Schaut mal hier rein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_der_Vereinigten_Staaten
Und dann versucht irgendeinen anderen Staat zu finden, der über Jahrhunderte seines Bestehens hinweg auf eine derartige Anzahl von Kriegen kommt. Und beachtet die Entwicklung: Es werden nicht etwas weniger, sondern immer mehr.
Hai Thagirion,
ich hab da einen, siehe Bild. ;D
Die weißen Länder sind die, in denen das British Empire noch nie kriegerische Handlungen vorgenommen hat. Die rot gefärbten sind die, nun ja, also da hat's dann mindestens einmal gezunden.
Aber da die VSA in der direkten Nachfolge des Empires stehen, ist das eigentlich geschenkt.
Gruß
Bergamr
Einmalig ist nicht nur die Zahl der Kriege, sondern vor allen Dingen die Art der Kregsführung. Ich kennen keinen anderen Staat, der solche Vernichtungsfeldzüge geführt hat, die nicht nur die kriegsführende Generation betrifft, sondern auch nachfolgende Generationen.
Etwas, was bei den Dokus wirklich schleht geacht ist, ist die Chronologie. Da sich Stone mehr an Präsidentschaften orientiert als an politischen Ereignissen, ersteckt sich beispielsweise der Vietnamkrieg über zahlreiche Episoden und wird immer wieder im Zusammenhang mit den beteiligten Präsidenten aufgegriffen.
In einer Episode werden am Ende von Nixons Präsidentschaft einige Zahlen genannt, die ich leider nicht mehr im Kopf habe. Es wird, soweit ich das in Erinnerung habe, nicht nur die offizielle Opferzahl genannt (rund 2 Million), sondern ach die Zahl der, von den Amerikanern zerstörten Städte, Dörfer, Kreisstädte, Gemeinden etc. sowie Zahlen zu den verwendeten Kriegsmitten.
Um Ockhams Razoss Einwand, es handele sich um den Versuch einer Geschichtsrevision mithilfe von Auslassung entgegengerichteter Fakten mal in der Vordergrund zu holen:
Es kann nun jeder den Versuch unternehmen (und ich bitte sehr darum) diesen Fakten andere, entgegengerichtete Fakten entgegen zu setzen.
Der Vietnamkrieg war spätestens unter Johnson zum "Krieg gegen den internationalen, sich angeblich ständig ausbreitenden Kommunismus" geworden, den es mit allen Mitteln zu stoppen galt. Das war der offizielle Antrieb.
Bitte....nun würde ich dann gerne wissen wie viele Bomben der "internationale Kommunismus" abgeworfen hat, welche Mittel er einsetzte um Land und Leute über Generationen hinweg zu verseuchen, wieviele Tote bei diesem Krieg auf sein Konto gehen.
DAS wäre dann mal eine argumentgestützte Diskussion.
Fakt ist und bleibt: Es gibt nur einen Staat auf dieser Erde, der derartige Vernichtungskriege führt, der nicht nur die am Krieg beteiligte Generation in Mitleidenschaft zieht, sondern auch deren Kinder und Kindeskinder.
Es gab und gibt unter den Staaten weißgott keinen einzigen Musterknaben. Viele haben Leid, Tod und Vernichtung gebracht. Aber nur die USA haben dies auf mehrere Generationen ausgeweitet. Noch heute leiden Japaner und Vietnamesen unter den Folgen dieser Kriege.
Dabei waren es nicht "die Amerikaner", sondern es waren nur wenige Kräfte, die skrupellos genug waren und es waren Militärs, die nicht den Schneid hatten, sich bei solchen Aktionen zu weigern.
Noch ein paar Fakten?
Wen man die offizielle Darstellung des Vietnamkrieges auf Wikipedia liest, dann hat Nixon die amerikanischen Truppen schrittweise aus Vietnam abgezogen.
Sein Nachfolger Richard Nixon zog die US-Truppen ab 1969 schrittweise aus Südvietnam ab und schloss nach neuen Bombardierungen im Januar 1973 einen Waffenstillstand mit Nordvietnam.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg
Die Doku bestreitet das gar nicht. Es ist ein Fakt. Was bei Wikipedia allerdings wohlweislich verschwiegen wird: Nixon ordnete noch kurz vor seinem Rücktritt eine weitere Bombardierung an. Nur die Tatsache, daß das Militär zu dieser Zeit bereits angewiesen war, seinen Anordnungen nicht mehr Folge zu leisten, bewahrte die Menschen vor diesem Bombardement.
Wer also betreibt hier Geschichtsrevision durch Auslassung?
Was hier leider bislang noch fehlt ist eine Abschrift der Dokus, die man zitieren könnte. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Bis dahin kann ich nur sagen: Schau's Euch selber an und findet die entsprechenden Stellen.
Nun, dann werden Dir vielleicht einige Parallelen zwischen diesem alten Herrn an der Uni und Dir hier aufgefallen sein.
