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Deutsches Reich - Immernoch da???

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(@sowilo)
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Beigetreten: Vor 14 Jahren

"Der Clash of Cultures hat ganz andere Fragestellungen zum Thema, da interessiert sich keiner mehr für das Reich, es passt nicht wirklich rein." ist denke ich falsch. 

Jetzt sind seitenweise Abhandlungen zum GG/ Verfassung/Rechtslagen, usw. dargestellt.
Kann es sein, dass wir uns hier nur im Kreise drehen?

Man beachte den Titel, bzw. die Eingangsfrage zum Thema:"Ist das DR immer noch da?", also:
1. Ja       oder
2. Nein >:(  ?????


Antwort
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(@arkas-2)
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@ Sowilo

Ich denke das Thema hat sich erschöpft, weil jeder schon mehrfach alles dazu gesagt hat was ihm einfällt. Aber hier gerne nochmal die Antwort:

Absolut herrschende Meinung unter Juristen:
Ja, es ist noch da, hat aber seinen Namen in BRD geändert und sein Gebiet verkleinert.

Abweichende Meinung 1:
Ja, aber Reich und BRD sind nicht gleich, sondern das Reich ist grösser und die BRD nur ein Teil davon. Wird hier teilweise vertreten.

Abweichende Meinung 2:
Nein, das Reich ist 1945 untergegangen und die BRD ein neuer Staat und Rechtsnachfolger des Reiches. Hat hier niemand vertreten, die Meinung gibt es aber auch.


Antwort
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(@iloveubabe)
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Du definierst Verfassung anders als der Rest der Welt.Zwinkernd
Wer hat den bitte festgelegt, man müsse das Ding Verfassung nennen? Diese Erfordernis ist nirgends beschrieben. Du leitest es nur aus Deiner Vorstellung ab, was eine Verfassung sein sollte.
Wenn Du als absolutistischer Monarch ein Buch aus Deinem Schrank ziehst und sagst, das ist jetzt die Verfassung, und wenn sich dann auch tatsächlich alle daran halten, indem sie in diesem Buch nach Regeln suchen, die man auf die Herrschaftsausübung und staatliche Organisation anwenden kann, dann ist dieses Buch die Verfassung. Egal ob das die Bibel oder das GG oder der Herr der Ringe. Das ist zwar ein etwas krasses Beispiel, aber nach einhelliger Auffassung genügt es eben, wenn ein Text wie eine Verfassung benutzt wird, um ihn als Verfassung zu klassifizieren.

Beinahe-Verfassungen gibt es in unserer Rechtsordnung nicht.

Das hätte anders kommen können, wenn sich sofort ab 1948 die Auffassung entwickelt hätte, das GG sei keine Verfassung sondern irgendwas anderes völlig neuartiges.

Noch banaler ausgedrückt: Allein deshalb weil alle Juristen/Politiker/Verwaltung/Behörden usw. sagen das GG sei die Verfassung und es auch so benutzen wird dieses Ding zur Verfassung.

Man kann das komisch finden, aber die Vorstellung eine Verfassung müsse auch so heissen ist halt typisch laienhaft falsch. Das gehärt in die gleiche Kategorie wie zu behaupten Staaten müssten irgendwie offiziell schriftlich gegründet werden sonst wäre es kein Staat oder sonstiges Zeug. Laienhafte Vorstellungen, aber nicht geltendes Recht.

