Hieraus kann man auch ganz leicht ersehen warum man die Evolution nicht mathematisch beweisen oder widerlegen kann.
Die Mathematik gehört nämlich nicht zu den empirischen Wissenschaften, daher kann man allein durch sie auch keine empirischen Beweise erbringen.
Entschuldige mal, einen größeren wahrhaftigen Blödsinn habe ich wirklich noch niemals gelesen. Mathematik gerade als nichtempirische Wissenschaft baut alleinig auf Logik auf.
Ohne Logik ist Wissenschaft nicht möglich. Ich gebe dir Recht, daß die ET vollkommen logikbefreit ist (genauso wie die RT). Das bedeutet aber noch lange nicht, daß sie deshalb nicht logisch widerlegt werden kann. Und dazu gehört eben auch die Mathematik.
Mit Personen, welche die Logik/Mathematik als unzulässiges Werkzeug in der Wissenschaft deklarieren, ist es wohl völlig sinnlos, auch nur ein weiteres Wort zu diskutieren. Sie sind religiöse Dogmatiker und haben von Wissenschaft keine blasse Ahnung.
Ich sage nicht das Mathematik nicht wichtig oder unlogisch wäre, ich sage nur, dass man mit ihrer Hilfe keine empirisch erlangte Theorie widerlegen kann.
Wie auch soll man empirisch (also durch Beobachtung) erlangtes Wissen durch Formeln widerlegen ?
Völlig egal was man ausrechnet, die Beobachtung im Feld (Als Beispiel für Empirie) steht immer über der Rechnung.
Nicht umsonst ist die Mathematik eine, wenn auch sehr wichtige, Hilfswissenschaft.
Gruß
Ich sage nicht das Mathematik nicht wichtig oder unlogisch wäre, ich sage nur, dass man mit ihrer Hilfe keine empirisch erlangte Theorie widerlegen kann.
Das Problem bei der ET ist eben nur, daß sie [b]vollkommen [/b]beweislos dasteht. Es gibt eben [b]keine[/b] empirisch gefundene Sachverhalte.
Wie auch soll man empirisch (also durch Beobachtung) erlangtes Wissen durch Formeln widerlegen ?
Es gibt eben keine "Beobachtungen". Es gibt nur Haeckels u.a., welche angeblich beobachtet haben wollen. Ihre Beobachtungen sind aber beliebig [b]interpretierbar[/b] und haben daher nur religiösen Wert.
Völlig egal was man ausrechnet, die Beobachtung im Feld (Als Beispiel für Empirie) steht immer über der Rechnung.
Korrekt. Wenn es entsprechende Beobachtungen gibt.
Nicht umsonst ist die Mathematik eine, wenn auch sehr wichtige, Hilfswissenschaft.
Auch richtig. Mathematik beschäftigt sich zunächst nur mit Zahlenlogik ohne jeglichen Bedeutungsinhalt für die Realität. Wenn die Realität mit der Mathematik beschrieben werden soll, kommen zu den Zahlen die Bedeutungen noch hinzu (Einheiten). Wenn die Gleichungen auch einheitenmäßig korrekt sind, befindet man sich im Bereich der Naturkräfte und Felder und kann diese Sachverhalte mit der Mathematik beschreiben. Das nennt sich dann Physik, Chemie usw.
Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen sind ebenfalls Inhalte der Mathematik, welche noch weiter mit den physikalischen Gegebenheiten kombiniert werden können. Das Ergebnis zeigt, daß Evolution ungeplant nicht möglich ist. Genauso wenig wie das zufällige Entstehen einer beliebigen funktionierenden Maschine ohne Intelligenz.
Folgende Beweise für die Evolution gibt es (nach Theobald 2004):
1. Alle Organismen zeigen fundamentale Gemeinsamkeiten bei Fortpflanzung, Vererbung, Katalyse und Metabolismus.
2. Die Evolution sagt einen "Baum des Lebens" ("common descent") voraus in den sich alle Organismen einordnen lassen. Eine solche Hierarchie ist bekannt.
3. Dieser Baum des Lebens sieht, bis auf Detailfragen, immer gleich aus, egal ob man die Arten nach morphologischen, biochemischen oder genetischen Eigenschaften einordnet.
4. Sämtliche gefundenen Fossilien können in diesen Lebensbaum eingeordnet werden, da entsprechende Mosaikformen zum überwiegenden Teil bereits gefunden worden.
5. Fossilien treten zeitlich begrenzt in einer chronologischen Ordnung auf und das über viele Hunderte Millionen Jahre.
6. Viele Organismen zeigen rudimentäre Organe, z.B. Flügel mit denen nicht geflogen werden kann oder blinde Augen.
7. Wenn Arten Merkmale ausbilden die Vorgängerarten ebenfalls zeigten, dann sind diese Vorgänger stets Teil der evolutionären Reihe Ersterer.
8. Während der Ontogenese sind oft Entwicklungsstadien zu beobachten die eigentlich früheren evolutionären Stadien zugehörig sind. Z.B. Hinterbeine bei Schlangen die noch vor der Geburt wieder zurückentwickelt werden.
9. Die geographische Verteilung der Arten und ihre evolutionäre Entwicklung sind konsistent.
Z.B. gibt es Marsupialier vorwiegend auf Australien (Gondwanafauna), Ausnahmen sind durch die Plattentektonik leicht erklärbar.
