Ich würde auch nicht so weit gehen wollen zu behaupten, dass die Demokratie eine Diktatur im Schafspelz ist, aber vieles sieht eben nur noch danach aus und ist tatsächlich nicht mehr wirklich demokratisch.
Für mich gehört Transparenz essentiell zur Demokratie, denn der Souverän ( das Volk ) muss informiert werden, um für die Fortsetzung des Kurses nach 4 bzw. 5 Jahren erneut seine Legitimation zu erteilen. Die Volksvertreter erhalten nämlich für das, was sie bei der Wahl als Weg vorschlagen, die Legitimation vom eigentlichen Souverän, dem Volk. So war es ja dereinst gedacht. Leider läuft das aber anders.
Und wenn ich in unsere Verfassung schaue, steht da auch, dass die Würde des Menschen unantastbar sei. Somit sind auch die Rechte des Menschen essentiell in unserem System verankert.
Das Problem scheint mir zu sein, dass wir eine repräsentative Demokratie haben und keine direkte. Wenn das Volk wirklich der Souverän wäre und nicht die Volksvertreter, sehe es in der Tat anders aus. Dafür müsste sich die Masse aber auch wirklich interessieren und nicht nur ab und zu ein Kreuzchen machen.
Und genau deswegen werden wir mit anderen Dingen auf Trab gehalten.
Grüße, Quer
Hallo Ockhams Razor,
[u]ich zitiere mal:[/u]
„Ich bin sehr vorsichtig hier jemanden persönlich anzugreifen, aber was Du da schreibst ist pure Polemik.“
Meine Antwort: Es ist gut, wenn Du es nicht tust.
[u]Weiteres Zitat:[/u]
„Es existiert keine "Politikerkaste" die gleich einer Erbmonarchie die Entscheidungen unter sich ausmacht,…………etc.“
Meine Antwort:
Nach den Erfahrungen in den letzten Jahren (seit 1968 - letzte politische Aktivität) kann ich sagen es gibt eine, wie Du sie nennst, „Politikerkaste“. Beginnend im Ortsverein, in den Bezirksvertretungen, in Stadtparlamenten, in den Landtagsparlamenten hin zu den Bundestagsvertretungen sind sie schon über Jahrzehnte aktiv (ich spreche nur von der BRD). Sehr wohl werden Posten und Pöstchen nur an „verdiente“ Mitglieder weitergereicht; ob sie nun was taugen oder nicht. Wie weit entfernt ist das von „anderen Systemen“?
Es hat mit Wahl nichts zu tun. Denken wir auch bei unseren Überlegungen an die „lieben Lobbyisten“ die sich rührend um die „Bundesabgeordneten“ und die Verwaltungsbeamten kümmern. Wie nennt man das in „anderen Systemen“?
Ich hätte ausreichend Material über die „Politikerkaste“ und ihre Funktionalität.
Ich denke „Seda33“ das Regime in Nordkorea zu empfehlen, geht etwas zu weit. Ich sage es ganz deutlich: „Das gehört sich nicht“!
Justus
..nun ob Politische Stühle an wohlgesonnene Gläubiger gleichen Stammes, geputschte, geformte oder geschmiedete Eisen die dem alten Zahnrad fast gleichen übergeben werden, so ändert es nichts, auch wenn sie uns glaubhaft machen wollen das wir eine Entscheidung daran hätten!
Selbst wenn das Honigland unsere Sinne frohlocken lässt ändert es nichts an dem inneren Gefühl was in einem wohnt..
Wenn macht und Geld des Lebens Ziel sein soll so tauscht die Seele ein und verkauft eure Gebeine.
Am Ende will sich die Materie nur selbst verstehen, was fast nichts mit all dem Geplänkel um Macht zu tun hat. Kurzum Brot und Spiele für alle. Endloses Gezeter unter den Arbeitsbienen im rausch der Droge des Alltags.
Es macht einen nur traurig.
Salid
Sag' ich doch. Brot und Spiele.
Grüße, Quer
Das Problem scheint mir zu sein, dass wir eine repräsentative Demokratie haben und keine direkte. Wenn das Volk wirklich der Souverän wäre und nicht die Volksvertreter, sehe es in der Tat anders aus. Dafür müsste sich die Masse aber auch wirklich interessieren und nicht nur ab und zu ein Kreuzchen machen.
Und genau deswegen werden wir mit anderen Dingen auf Trab gehalten.
Wir werden viel weniger "auf Trab gehalten" als andere Nationen oder frühere Generationen, wir halten uns selber auf Trab. Die traurige Wahrheit ist dass sich viele nicht um die Demokratie scheren solange das Mittagessen auf den Tisch kommt und RTL noch sendet.
@Justus:
Was die Parteien intern machen kann man natürlich kritisieren, aber die haben nur bedingt etwas mit der Demokratie zu tun - sie lassen sich ganz einfach entsorgen sobald sie nicht mehr benötigt werden. Wenn hingegen die schweigende "Ich hab schon immer SPD/CDU gewählt"-Mehrheit keine Notwendigkeit zum Wandel sieht, dann ist das sicherlich frustrierend aber auch ein Ausdruck des demokratischen Mehrheitswillens. Man kann nur Alternativen anbieten und wählen, wenn das nicht reicht heißt das nicht dass die Demokratie versagt.
Ich denke „Seda33“ das Regime in Nordkorea zu empfehlen, geht etwas zu weit. Ich sage es ganz deutlich: „Das gehört sich nicht“!
Ich habe keine Ahnung ob der kleine Irre sein Land und dessen Bewohner liebt, ich halte es definitiv nicht für ausgeschlossen, von daher verstehe ich Deine Empörung nicht - Empörung hätte ich erwartet wenn ich ihm meine erste Wahl Adolf (der ziemlich sicher Land und Leute geliebt hat, offenkundig ist das kein Garant nicht doch eine Schraube locker zu haben) empfohlen hätte.
Aber wenn Du schon davon sprichst was sich gehört, wieso gehst Du nicht auf die "gekaufte[n], geschmierte[n] und ungebildete[n] Politiker" ein?
Nichts für ungut 😉