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2012 Wie seit/habt Ihr Euch vorbereitet ???

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(@werjo)
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Beigetreten: Vor 16 Jahren

1.)
Nein sie sind wirklich religiös. Harald Lech selber glaubt fest an ein göttliches Prinzip. Der gottesfürchtigste Mensch den ich kenne studiert Physik. Naturwissenschaften schließen religiöse Weltbilder und spirituelle Weltbilder nicht aus. Die Schößfung ala Genesis kann sogar durch die Erkentnisse der Physik und Biologie besser interpretiert werden. Zb ist der Urknall viel besser als das Wort zu verstehen, dass die Welt erschuf. Der Beginn der Kernfusion in Sternen passt doch wunderbar in den Vers: Und Gott sprach es werde Licht, und es ward Licht. Klar gibt es auch Ausnahmen wie zB Darwkins, die eine Art Kreuzzug gegen Religion führen. Aber bei Dawkins  sind die Fundamentalisten in den USA der Grund und vorallem die Spinner des intelligenten Design, die meinen Wissenschaft zu sein.

Aber Religion ist keine Wissenschaft und Wissenschaft ist keine Religion. Es sind 2 gänzlich unterschiedliche Sachen. Wissenschaft kann Gott weder beweise noch widerlegen. Umgekehrt kann Religion Naturgesetze weder beweise noch wiederlegen.

Wichtig ist, dass sich Weltbilder entwickeln. Mit neuen naturwissenschaftlichen Erkentnissen entwickeln sich auch religiöse und spirituelle Weltbilder weiter. Umgekehrt nehmen diese einen großen Einfluss auf die Wissenschaft, denn sie geben den Wissenschaftlern Inspiration.

2.)
meinetwegen kann ja die Astrologie erstmal Objektive Ergebnisse vorbringen. Also irgendwelche Konstelationen und Häuser und alles was es sonst noch so gibt.

Aber das nützt ja nix. Toll nun bin ich in einem besonderen Tierkreiszeichen geboren und meine Aszendent ist so, meine Deszendet so ... Bringt mir persönlich alles rein gar nix. Der nicht Wissenschaftliche Teil liegt darin, diese Konstellationen zu deuten. Man kann aus diesen objektiven Gegebenheiten keine Rückschlüsse auf den Charakter oder Ähnliches ziehen, das wurde schon oft genug bewiesen.

Was Astrologen verkaufen ist gute Menschenkenntniss, die Fähigkeit zum Cold Reading und Gemeinplätze.

In einen "professionellem" Horoskop haben sich in einer Studie 9 von 10 Personen wiedergefunden. Das Horoskop wurde aus Daten eines Mörders erstellt.


Antwort
Beiträge: 119
(@Physikus_19)
Beigetreten: Vor 16 Jahren

Hallo werjo,

tatsächlich sind viele Wissenschaftler, besonders Physiker, durch ihre intensive Beschäftigung mit dem Universum und dem Ganzen zur Religion gekommen. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind eben die eine Sache, doch was man daraus für Schlüsse zieht, ist eine andere. Besonders die Quantenphysik hat die Tore des Möglichen weit aufgeschlagen. Während früher der auf dem Materialismus, Positivismus und Naturalismus gründende, plumpe Atheismus unter den Wissenschaftlern kultiviert wurde, ist zu beobachten, dass besonders Physiker zunehmend ihren Weg zu Gott finden. Ihnen gelingt der Spagat zwischen Wissen auf der einen Seite, und Vertrauen auf der anderen.
Auf wissenschaftliche Erkenntnisse kann ich mich verlassen, auf die Religion hingegen muss ich vertrauen.

Übrigens: Ich sehe es kritisch, wenn man anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse versucht religiöses Material irgendwie zu deuten, wie "das geht doch in Richtung Urknall" usw. Die Ebene der Religion ist eine völlig andere, und die religöse Botschaft der Genesis lautet nicht, dass das Universum und die Erde in sechs Tagen geschaffen worden sind, sondern dass die Ordnung des Universums auf einen göttlichen Plan zurückgeht, der dem Universum als "Geist Gottes" innewohnt, zurückgeht, ebenso wie das Leben und natürlich auch der Mensch. 

