[b]Der Grottenolm[/b]
Der Grottomolm lebt dauerhaft in Höhlen im ehemaligen Jugoslawiens.
Er hat eine Länge von bis zu 30cm und ist blind.
Da es entwicklungsgeschichtlich gesehen Amphibien gab die,
die Größe von Krokodilen erreicht haben, könnten ihre,
möglicherweise existenten, großen Verwandten eine Nahrungsquelle
für mögliche menschliche Höhlenbewohner darstellen.
Oder/und umgekehrt. ;D
Aus den Höhlen geschwemmte Grottenolme wurden früher für
Drachenjunge gehalten.
Und wenn man sich ihn so ansieht dann hat er schon was
von einen Lindwurm.
Bilder vom Grottenolm: [url] http://argekh.de/662.1.html [/url]
Was Wikipedia zum Grottenolm sagt:[url] http://de.wikipedia.org/wiki/Grottenolm [/url]
Der Grottenolm lebt ständig im Dunkeln. Seine Augen sind völlig unter der undurchsichtigen Körperhaut verborgen. Unter Einwirkung von Licht färbt sich der Grottenolm dunkel. Bei einer Wassertemperatur von maximal 10°C läßt sich der Grottenolm auch in Gefangenschaft halten.Grottenolme haben eine sehr ökonomische Lebensweise, die dazu führt, dass sie jahrelang ohne Nahrungsaufnahme überleben können. Forscher haben Exemplare beobachtet, die bis zu 12 Jahre lang nichts gefressen haben.
Ich muss noch eine Anmerkung zum Anfang des Thread machen, da sagte ich:
Denn die Höhlen von denen ich rede wären aus statischen und thermischen Gründen nicht tiefer als wenige kilometer (2-3)
Eher wohl maximal 2 Kilometer. Da wären schon über 50°C (eher 60-70).
Auch wenn die oberen Stockwerke der Höhlen als Kühlung dienen würden
(kühleres Wasser fliest hinunter, Wasserdampf steigt auf) wäre das
realistischer. Wie ist eure Meinung dazu.
Hallo,
diese Höhle wurde doch Anfang der 90er untersucht, sofern ich mich noch entsinne. Danach wurde sie verschlossen, wegen "unerwünschten Besuchern". :-/
Ebenfalls wurde berichtet, das die gefundenen Wirbellosen über ein sehr toxisches Gift verfügen, doch leider war das Thema so schnell vom Tisch, wie es augekommen war.
Zwecks den Wirbellosen, die auf den Bildern zusehen sind, so gibt es Funde in Bernstein, die Bestätigen, das diese Arten seit mehr als 350 Millionen Jahren fast unverändert existieren. Man findet sie in allen Regionen der Welt, in extremen Höhen etc.. Erstaunlich ist es, wie sich solche Lebewesen ernähren, bei dieser Kombination müssten die weisen Asseln die Verlierer sein ;D. Aber dieses biologische Gleichgewicht ist fantastisch!!!
Skolopender, (Geisel-?)Skorpion Schnurrfüssler, Asseln und Spinne (Glattbauchspinne?), alles Überlebenskünstler, was mich aber interessieren würde ist, was der Schnurrfüssler frisst, normalerweise ist er Vegetarier?
Asseln müssten das Futter von Spinne, (Geisel-) Skorpion und Skolopender sein, das was übrig bleibt (ausser Chitin) ist Nahrung für die Asseln, Perfekt!
Diese Tiere dürften auch keine Augen besitzen. Das mit dem Sauerstoffgehalt in der Luft dürfte auch kein Problem sein, da diese Tiere über Fächerlungen verfügen und den Sauerstoff speichern können.
Grössere Spinnen können mehrere Stunden unter Wasser bleiben ohne einen Schaden zu nehmen, selbst in 60%igem Alkohol haben sie 4-5 Std. überlebt, hört sich hart an, wird aber gemacht.