Arkas ich definiere Verfassung nicht anders als der Rest der Welt. Keine Ahnung wie du dir das ausmalst. Ich sage nur das das GG etwas anderes ist als eine Verfassung. Wenn du meinst, dass man "das komisch finden (kann), aber die Vorstellung eine Verfassung müsse auch so heissen ist halt typisch laienhaft falsch." Das sagt nur aus, dass du der Laie bist, den du bestätigst hier eindeutig das du und alle die es ebenso sehen, das GG sprachlich gleichwertig nutzen wollen wie Verfassung. Das hebelt aber das Logiksystem Sprache aus, indem ein Prozess und die Zustände vor und nach dem Prozess nicht mehr 1:1 definiert sind sondern Mehrfachbelegungen bekommen. Das ist mutwillige Zerstörung der Logik in Sprache. Wer das begeht vergreift sich an der Vernunft, weil er damit Tür und Tor öffnet dem Missbrauch. Wer der Auffassung ist das GG wäre gleich einer Verfassung, der ist auch der Ansicht, dass Äpfel gleich Birnen sind. Und ja ich räume dem Logiksystem Sprache den Vorrang ein vor dem Logiksystem Recht, weil wenn man aufgrund von solcher Synonymisierung nicht mehr miteinander Reden kann, dann braucht man auch kein Rechtssystem. Ich habe weniger gegen Importwörter die begrifflich Synonymisieren  und damit dem deutschen entsprechend gleichgestellt werden, wie "Au de toilette", "Parfüm" oder zu deutsch Duftwasser. Was aber gar nicht geht ist wenn wir Anfangen zwei deutsche Wörter für den selben Zweck zu benutzen. Wenn alle Bahnhof sprechen ist Gemeinschaft nämlich die Grundlage entzogen, dann kittet das auch kein Rechtssystem mehr.
Wäre es eine Verfassung und ich wiederhole mich gerne so hätte niemals die Notwendigkeit bestanden es Grundgesetz zu nennen sondern man hätte eben der Logik folgend es Verfassung genannt. Nicht zuletzt wird es deutlich in der Formulierung Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Deutsch Wortwahl hat Sinn, wenn wir das abschaffen dann braucht es tatsächlich diese Sprache nicht mehr.


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(@arkas-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Du kannst Dich drehen und wenden wie Du willst, es hilft alles nichts, bei der Frage ob ein Text eine Verfassung ist spielt es nach einhelliger Meinung keine Rolle wie er heisst und wie er gedacht war. Der Text muss nur angewendet werden wie eine Verfassung und das wird das GG.

Im Übrigen nehme ich es Dir nicht ab, dass Du hier nur wegen Sprachlogik so abgehst. Dass die BRD sich an der Deutschen Sprache vergreift ist ja nichts neues, ok, haben sie es halt schon 1948 getan, indem sie einen Text, der offenkundig eine Verfassung ist, allein aus politischen Gründen nicht so genannt haben.

Du gehörst zu denen, die sich an das Recht halten wollen. Gleichzeitig ist Dein Rechtsverständnis Recht=Gerechtigkeit mit dem in der Realität angewandten Recht nicht vereinbar, weshalb Du, wie alle anderen hier auch (!), dazu tendierst in rechtlichen Kategorien zu argumentieren. Das grundsätzlich eine löbliche Einstellung und nachvollziehbar, vermutlich ist das sogar typisch deutsch.
Sag mir wenn ich falsch liege, ist nur eine Vermutung.

Die Reichsideologen machen das ähnlich, aber übertreiben dabei maßlos und definieren die ganze Rechtsordnung in ihrem Sinne um, weil sie mit ihren politischen Forderungen nicht durchkommen und so wenigstens behaupten können "im Recht" zu sein.

[i]Aber:[/i]Ist es wirklich nötig, dass wir ein System, dass sich soweit vom Grundsatz Recht=Gerechtigkeit entfernt überhaupt noch mit einer rechtlich fundierten Argumentation angreifen?

Wer in diesem Land heute "jung" ist wird aufgrund der Untätigkeit oder aktiven Beihilfe der meisten älteren noch während seines Lebens mit radikalen, eventuell existenzbedrohlichen, Umwälzungen konfrontiert werden.

Entbindet uns das nicht von jeglichem Respekt für die Rechts-, Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die dafür verantwortlich ist?

Für die Gestaltung der Zukunft sind die Fragen, die wir diskutieren eigentlich gar nicht von Belang. Ich diskutiere hier nur deshalb mit, weil ich versuche die herrschende Rechtsordnung zu erklären, weil es halt hilft, sie zu verstehen, solange es sie noch gibt.