10. Desto abgelegener ein Environment desto größer in der Regel die Anzahl endemischer Arten. Solche Ökosysteme sind höchst divers trotzdem sind die Arten sehr eng miteinander verwandt.
11. Evolution sagt vorher, dass neue Strukturen aus adaptierten schon vorhandenen Strukturen gebildet werden.
Dementsprechend reflektieren ähnliche morphologische Merkmale, gemeinsame evolutionäre Geschichte und weniger ihre Funktion. Z.B. die Hände des Menschen, Fledermausflügel, Walflossen, Pferdebeine haben sehr ähnliche Knochenstruktur aber ganz unterschiedliche Funktionen. (divergierende Evolution)
12. Gleiches gilt auf molekularer Ebene. Menschen teilen über 70% ihrer Gene mit z.B. Nematoden und Fruchtfliegen.
Auch hier haben sich also nachvollziehbar aus sehr ähnlichen Grundstrukturen ganz verschiedene Organismen entwickelt.
13. Entwickeln Organismen gleiche Funktionen unabhängig voneinander, nutzen sie dazu meist ganz unterschiedliche Strukturen. Z.b. Vogelflügen, Fledermausflügel, Insektenflügel, Pterosaurierflügel.
Auch hier gilt gleiches für die Molekularebene. (konvergente Evolution)
14. Beschränkungen in der Entwicklungsgeschichte führen gelegentlich zu suboptimal angepassten Strukturen und Funktionen. Z.B. die menschliche Kehle, mit der gegessen und geatmet wird, was beispielsweise Schluckauf und Würgen zur Folge haben kann.
Wie wahrscheinlich ist es das ein Schöpfer einen schlecht funktionierenden Organismus erschafft ?
15. Dies gilt ebenfalls für die Molekularebene, beispielsweise sind weite Teile der DNA ohne Funktion.
16. Manche Teile nichtfunktionaler DNA, wie z.B. Transposonen, Pseudogene und endogene Viren zeigen gleiche Vererbungsabläufe, was auf einen gemeinsamen Vorfahren schliessen lässt.
17. Die Entwicklung neuer Arten (Speziation) konnte bereits beobachtet werden.
Als Beispiel seien endemische Arten genannt die ausschliesslich in Ökosystem leben die vor "kurzer" Zeit noch garnicht existierten:
Eine neue Moskitoart im Londoner Underground, die von Culex pipiens abstammt (Nuttall 1998)
In bestimmten kanadischen Seen die sich aus einem Schmelzwassersee nach der letzten Eiszeit bildeten diversifizierten verschiedene endemische Stichlingsarten, eine Flachwasser- und eine Tiefwasserart.(Schilthuizen 2001, 146-151)
Ein Spezies der Gauklerblumen passte sich an Kupferhaltige Böden an und existiert jetzt weltweit ausschliesslich im Bereich des Abraumschuttes einer Kupfermine, die vor 1859 nicht existierte. (Macnair 1989)
18. Die Evolution zeitigt tagtägliche Aspekte. Erbliche genetische Veränderungen, Veränderungen und Variationen der Morphologie, funktionelle Veränderungen, Natürliche Selektion.
Diese Veränderungen laufen alle in genau der Geschwindigkeit ab, wie die Evolutionstheorie es vorhersagt bzw. es für die Evolution vonnöten wäre.
19. Alle genannten Beobachtungen sind untereinander konsistent und zeichnen alle das gleiche Bild.
Beispielsweise konnte mittels Genetik nachgewiesen werden, dass Hefepilze die Fähigkeit zur Glukosefermentierung vor etwa 80 Millionen Jahren entwickelte. Fossilfunde belegen, dass sich zur selben Zeit Pflanzen mit fermentierbaren Früchten entickelten. Gleichzeitig lassen sich auch genetische Beweise für größere ökologische Veränderungen in diesem Zeitraum in fruchttragenden Pflanzen sowie in Fruchtfliegen finden. (Benner et al. 2002).
20. Noch ein Indiz etwas anderer Art. Vor dem Aufkommen der Evolutiontheorie war [i]jeder einzelne Mensch[/i] auf der Welt Kreationist. Trotzdem und gegen massivste Widerstände konnte sich die Evolutionstheorie durchsetzen [b]und[/b] bis heute behaupten.
Seit Darwin wurde sie immer wieder aufs Neue angegriffen, ging aber stets als Sieger hervor.
Kleines Zitat von www.talkorigins.org:
The evidence is extensive and consistent, and it points unambiguously to evolution, including common descent, change over time, and adaptation influenced by natural selection. It would be preposterous to refer to these as anything other than facts.
@Paule:
Deine Behauptung ....
Das Problem bei der ET ist eben nur, daß sie [b]vollkommen [/b]beweislos dasteht. Es gibt eben [b]keine [/b]empirisch gefundene Sachverhalte.
... ist ohne jede Substanz.
Gruß
Folgende Beweise für die Evolution gibt es (nach Theobald 2004):
@Paule:Deine Behauptung ....
Das Problem bei der ET ist eben nur, daß sie [b]vollkommen [/b]beweislos dasteht. Es gibt eben [b]keine [/b]empirisch gefundene Sachverhalte.... ist ohne jede Substanz.
Gruß
Hier ET mit Substanz:
http://de.youtube.com/watch?v=B_MN_O9ICzY&feature=related