1. Souveränität
Menschen reden viel wenn der Tag lang ist und nur weil dieser Mann Politiker in wichtigen Ämtern war und ist muss das nicht alles korrekt sein. Ausserdem sagt er ja "nie wieder [i]vollständig[/i] souverän" also, offenbar teilweise schon. Was das heissen soll ist leicht erklärt. Die Souveränität der BRD wird heute nicht durch Besatzungs- oder Kriegsrecht eingeschränkt sondern nur durch ihre Mitgliedschaft in der EU und ähnliches. Diese ist aber zumindest offiziell freiwillig und die Einschränkung, die daraus folgt, gilt für alle anderen Mitgliedsländer auch. Eine solche freiwillige Einschränkung ist aber "erlaubt" weil sie völkerrechtlich problemlos einseitig rückabgewickelt werden kann (bspw. Austritt aus der EU oder anderen Organisationen).
Völkerrechtliches dürfen und faktisches Können sind zwei verschiedene Dinge. Ich darf mir z.B. einen Ferrari kaufen, warum habe ich wohl dennoch keinen? 😉
2. Bizonenvertrag usw.
Um dem noch einen obendrauf zusetzen: Solange der Bizonenvertrag nicht aufgehoben ist, gilt Kriegsrecht.
Weißt Du, wie aufwändig es ist, dass ich das alles raussuche, um solche "Brocken" zu wiederlegen die Du hier hinwirfst?
Googelt man nach "Bizonenvertrag" findet man nur Seiten von "Reichsideologen", aber den "Vertrag" selbst nicht.
Ich habe keine Zeit ein 20-seitiges pdf zu lesen, tut mir leid. Die Überschrift legt nahe, dass es dabei um Befugnisse der britischen Krone geht, wohlgemerkt innerhalb ihre Herrschaftsbereiches. Wenn da drin irgendwas zu Deutschland steht bitte Seite oder Abschnitt.
Kriegsrecht gilt im Krieg, Krieg endet mit Friedensvertrag oder Wiederaufnahme freundschaftlicher Beziehungen. Fazit: Krieg vorbei. Totschlagargument: Es gibt keinen "heimlichen" Kriegszustand im Völkerrecht, folglich kann sich niemand insgeheim vorbehalten "eigentlich" doch noch mit Deutschland im Krieg zu sein.
Zu zwei, das ist, glaube Ich , soweit richtig. Einen Haken hat es aber dennoch. In dem 1973er Urteil steht klar, daß das Reich nicht durch die BRD ersetzt wurde, sondern das es fortbesteht.
Ich wiederhole was ich schon mal sagte, die BRD ist auf Deutschland drauf gesetzt oder drauf gepflanzt.
Ich meine es dürfte Beweis genug sein, daß es einfach in dem Urteil steht, was Du ja selbst bereits zitiert hast.
In Verbindung damit was Schäuble sagte, passt das auch.
[b]Wie oft noch: In dem Urteil steht, dass die BRD und das Reich identisch sind.[/b] Man kann die BRD nicht auf Deutschland "drauf setzen" sowas ist völkerrechtlich nicht möglich, weil solche Konstrukte nicht vorgesehen sind. Selbst wenn die Alliierten wortwörtlich festgelegt hätte wir setzen die BRD jetzt mal auf das Reich drauf, gibt es völkerrechtlich nur die Möglichkeit neuer Staat oder Fortführung des alten. Man müsste also überlegen, was von beidem "eher" passt, nur weil das argumentativ schwierig ist kann man sich nicht einfach neues Völkerrecht basteln. Man hat sich auf die letzte Variante (BRD=Reich, kein Staatsuntergang) geeinigt und allein deshalb ist das so. Man kann sagen, das sei eine falsche Entscheidung gewesen, die BRD ist eigentlich ein neuer Staat, aber alles andere ist völkerrechtlich nicht vertretbar.
Was Du hier unbewusst behauptest ist, daß so ein System wie die BRD ohne den Menschen auskommen kann und soll, und gleichzeitig aber Völkerrechtlich völlig okay ist.
