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Wissenschaftlichkeit

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(@bynaus)
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Oh doch, man kommt mit seismischen Wellen im Allgemeinen sehr weit. Natürlich schwächen sie sich, wie die Wellen im See, mit der Entfernung allmählich ab, aber sie sind so schnell (km/s), dass man damit trotzdem sehr weit kommt. So können Erdbeben ab einer bestimmten Magnitude auf dem ganzen Globus gemessen werden, ebenso Atomexplosionen. Diese seismischen Wellen kommen also sehr weit, durch den Erdkern durch und wieder zur Oberfläche.

Aber man muss auch wissen, dass es verschiedene Arten von seismischen Wellen gibt. Prinzipiell die Unterscheidung in Raumwellen und Oberflächenwellen. Die ersten breiten sich in drei Dimensionen aus, die zweiten nur entlang von Oberflächen (daher der Name 🙂 ). Diese Oberflächenwellen haben zwar auch Tiefenwirkung, aber die beschränkt sich auf wenige Kilometer. Vielleicht war es das, was du damals gesehen hast.


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 Zak
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(@zak-2)
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hallo bynaus

deine auslegung von "wissenschaftlich gebildet" finde ich witzig, weil ganz klar deine vollerde-scheuklappen den inhalt subjektiv machen.
ich moechte nicht behaupten, dass ich die objektivitaet in person bin. aber was du da abgelassen hast, laeuft bei mir unter dem motto "verbale manipulation".

ich habe keine direkte auslegung von "wissenschaftlich gebildet", da das vom fachidioten, ueber laienforscher bis zum universalgenie gehen kann. wenn die orthodoxe wissenschaft sich anhand der eigenen gesetzten vorstellungen misst und mit anderen vergleicht, dann fehlt da ganz klar die basis zum vergleichen wer nun "gebildet" ist und wer nicht.

ich sehe das so wie bei dem zitat von oben...

gruesse, zak


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Beiträge: 413
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(@bynaus)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

"verbale manipulation"

Konkret? Bitte sag mir, wo denn meine ideologischen Scheuklappen so schön durchdringen.

Wissenschaftlich gebildet bedeutet meines Erachtens, dass man verstanden hat, warum alle Indizien auf eine Vollerde hindeuten. Nicht unbedingt, dass man diese Meinung teilt, sondern dass man die Grundvoraussetzung - das Verständnis - erbracht hat, aufgrund der man dann entscheiden kann, ob man persönlich eine Vollerde für Glaubwürdig erachtet oder nicht. Dieses Verständnis ist aber schwieriger zu erlangen, als man sich vielleicht vorstellt.

Ich gebe zu, das einzige, was ich etwas unglücklich formuliert habe, ist "warum alle Indizien auf eine Vollerde hindeuten" - das wiederspricht der darauf folgenden Aussage, dass man dann aufgrund der Daten selbst entscheiden kann. Wenn ich das ganze nun so formuliere:

"Wissenschaftlich gebildet bedeutet meines Erachtens, dass man versteht, wie die Daten zu Stande kommen, die einen entscheiden lassen, ob die Erde nun eine Voll- oder Hohlkugel ist. Nicht unbedingt, dass man diese Meinung teilt, sondern dass man die Grundvoraussetzung - das Verständnis - erbracht hat, aufgrund der man dann entscheiden kann, ob man persönlich eine Vollerde für Glaubwürdig erachtet oder nicht. Dieses Verständnis ist aber schwieriger zu erlangen, als man sich vielleicht vorstellt."

Bist du dann zufrieden?

Es ist einfach, den Wissenschaftlern vorzuwerfen, sie hätten zwar Bildung, aber keinen "natürlichen Verstand". Was dabei vernachlässigt wird, ist eben, dass "natürlicher Verstand" in den Naturwissenschaften oft hilfreich sein kann, aber bei weitem nicht ausreicht. Das, wovon wir gerne glauben würden, dass es wahr ist, trifft selten zu. So sagt uns unsere Intuition, dass die Erde eine flache Scheibe ist - dies ist "natürlicher Verstand".
Die Welt ist aber komplexer, die Probleme verzwickter, als dass unser einfacher Savannenwandern-Früchtesuchen-Feuermachen-Nachkommenzeugen-Verstand geeignet wäre, sie ohne weiteres zu lösen.
Deshalb finde ich es auch so anmassend, wenn man das Gefühl hat, die Wissenschaftler seien alles Idioten, die über keinen "natürlichen Verstand" verfügten und nicht einmal die einfachsten Zusammenhänge sehen... aber das hab ich ja schon oft gesagt und noch jedes Mal wurde mir darauf Arroganz vorgeworfen - ausgerechnet.


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Beiträge: 1689
 Zak
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(@zak-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

hallo bynaus

wieso fragst du noch, wenn du es schon selber deine unglueckliche formulierung erkannt hast?
du solltest auch deine "verbesserte" formulierung nochmals durchgehen. jetzt hoert es sich noch schlimmer an :-/

auch deine auslegung, dass ich den wissenschaftlern vorwerfe sie haben keinen "natuerlichen verstand" ist ziemlich aus der luft gegriffen.
und wieso sollte mir meine intuition sagen, dass wir auf einer scheibe leben?

bei der komplexitaet der welt gebe ich dir recht. aber jeder savannen-, sumpf- und waldmensch hatte durch seine tiefere verbundenheit mit der natur und ihren unsichtbaren kraeften, sicherlich mehr verstaendnis der dinge, als wir mit unseren taschenrechnern je haben werden. vielleicht solltest du dich mal intensiv mit den geisteswissenschaften auseinander setzen, aber fernab der sterilen labore.

gruesse, zak


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Beiträge: 149
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(@der-bademeister-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

@Zak

....aber jeder savannen-, sumpf- und waldmensch hatte durch seine tiefere verbundenheit mit der natur und ihren unsichtbaren kraeften, sicherlich mehr verstaendnis der dinge, als wir mit unseren taschenrechnern je haben werden.

Also - das glaube ich nicht - wäre es so, dann gäbe es keinen Grund für Taschenrechner.
Für den ein oder anderen Indianer (-medizinmann) gilt das mit Sicherheit, aber nicht für die Masse.

Unser Job hier auf dem Planeten ist meiner Meinung nach, MIT dem Taschenrechner Verständnis zu erlangen. Einen anderen Weg gibt es auch nicht mehr - und den zurück schon gar nicht.
Wie gesagt - meine Meinung

Gruss @alle

Der Bademeister


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