Das absolute Böse
 
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Das absolute Böse

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Beiträge: 874
Registered
(@dark-knight13)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

Moin!

Wie wäre es mit einen entropischen Ansatz?
Alles strebt der Ordnung (Entropie geht gegen 0) entgegen. Ordnung (= gut?) als das Resultat von Prozessen jeglicher Art. Unordnung (Entropie =<100%) bildet den Ausgangspunkt allen Seins (= schlecht?) Schlagwort: Chaos etc.
Es existieren Systeme mit dem Bestreben einer (lokalen) Erhöhung der Entropie. Sind diese böse?
Globalere Maßstäbe lassen (übergeordnete) Systeme imer homogener erscheinen (Entropie geht gegen Null). Ist also mit genügend Abstand alles gut?
Vielleicht "stinkt" dieser Ansatz auch ...
In gewisser Weise schon, die Entropie ist das Maß der Unordnung, nicht der Ordnung. Am Ende streben alle Dinge der Unordnung entgegen und es wird Energie benötigt, um diese Ordnung aufrechtzuerhalten, bzw. wieder herzustellen.
Unordnung, Chaos ist der Anfang und das Ende, nicht die Ordnung, die ist nur ein vorübergehender Zustand.

bis denn!
dark knight13


Antwort
Beiträge: 33
 Doc
Registered
(@doc)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

Das Gute existiert und das Böse natuerlich auch, das eine
kann ohne das andere nicht existieren, denn wenn wir das böse nicht
kennen, woher wollen wir den dann wissen was gut ist?

das absolut böse jedoch, existiert in meinen augen nicht, genauso
wenig wie das absolut gute! abgesehen davon was die bibel versucht
uns zu sagen.


Antwort
Beiträge: 15
Registered
(@kamutef)
Active Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren

Mit "Teufel" war kein spezieller "Böser Geist" gemeint, sondern lediglich ein Konzept im übertragenen Sinne. Es hat in der Geschichte genug Leute gegeben die "nur das allerbeste gewollt" haben- den Himmel auf Erden, sozusagen.
Das einzige was dabei mit schöner Regelmässigkeit herausgekommen ist war eine Hölle auf Erden.
Dieses Universum ist nunmal aus Gegensätzen zusammengefügt. Wer das versucht zu ignorieren macht im besten Fall sich selber unglücklich- im schlimmsten Fall kommt dabei eben diese Hölle auf Erden heraus. George W. Bush ist ein gutes Beispiel dafür. Er hat mal in einem Interview behauptet das die Invasion des Iraq auf "göttlicher Eingabe" beruht hat.
Die religiösen Fundamentalisten in den USA hören so etwas nur zu gerne- ohne dabei mitzukriegen das dies eben genau so ein Fall ist wo der "Teufel" ihnen was vormacht... [smiley=teufel.gif]
Worauf all das herausläuft ist das Gott und der Teufel zwei Seiten von ein und der selben Münze sind.
Dazu fiel mir noch eine schöne Geschichte ein.
Ein Missionar hat einmal Stunden damit zugebracht einem Eskimo alles beizubringen was er über Gott und den Teufel wissen musste.
Am Ende sah der Eskimo ihn an und fragte: "...wenn Ich nun den Rest von meinem Leben verbracht hätte ohne jemals von Gott und dem Teufel gehört zu haben-- wäre Ich dann in der Hölle gelandet?"
"Nein", antwortete der Missionar. "Wenn du nie davon gehört hättest, dann wärst du natürlich nicht in der Hölle gelandet..."
Der Eskimo starrte ihn entgeistert an. "Dann- warum hast du mir all das erklärt?" [smiley=engel.gif]


Antwort
Beiträge: 1308
Registered
(@highjump)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

abgesehen davon was die bibel versucht
uns zu sagen.

Es kommt darauf an, wo man in der Bibel ließt und in den Apokryphen. In der Urform waren Gott & Teufel eine einzige Figur, die sich dann im Verlauf divergiert hat in lieben Gott und Teufel, der noch seine ganz eigene Geschichte durchgemacht hat, vom bösen Verführer zum überlistbaren Pferdefuß im Mittelalter, zum dandyhaften Intellektuellen (Faust:" Ich bin der Geist, der steht das Böse will und das Gute schafft") und letztendlich zum verehrungswürdigen Wesen.

Dieses Universum ist nunmal aus Gegensätzen zusammengefügt. Wer das versucht zu ignorieren macht im besten Fall sich selber unglücklich- im schlimmsten Fall kommt dabei eben diese Hölle auf Erden heraus

Wow, Du hast gerade den Taoismus, den Hinduismus und den Buddhismus (um die wichtigsten drei zu nennen) vernichtet und den Alleinherrschaftsanspruch des Christentums, des Judentums und des Islams (um wieder die wichtigsten drei zu nennen) deutlich gemacht.  😉

George W. Bush ist ein gutes Beispiel dafür. Er hat mal in einem Interview behauptet das die Invasion des Iraq auf "göttlicher Eingabe" beruht hat.

Nun, das Christentum ist keine friedfertige Religion, obwohl der Papst und mittlerweile was anderes erzählt.
Zum Christentum gehört nunmal auch das, was Bush macht und es ist mit christlicher Dialektik zu rechtfertigen. Es ist durchaus legitim seinen christlichen Willen mit Gewalt zu verwirklichen, wenn das Endziel ein Reich Gottes ist. Gott war auch nicht gerade zimperlich im Umgang mit Andersgläubigen und auch mit den eigenen Leuten.


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Beiträge: 1710
Registered
(@uranus32)
Noble Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren

Worauf all das herausläuft ist das Gott und der Teufel zwei Seiten von ein und der selben Münze sind.

Das ist so nicht richtig. Der Teufel ist die in zwei Seiten unterteilte Münze, und Gott ist die Ganze - die ununterschiedene Münze. Der Teufel spaltet die Einheit( das Ganze) und ermöglicht somit ERKENNTNISS; zerstört dabei aber Göttliches.

Dieses Universum ist nunmal aus Gegensätzen zusammengefügt.

Naja, der Eindruck entsteht ja nur dadurch, weil das menschliche Bewußtsein polar ist und er somit  ersteinmal der Polarität ausgeliefert ist. Das Universum ist ja wohl etwas Ganzes und nur der Mensch ERKENNT es als etwas voller Gegensätze. Er kann Einheit( Gott, Buddha-Natur, Allah, Manitu) nicht denken und sie nicht erreichen - er kann sich nur empfänglich für sie machen und dann kommt sie zu ihm!

@ HighJump

Nun, das Christentum ist keine friedfertige Religion,

Ich würde sagen; sie ist sowohl friedfertig wie auch konfliktfördernd. Je nach dem wie sie verwendet wird.

Uranus32!


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