Hallo
beim meiner tägliche Suche im Netz bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen:
[url] http://www.final-frontier.ch/index.php?content=Mit_Burkhard_Heim_zu_den_Sternen? [/url]
Die Idee des Antriebes kommt mir doch glatt bekannt vor 😉
MFG
...der Link zum Paper ist schon weg, dass ging ja schnell.... :-X
Naja, was soll man dazu sagen. Die Energie für den Antrieb kommt natürlich aus dem Nichts, wie praktisch. Was sollen wir dann überhaupt noch auf dem Mars muss man sich doch fragen, können wir den nicht gleich hierher holen so dass alle was davon haben. Und überhaupt, bevor man darüber nachdenkt wie man etwas anstellt sollte man doch geklärt haben warum man es macht und welche Konsequenzen das mit sich bringt.
Zum Mars in 2,5h, was auch immer der Besucher dort will, er dürfte nach einer Beschleunigung von schlappen (55,4 * 10^9) m / (1,25 * 3600s)^2 = [b]13679 m/s^2[/b] oder rund [b]1800 G[/b] kaum noch Freude daran haben. Ich glaube Spitzenpiloten geht bei 10 G das Licht aus. Auch bei Kampfjägern ist es der Faktor Mensch und nicht die Maschine der das Limit setzt.
War ja auch nur eine "kleine Modifizierung" des Antriebes von vorher 384392 * 10^3 m / (2*3600s)^2 = 7,4 m/s^2.
Und Flüge mit relativistischen Geschwindigkeiten birgen noch so einige unangenehme Überraschungen (für denjenigen der nicht zuendedenkt) in sich. Lesch hat mal eine ganze Sendung darüber nachgedacht: http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=050105.rm
Auch ansonsten sehenswert: http://www.br-online.de/alpha/centauri/archiv.shtml
Na gut, der Artikel ist ziemlich spekulativ, er beschreibt aber nicht sehr viel mehr, als die Idee von Teslas neuartigem Fluggerät aus der Zeit von 1900.
Eine kleine Frage stellt sich da schon noch, wenn das lokale Magnetfeld laut Artikel rund 20 Tesla sein soll, der aktuelle Rekord ( http://www.lbl.gov/Science-Articles/Archive/14-tesla-magnet.html) dürfte bei so rund 15 Tesla mit einer stationären Anlage liegen, wie kommt es dann zu einem Magnetfeld dieser Größe in einem Fahrzeug?
Die Anlage für den Rekordversuch selbst hat rund 20 m/t gewogen und war an eine konventionelle Stromversorgung angeschlossen..
Sind die Energieversorgung und die Kühlanlage für die supraleitfähigen Magnete da schon im Gewicht des Fahrzeuges enthalten?
Oder scheitert der Nachweis für die Funktionsfähigkeit des Konzepts vorerst schon an den aktuell bestehenden Einrichtungen für die Erzeugung eines entsprechend starken Magnetfeldes?
Und wie schwer sind die Strukturen, die dann einem solchen Magnetfeld widerstehen?
Das beschriebene Fahrzeug soll rund 150 m/t schwer sein.
Da sind dann noch die Abschirmung vor diversen Strahlungen, das Lebenserhaltungssystem, die chemischen Manöverantriebe, Notfallsysteme, der Lebensbereich der Mannschaft und die Vorräte unterzubringen.
Und dann kann ich erst die Mannschaft, noch ohne Ausrüstung, irgendwohin bringen.
Nur so zum Vergleich, der Buran, den ich wenigstens ein wenig kenne, hat ein ein Eigengewicht von rund 42 m/t (das ist ohne Antriebssysteme, die sind nicht an Board!) und hat eine zusätzliche Payload von rund 30 m/t.
Der hat aber kein Kraftwerk und keinen mehrere Tonnen schweren Magneten und auch keine Kühlsysteme für die Supraleitfähigen Bauteile an Board.