Die Fundamentalisten drüben scheinen vergessen zu haben, was Religion bedeutet: Vertrauen auf einen höheren Sinn, auf etwas, was dem Menschen auf ewig verborgen bleiben wird.
Auf der anderen Seite stehten die fundamentalistischen, aggressiven Atheisten, die einen rein naturalistisch-materialistische Weltanschauung propagieren, obwohl sie sogar schon vor 50 Jahren als überholt galt. Bezeichnenderweise ist einer ihrer Vorreiter, Richard Dawkins, ein Biologe...

Gruß,
Marcel


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Beiträge: 572
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(@werjo)
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Beigetreten: Vor 16 Jahren

seh ich ganz genauso. Eine schönes Video dazu http://www.youtube.com/watch?v=L_thB_Fk0I0

Ich hatte auch meine Phase, wo ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte, wieso man an Gott glauben kann. Ich sah Gott nur in einem Namen für Dinge die wir nicht erklären können. Und dieser Name wird ja schritt für schritt durch die Naturwissenschaften aufgelöst. Zu erkennen, dass in Religion der Sinn liegt, hat gedauert. Deswegen beneide ich religiöse Menschen manchmal. Für sie ist ein der Sinn zwar immer noch eine grundlegende Frage aber es gibt teilweise Lösungen. Ein Atheist muss sich bisweilen damit zufrieden geben, dass es keinen Sinn gibt und alles nur Zufall ist. Und das ist bisweilen verdammt deprimierend. Allerdings kann man sich Abhilfe schaffen indem man den Weg als Sinn ansieht. Oder die Frage einfach mal hinten anstellen. In der Philosophie gibt es auch ein paar Hilfestellungen.

Wie man Religion und Naturwissenschaften verbindet ist individuell verschieden. Deswegen sind gegenseite Interpretationen eigentlich nichts falsches. Falsch wirds nur, wenn man Versucht diese Verbindung als Wahrheit anzusehen und so in der Entwicklung stagniert.


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Beiträge: 1308
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(@highjump)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

ie Ebene der Religion ist eine völlig andere [...]

Ich halte das für ein Ausweichen, beide, Religion und Wissenschaft, machen Aussagen über das hier und jetzt, Dinge die uns konkret beschäftigen, das ist sehr wohl eine Ebene.


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Beiträge: 572
Registered
(@werjo)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 16 Jahren

Man muss trennscharf den Wissenschafts begriff unterteilen. Physik zb ist Naturwissenschaft. Phiolosophie und Theologie Geisteswissenschaft. Religion findet sich wissenschaftlich in der Theologie wiedern. Und das sind verschiedene Ebenen.

Schön zu erklären lässt es sich durch ein Beispiel aus der Textanalyse.

Physik oder die Naturwissenschaften untersuchen die Grammatik, können aber nicht den Sinn oder Zweck verstehen. Das machen dann die Geisteswissenschaften.

Und hier liegt der unterschied. Die Grammatik ist eindeutig und für jedermann zu erkennen und zu überprüfen. Die Interpretation hingegen ist von Mensch zu Mensch anders. Die Geisteswissenschaften wie Philosophie oder Theologie sind deshalb eigentlich noch eine Ebene höher, denn ohne Grammatik kann ich nicht interpretieren. Ich kann aber eine Grammatik untersuchen ohne zu interpretieren.

Aber ich geb dir recht, beides ist wichtig. Nur durch die Interpretation macht das ganze Sinn. Aber es ist halt subjektiv und von Mensch zu Mensch anders. Atheisten haben zB ein anderes Weltbild als Christen, Muslime oder Juden. Alle weltbilder sind richtig und basieren auf der gleichen Grammatik.


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