Es sind Menschen, die in der BRD Ämter besetzen und Menschen werden von der BRD beherrscht, rein faktisch.
Gleichzeitig aber, gibst Du zu, daß die BRD kein Völkerrecht in sich hat, aber dann daß das System nicht von außen kritisiert werden kann. Wenn das Völkerrecht also außen ist, das System aber selbst von außen (wo das Völkerrecht ist), nicht kritisiert werden kann, was ist es dann außer ein illegitimes, unrechtmäßiges (- überpositives Recht), unmenschliches System, was sich selbst nicht an die Menschenrechte in seiner eigenen Grundordnung, dem Völkerrechtlichen Vertrag das Grundgesetz hält?
Kein Staat hat Völkerrecht "in sich" weil das Völkerrecht nur den Umgang der Staaten miteinander regelt. Alles was sich innerhalb eines Staates abspielt hat mit Völkerrecht nichts zu tun. Ob ein Regime legitim ist oder nicht, hat also mit Völkerrecht nichts zu tun.
Mit "aussen" meinte ich, von ausserhalb der Rechtsordnung, die in dem System herrscht. Von aussen darf man immer kritisieren.
Wenn die Kritik nicht von außen kommen darf, das System selbst aber nicht die Menschen kennt und kein Staatsvolk hat, dann ist es ein illegitimes Zwangssystem, was gegen das Völkerrecht agiert.
Doch darf sie, von aussen ist sogar völlig unproblematisch, da hast Du mich nur falsch verstanden oder ich mich unklar ausgedrückt.
Ein Staatsvolk ist eine Ansammlung von Menschen, die sich auf einem klar definierten Gebiet aufhält und von einer Staatsgewalt beherrscht wird. Das ist alles. Dazu muss nichts schriftlich festgehalten sein und nichts schriftliches kann diese Fakten widerlegen. So wie es aussieht, hat die Staatsgewalt BRD uns hier ziemlich gut im Griff. Daher gibt es hier ein Staatsvolk.
Das System kann illegitim sein wie es will, mit Völkerrecht hat das nichts zu tun, das ist eine rein innerdeutsche Angelegenheit. Das ist genau das, was ich mit Vermischen meine.
Du hast oft das überpositive Recht von dem Ich rede wieder zu dem positiven Recht geschmissen.Kennst du Hard Law und Soft Law, positives und überpositives Recht überhaupt, dann müsstest du doch wissen das es nicht nur eine Theorie ist? Wenn man natürlich etwas immer nur von innen betrachtet, dann kann man das außen nie wahrnehmen, es zu ignorieren macht aber unmündig.
Beschäftige Dich damit, Du hast das hier mehrfach durcheinander geschmissen und bist hauptsächlich im Positivismus rumgeschwommen.
Überpositives Recht ist nichts anderes als Naturrecht, ich glaube dazu habe ich oben ein zwei Dinge gesagt und ich trenne das sehr klar. Die Frage ist nur, wie stark das Naturrecht das positiv bestimmt. Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen und keine ist objektiv richtig, auch nicht die Mehrheitsmeinung, sie setzt sich nur faktisch durch.
Wenn Du zu unrecht verurteilt wirst und eine ganze Horde Juristen meint, das das ist alles richtig ist. War das dann nun Recht oder Unrecht?
Was heißt "zu unrecht"? Ein Urteil kann nach positivem Recht (=Recht das von Menschen gesetzt wird, Inhalt egal) völlig in Ordnung sein und gleichzeitig nach überpositivem Recht (=Naturrecht, universale Menschenrechte usw.) ganz klar Unrecht sein.