Ich habe weder etwas zu beweisen versucht, noch hat irgendjemand meine Behauptungen mit einem Gegenbeweis widerlegt. Die einzige Parallele wäre dass ich mich hier mit meiner Position scheinbar alleine auf weiter Flur befinde
Es ist ausgeschlossen, sich an einer Diskusson zu beteiligen wenn man die Diskussionsgrundlage nicht kennt und meint, aufgrund eigener "Fakten" allein argumentieren zu können.Das ist als wollte jemand den Begriff Zeit allein auf Newtons Theorie aufbauend diskutieren oder das Christentum auf alleine jüdischen oder muslimischen Grundlagen. Das funktioniert nicht. Daher werde ich für meinen Teil diese fruchtlose Diskussion hier abbrechen. Schau dir erst die Diskussionsgrundlage an wenn du mitdiskutieren willst. Alles andere nennt man Dogmatismus.
Ich argumentiere nicht aufgrund eigener Fakten, ich lese einen Thread in dem ein Film empfohlen wird der laut Aussage des Threaderöffners den USA die Schuld an sämtlichen Konflikten der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zuschreibt. Und das - lieber Erutan - ist völliger Unfug.
Ich bin kein Freund der amerikanischen Außenpolitik, dafür stellen sie neben den positiven Sachen vielzuviel Mist an. Trotzdem sehe ich mich dazu gezwungen genau diese Außenpolitik hier zu verteidigen, weil irgendjemand scheinbar einen Film gedreht hat der zu implizieren scheint dass nach dem Amtseides des US-Präsidenten direkt die Teufelshörner montiert werden. Die USA bauen in der Außenpolitik Mist, aber sie sind da bei weitem nicht die einzigen. Falls du mir hier widersprechen willst können Oliver oder Du mir kurz erläutern wie die USA einen der ersten Konflikte seit 1950 initiiert haben: Die "Befreiung" Tibets durch China
Ich habe also den Bericht eines Typen der laut Aussage des Threaderöffners offenkundig einseitigen Müll verkauft und fange an seine Motive zu hinterfragen. Das Beispiel mit Stalin war mit recht angenehm, da ich erst vor kurzem einen Artikel über die militärischen Machtverhältnisse nach dem WW2 gelesen hatte und so ohne viel weitere Recherche einen von dir aufgeführten Punkt auf Ausgewogenheit prüfen konnte. "Immer wieder" habe ich ihn angesprochen weil keiner so richtig darauf antworten wollte.
Es geht nicht darum einen als böse und einen als gut dastehen zu lassen. Das ist kindisch und es ist ebenso kindisch, das immer wieder auf diese Schiene lenken zu wollen. Es werden nicht die Amerikaner nieder gemacht. Es werden die Handlungen einzelner Personen beleuchtet. Einge kommen gut weg, andere nicht.
hm, mal abgesehen davon dass sowohl Hetzschriften als auch sachliche Abhandlungen die Objektivität für sich in Anspruch nehmen: Ich bin mir sicher dass du den Film als neutrale Abhandlung wahrnimmst, aber ich habe den Verdacht dass es mehr an deiner persönlichen Einstellung zu den USA liegt.
Stone haut den USA rechts und links was auf die Backen...aber er reißt ihnen nicht den Kopf ab wie es angemessener wäre.
PS: Kann es sein dass man bereits für zu schnelles "Vorschau"-klicken als Spamer gilt?
Die USA bauen in der Außenpolitik Mist, aber sie sind da bei weitem nicht die einzigen.
Hai Ockhams Razor,
diese Deine Aussage stimmt natürlich. Andere sind nicht besser. Aber weniger machtvoll. ;D
Nimm Dein Tibet-Beispiel, das funzt stellvertretend für alle anderen (nicht-US) Staats- oder Gebietsrivalitäten: sie alle spielen sich in der Nachbarschaft der beteiligten Parteien ab. Die USA sind die Einzigen (nach dem Ende der klassischen Kolonialmächte), die global rumhändeln, -zündeln und -nerven. Und zwar permanent, konstant und vorallem immer mit ihrer 'Weißen-Weste-Moral'.
Das ist es, was dieser Film herausstellen möchte. Und zwar vorallem für die US-Amis selber. Die wissen nämlich nicht nur wenig über den Rest der Welt, die haben i.d.R. auch ein ganz rosarotes Bild ihres Uncle Sam.
Stalin: ich weiß nicht, warum Du mit dem kommst. Ist das ein französischer, deutscher, italienischer, englischer Film? Diese Länder waren sicherlich durch die enorm kampfkräftige Rote Armee 1945 bedroht. Einer Landstreitmacht, wohlgemerkt. Aber es ist ein US-Film. Die Gefahr für die Amis war nur, Einflußsphäre, d.i. Profitzone, zu verlieren. Und über Europa hinaus konnte (bzw. hätte gekonnt) Stalin so oder so nicht hinaus, s.o. da nur Landstreitkräfte. Also bitte aus einer US-Mücke keinen Europa-Elefant machen.
Also, insofern resümier ich hier keinen 'offenkundig einseitigen Müll'.
Im Gegenteil verorte ich bei Dir den Versuch der blauäugig scheuklappigen US-Verherrlichung ;D Okay, das war jetzt Spaß 😉
Gruß
Bergamr