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(@iloveubabe)
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Beigetreten: Vor 16 Jahren

Für die Gestaltung der Zukunft sind die Fragen, die wir diskutieren eigentlich gar nicht von Belang. Ich diskutiere hier nur deshalb mit, weil ich versuche die herrschende Rechtsordnung zu erklären, weil es halt hilft, sie zu verstehen, solange es sie noch gibt. 

Das ist lobenswert, dass du dich zum Anwalt derer machst, die ein Mittel nutzen um Ihre Macht auf dem Stand von zuvor zu halten und nach Möglichkeit auszubauen. (In dem Sinn ich werde dafür sterben, dass du sagen kannst was immer du meinst sagen zu müssen auch wenn es meinen Tot heraufbeschwört). Es ist ja offenkundig, dass diese Anwendung von Macht nun schon vielerorts und zeitwährend dem Bestehen des jetzigen Staatsgebildes in Zwang ausgeartet ist, der wie man meinen müsste "im freisten Land auf dem Deutschen Boden aller Zeiten" so wie es oft kolportiert wird, nicht der Realität entspricht und gar nicht existiert. Solange die Vorgaben gelten für alle Insassen des Hauses, dass wer gegen die "Haus-Ordnung" angeht ein Feind ist, solange werde ich mich nicht darin betätigen mich körperlich dazu zu verwenden. Rein geistig sehe ich es aber als Verantwortung und Gebot meinen Mitmenschen gegenüber die Meinung zu bewahren und darzulegen, dass die jetzige Ordnung unordentlich ist.

deswegen habe ich auch kein Problem damit wenn du sagst:

Du kannst Dich drehen und wenden wie Du willst, es hilft alles nichts, bei der Frage ob ein Text eine Verfassung ist spielt es nach einhelliger Meinung keine Rolle wie er heisst und wie er gedacht war. Der Text muss nur angewendet werden wie eine Verfassung und das wird das GG.

da du es aus der Position des Anwalts heraus machst, also nicht diese Auffassung teilst. Und selbst wenn du sie teilst es dir vergönnt sein soll, ich jedoch anderer Auffassung bin und dass mich in eine andere Verfassung setzt. Ich maße mir aber nicht an meine Verfassung zum Gesetz zu machen und so von Grund auf mein Verfassung zu setzen, so dass alle anderen nicht anders verfasst sein können. Wenn du verstehst was ich meine, zeigt das auch recht eklatant wo der Unterschied ist zwischen GG und Verfassung.

Im Übrigen nehme ich es Dir nicht ab, dass Du hier nur wegen Sprachlogik so abgehst. Dass die BRD sich an der Deutschen Sprache vergreift ist ja nichts neues, ok, haben sie es halt schon 1948 getan, indem sie einen Text, der offenkundig eine Verfassung ist, allein aus politischen Gründen nicht so genannt haben.

Ja sie haben es auch schon davor getan, nunja es wird immer wieder gemacht werden von Menschen, die in Position kommen es tun zu können und sich daraus einen Vorteil verschaffen wollen (Das ist der Mensch in seinem Trieb je nach Verfasstheit unterschiedlich Stark ausgepägt). Sicherlich wirst du mir es nicht abnehmen. Mit einer Drei in Deutsch wäre ich offiziell laut Bildungssystem auch nicht gebildet genug mir ein Urteil darüber zu erlauben. Nur halte ich nichts von der Einschätzung seit dem mir klar war, dass mein Deutsch exzellent ist nur eben nicht der Form, sondern nur dem Inhalt nach.
Klar erscheint es im vorübergehen ein Widerspruch zu sein, dass jemand der Inhalt über Form stellt nur gerade so auf Form setzt. Dem kann ich zustimmen, jedoch ist es ein Standpunkt. Der Standpunkt der die Form über Inhalt stellt ist der der Logik. Wie man von a nach b kommt ist entweder der kürzeste Weg und damit eine Gerade oder in anderen Fällen ein Kurve also im Sonderfall dem Durchmesser nach auf einem Halbkreis bzw. verzerrt einer Halb-Elipse. diese 4 Begriffe für die Bewältigung einer Strecke in unterschiedlicher Form machen alle Sinn, weil die Strecke jeweils andere Eigenschaften hat. Im Logiksystem Mathematik speziell der Geometrie ist es wichtig die Bezeichnungen nicht zu vergewaltigen, sonst stürzen Häuser ein und es kommen Menschen zu tote. Und ebenso verhält es sich bei der Sprache und genauso beim Rechtssystem. Jedes System hat seine Regeln ja wird erschaffen durch sie, also definiert. Diese sind innerhalb des Systems gültig, werden aber von Außen betrachtet bei falscher Formulierung der Systemgrenzen zynischer Weise inkonsistent. Ja das GG mit Ge- und Verboten funktioniert und ja man kann noch öfter anpassen, um der Realität noch ein Schnäppchen zu schlagen, aber es wird nicht auf ewig gehen, weil die Komplexität den Regelgestaltern aus den Händen gleitet und so das Chaos die Ordnung untergräbt. Und das liegt nicht zuletzt daran, dass der Rahmen eben keine Verfassung ist sondern ein Grundgesetzt.