Ich halte nicht sehr viel von überpositivem Recht, aber gut, einigen wir uns darauf, jemand wurde nach diesem Naturrecht zu Unrecht verurteilt. Wenn aber die "Horde Juristen" nur nach positivem Recht handelt landet man rein faktischen eben im Knast, und kann dagegen mit Mitteln innerhalb des Systems nichts aussrichten, weil das System eben kein Naturrecht anerkennt. Das ist tragisch und Unrecht, aber lang und breit zu diskutieren nach welchen Massstäben das nun Recht oder Unrecht ist hilft demjenigen nicht weiter.
Mit „innerdeutsches Recht“, hier ist nicht überpositives Recht gemeint, es ist positives Recht gemeint, Recht was aus Gesetzen hervorgeht. Gesetze werden bestimmt aus dem überpositiven Recht, welches immer psotive Gesetze bricht.. Nicht umgekehrt
Ja, ich meine positives Recht. Ich habe oben lang und breit erklärt, dass ich damit einverstanden bin, wenn Du vom Naturrechtlichen Standpunkt aus argumentierst und deshalb zu dem Schluss kommst, gewisse Dinge in diesem System seien "Unrecht". Ich muss diese Meinung nicht in jedem Detail teilen, aber sie ist nicht "unmöglich" und auch nicht abwegig sondern sehr gut vertretbar. Du musst das also nicht unbedingt weiter ausbreiten.
Daß das System sich an seine Grundordung das GG hält, das können wir doch jetzt bitte ad acta legen. Wenn die BRD sich an das GG halten würde, müßte sie ja, daß was dort schwarz auf Weiß steht auch umsetzen, es gibt hier in den Schulen aber keine Bildung in Menschenrechten, es gibt keine Umsetzung der Menschenrechte und keine wirksame Beschwerde Möglichkeit. Ganz im Gegenteil.
Hast Du diese Meinung vielleicht, weil Du unter Menschenrechten was anderes verstehst als die BRD? 😉
Über Menschenrecht lernt man genug in der Schule und die Verstösse der BRD gegen diese Rechte halten sich doch sehr in Grenzen. Anders ausgedrückt, dafür möchte ich Beweise, weil ich es für eine masslose Übertreibung halte, um es mal noch verständnisvoll auszudrücken.
Das es innerhalb des Systems Möglich ist ein Wahl zu vollziehen, ist keine legitimierung des Volkes für das GG oder sonst was.
Des weiteren sind die Parteien die Gewählt werden immer unverantwortlich PartG §37
Das ist genau das, was ich oben beschrieben habe. Wenn man innerhalb der Rechtsordnung argumentiert, muss man diese Ordnung anerkennen wie sie ist und darf die Regeln nicht fehlinterpretieren.
Dass der § 37 im Zusammenhang mit der ganzen Thematik genannt wird ist ein schönes Beispiel für die Absurdität vieler Behauptungen aus dieser Ecke.
§37 schliesst die Anwendung von §54 Satz 2 für Parteien aus. Der einzige Inhalt dieser zwei Vorschriften ist der, dass Parteien, auch dann, wenn sie nicht ins Vereinsregister eingetragen sind, als Körperschaft aus Rechtsgeschäften haften und dass eben nicht Einzelpersonen haften. Das betrifft Fälle, in denen Parteien Rechtsgeschäfte eingehen, Häuser kaufen usw.. Wenn da Ansprüche entstehen haftet die Partei als Körperschaft und nicht derjenige, der ganz konkret das Geschäft abgeschlossen hat. Bei nicht eingetragenen Vereinen ist das nämlich so, der Handelnde haftet als Person selbst, nicht der Verein. Da viele Parteien nicht als Vereine eingetragen sind ist diese Vorschrift nötig, weil es sonst grosse Unsicherheiten im Rechtsverkehr gäbe. Mit den Handlungen gewählter Personen hat das nicht das geringste zu tun.
Wenn Du einfach solche Dinge weglassen könntest wäre mir schon sehr geholfen.
Ich gebe übrigens gerne zu, dass man, wenn man solche §§ zum ersten mal liest, diese durchaus falsch verstehen kann.
