engelsde war der Meinung, dass dieses Thema nicht in den Thread "Hohlkörper-Theorie" passt.
Es geht darum, dass es innerhalb einer Hohlkugel keine Schwerkraft gibt. Nun ich weiss...
1. ...dass dies nun mittlerweile bereits in zwei Threads ausführlich diskutiert wurde und...
2. ...dass es schwierig ist, sich vorzustellen, warum es in einer Hohlkugel keine Schwerkraft geben soll.
Wegen der grossen Konsequenzen für die ganze HE-Hypothese aber finde ich, sollte dieses Thema hier angesprochen werden.
Nocheinmal also in Kürze, warum es in einer Hohlkugel keine Schwerkraft gibt:
Die Anwesenheit von Masse bewirkt eine Kraft, die invers quadratisch vom Abstand abhängt (dreifacher Abstand = neunfach kleinere Kraft). Auch in einer Hohlkugel zieht die Masse der Schale an den Objekten, die sich in ihrem Inneren befinden. Allerdings kann man mathematisch mit 100%er Sicherheit zeigen, dass sich in einer kugelsymetrischen Hohlkugel die an einem Objekt wirkenden Kräfte gegenseitig aufheben. Ein Beobachter im Innern eines kleinen, fensterlosen Raumschiffs im Innern der Hohlkugel könnte also nicht unterscheiden, ob er sich in einer Hohlkugel oder im freien Raum befindet.
Dies gilt für jeden Punkt innerhalb der Hohlkugel: Also auch für die Wände. Es gibt, so paradox das klingt, keine Nettokraft zu den Wänden hin.
Eine Innere Welt, eine Zivilisation, die auf der Innenseite der Hohlkugel lebt, kann also nicht existieren. (Dass eine Hohlkugelerde auch so nicht möglich ist, steht auf einem anderen Blatt, bzw. in anderen Threads. Hier geht es nur um die Tatsache, dass die Zivilisation so nicht existieren kann) Es gäbe keine Kraft, die auf den Boden hin wirkt.
Einziger Ausweg ist hier die Zentrifugalkraft. Dadurch, dass sich die Erde dreht, wirkt eine geringe Kraft von ca. 0.01 g - viel geringer also als auf einem Asteroiden. So lange ein Körper die Drehbewegung der Schale mitmacht, wird er am Boden gehalten. Springt er auf und bremst gleichzeitig (in Bezug auf ein nicht rotierendes Koordinatensystem) ab, bleibt er in der Luft hängen...
Also: Zivilisation im Innern: Geht nicht. Sorry, aber es sieht so aus, als ob es einfach nicht möglich wäre.
moin bynaus:
also setzen wir da an, wo wir einst aufhörten....
2 Gegenfragen:
1. Ist die Erde eine kugelsymetrische Hohlkugel? Oder definitiver: Wird hier die vermutete hohle Erde als eine kugelsymetrische Hohlkugel dargestellt?
2. Wenn wir von einer solchen von dir genannten Hohlkugel ausgehen, wieso zerfällt dann nicht die Schale? Oder definitiver: Welche Kraft hält die Schale zusammen und wieso reicht diese dann nicht aus Objekte geringer Masse im Verhältnis zur Schale nicht in dieses gravitative System zu integrieren?
und jetzt nochmal ein Beispiel: Wir basteln eine Hohlkugel um unsere Galaxie..Kann eine Schalendicke von 100 Meter eine vollsymetrische Hohlkugel hinsichtlich der sich aufhebenden Kräfte erzeugen? Antwort: Nein - Die gegenüberliegende Seite wirkt unendlich gegen Null also Null und somit haben wir ein Schalenbereich der eine lokal begrenzte Gravitation ausübt..zu sich hin...
Aber ich pflichte dir bei dass bei einer vollsymetrischen Hohlkugel die Kräfte sich gegenseitig aufheben - doch mit der Einschränkung der wirkenden Masse im Verhältnis zur Entfernung....Siehe Beispiel oben....
Gruß
Alvaricus
1. Ist die Erde eine kugelsymetrische Hohlkugel? Oder definitiver: Wird hier die vermutete hohle Erde als eine kugelsymetrische Hohlkugel dargestellt?
