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Eine abenteuerliche These

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(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Ja, interessanterweise gibt es zahlreiche solcher und ähnlicher Parasiten.

Eine Wurmart befällt einen Fisch, der daraufhin seinen hellen Bauch gen Wasseroberfläche richtet, damit er von Vögeln gefressen wird, in denen sich der Wurm vermehrt.

Eine andere Wurmart befällt Schnecken, siedelt sich in deren Fühlern an und läßt diese anschwellen und pulsieren. Der parasit zwingt der Schnecke ein artfremdes,selbstschädigendes Verhalten auf, um - ebenfalls von Vögeln, gefressen zu werden.

Toxoblasmen befallen Mäuse, die daraufhin keine Scheu mehr vor Katzen haben. Ein absolut atypisches, selbstschädigendes Verhalten, das darauf abzielt, daß die Maus von einer Katze gefressen wird, denn Toxoblasmen vermehren sich im Katzenkörper.

Noch interessanter aber ist die Tatsache, daß winzige, einzellige Organismen, die - jedes für sich - ziellos durch die Gegend treiben und weder Gehirn noch Bewußtsein besitzen, sich unter bestimmten Bedingungen zu einem größeren Organismus zusammenschließen, der weitaus mehr kann, als die einzelnen Organismen selbst (z.B. aktiv jagen und fressen) und der ab einer gewissen Größe bzw. menge an einzelnen Organismen sogar eine Art Bewußtsein zu entwickeln scheint.

Die Doku, die ich in einem früheren Postings dieses Threads erwähnt hatte, hier übrigens: "Gallileo Spezial: Tod aus der Tiefe". Ich habe die Doku inzwischen auf einem Rapidshare-Server gefunden und bin dabei, sie herunterzuladen. Dort ging es u.a. um eine Bakterienart, die unter bestimmten Bedingungen zu leuchten beginnt. Allerdings - so behauptet die Doku unter Bezugnahme auf diverse Quellen - geschieht dies erst nach demokratischer Abstimmung durch Austausch von Botenstoffen.

Wir dürfen nicht vergessen, daß auch wir letztendlich nichts weiter als eine Ansammlung von Zellen sind. Nur haben diese Zellen bei uns eindeutige Aufgaben. Die einen sind Hautzellen, andere Muskelzellen, wieder andere Nervenzellen. Im Großen und Ganzen sind es aber alles eben nur Zellen, Einzeller wenn man so will. Diese Festlegung macht uns auch verwundbar und sterblich, denn ein Verlust einer bestimmten Zellart kann nicht durch andere Zellen ersetzt werden. (Der Grund für die Stammzellenforschung).

Auch bei Staatenquallen übernimmt jede Qualle eine eindeutige Aufgabe. Eine frißt, eine andere verdaut etc. Dennoch bestehen Staatenquallen letztendlich aus nichts weiter, als vielen identischen, primitiven Quallen.

Früher glaubte man, das Bewußtsein läge im Herzen. Heute geht man davon aus, daß es sich im Gehrin befinden würde. Ich würde mich nicht sehr wundern wenn man in 100 Jahren davon ausgeht, daß sich das Bewußtsein in all unseren Zellen befindet bzw. durch die Gesamtheit der Zellen entsteht.


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Beiträge: 1326
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(@bergamr)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

Auf die Schnelle hier ne Quelle:  ;D

[url] http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,611415,00.html [/url]
[url] http://www.rhombos.de/shop/a/show/story/?1279 [/url] mit weiteren Links ganz unten
[url] http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/gesundheit/art300,2173658 [/url]

Die Vorstellung ist ja der Hammer, dann wären wir ja alle quasi fremdgesteuert. Oder unser eigentliches Bewußtsein wär ein clevereres Bürschlein, weil's von außen kommt.

Noch interessanter aber ist die Tatsache, daß winzige, einzellige Organismen, die - jedes für sich - ziellos durch die Gegend treiben und weder Gehirn noch Bewußtsein besitzen, sich unter bestimmten Bedingungen zu einem größeren Organismus zusammenschließen, der weitaus mehr kann, als die einzelnen Organismen selbst (z.B. aktiv jagen und fressen) und der ab einer gewissen Größe bzw. menge an einzelnen Organismen sogar eine Art Bewußtsein zu entwickeln scheint.

Hierzu sehr interessant: Frank Schätzing - Der Schwarm
Ist zwar ein Roman, aber die in dem Buch vorgestellten Thesen über eine uns unbekannte Intelligenz in den Tiefen des Meeres, die sich eben so wie beschrieben schwarmartig zusammenfindet und dadurch Bewußtsein und Intelligenz bildet, ist sehr sehr interessant.

Interessant in dieser Richtung sind auch die Gedanken einiger Theologen und Philosophen (Chardin, Roy, Wernadski), die eine Weiterentwicklung des menschlichen Bewußtseins voraussagen, und zwar dergestalt, daß sich die aus lauter einzelnen Menschen  bestehende Biosphäre durch eine geistig-seelische Transformation zu einer Noosphäre verändert, in der der quasi vernetzte menschliche Geist aller Erdenbewohner zusammenwirkt. Auch Blavatsky und Steiner haben eine ähnliche Aussage gemacht, siehe Akasha-Chronik.

