Das absolute Böse
 
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Das absolute Böse

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(@highjump)
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Beigetreten: Vor 22 Jahren

Zitat von HighJump am 21.10.06 um 20:15:29:
Man kann über das "Nichts" keine Aussagen machen, nicht weil es etwas unfassbares ist, sondern weil ihr einfach nur mit Worten spielt.

Sowohl das Eine, als auch das Andere.

Nein, denn vielleicht gibt es eine andere Sprache in der ich "Nichts" adäquat beschreiben kann, Ungenauigkeiten bei einer Definition liegt allein in der Sprache verhaftet, in diesem Fall.

Also müßte ich mich einer anderen Sprache bedienen um über die eigene Sprache bedeutungsvolle Aussagen machen zu können?!?  hä?

Ja. Mathe kann nicht beweisen, dass zwei Geraden, die keinen gemeinsamen Punkt haben parallel sind und sich nicht doch in der Unendlichkeit schneiden, dafür brauchen wie Axiome und die sind bekannterweise in einer Metasprache z.B. unserer verfasst.
Weiteres Beispiel:

Der folgende Satz ist wahr.
Der vorhergegangende Satz ist falsch.

Wie man sieht macht hier Sprache eine Aussage über Sprache und das führt zu einer unendlichen Schleife. Verkürzt gesagt sind somit die Sätze bedeutungsleer, genau wie bei: Epimendes der Kreter sprach: Alle Kreter lügen.

Also mir ist es nicht klar. Bitte um Erklärung!

Wie gesagt zwei Gruppen von Adjektiven: 1. selbstbezeichnend und 2. nicht-selbstbezeichnende.

zu 1: kurz ist selbst ein kurzes Wort, dreisilbig besteht aus drei Silben.

zu 2: lang ist ein kurzes Wort, zweisilbig hat selbst drei Silben

Das sind die beiden Gruppen in die man alle Adjektive einteilen kann bis auf "nicht-selbstbezeichnend"

Glauben wir seiner Aussage gehört es zu den nicht-selbstbezeichnenden Adjektive, aber Moment die Aussage hat es doch selber gemacht, also gehört es zu den selbsbezeichnenden Adjektiven, aber haben wir nicht eben festgestellt, dass es nach seiner eigenen Aussagen nicht-selbstbezeichnend.....

Wenn Sprache über sich selber eine Aussage macht, kommt es schnell zu Widersprüchen und Schleifen und deswegen sind solche Sätze genau genommen bedeutungsleer und deswegen braucht es eine Metasprache.

Deswegen ist es auch völlig sinnlos über den Begriff "Nichts" zu philosphieren, weil ihr nur über die sprachlich inhärente Bedeutung redet.

Oberflächlich gesehen richtig; aber das Symbol kann dem Einzelnen etwas Unaufzeigbares offenbaren - so er denn aufnahmefähig ist.

Auch wenn etwas Unaufzeigbares "offenbart"  wird, dann war es nicht unaufzeigbar. Punkt.

Es ist aber trotzdem aus dem Nichts entstanden!

Es ging mir nur um die Argumentation.


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Beiträge: 15
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(@kamutef)
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Beigetreten: Vor 20 Jahren

So- ich bin einige Zeit lang nicht dazu gekommen irgendwas zu schreiben; das möchte ich gerne nachholen. Ich hatte gesagt "male mir ein Bild von 'Nichts'."
In den zwanziger jahren gab's einen Künstler namens Marcel Duchamps. Ein Bild das er gemalt hat stellt eine Pfeife dar- sieht fast aus wie eine Fotografie. Darunter steht in Französisch "Dies ist keine Pfeife".
Ist es ja auch nicht: Es ist ein Bild- eine Illusion. Dieses Bild repräsentiert jedoch den Archetyp einer Pfeife: jeder der so ein Ding schonmal gesehen hat wird in der Lage sein es als 'Pfeife' zu identifizieren.
Ein Bild von Nichts wird also automatisch genau das sein: ein Bild- und genau wie alle Bilder die jemals gemalt worden sind ist dieses Bild eine Illusion. Der Sinn und Zweck derartiger Illusionen mag vielfältig sein- Ästhetik, Kitsch, oder eben auch Symbolik.
Übrigens hatte ich auch was von "Korn" und "Brot" gesagt. Sich den Bauch voll Weizen zu schlagen ist recht ungesund- beim backen von Brot sollte man ausreichend Geduld aufbringen, sonst hat man am Ende Bauchschmerzen... [smiley=confused.gif]

Der Punkt repräsentiert also zunächst mal "nichts". In der heute gebräuchlichen Geometrie entspricht das der "Null-Dimension"- die erste Dimension wäre dann eine Linie die zwei Punkte verbindet, die zweite Dimension eine Fläche (Quadrat zum Beispiel), die dritte Dimension ein Körper (Würfel zum Beispiel), und die vierte Dimension ist "Zeit".
Und das ist jetzt der Moment wo die Ägyptische Darstellungsweise etwas anders ist.
Die erste Dimension ist dabei nämlich keine Linie, die zwei Punkte verbindet- sondern eine Linie die in sich geschlossen ist. Das wäre dann also ein geschlossener Kreis. Dabei ist irrelevant das dieser Kreis eine "Fläche" umschliesst: Von Interresse ist ausschliesslich der Kreis selbst, also die gekrümmte Linie selbst. Man muss sich das so vorstellen, das die Linie wie ein Ring ist den man anfassen kann und durch den man seine Hand strecken kann. Dabei ist dies jedoch nur eine Linie: ein Linie hat "Länge", aber weder Breite noch Höhe. Damit hat diese Linie also immer noch keinerlei Substanz
Dieser Kreis ist "Kamut-tef" oder "Kamutef"- eine Schlange, die ein Wesen mit zwei Körpern ist.
Kann sich irgendjemand *ein* Wesen mit *zwei* Körpern vorstellen?
Any takers??? [smiley=teufel.gif]


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Beiträge: 1710
Registered
(@uranus32)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

Ein Bild von Nichts wird also automatisch genau das sein: ein Bild- und genau wie alle Bilder die jemals gemalt worden sind ist dieses Bild eine Illusion. Der Sinn und Zweck derartiger Illusionen mag vielfältig sein- Ästhetik, Kitsch, oder eben auch Symbolik.

Gut erklärt! Dies bedeuted dann aber auch, das die Wirklichkeit nie sichtbar sein kann; jedenfalls nicht in einer Außenwelt.
Aber derartige Bilder können Ideen oder andere Wirklichkeitsinhalte transportieren - so wie in der Kunst üblich - und so als Mittler fungieren.

Gruß Uranus32!


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(@stern)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

in meinen augen ist das gute eine menschliche schwäche
und das böse eine natürliche notwendigkeit

gruß Stern


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Beiträge: 1293
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(@arkas-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

in meinen augen ist das gute eine menschliche schwäche
und das böse eine natürliche notwendigkeit

gruß Stern

Nietzsche gelesen? Sowas fällt doch keinem von alleine ein...  ;D


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