In erster Näherung? Ja. Selbst wenn sie nicht exakt kugelsymetrisch wäre, dh, sie wäre an einer Stelle etwas dicker: Dann würde bloss die zusätzliche Masse der dicken Stelle anziehend wirken, viel zu wenig, um eine nennenswerte Beschleunigung zu erzeugen.
2. Wenn wir von einer solchen von dir genannten Hohlkugel ausgehen, wieso zerfällt dann nicht die Schale?
Warum sollte sie zerfallen? Die Materie hängt durch Kohäsion aneinander. Es gibt, von der Schale her, weder eine Kraft nach Innen noch nach aussen. Ein Stein wird auch nicht von seiner eigenen Gravitation zusammengehalten...
Die gegenüberliegende Seite wirkt unendlich gegen Null
Warum? Die gegenüberliegende Seite hat eine endliche Entfernung und eine endliche Masse - sie wirkt genau so, wie wenn die Hohlkugel viel kleiner wäre.
Oh bynaus: das was du hier beantwortest steht nicht in den Lehrbüchern... Nur Theorie, die du da von dir gibst...aber ok:
wieviel dicker wäre sie denn? Kennst du die Dicke?In erster Näherung? Ja. Selbst wenn sie nicht exakt kugelsymetrisch wäre, dh, sie wäre an einer Stelle etwas dicker: Dann würde bloss die zusätzliche Masse der dicken Stelle anziehend wirken, viel zu wenig, um eine nennenswerte Beschleunigung zu erzeugen.
Warum sollte sie zerfallen? Die Materie hängt durch Kohäsion aneinander. Es gibt, von der Schale her, weder eine Kraft nach Innen noch nach aussen. Ein Stein wird auch nicht von seiner eigenen Gravitation zusammengehalten...
Was ist mit dem Staubkorn, dass sich durch einen Impuls oberhalb der Oberfläche befindet...? Die obenliegende Schicht besteht doch nicht aus Verbundmaterial welches zwingend durch elektromagnetische Kräfte gehalten wird. Bestreitest du im übrigen, dass ein Stein nicht in der Lage ist Gravitation auszuüben? In Bezug auf die Schale darfst du diesen Effekt nicht vergessen...Da aber bei meinen Beispiel die Schale lokal einen grav. Einfluss auf ein Staubkorn ausübt - bezweifel ich dass die gegenüberliegende Seite den Ausgleich schafft. Hier scheint der Aspekt Entfernung untergegangen zu sein und für dich, weil du ja auch berücksichtigst falsch bewertet zu werden.
wieviel dicker wäre sie denn? Kennst du die Dicke?
Du verstehst mich falsch. Sagen wir, die Schale wäre im Schnitt 1000 km dick. Ausser an einer Stelle, von sagen wir, 1000 * 1000 km, da wäre sie 1100 km dick. Dann wäre man im Innern der Hohlkugel zwar prinzipiell schwerelos, allerdings würde man die Anziehungskraft des 1000 * 1000 * 100 km Quaders spüren - gerade so, wie wenn man im freien All scheben würde und derselbe Quader vorhanden wäre.
Bestreitest du im übrigen, dass ein Stein nicht in der Lage ist Gravitation auszuüben?
Kaum, wenn ich doch schrieb: "Ein Stein wird auch nicht von seiner [b]eigenen[/b] Gravitation zusammengehalten..." Natürlich hat der Stein eine Gravitation. Wie du aber schnell ausrechnen kannst, ist sie so verschwindend gering, dass sie keinen nenneswerten Beitrag zum Zusammenhalt der Materie im Stein leisten kann.
Hier scheint der Aspekt Entfernung untergegangen zu sein und für dich,
Der Faktor Entfernung ist in der Gravitationsgleichung als R berücksichtigt! Und zwar unabhängig von der Grösse von R. Auch für sehr grosse R bleibt der Wert endlich, nur für den Fall, dass R gegen unendlich läuft, läuft die Gravitationskraft gegen Null! Und auch wenn dir 100'000 Lichtjahre (für die Galaxis) als nahezu unendlich vorkommen, es ist und bleibt ein endlicher Wert, den man einsetzen kann und der dann zu einem ganz genau definierten, endlichen Wert grösser Null führt.