Fazit: Wenn Du aufhörst so Sachen wie §37 reinzuschmeissen und begreifst, dass Völkerrecht nichts mit innerstaatlichen Strukturen zu tun hat kannst Du alles was Du sonst noch sagst überall vernünftig vertreten. Auch wenn ich Dir nicht in allem zustimme ist der Rest Deiner Ausführungen nicht juristisch "unmöglich" sondern plausibel und verständlich. Mehr verlang ich gar nicht. 😉
Nein, das System selber wurde ja nicht legitimiert sondern aufgepflanzt und die Menschen in ein System verrückt.
Es ist daher auch logisch, daß sie nicht als Staatsvolk agieren können, denn sie sind für das System nur vorgefunden.Ich spreche den Menschen oder das Volk doch nicht frei von Verantwortung, ganz im Gegenteil. Ich sage sogar, das wir die volle Verantwortung für alles haben was bis jetzt passiert ist.
Wir sollten eben begreifen, daß wir diese Verantwortung zu tragen haben, und wir als Menschen es sind die daran was ändern können und müßen. Daher nützt es nichts um den heißen Brei zu reden. Man muss klar auf seine Freiwerdung hinarbeiten und wenn man nichts dafür tut und aufgibt bevor man angefangen hat, ist man höchstens der zufriedene Sklave.
Ok gut, ich habe mir in der Hinsicht nichts vorzuwerfen. ;D
Bei der ganzen Diskussion kommt eine Frage viel zu kurz? Warum sollte man das (oder eines der drei) Deutschen Reich(e) denn überhaupt wollen?
Weder das erste, noch das wilhelminische noch das dritte Reich erscheinen mir besonders erstrebenswert. Sicher - die BRD ebenso wenig, aber sollte man dann nicht einfach mal den Blick nach vorn richten statt zurück?
Wir sollten etwas ändern - ja - aber bitte doch nicht die Uhr zurück drehen.
Oder geht es etwa um die reine Größe und diese ganzen Reichsdiskussionen dienen lediglich der Vorbereitung einer Diskussion um die BRD Grenzen?
In meinen Augen viel erstrebenswerter ist eine Verkleinerung bzw. ein Zerfall Deutschlands in die einzelnen, souveränen Länder und anderswo auf der Welt sollte es genau so sein.
Dieses ganze Großmachdenken dientz doch letztendlich nur dazu, möglichst große Bereiche unter eine Zentralverwaltung zu stellen. Aus einzelnen Ländern wurden Staaten, aus Staaten die EU, aus solchen Zusammenfassungen werden...?
Man sollte den umgekehrten Weg gehen.
Bei der ganzen Diskussion kommt eine Frage viel zu kurz? Warum sollte man das (oder eines der drei) Deutschen Reich(e) denn überhaupt wollen?
Weder das erste, noch das wilhelminische noch das dritte Reich erscheinen mir besonders erstrebenswert. Sicher - die BRD ebenso wenig, aber sollte man dann nicht einfach mal den Blick nach vorn richten statt zurück?
Wir sollten etwas ändern - ja - aber bitte doch nicht die Uhr zurück drehen.
Ein Wort:
[size=16]JEIN[/size]
Jein ist ein Kofferwort und damit die Zusammensetzung aus Ja und Nein. Die Antwort auf dein Frage.
Warum sollte man ein Reich wollen? Nun da stellt sich weniger die Frage welches Reich der Reiche, sondern was für ein Reich.
