Nachdem mich Apollon auf die Idee gebracht hat, werde ich Ende September mal mit ein paar Freunden auf Fuerteventura ein paar Tage Urlaub machen und mir die Villa ein wenig näher ansehen.
Ich war zwar schon vor 22 Jahren ziemlich oft dort und ich glaube auch nach wie vor nicht daran, daß dort irgendwas seltsames vor geht oder gegangen ist, aber warum nicht.
Es werden halt ein paar Tage Wellenreiten und Gleitschirmfliegen werden und dazwischen ein paar Tauchgänge, Motorboottrips rund um den sog. Hafen, Kletterei am Berg und die eine oder andere Runde in und ums Haus.
Ich habe in der Zwischenzeit mit dem aktuellen Eigentümer der Villa, einer Fa. Lobesan S.A. Kontakt aufgenommen.
Die gehört einem Rechtsanwalt auf Gran Canaria, der die Villa und das zugehörige Grundstück als Treuhänder verwaltet.
Denen geht die ewige Nazi Romantik rund um die Villa gehörig auf den Nerv und die haben uns auch sofort zugesagt, daß wir völlig freien Zugang zur Villa und allen zugehörigen Anlagen, inklusive dem Privathafen, bekommen, wenn wir ihnen nachher sagen können, daß da nichts zu finden ist.
So mit kompletter Dokumentation und allem, also dürfen wir auch in den sagenumwobenen Keller, den Tunnel mit der Wassersammelanlage und die Höhle mit dem Privathafen ohne Ausnahmen hinein.
Davon, daß da nichts weiter zu finden ist, sind die überzeugt und ich eigentlich auch.
Meine Erfahrung mit der Villa ist ganz einfach, die war damals, so 1982-83, unbewohnt und für die Jugendlichen der Umgebung der Ort an dem man ein wenig gruseliges Ambient für Sex haben konnte.
Mehr nicht, hat aber Spaß gemacht, sich das wenigstens einzureden.
Offenbar hat sich in der Zwischenzeit aber eine Art Kult um die Villa gebildet von dem die örtlichen Touristenführer ganz gut leben.
Und wenn ich schon mal die Möglichkeit habe, ein paar Tage Spaß zu haben, dann werde ich das nutzen.
Unser aktuelle Plan ist, daß wir so ab dem 20-22 September dorthin fliegen und für ca. eine Woche bleiben.
Wir sind bislang zu viert.
Meine Freunde sind alle sehr gute Taucher (wir habe da ein Faible fürs Wracktauchen in Asien, speziell Labuan und die Malakka Strait, die liegt gleich vor meiner Haustür), ziemlich gute Höhlenkletterer und fast alle sind in der Lage einen Gleitschirm zu fliegen, mit dem wir auch ein paar Luftaufnahmen machen werden.
Nachdem die Idee eigentlich dahin geht, daß wir wissen wollen, wie groß die Lücke zwischen Dichtung und Wahrheit ist, würde ich gerne auf diesem Weg alle Geschichten und, wenn geht, auch ein paar Links zu weiteren Informationen über das Haus bekommen.
Ach ja, sollte ich noch dazu sagen, die Villa steht seit rund einem Jahr zum Verkauf, aber keiner will die, weil die Kosten der Instandsetzung des Betriebs viel zu hoch sind.
Ideas and Input anyone?
Also ich muß sagen das ist äusserst positiv ;D
Gute Idee - Fuerteventura lohnt sich auf jeden Fall zum Tauchen - Schwimmen und für die ganz harten auch zum Radeln / Velofahren. Ausserdem kann man dort in einigen Clubs auf Jandia wirklich ausgezeichnet speisen.
In der Villa wirst du wirklich nichts finden - ich war letztes Jahr dort - aber meines Erachtens ist die Geschichte auch recht einfach - es war einfach eine Art Vorposten der Abwehr - ausgestattet mit starkem Funk und einer Landebahn für Flieger - die in den letzten Tagen des Krieges wohl etwas häufiger benutzt wurde als zuvor.