Ich würde mich über mehr Info zu dieser Höhle freuen.
MfG,
Habanero
Hallo Habanero,
ich nehm mal an du meinst die Movile Höhle,
hab ja von zwei Höhlen berichtet. ;D
Gefunden wurde die Höhle zufällig 1986 und dann auch schon untersucht.
While excavating for a major construction project in 1986, engineers happened to find a cave in which extraordinary conditions prevail.Named the Movile cave, it is the site of a hitherto unknown groundwater ecosystem that is rich in hydrogen sulfide (8-12 mg/l) and in contact with an atmosphere poor in oxygen (7- 10%), rich in carbon dioxide (2-3.5%), and also containing significant amounts of methane (1-2%). Its exploration began in 1990.
In dem Zitat standen, auch mit, etwas genauere Zahlen zur Zusammensetzung der Höhlenatmosphäre.
Es besteht schon die Möglichkeit in die Höhle zu gehen, allerdings sollte man schon Forscher sein.
Grundsätzlich finde ich es gut das man darauf achtet das das Ökosystem geschont wird
und nicht zusehr kontaminiert wird.
Conservation measuresaccess into the cave is permitted only for research purposes with the permission of the custodians
trips into the cave are limited at two hours, twice a month while no more than 3 people can enter at the same time
clean footwear and coveralls have to be worn to avoid contamination of the cave
two gates and an airtight lid are protecting the cave from unauthorized access and influences from the outside (gas exchange, temperature fluctuations and species immigration)
Zitat von dir:
Das mit dem Sauerstoffgehalt in der Luft dürfte auch kein Problem sein, da diese Tiere über Fächerlungen verfügen und den Sauerstoff speichern können.
Ich meinte das auch eher für mögliche "Höhlenmenschen" ;D .
Wie ist deine Meinung dazu?
Ich weiss nur das Fledermäuse in der Cueva de la Luz zB. gut klarkommen.
Menschen sollten aber Gasmasken benutzten (laut Instruktion)
Gruss fluchtiger Besucher
Hallo,
weil ich gestern in Eile war , hatte ich nur flüchtig geantwortet und einiges unbeantwortet gelassen, heute also der Nachtrag.
46 Arten von Wirbellosen Tieren leben in der Höhle, 30 sind endemisch kommen also nur in dieser Höhle vor.
When Earth's climate changed 5.5 million years ago, the area went from being tropical to temperate. The only animals that survived were those living in warm caves underground.Movile Cave, is one of Earth's most unusual ecosystems, populated with invertebrates that have adapted -- through a process called troglomorphy -- to their underground prison. They have done this by:
Losing pigmentation
Learning to navigate blind
Surviving on bacteria and fungi that derive energy from the sulfide hot springs beneath the cave.The predatory leeches, rare water scorpions, and other inhabitants of Movile Cave are similar to species found in deep sea vent communities. They depend on chemoautotrophic organisms (users of chemical energy) instead of the more usual photoautotrophic organisms (users of photosynthetic energy).
Einige der Tiere sind also noch tropischen Ursprungs.
Auch wenn sie wie im Zitat steht alle blind in der Höhle klarkommen müssen,
weil es ja kein Licht gibt, haben doch einige ihre Augen im Gegensatz zB. zum Grottenolm behalten.
Genaue Angaben über die Nahrungskette hab ich allerdings noch nicht gefunden.
Es heisst immer sie basiert auf Bakterien und Pilzen wie sie jedoch genau verzweigt ist nicht gesagt.
Ich nehm mal an, das all das noch Forschungsgegenstand ist.
Selbst bei der Cueva de la Luz, die ja schon seit Jahrhunderten bekannt ist, ist die Nahrungskette noch nicht 100% geklärt.
Die Erforschung der Movile Höhle wurde ja erst in den 90ern begonnen.
was der Schnurrfüssler frisst, normalerweise ist er Vegetarier?
