gäbe es die USA in ihrer derzeitigen Form nicht wären es vielleicht die Russen gewesen die die Welt nach Ihrer Vorstellung "bespielt" hätten... oder möglicherweise sogar das dritte Reich. Ich habe arge Zweifel dass diese Welt eine bessere gewesen wäre.
Ich halte mich bei diesem Thea gerade mit Händen und Füßen davon ab, von der belegbaren Linie auf stichhaltige Indizien abzuweichen.
Daher sage ich nur so viel:
Wäre es wirklich so gekommen, dann stünden hier die Sovies oder die Nazis am gleichen prangen, an dem die USA stehen.
Das sind aber ungelegte Ostereier. Letztendlich glaube ich da rauszuhören, daß die USA nur deshalb zu Massenvernichtungswaffen und generationenübergreifendem Völkermord gegriffen haben damit die anderen dazu keine Chance hatten.
Dazu kann ich dann aber nur sagen: Den betroffenen Völker wird es herzkich egal sein wer sie letztendlich ermordet. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es für Vietnamesen, Afghanen etc. eine Erleichtung wäre, zu wissen, daß es die "Guten" sind, die die Greueltaten begehen.
Zudem hätten die "Bösen" ja zu vielen Zeitpunkten der Geschichte die Möglichkeit gehabt, ähnliche Verbrechen zu verüben.
Das sind aber ungelegte Ostereier. Letztendlich glaube ich da rauszuhören, daß die USA nur deshalb zu Massenvernichtungswaffen und generationenübergreifendem Völkermord gegriffen haben damit die anderen dazu keine Chance hatten.
Das ist wohl ein Mißverständnis, es ging mir eher darum dass die anderen "Anwärter" auf die Weltherrschaft vermutlich noch übler unterwegs gewesen wären. Aber das ist - wie bereits von uns allen bemerkt - Spekulation und ist vor allem in keinem Fall eine Rechtfertigung für irgendeinen Mist den die USA verzapft.
Hast du schon entschieden ob man mit ner Viertelmillionen toter chinesischer Zivilisten schon als offiziell verbriefter Massenmörder gilt?
Hast du schon entschieden ob man mit ner Viertelmillionen toter chinesischer Zivilisten schon als offiziell verbriefter Massenmörder gilt?
Nicht nur das. Als Massenmörder sehe ich auch Personen an, die weniger Menschen auf dem Gewissen haben.
Die Frage war ja, ob es noch Staaten gibt, die außer den USA gezielt Massenvernichtungswaffen eingesetzt haben.
Jup, der Umstand war mir in diesem Zusammenhang nicht bekannt.
Okay,
Japan: 1 Vorfall
USA: mindestens 3 bekannte Vorfälle sowie ein bekannter Fall der Anstiftung zum Massenmord inklusiver Bereitstellung biologischer Waffen.
Insofern nehme ich die Äußerung, daß ausschließlich die USA je Massenvernichtungswaffen eingesetzt haben, zurück und ändere sie dahingehend ab, daß nur die USA seit dem 2. Weltkrieg Massenvernichtungswaffen eingesetzt haben.
Umso erhellender sollte Dir das überaus große Interesse der USA an den Forschungsergebnissen von Einheit 731 erscheinen. Um an die Ergebnisse zu gelangen wurden die beteiligten "Wissen"schaftler nie zur Rechenschaft gezogen.
es ging mir eher darum dass die anderen "Anwärter" auf die Weltherrschaft vermutlich noch übler unterwegs gewesen wären.
Genau so hatte ich das verstanden und dann ist es auch kein Missverständnis.
Das impliziert nicht mehr und nicht wenger als die Aussage, daß ein mordender "Guter" immer noch besser wäre als ein mordender "Böser".
Aber so einfach ist das nicht. Die Soviets hatten beispielsweise während des sogenannten "kalten Krieges" unzählige Chancen, ihre Blutrünstigkeit unter Beweis zu stellen und es den USA gleich zu tun. Das taten sie aber nicht obwohl sie technologisch dazu sehr wohl in der Lage gewesen wären. Gerade für die gerne eingesetzten C-Waffen braucht es kein "geheimes" Fachwissen, keine milliardenteuren Anlagen in irgendwelchen Wüstenböden sondern schlicht nur den Mangel an Gewissen. Theoretisch hätte jede kriegsführende Partei und auch jede terroristische Gruppe diese Möglichkeiten ergreifen können und zwar zu jeder Zeit. Sie hätten tonnenweise Benzin mit simplen Tensiden versetzen, auf Flugzeugen verladen und über die Zivilbevölkerung ihrer Feinde verstreuen können.
Doch Napalm, Phosphor, Dioxin und Atombomben scheinen wohl ein Privileg der "Guten" zu sein.
Die "Bösen" hingegen scheinen si ch immer nur exakte Ziele herauszugreifen. Auch sie begehen Greueltaten. Sie treiben hunderte oder tausende zusammen, erschießen und verscharren sie; sie hacken Hände und Füße ab, sie schneiden ihren Kriegsgegnern die Genitalien ab und stecken sie ihnen in den Mund.
Der Unterschied zu den USA: Ein Verhältnis von ca. 1:1000000 und eine gewisse, strategische Zielgenauigkeit bzw. ein strategischer Hintergrund.
Ich verteidige das nicht aber ich setze es in Relation.