Ein solcher Mini-Stützpunkt machte durchaus Sinn - in den ersten Kriegsjahren zum Beispiel hat die Kriegsmarine noch diverse Operationen im Südatlantik durchgeführt - mit Überwasssereinheiten und UBooten.
Möglich, dass Fuerteventura am Ende des Krieges noch einmal Zwischenstation für Topleute des Dritten Reiches war - auf der Flucht nach Südamerika.
Von mir aus auch auf der Flucht nach NeuSeeLand. Es sollen dort einige Do 335 gesehen worden sein.
Ich denke aber, dass die gesamte Geschichte um die Villa letztlich so ist wie ganz viele Auslandsoperationen der Abwehr - strategisch gut gedacht, aber nur halbherzig durchgeführt und durch den zu frühen Kriegsausbruch endgültig zum Scheitern verdammt.
Egal - lange vergangen und verjährt - einen schönen Urlaub wünsche ich dir und deinen Freunden und verplempert nicht zuviel Zeit in der Villa - und gib doch mal den Kaufpreis durch - würde mich schon interessieren.
Gruss @all
vom Bademeister
Merci bon,
ja genau so in der Art denke ich auch darüber, aber es sollte dennoch Spaß machen ein paar Legenden zu widerlegen.
Schließlich soll ja dort jedes Jahr noch die deutsche Bundesregierung auftauchen, für die die das glauben.
Und dann erst die vielen geheimnisvollen Bücher und Zeitzeugen, das bringt schon einiges an Umsatz für die Touristen.
Ich hatte eine Zeit, da war ich sehr oft auf Fuerteventura, weil ich dort eine Freundin hatte.
Mein Bereich ist zwar mehr bei Morro im Süden, aber ich kenne die Villa noch von damals ganz gut, viel ist da nicht geheimnisvoll.
Die Landebahn finde ich auch ganz nett, ist zwar nicht mehr viel über, aber ich möchte dort nicht mit unserer G450 landen müssen, noch nicht mal nach einer Renovierung.
Do 335?
Klingt gut, die haben aber nicht die Reichweite (gerade mal 2000 km) für eine Atlantiküberquerung, werden wohl eher ein paar langstreckenfähige Personentransporter gewesen sein.
Aber es macht Sinn, sich die Sache als einen Außenposten oder Stützpunkt für Aufklärung für den Atlantik zu sehen.
Dann würde sogar der ausgebaute Hafen Sinn machen.
Da gehen schließlich zwei von drei Hauptverkehrsadern vorbei.
Nein, ich werde nicht mehr als ein paar Tage Spaß haben, zu ernst nehme ich die Sache ohnehin nicht.
Ein wenig mit dem Schlitten Tauchen, ein paar Runden mit dem Gleitschirm, vielleicht ein wenig Klettern und ein paar nette Stunden, um sich die Villa anzusehen.
Schließlich haben wir mittlerweile die schriftliche Bestätigung, daß wir für alle Räume und den Keller die Schlüssel bekommen, wenn wir denen dann sagen, ob wir irgendwas gefunden haben.
Also auch ein zwei Stunden im Keller, hoffentlich haben die wenigstens ein paar alte Flaschen oder Fässer mit brauchbarem Inhalt.
Ich fand es ja ganz witzig, wie mir der Typ am Telephon erzählt hat, daß wir tun und lassen dürfen, solange wir ihm nachher nur gesichert sagen können, daß dort keine Nazirelikte zu finden sind.
Und um den Kaufpreis werde ich mich mal erkundigen.
Ich fand es ja ganz witzig, wie mir der Typ am Telephon erzählt hat, daß wir tun und lassen dürfen, solange wir ihm nachher nur gesichert sagen können, daß dort keine Nazirelikte zu finden sind.
Und was machste, wennste welche findest? ;D
Mußte dann nachträglich für die Besichtigung bezahlen? Hoffentlich findest Du nix ... 😉
Ich schließ mich aber auf jeden Fall dem Bademeister an und wünsch Dir auch viel Spaß. Stellst Du dann Deinen Abschlußbericht hier ins Forum?
Gruß
Bergamr