, sondern auf wirtschaftlicher Ebene. So hat Japan z.B. noch eine Rechnung mit den USA( wegen 2. WK) offen und sie wollen die USA wirtschaftlich besiegen - was schwer genug werden wird, auch wenn schon Teilerfolge erzielt wurden.
Aber ich denke, dass sich China gegenüber Tibet, sehr wohl negativ verhalten hat.
Ohne Zweifel wollen sie die tibetanische Kultur auslöschen. Und das geht eindeutig zu weit, da diese Kultur eine der Wertvollsten der Erde ist!
Ich finde, China sollte Tibet endlich freigeben und in Ruhe lassen.
Das wäre schon nicht schlecht, aber es könnte auch schon reichen wenn sie Tibet zu einer Sonderverwaltungszone erklären wie HongKong oder Macao und ihnen so Autonomie gewähren.
Moin!
Jede Kultur ist gleich wertvoll, bzw. gleich wertlos, alles andere ist subjektive Bewertung. Und um damit mal gleich weiterzumachen: was, bitteschön, soll an einer mittelalterlichen Theokratie wertvoll und schützenswert sein?Und das geht eindeutig zu weit, da diese Kultur eine der Wertvollsten der Erde ist!
Tibet besitzt seit fast 60 Jahren Autonomiestatus innerhalb Chinas. Und in der Anfangszeit hat sich die chinesische Regierung auch daran gehalten. Doch als der Dalai Lama die Verträge brach, fühlte sich auch China nicht mehr daran gebunden, so einfach ist das. Und genau darum wird die Regierung Chinas niemals wieder mit ihm, oder seinen Abgesandten, verhandeln. Kurz gesagt, er hat sie damals verarscht, er wird sie wieder verarschen. Denn der Dalai Lama will nicht Autonomie für Tibet, er will seine Herrschaft wieder haben und das geht nur mit Unabhängigkeit. Die Chinesen hätten ihn als religiöses Oberhaupt der Tibeter akzeptieren können und taten es auch, aber weltliches Oberhaupt von Tibet ist für sie inakzeptabel, denn das würde Pekings Ansprüche unterminieren.Das wäre schon nicht schlecht, aber es könnte auch schon reichen wenn sie Tibet zu einer Sonderverwaltungszone erklären wie HongKong oder Macao und ihnen so Autonomie gewähren.
Ich persönlich halte das ganze Theater, das im Moment läuft für sehr merkwürdig, aus sehr vielen Gründen. U.a. :
[list][*]Das China kein sehr 'freundliches' Land ist, wußte man bereits zur Zeit der Nominierung Pekings als Olympiaaustragungsstätte. Sich jetzt darüber aufzuregen und über Boykott zu reden ist lächerlich, ja geradezu zynisch. Jeder, der damals 'ja' zu Peking gesagt hat, wußte, was kommen kann und hat es akzeptiert.
[*]Der Zeitpunkt der Proteste kommt zufällig sehr praktisch gelegen, nämlich ein paar Monate vor Beginn der Olympiade. Auffallend zufällig, in der Art von gezieltem Zufall. Und jedes Land hat bis jetzt vor einer Olympiade im eigenen Stall 'aufgeräumt' und zwar nicht unbedingt mit sanften Methoden. Und gerade bei China war klar, daß die jetzigen Reaktionen auftreten würden. Warum also die Aufregung über etwas, das vorraussehbar war, von jedem vernünftig denkendem Menschen? Warum wurden die Proteste nicht mit der Nominierung Pekings gestartet? Vielleicht weil sie jetzt, als politisches Manöver, den größten Effekt erzielen?
[*]Man beachte auch die Scheinheiligkeit des DL, meines Wissens nach rief er erst eine Woche nach Beginn der Unruhen die Tibeter zur Gewaltlosigkeit auf, von den Chinesen verlangte er dies bereits am zweiten Tag.