Ich find es immer lustig zu schauen wo es noch verwendet wird. Wer Herrscht im Tierreich und wer im Pflanzenreich? Irgendwie haben die Biologen das Wort Reich für etwas anderes genommen. Und der Artenreichtum wird es nicht gewesen sein, der sie dazu veranlasste Tierreich und Pflanzenreich zu sagen. Reich ist einfach Bereich und nicht Reichtum, den Reichtum ist Reich+Macht, da -thum der Suffix für Herrschaft über ist im ahd. Sprachgebrauch. Wenn also von Reichtum gesprochen wird, soll es Herschaftherrschaft sein??? Wollen die Herren Sprachwissenschaftler uns verscheißern. Das Reich ist also ein Teil des Ganzen der Ab- bzw. Be-grenzt werden kann durch ein besonderes Merkmal damit wird das Reich zum Bereich. Das Deutsche Reich ist der Bereich auf der Landkarte wo zumeist die Ethnie "Teutsch" das sagen hat, im wahrsten Sinn des Wortes. Insofern ist das [i]"Deutsche Reich"[/i] nur ein Ethnischer Abgrenzungsbegriff und sagt etwas aus über die Sprache. Will man also das deutsche Reich in seinem kulturellem Sinn halten, so sag ich mal ja bezogen auf deine Frage. Das witzige im territorialen Bereich hat man eigentlich nicht von Reich gesprochen, das ist NEUDEUTSCH, denn zur Entstehung des 1.Reichs gabs nur Latein als Herrschaftssprache der Mächtigen. Und das war [i]"Sacrum Romanum Imperium"+"Nationis Germanicæ"[/i].
Spätestens hier sollte es bei jedem Klick machen, der ein wenig Grips hat. Das "Heilige römische Imperium" wurde mit dem römischen Recht exportiert. Und nach einer Zeit der Expansion konnte es sich "[i]Heiliges römisches Imperium germanischer Nationen[/i]" nennen, in dem Moment wo auch der letzte Stamm der Herrschaft des Rechtsimperiums unterworfen war. Das römische Recht/Rechtsstaat hatte sich also von seinem Wirt dem römischen Imperium abgetrennt wie eine Parasit und ist mit dem Christentum (Zecke als Analogie aus dem Tierreich) auf den nächsten Grashalm geklettert um dann aufzusitzen auf den Germanischen Wirt. Dort hat er sich festgesetzt und saugt, während er das teutonische Rechtssystem verdrängte den Körper aus. Und als Krönung wurde die Symbiose zwischen Regierung und Parasit noch verschleiert zu "[i]Heiliges römisches Reich deutscher Nationen[/i]" in der Neuzeit.
Sind alle Teutschen Germanen? Sind alle Germanen Teutsche? Wer da mal drüber nachdenkt wird schnell verstehen von welcher Sicht hier auf das Reich gesehen wurde, nämlich mit der aus der Sicht wie eines Cäsar der die Germanen als Barbaren sah, während die ganzen Stämme sich als selbstständig sahen und nur unter Druck von Außen die Tollheit aufbrachten und sich der Tyranis entgegen stellten. Der Bund des Stämme also das Reich Widerstand dem Imperium Romanum! Leider hatte das Reich nicht genug Kraft Zwei Mächten die es bedrohten zu widerstehen, also dem Imper-ium und dem Christen-tum. Ein körperlicher und psychologischer Kampf also Kriegsführung für 1000 Jahre halt. Seit dem Aufprall des römischen Reichs auf die "Germanen" bis zur Kaiserlichen Gründung des "heiligen römischen Reichs" das ist die tatsächliche 1000jährige Geschichte.
Ich für meinen Teil würde es gern sehen, wenn die Sprache erhalten bleibt, also deutsch in allen möglichen Dialekten. Das soll aber zerstört werden, wenn man Politkern aufs Maul schaut und ihren Deutschhass von den Lippen ließt. ([url] http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5e85ebf1f43.0.html [/url])
Das "Deutsche Reich" mit seinen teutschen Dialekten, gab es schon vor dem 1.2.3.Reich und sehr wahrscheinlich auch noch vor dem Konzept des Imperiums. Insofern ist das Deutsche Reich älter als der Staat, weil das Deutsche Reich schon bestand als es noch keine Staaten und Imperien gab, wohl aber einen Kulturkreis der sich verständigen konnte auf deutsch. Also nein zum Deutschen Imperium und ja zum Deutschen Reich ist meine Antwort. 😎
Wer also das Deutsche Reich nicht mehr haben will, will nicht mehr den Kulturkreis haben sondern nen fetten europäischen braunen Haufen. Und der braune Haufen war irgendwie gar nicht so toll. :-[
Wer Herrscht im Tierreich und wer im Pflanzenreich? Irgendwie haben die Biologen das Wort Reich für etwas anderes genommen.