Gruß
Bergamr


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(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Ich habe Schätzings Schwarm vor Jahren gelesen.
Was er schreibt deckt sich aber nur zum Teil mit dem was ich meine. Seine Yrr sind zwar eine, aus unzähligen Mikroorganismen bestehende Kollektiv-Lebensform inklusive Bewußtsein, doch sie steuern nicht den Menschen...zumindest nicht unmittelbar.

Oder unser eigentliches Bewußtsein wär ein clevereres Bürschlein, weil's von außen kommt.

Carl Gustav Jung, ein Schüler Freuds, vertrat eine zeitlang die These eines menschlichen Kollektiv-Unterbewußtsein. Das heißt, er glaubte, daß wir den unbewußten Teil unseres "Betreibssystems" sozusagen "auslagern" und daß unter bestimmten Umständen auch andere Menschen darauf Zugriff haben könnten.

Interessant ist das alles vor allen Dingen im Kontext mit den Aussagen eines gewissen Fred Hoyle, einem Astronom uns Mathematiker, der einige, in der "Wissenschaft" umstrittene Thesen aufgestellt hat.

U.a. sah er die sog. Panspermie ( http://de.wikipedia.org/wiki/Panspermie) als Ursache für das Leben und die Evolution an. Einigen seiner Aussagen zufolge existiert ein Großteil des intelligenten Lebens im Universum aus interstellaren Wolken, bestehend aus so primitiven Organismen, daß diese problemlos die lebensfeindliche Umgebung überstehen können.
Er glaubte, daß die Erde immer wieder solchen Wolken ausgesetzt sei und sich diese Organismen dann über unsere gesamte Welt ausbreiten.

Man kann sich hier - zumindest in Bezug auf die Evolution - einer Logik kaum entziehen. Denn was treibt die Evolution an? Warum der stete Drang zur Verbesserung? Reicht es nicht wenn sich alle Lebensformen auf der Erde einmal eingerichtet und sich für das hiesige Leben optimiert haben? Müßten dann nicht die Evolution stoppen weil sie keinen Sinn mehr machen würde?
Hoyles war davon überzeugt, daß Mikroorganismen aus dem All für eine ständig neue Herausforderung sorgen, der sich das Leben auf unserem Planeten fortwährend anpassen muß.

Was, wenn mit einer solchen "Wolke" einst ein Mikroorganismus auf die Erde gelangte, sich hier ausbreitete, sich zu einem Kollektiv zusammenschloß, ein Bewußtsein entwickelte und fortan - insbesondere das menschliche - Leben auf der Erde kontroilliert?

Wir hätten es dann durchaus mit außerirdischen "Göttern" zu tun, die jedoch nicht von einem Planeten Nibiru mit Raumschiffen zur Erde kamen, sondern so, wie sich wahrscheinlich außerirdisches Leben am ehesten verbreitet: Als primitive, einzellige und unglaublich robuste Lebensform, die sich jeder Bedingung auf dem Wirtsplaneten anpassen kann.


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Beiträge: 1308
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(@highjump)
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Beigetreten: Vor 22 Jahren

Man kann sich hier - zumindest in Bezug auf die Evolution - einer Logik kaum entziehen. Denn was treibt die Evolution an? Warum der stete Drang zur Verbesserung? Reicht es nicht wenn sich alle Lebensformen auf der Erde einmal eingerichtet und sich für das hiesige Leben optimiert haben? Müßten dann nicht die Evolution stoppen weil sie keinen Sinn mehr machen würde?

Die Evolution treibt hauptsächlich Selektionsdruck an, es gibt jedoch keinen Drang zu Verbesserung, sondern die Lebensformen werden angepasst, zumindest solange wie es Selektionsdruck gibt. Die Bedingungen ändert sich halt oft und so bleibt der Druck bestehen, ist die Umwelt konstant und bedeutet eine Veränderung(Mutation) des Organismus keinen Selektionsvorteil, dann bleibt alles wie es ist. Kann man am Quatenflosser erkennen.


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Admin
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(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Die Evolution treibt hauptsächlich Selektionsdruck an

Nein, aus meiner Sicht ist der Selektionsdruck ein Werkzeug und somit eine Folge der Evolution, nicht deren Ursache. Das ist logisch, denn die Anpassung an die Umwelt geschieht über die Selektion (der Angepaßteste überlebt und pflanzt sich fort).

Bleibt die Frage nach dem Warum. Wenn alle Lebensformen an die Erde und aufeinander angepaßt sind, macht Evolution schlicht und ergreifend keinen Sinn. Sie wäre vergeudete Energie. Die Polulationen würden zurückgehen. Es gäbe nur noch so viele Geburten wie Todesfälle.

Letztendlich könnte sich das Leben auch bis ins Unendlich verlängern, denn der Tod ist am Ende nur eine Notwendigkeit der Evolution.


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