[*]Ein weiterer, sehr schlauer Schachzug des DL war, nicht zum Boykott aufzurufen sondern sogar Boykottaufrufe abzuwehren. Somit erscheint er als der generöse Gönner, der es den Chinesen erlaubt, trotzdem mit ihrer Olympiade fortzufahren, ach wie gnädig. In Wahrheit ist das ein billiger, machtpolitischer Trick.
[/list]
Aber genug mit Meinungen und Mutmaßungen, schauen wir uns mal ein paar Fakten an.
Die Frage nach dem 'Warum' ist recht einfach: [url= http://www.newamericancentury.org/ ]Project for a new American Century, PNAC[/url] und ihr Strategiepapier 'Rebuilding America's Defenses'.
Hauptgegner war und ist immer China gewesen.
Dann eine weitere, sehr interessante Begebenheit:
Sicher werden sich einige an die Aktion der 'Reporter ohne Grenzen' erinnern, die bei der Entzündung des Feuers veranstaltet wurde. Aber, was sind die 'Reporter ohne Grenzen'?
Nun, zum einen mißbrauchen sie den Namen der 'Ärtze ohne Grenzen', eine Organisation in der Ärzte in ihrer Freizeit, ohne Bezahlung Menschen in armen Teilen der Welt medizinisch helfen.
Wer steckt hinter den 'Reportern ohne Grenzen'?
Ganz einfach, [url= http://de.wikipedia.org/wiki/Reporter_ohne_Grenzen ]hier[/url] nachzulesen:
Hier besonders interessant die [url= http://de.wikipedia.org/wiki/National_Endowment_for_Democracy ]'National Endowment for Democracy'[/url] eine (wahrscheinlich CIA) Tarnorganisation größtenteils bezahlt vom US-Außenministerium (80Mio US$ allein im Jahre 2004). U.a. beteiligt an der Finanzierung der 'Oppositionsgruppen' im Anti-Chavez-Putsch in Venezuela in 2002.ROG verfügt über ein jährliches Budget von rund 4 Millionen US-Dollar. Die Organisation gibt die Zusammensetzung ihrer Einkünfte im Jahre 2006 folgendermaßen an:* 57% kamen aus selbstgenerierten Quellen wie Auktionen, Kalenderverkäufen und den Erlösen dreier Bildbände.
* 24% des Haushaltes stammten von Institutionen, Unternehmen, Stiftungen und Medien. Im einzelnen werden aufgeführt: sanofi-aventis, Benetton, CFAO, Zeta Group, Soros Fondation, Center for a Free Cuba, National Endowment for Democracy und die Fondation de France.
* die öffentliche Förderung aus dem Büro des französischen Premierministers, des französischen Außenministeriums und durch die Internationale Organisation der Frankophonie machte 9% aus.
* aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden kamen 9%.
Die Soros-Foundation ist ebenfalls, trotz den Dingen, die sie sich auf ihre Fahnen geschrieben hat, kritisch zu sehen. Meines Wissens nach war sie u.a. an der Finanzierung der Gruppierungen in Georgien und der Ukraine beteiligt (Rosen- und Orangene Revolution).
Und das 'Center for a Free Cuba' klingt für mich wie die üblichen Anti-Castro-Terroristen (teilweise überspitzt, aber leider nur teilweise) ebenfalls größtenteils finanziert durch das US-Außenministerium. Kuba ist Frei, nur halt keine freie Marktwirtschaft. Garantiert jedenfalls sind die Kubaner heute freier als unter dem US gestützen Batistaregime.
Auf jeden Fall ein hochkomplexes Thema und ich fürchte fast, man liegt falsch, egal auf welche Seite man sich stellt. Tarnen, täuschen und tricksen an allen Ecken und Enden.
bis denn!
dark knight13
Seh ich genauso. China ist heute kein bischen schlimmer als vor ein paar Monaten oder Jahren und einige Tibeter nutzen einfach die Gunst der Stunde, sowas war von Leuten die sich ein bischen mit dem thema beschäftigen wohl sogar vorherzusehen. Ein paar Statements dass man lieber ein gemäßigtes Vorgehen Chinas haben will sind ok, aber alles andere ist wirklich überflüssig.