Könnte sein das er das auch in der Höhle ist, nur das es halt dort anstelle Pflanzen
die Bakterienmatten sind die aus Bakterien und Pilzen bestehen. Sind zwar etwas sauer,
aber wie du sagst, sind die kleinen Tierchen allesammt recht robust. Und selbst in unseren
Magen ist ja Salzsäure. ;D
die Bakterienmatten:
Eins steht fest die Movile Höhle ist zu klein das darin Menschen leben könnten. Selbst einer
würde verhungern (auch wenn er Spinnen, Asseln isst). Ein paar Grottenolme würden vielleicht
gerade noch so durchkommen.
Die grossen Höhlen in denen Menschen leben könnten / leben müssten anders beschaffen sein.
In ihren unteren Stockwerken müsste es Quellen geben nach Art der [b]Black Smoker[/b].
[url] http://de.wikipedia.org/wiki/Black_Smoker [/url]
In deren Umgebung erreicht die Dichte an Muscheln, Bartwürmern, Krustentieren, Fischen einige Kilogramm pro Quadratmeter. Also einige Tonnen pro Black Smoker.
Wenn die Höhlen günstig strukturiert und ausreichend groß sind
könnten sie einige Hundert bis einige Tausend Menschen ernähren.
Wie gesagt wenn. Hat jemand dazu eine Meinung?
Gruss fluchtiger Besucher
Hi flüchtiger Besucher !
Du fragtest mich in einem anderen Thread nach den statischen und thermischen Grenzen einer Höhle.
Also wie du selbst schon geschrieben hast, wird es im Erdinneren recht schnell warm (im Durchschnitt ca. 30 Grad pro Kilometer Tiefe).
Dass heisst also ab 2 km Tiefe wird es schwer für Lebewesen sich dauerhaft anzusiedeln wenn man mal von gewissen Bakterien absieht.
Was die Statik angeht wird die Sache schon schwieriger denn hier spielen viele Faktoren eine Rolle.
Als erstes natürlich die Gesteinsart. Die meisten Höhlen gibt es in Kalksteinen da dieser vergleichsweise leicht von Wasser ausgehölt werden kann, er ist allerdings nicht allzu stabil.
Das gleiche gilt für einen Sandstein, der besteht zwar aus wasserunlöslichem Quarz doch sind die meisten Sandsteine recht leicht abzutragen (ausser Sandsteine mit kieseliger Matrix).
Eine wirklich stabil Höhle sollte man also in einem festem Gestein suchen z.B. in einem Gestein magmatischen Ursprungs.
Ein weiteres Problem sind die Klüfte im Gestein, die durch tektonische Beanspruchung entstehen.
Desto mehr Klüfte man hat und desto unterschiedlicher die Ausrichtung dieser Klüfte, desto schlechter ist ein Gestein für große Höhlen geeignet.
Du hast sicherlich schon erkannt das es schwer ist Dir im Bezug auf die Statik eine absolute Antwort zu geben. Fakt ist spätestens dort wo die teilaufgeschmolzene Asthenosphäre beginnt (also tiefstenfalls 70 km) gibt es garantiert keine Höhlen mehr.
Prinzipiell aber halte ich Höhlen die mehrere Kilometer groß sind für unmöglich da die Klüftung,die es praktisch in jedem Gestein gibt, dann schnell zu einem Einsturz führen würde.
Zum Thema Black Smoker in Höhlen möchte ich noch anmerken das Black Smoker mehrere hundert Grad heißes Wasser verströmen, wozu man erstens ein weitläufiges Netz vulkanischer Aktivität braucht und zweitens braucht man hohen Umgebungsdruck (wie in der Tiefsee) da das Wasser ja sonst kochen würde und drittens braucht man freilich Wasser das durch Spalten im Gestein dringt und von den Magmaflüssen und Kammern erhitzt wird.
mfg J