Du gehörst zu denen, die sich an das Recht halten wollen. Gleichzeitig ist Dein Rechtsverständnis Recht=Gerechtigkeit mit dem in der Realität angewandten Recht nicht vereinbar, weshalb Du, wie alle anderen hier auch (!), dazu tendierst in rechtlichen Kategorien zu argumentieren. Das grundsätzlich eine löbliche Einstellung und nachvollziehbar, vermutlich ist das sogar typisch deutsch.
Sag mir wenn ich falsch liege, ist nur eine Vermutung.

Nunja ich bin nicht in der Position zu ändern, wäre ich es würde ich es anders handhaben, aber das tut sich ja auch gleich richten mit dem Grundsatz der Normenklarheit. Das ist das deutsche im deutschen Recht, nicht was irgendjemand irgendwann mal auf einen Fetzen Papier schrieb und auch unabhängig davon was er als Titel drüber in Buchstaben setzte. Ich bin der Meinung, dass die Normenklarheit älter ist als jedes Rechtssystem was je in Worte gefasst auf deutschem Boden entstand. Den darauf hat man sich zuerst geeinigt und zwar per Absprache, man hat nämlich alles ab gesprochen was etwas uneindeutig macht und so blieb über was es eindeutig machte. Das ist übrigens sprachlicher Rassismus in Reinkultur nur so am Rande erwähnt.

Die Reichsideologen machen das ähnlich, aber übertreiben dabei maßlos und definieren die ganze Rechtsordnung in ihrem Sinne um, weil sie mit ihren politischen Forderungen nicht durchkommen und so wenigstens behaupten können "im Recht" zu sein.

Aber:Ist es wirklich nötig, dass wir ein System, dass sich soweit vom Grundsatz Recht=Gerechtigkeit entfernt überhaupt noch mit einer rechtlich fundierten Argumentation angreifen?


Die Frage zu beantworten ist schwer. Ich sag es mal so eine Dampflokomotive wird kapput gehen, wenn man das Feuer zu sehr anheizt oder das Wasser vorenthält. Da Wasser vergleichbar zum Geld nicht in meiner Hand liegen, muss ich auf meine Worte als zusätzliche Feuerscheite setzen.

Aber:Ist es wirklich nötig, dass wir ein System, dass sich soweit vom Grundsatz Recht=Gerechtigkeit entfernt überhaupt noch mit einer rechtlich fundierten Argumentation angreifen?

Wer in diesem Land heute "jung" ist wird aufgrund der Untätigkeit oder aktiven Beihilfe der meisten älteren noch während seines Lebens mit radikalen, eventuell existenzbedrohlichen, Umwälzungen konfrontiert werden.


Ich denke zu deinem Aber ist zu sagen das man versucht ist aus der Geschichte zu lernen und damit sich in Anreihung eine Argumentation gegen das existierende ergibt. Zum zweiten Absatz habe ich nichts hinzuzufügen.


Antwort
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