Und wenn ich von den "Guten" und den "Bösen" spreche, dann setze ich das immer in Anführungsstriche weil es diese Gruppierungen für mich nicht gibt. Für mich gibt es nur gefährliche Arschöcher und extrem gefährliche Arschlöcher. Die USA gehören als eine von nur zwei Nationen der Welt zu letzterer Kategorie. Die andere Nation ist übrigens Israel. Die benehmen sich dermaßen kindisch, daß ich lieber einem 10-jährigen eine Atombombe anvertrauen würde als einem israelischen Politiker.
Aber Israel selber ist zu klein und zu schwach um einen ähnlich großen unmittelbaren Schaden auf der Welt anzurichten wie die USA. Achtung: Ich sagte unmittelbaren Schaden. Die mittelbaren Schäden mögen weitaus größer sein.
Allerdings schaffen es die Isrealis, den Schaden, den die USA globals anrichten, lokal anzurichten.
Und wieder stellt sich die Frage nach dem Warum.
Die Führungen beider Nationen wirken wie hirnlose Aufziehpüppchen mit ner Kordel am Rücken. Wenn man dran zieht, rufen sie: "Krieg! Maximale Vernichtung!"
Man muß den Isrealis allerdings zugute halten, daß sie ihr Atombömbchen noch nicht irgendwo abgeworfen haben. Ich nehme aber an, daß das damit zusammenhängen könnte, daß Israel die einzige Atomnation ist, deren Bömbchen nicht richtig funktioniert.
Insofern nehme ich die Äußerung, daß ausschließlich die USA je Massenvernichtungswaffen eingesetzt haben, zurück und ändere sie dahingehend ab, daß nur die USA seit dem 2. Weltkrieg Massenvernichtungswaffen eingesetzt haben.
Auch da muss ich enttäuschen, die Ägypter haben mit Chemiewaffen (die sie übrigens von den Russen zugesteckt bekommen haben, die das Zeug im Kalten Krieg ebenfalls großzügig verteilt haben) im Jemen herumgesaut.
Napalm wurde seit dem WW2 außer von den USA auch von Frankreich, der Türkei, Indien, Pakistan, Nigeria, dem Irak und dem Iran eingesetzt.
Uranhaltige Munition ist eine deutsche Entwicklung und wurde nicht wegen der strahlenden, sondern der panzerbrechenden Wirkung präferiert. Das Zeug wurde neben den USA auch von den Russen, Indien, Pakistan und noch ein paar weiteren Ländern eingesetzt. Auf Lager haben es aber noch ne Reihe mehr...
Umso erhellender sollte Dir das überaus große Interesse der USA an den Forschungsergebnissen von Einheit 731 erscheinen. Um an die Ergebnisse zu gelangen wurden die beteiligten "Wissen"schaftler nie zur Rechenschaft gezogen.
Klar, jeder hat Interesse an derartigen Informationen - leider ist das gleiche Wissen das zur Bekämpfung dieser Waffen nötig ist auch zu deren Herstellung zu gebrauchen. Die Russen haben sich ja nach dem WW2 auch alles an Wissenschaftlern gekrallt was in Reichweite war.
Das impliziert nicht mehr und nicht wenger als die Aussage, daß ein mordender "Guter" immer noch besser wäre als ein mordender "Böser".
Ich denke diese Implikation muss ich mal akzeptieren, ich hab dir ja inzwischen auch genug in den Mund gelegt 😉 Ganz subjektiv: Ja, ein mordender "Guter" ist besser als ein mordender "Böser" - "besser", nicht "gut". Die diversen Widerstandsgruppen gegen die Nazis waren ebenso wie die SS durchzogen von Mördern im weiteren Sinne. Erstere finde ich "besser" als letztere - Ich bin der Meinung dass man auch im Bereich der Mörder/Totschläger von "irre & bösartig" bis hin zu "nachvollziehbar" differenzieren kann. Aber ganz im Ernst: Die Debatte ist ebenso subjektiv wie die Frage ob die Alternative zu den USA besser oder schlechter gewesen wäre und führt zu nichts.
Der Unterschied zu den USA: Ein Verhältnis von ca. 1:1000000 und eine gewisse, strategische Zielgenauigkeit bzw. ein strategischer Hintergrund.
Ich verteidige das nicht aber ich setze es in Relation.
Willst du ernsthaft an der Relation festhalten? Ich denke nicht, oder?
Die Israeldebatte will ich nicht zusätzlich einfügen - wir sind schon OT genug, ich spare mir sogar die Frage wieso die USA verantwortlich für den 6-Tage-Krieg sind 😉
Können wir uns in Bezug auf Oliver Stone auf folgende Punkte einigen:
1. Er belegt [u]nicht[/u] das die USA für sämtliche Konflikte seit dem WW2 verantwortlich sind. Fakt bleibt jedoch dass die USA sich seitdem in die meisten Konflikte und Krisen eingemischt und dabei nicht immer eine ruhmvolle Rolle gespielt haben.
2. Er stellt einen Gegenentwurf zu allzu patriotischen Geschichtsdarstellungen die in manchen Regionen der USA verbreitet sind dar (ehrlich: Meine Schwester ist grad drüben und lernt in der Schule dass die Sklaverei Schuld der Europäer ist weil die Nachfrage nach Baumwolle derart hoch sei ;D ) und ist demzufolge ebenso einseitig - während die Loblieder jede Entscheidung als wunderbar anpreisen, malt Oliver Stone alles schwarz.
Btw: Hast Du den neuen Captain America gesehen? Könnte Dir gefallen, dein USA-Bild wird voll untermauert 😉