Moin Moin,
Außerdem soll Jupiter keine feste Oberfläche, sondern nur einen Kern mit metallischem Wasserstoff besitzen, die Zusammensetzungsbestimmung per Spektralanalyse ist UNANGREIFBAR und funktioniert perfekt, möchtest du daran zweifeln?
ja möchte ich.. und zwar ist das Wort Zusammensetzungsbestimmung FALSCH! Sagen wir besser Oberflächenbestimmung, dann kann ich dir recht geben
Gruß
Alvaricus
Hallo Alvaricus,
du meinst also, dass man mit der Spektroskopie nur die Oberfläche eines "Objekts" bestimmen kann? Das wäre mir neu! Kannst du diese These untermauern? Meines Wissens nach lässt sich mithilfe der Spektroskopie die Zusammensetzung eines "Objekts" feststellen, aber wie gesagt, mit Spektroskopie habe ich mich nie intensiver beschäftigt...
Allerdings weiß ich, dass man mit der Massenspektrometrie die genaue Zusammensetzung eine Körpers, sei es ein Klumpen Gold oder ein riesiger Gasplanet, bestimmen kann, darum werden diese Angaben wohl stimmen.
Korrigiert mich, wenn etwas falsch ist.
Gruß,
Marcel
@LinuxFan
Glauben ist nicht unbedingt etwas was im Sektor der exakten Wissenschaften etwas zu suchen haben müßte 😉
Aber jetzt mal zurück zu den Reaktionen. Die von dir propagierten Reaktionen finden in Sternen natürlich statt,
es sind aber nicht die einzigen. Es sind eventuell die mit der höchsten Reaktionsrate, aber prinzipiell finden
alle Reaktionen statt die den weiter oben angeführten Kriterien genügen.
Ich kann dir versichern, daß unglaublich viele Reaktionen in der Sonne ablaufen und nicht nur solche die
strikt geradeaus gehen sondern auch ganz verwickelte Reaktionszyklen bei denen Kerne fusionieren, dann wieder
zerfallen - und zwar nicht in die Ausgangskerne - dann fusionieren diese Zerfallsprodukte wieder usw.
Jetzt wirst du dich berechtigterweise fragen wieso man denn darauf kommt das dem so ist.
Woher weiß man was im Kern der Sonne vor sich geht wenn doch selbst Licht was weiß
ich wieviele Millionen Jahre braucht um dort rauszukommen?
Nun einerseits kann man diese Reaktionen in Beschleuniger Labors einleiten und untersuchen,
andererseits hat man ja die Quantenmechanik die sehr gute Vorhersagen machen kann und
letztendlich kann man die aus dem Sonnenkern kommenden Neutrinos untersuchen, welche
im Gegensatz zu Licht fast ungehindert die Sonne durchqueren.
Und die Grenze für exotherme Fusionsreaktionen liegt bei Massenzahl 60, da sind die
Messwerte wirklich eindeutig.
@Alle
Nun noch was zu der Jupiter Problematik.
Wie Alvaricus es treffend bemerkt hat bietet die Spektroskopie lediglich Auskünfte
über die Atmosphäre des Jupiter und höchstens noch über die Oberfläche des Kerns.
Man hat aber folgende Gründe zur Annahme, daß das Innere des Jupiters dieselbe
Zusammensetzung hat wie der Atmosphäre:
1. Der Jupiter hat ein 1.400-mal größeres Volumen als die Erde, aber eine nur 318-mal größere Masse.
Demnach entspricht seine Dichte etwa einem Viertel der Dichte der Erde. Er besteht eher aus dichten
Gasen als aus Metallen oder Gesteinen wie die Erde.
2. Der Aufprall mehrerer Bruchstücken des Kometen Shoemaker-Levy 9 im Juli 1994 auf dem
Jupiter brachte weitere Erkenntnisse: Die Einschläge erzeugten Turbulenzen in der Atmosphäre
des Planeten und erhitzten Gas in seinem Inneren, das an die Oberfläche stieg. Durch Teleskope
auf der Erde und mit Hilfe von Raumsonden konnten zahlreiche Detailaufnahmen dieser Vorgänge
gewonnen werden. Auf spektroskopischem Wege analysierte man die Gase, um genauere
Aufschlüsse über die Beschaffenheit der Atmosphäre und des Inneren zu erhalten.
Kraft dieser zwei Argumente ist man gezwungen den Jupiter als einen Gasriesen zu bezeichnen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
@ Nabla
Dann scheine ich ja was verpasst zu haben, ich glaube dir aber jetzt.... 😉 Allerdings zweifelte ich nicht daran, dass Elemente im Bereich von 60 u entstehen, sondern daran, dass es noch höher als Eisen geht, wann wurde das eigentlich herausgefunden? Ich habe in einem meiner Bücher ganz klar nachgelesen, dass Eisen das schwerste Element ist, dass in der Sonne durch Kernfusion (stabil) erzeugt wird, es kann ja sein, dass ein radioaktives Element entsteht, dass durch Beta-Zerfall in der "Rangordnung" höher steigt, oder korrekter ausgedrückt, seine Ordnungs- bzw. Kernladungszahl um 1 erhöht, ist es so?
Wegen Jupi sind wir uns nun aber alle einig, oder?
Gruß,
Marcel
@marcel:
logisch ist das sogar. Wende die Spektroskopie doch einfach auf die Erde an. Wenn Du mir darüber Rückschlüsse auf das Erdinnere geben kannst, dann bin ich mal gespannt.du meinst also, dass man mit der Spektroskopie nur die Oberfläche eines "Objekts" bestimmen kann? Das wäre mir neu!
gruß
Alvaricus