Ja, so ist das eben mit der Wortklauberei. Das bedeutet aber nicht, daß das deutsche Reich nicht interpretationsfrei einfach so als Reich aller gesehen werden kann, die deutsch sprechen. Insofern kann man den Begriff aus der Botanik oder der Fauna nicht ableiten....ebensowenig, wie man den Begriff "Welt der Tiere" als eine eigenständige Welt interpretieren kann.
Das "Deutsche Reich" mit seinen teutschen Dialekten, gab es schon vor dem 1.2.3.Reich
Nein, im ersten Reich, dem heiligen römischen, sprach man in den Gebieten, die heute zur BRD gehören (und darüber hinaus) noch Althochdeutsch, was sich sehr stark, nicht nur vom heutigen Neuhochdeutsch, sondern auch von allen (mir bekannten) Dialekten unterscheidet. Selbst das zwischen dem Althochdeutschen und Neuhochdeutschen liegende Mittelhochdeutsch läßt nur rudimentär die einzelnen Mundarten erahnen.
Mein Dialekt, das Düsseldorfer Platt diesseits der Benrather Linie (nicht zu verwechseln mit vielen anderen rheinischen Mundarten, die für Außenstehende wahrscheinlich gleich klingen), ist beispielsweise stark von Napoleon beeinflußt, hat sich also erst sehr spät entwickelt.
Ich glaube nicht, daß eine Sprache starr sein und somit irgendwie erhalten werden kann. Wenn man sich die ältere und die ganz alte Literatur durchliest, merkt man, daß die Sprache stets im Wandel war und meiner Ansicht nach auch bleiben wird.
Insofern denke ich, daß jedes Bestreben, eine Sprache zu erhalten, zum Scheitern verurteilt ist.
Anders sieht es mit Veränderungen der Sprache aus, die politisch erzwungen wird, etwa der "Recht"schreibreform. Solche künstliche Veränderungen schätze ich gar nicht.
Aber darum geht es ja eigentlich auch bgar nicht. Was ich meinte, sind die politischen Strukturen während der drei Reiche, die Freiheit der Menschen und die schäbigen Winkelzüge einer Macht im Hintergrund, die meiner Ansicht nach seit Urzeiten darum bestrebt ist, die Welt zu kontrollieren.
Diese Macht hat leichtes Spiel wenn die Welt zu einem homogenen Haufen zusammen fließt. Und der erste Schritt dahin ist Großmachtstreben.
Mir ist es - ganz ehrlich gesagt - vollkommen egal wie man ein Gebiet nennt. Mir ist nur wichtig, daß dieses Gebiet aus möglichst vielen, selbständigen und souveränen Einzelgebieten besteht....nicht ganz unähnlich dem "Deutschland" vor Bismarck.
Insofern kann ich das bayerische Bestreben um Eigenständigkeit und Extrabratwurst ganz gut verstehen.
Das wäre aber auch nur dann erstrebenswert wenn sich diese Souveränität bis zum einzelnen Bürger fortsetzen würde, d.h. kleine Ländchen (früher zu Adelszeiten vielleicht Fürstentümer, Königreiche oder Herzogtümer genannt), die souverän von ihren Bürgern regiert werden.
Hier mal ein paar Texte zum Vergleich. Wir tragen die fast jede Woche irgendwo vor. Daher habe ich mich damit schon länger beschäftigt:
Althochdeutsch:
Eiris Sazun idi si
Sazun hera dounder
Suma hapt hepti dun
Suma heri lezi dun
(aus den Merseburger Zaubersprüchen)
Mittelhochdeutsch:
Schœniu lant rîch unde hêre,
swaz ich der noch hân gesehen,
sô bist dûz ir aller êre.
Waz ist wunders hie geschehen!
