Ich suche schon seit längeren im Netz zum Thema dauerhaft bewohnbare Höhlenwelten.
Bewohnbar im Sinne von für Menschen besiedelbar ( oder gar besiedelt? ). Leider handeln die meisten Seiten die man im Netz findet aber eher von der Hohlwelthypothese oder von Höhlenwohnungen im weitesten Sinne.
Ich suche aber eher Höhlen wie die Movile Höhle oder die Cueva de la Luz nur halt etwas größer und tiefer.
Zur eigentlichen Hohlwelthypothese gehört das nur am Rande. Denn die Höhlen von denen ich rede wären aus statischen und thermischen Gründen nicht tiefer als wenige kilometer (2-3) und die einzelnen höhlen wären nicht sehr gross (selten über 100m breit/hoch). Dadurch das es viele wären und sie ausserdem übereinander liegen, würden sie zusammen eine großeFläche/Volumen bilden.
Es handelt sich also nicht um die Hohlwelt ausser man betrachtet die mythologischen Grundlagen der Hohlwelthypothese, da ist ja häufig von mehreren übereinanderliegenden Unterwelten die Rede.
Die bewohnbaren Höhlenlabyrinthe die ich meine wären dann die oberste dieser "Unterweltschichten".
Ich hab diesen Thread eröffnet um mehr zu erfahren zum Thema. Antwortet bitte wenn ihr was wisst oder eine Seite oder ein Forum kennt die sich damit befassen. Wenn ihr wollt kann ich auch ein paar Links geben.
Aber bitte lasst uns hier keinen Glaubenskrieg ausfechten ob es eine Hohlwelt gibt oder nicht!
Das findet schon in den anderen Threads statt und interessiert mich nicht!
In der Cueva de la Luz gibt es ein Ökosystem das auf Chemosynthese beruht.
[url] http://www.i-pi.com/~diana/slime/villaluz/ [/url]
ein paar Bilder von dieser Seite:
rote Bakterienansamlungen
grüner Schleim
Durch Bakterien die Säure produzieren gebildete Stalaktiten.
Es gibt kleine rosa Fische die sogar einmal im Jahr als Nahrung für ein
Indio-Dorf ( Zoque Mayas ) dienen. Sie werden im Rahmen eines Rituals gefischt.
Diese Fische sind Teil des Ökosystems, Teil einer Chemosynthese-Nahrungskette.
Das ist das bisher einzigste Mal das ich davon gehört habe das Menschen
Teil einer Chemosynthese-Nahrungskette sind (sonst ist immer Sonnenlicht der Ursprung).
[url] http://www.revista.unam.mx/vol.3/num4/sabias/biodiver.html [/url]
[edit]zak: auf wunsch von fluchtigerbesucher bilder in links umgewandelt[/edit]
Hallo!
Deine Informationen sind durchaus interessant! 🙂
Über Höhlen und Höhlensysteme wüßte ich auch gern mehr. Was ich mich immer frage ist; es gibt so viele Landkarten und Arten von Landkarten. Wenn überhaupt mal Höhlen eingezeichnet sind, dann sind es jene, die für den Massentourismus bestimmt sind.
Kennst du vielleicht gute Literatur über Höhlen?
Gruß Uranus32!
Freut mich Uranus32 das sich nochjemand für das Thema interessiert!
Ein Buch das sich direkt mit dem Thema beschäftigt gibt es noch nicht. Vieleicht wäre es sinnvoll mal eins zu schreiben oder wenigstens eine Webseite zum Thema anzulegen.
Höhlen wie ich sie meine kommen in den meisten Büchern als Randbemerkungen vor.
Empfehlen kann ich dir also nur Bücher über Höhlen allgemein, Tiefseebiotope (und andere die auf Chemosynthese basieren), und Bücher die sich mit komplexeren Modellen zur Hohlwelthypothese beschäftigen (mythologische Grundlagen).
Heute [b]Nacht[/b] poste ich mal was zum Thema
[b]Beleuchtung[/b].
Die Höhlen um die es mir geht müssten nicht zwangsläufig vollkommen dunkel sein.
Viele Höhlen die ein auf Chemosynthese basierendes Ökosystem besitzen haben Matten die aus Bakterien und Pilzkolonien bestehen. Einige Bakterien und Pilze neigen zur Biolumineszenz.
Pilze: [url] http://www.mykonet.ch/Leuchtpilze.htm [/url]
[url]
[/url]
Bakterien: [url] http://www.ngzh.ch/Neuj1919.html [/url]
[b]Zitat:[/b]
Prof. Dr. M. Düggeli war Direktor des ETH-Instituts für Gärungsbiologie (nachmals Mikrobiologie). Der Ritomsee wurde in dieser Zeit in die Dienste der Eisenbahn gestellt. Es wird kolportiert, dass erst seither Silberbesteck im Bedretto auch anlaufe (ein sehr empfindlicher Nachweis für Schwefelwasserstoff). Es existiert auch eine Arbeit von M. Düggeli über Leuchtbakterien im Rotsee. Diese führte er auf das Waschen von Meeresfischen in den umliegenden Hotelküchen zurück.
Wobei das Zitat aus dem Jahre 1919 stammt. Wenn damals schon bekannt war das ein Alpensee
durch Chemosynthese leuchtet, dann könnte das auch ein Höhlenhabitat tuen.
Gruss fluchtigerBesucher!
[edit]zak: auf wunsch von fluchtigerbesucher bilder in links umgewandelt[/edit]
[b]Movile Höhle[/b]
Die Movile Höhle ist eine Höhle in Rumänien. Seit dem Ende der letzten Eiszeit sind Teile der Höhle , durch den gestiegenen Meerespiegel, von der Aussenwelt abgeschnitten. Im Gegensatz zur Cueva de la Luz kommt es also auch zu keinen Luftaustausch mit der Oberfläche. Für die letzten 50 Jahre ist das sogar bewiesen, denn in der Höhle wurden keine radioaktiven Isotope gefunden wie sie nach Atomtests frei werden.
Diese sind künstlich erzeugt und kommen in der Natur so nicht vor. Auch ist die Zusammensetzung der Atmosphäre in den Höhlenteilen anders: 9% Sauerstoff 1% Kohlendioxid und soviel SH2 das man besser eine Gasmaske dabei hat.
Die Höhle hat ein auf Chemosynthese basierendes Ökosystem. Das Wasser und die Wände sind von Bakterienmatten bedeckt. Einige Arten der Tiere kommen nur in dieser Höhle vor, sonst nirgendwo.
Diese Höhle hat sogar als Vorlage für den Film "The Cave" (2005) gedient, der ist aber nicht so toll.
Movile Höhle Seite:
[url] http://www.geocities.com/rainforest/vines/5771/ [/url]
Höhlenbewohner:
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Bakterienmatten in der Movile Höhle:
[url] http://www.geo.utexas.edu/chemhydro/LowerKane/microhabitats.htm [/url]
Rumänische Seite zur Movile Höhle:
[url] http://www.lefo.ro/iwlearn/alb_movile.html [/url]
[edit]zak: auf wunsch von fluchtigerbesucher bilder in links umgewandelt[/edit]