Daz ein maget ein kint gebar,
hêre über aller engel schar,
was daz niht ein wunder gar?
(aus dem Palästinalid von Walter von der Vogelweide)
Neuhochdeutsch am Anfang:
Ach da kommt der Meister
Herr die Not ist groß
Die ich rief die Geister
werd ich nun nicht los
(Goethe)
Neuhochdeutsch aktuell:
Voll fett krass mann, was geht ab? ;D ;D ;D ;D ;D
Ja, so ist das eben mit der Wortklauberei. Das bedeutet aber nicht, daß das deutsche Reich nicht interpretationsfrei einfach so als Reich aller gesehen werden kann, die deutsch sprechen. Insofern kann man den Begriff aus der Botanik oder der Fauna nicht ableiten....ebensowenig, wie man den Begriff "Welt der Tiere" als eine eigenständige Welt interpretieren kann.
Da stimme ich dir zu. Es ist passiert, die Sprache wurde "verschludert". Und dabei haben wir schon eine sehr hohe "Importrate" an Wörtern. Mit verschludern ist von meiner Seite nicht die Rechtschreibung gemeint, sondern der Inhaltsübertragung auf Begriffe die an sich schon eine feste Begrifflichkeit hatten. Nunja nun ist das Reich halt gleich dem Imperium. Mir war halt nur wichtig zu zeigen, dass hier geistig schon ein Trick vorliegt. Wenn man darüber nachdenkt, der sich eingebrannt hat.
Mein Dialekt, das Düsseldorfer Platt diesseits der Benrather Linie (nicht zu verwechseln mit vielen anderen rheinischen Mundarten, die für Außenstehende wahrscheinlich gleich klingen), ist beispielsweise stark von Napoleon beeinflußt, hat sich also erst sehr spät entwickelt.
Nunja ich bin mit der Mundart die hier gesprochen wird im Ilm Gebiet noch recht nah am Mittelhochdeutschen dran, als Grenzler wie du ist man da halt anderen Einflüssen unterworfen. Ich meinte damit auch nicht den Wandel zu bestreiten. Aber die Entwicklung ist halt aus sich selbst heraus gewesen auf den jeweiligen Bereichen in Europa die Grnezen zu anderen Sprachräumen sind da immer einer starken Verwerfung unterworfen. Gehalten hatten sich die Sprachen allerdings bis in die Neuzeit. Und die Kerngebiete sind halt abgrenzbar. Deutschland ist zugegeben etwas schwerer Abzugrenzen, weil hier wirklich eine Menge Volk drüber zog und auch blieb in den tausenden Jahren zuvor. "Un isch sachs dir doch bai uns fæld hald der abbel vom boum, wies kint von dar muddar." - Ok das hört man auch hier mittlerweile selten.
Mir ist es - ganz ehrlich gesagt - vollkommen egal wie man ein Gebiet nennt. Mir ist nur wichtig, daß dieses Gebiet aus möglichst vielen, selbständigen und souveränen Einzelgebieten besteht....nicht ganz unähnlich dem "Deutschland" vor Bismarck.
Insofern kann ich das bayerische Bestreben um Eigenständigkeit und Extrabratwurst ganz gut verstehen.
Das ist wohl ein ungelöstes Rätsel was passieren würde, würde Bayern sich losreißen. Mal davon ab ist auch nicht klar was die "Regierung" von Bayern in einem solchen Fall machen würde. Irgendwie kann ich die Leute da aber schon verstehen, die hatten ihren Umsturz schon vor der französischen Revolution - ist halt gescheitert. Dies frißt sich ins "Volksempfinden" und bereinigt sich erst bei gelingen oder köchelt halt ewiglich vor sich hin bis zur nächsten Gelegenheit.
Ich bin auch der Meinung das stark zusammenarbeitende Regionen die Zukunft prägen werden und eben nicht der Superstaat. Allein die Zukunft zeigt wo die Reise hingeht.
Aber nun wieder back to Topic, würde ich vorschlagen.