Unverschleiert und ...
 
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Unverschleiert und vergewaltigt? Selbst schuld

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(@bergamr)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

Jaja, und das Schöne an den 10 Geboten ist, daß sie keine [i]Ver[/i]bote sind.

Weil nämlich der Strafkatalog fehlt.   😉

Das läßt sich dann toll von institutioneller Macht besetzen. Und wenn die dann wieder das AT einführt, gilt's ja wieder ...

Ich empfehle hierzu die Werke von Karl-Heinz Deschner über Entstehung und Geschichte der katholischen Kirche, als Einstieg empfehlenswert: 'Und abermals krähte der Hahn'. Was im übrigen synonym für alle institutionalisierten Religionen gilt. Und auch für alles, was sich 'Fundamentalismus' nennt ...

Gruß
Bergamr


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Beiträge: 2134
Admin
(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Das Christentum erkennt das alte Testament als ebenso gültig an wie das neue. Und die Strafe für Ehebruch nach dem alten Testament ist Tod durch Steinigung.

So kann man das nicht stehen lassen.
Zum Verständnis des neuen Testaments ist es wichtig auch das Alte zu kennen, aber was die Gesetze angeht, gelten für Christen nur die 10 Gebote. Kaum ein Mensch hält sich natürlich wirklich 100% da dran, aber keinem Menschen steht es zu sich dann als Richter über andere aufzuspielen. Der einzige der richtet über uns ist Jesus am jüngsten Tage.

Die Diskussionen um Religionsinhalte sind ohnehin obsolet da sie an dem was ich sagte nur mitbeteiligt sind.

Es geht hier darum, daß die Medien ein Bild von verschiedenen Völkern und Staaten erzeugen wollen (und das auch schaffen). Dabei stellen sie von einigen Völkern besonders die negativen Einrichtungen heraus und von den anderen Staaten die positiven. Da man über Israel eigentlich kaum etwas Positives sagen kann, sagt man entweder gar nichts oder haut wieder mal in die alte Holocaus-Kerbe. Manchmal werden aber auch (vornehmlich junge) Israelis interviewt, die sich dann relativ friedlich und aufgeschlossen äußern und so vom Bild des Tyrannen, Kriegstreibers und Völkervernichters Israel ablenken.

Will man über muslimisch geprägte Staaten Negatives berichten, dann bietet sich natürlich der religiöse Wahn ganz besonders an.
Vergleicht man nun beispielsweise den Libanon in ausschließlich diesen Punkten mit den USA oder Israel, schneiden letztere beide natürlich besser ab da Frauen unverschleiert sind und dumme Äußerungen über Vergewaltigungen unterbleiben.

Schaut man sich aber einmal das Gesamtbild an, so würde man auch in den USA und Israel, sowie in allen anderen Staaten, ebensoviele negative Einrichtungen finden, die man bei Bedarf in den Vordergrund rücken und medial ausschlachten könnte. Man macht es hierzulande aber nicht da man eine Klare Trennung zwischen Freund und Feind schaffen und dabei "Freundstaaten" nicht in Mißkredit bringen will.

Hierzu ist auch ein Punkt sehr wichtig: Es geht niemals um eine einzelne Berichterstattung, eine einzelne Doku. Hier können im Einzelfall auch schon mal negative Strukturen über "Freundstaaten" bekannt werden. Solche Berichte dienen i.d.R. dazu, den Eindruck zu vermitteln, daß der Sender oder der Staat objektiv ist.
Das Gesamtbild wird über ständige Wiederholung und die Verteilung der Berichte geschaffen.

Es werden ständig positive Berichte über die USA gesendet, die Fairness, Stärke, Freiheit etc. dieses Staates vortäuschen und ebenso viele negative Berichte über "Feindstaaten".

Grüße
Erutan


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Beiträge: 2134
Admin
(@erutan)
Mitglied
Beigetreten: Vor 21 Jahren

Muß noch etwas hinzufügen:

Ein sehr gutes Beispiel wie die Medien das deutsche Bild eines Staates prägen ist China.

Ich erinnere mich, daß sich die Medienberichterstattung über dieses Land in erster Linie auf die Unterdrückung des Volkes und Hinrichtungsmaßnahmen konzentrierte. Irgendwann in den 90er Jahren weigerte sich sogar mal ein deutscher Politiker, den chinesischen Staatschef zu empfangen als dieser nach Deutschland kam.

Wenn man heute Berichte über China liest oder sieht, dann drehen sich diese meistens um den Wirtschaftsboom. Da werden dann in erster Linie Geschäftsleute gezeigt oder deutsche Unternehmer, die in China produzieren lassen.

Aber: China ist immer noch China. Hinrichtungen gibt es dort noch immer und Regimesgegner werden dort noch immer weggesperrt. Und noch immer wird den Falimienangehörigen die Hinrichtungskugel in Rechnung gestellt (was seinerzeit eines der Top-Themen war).
Noch immer werden die Organe der Hingerichteten verkauft.

Nicht, daß wir hierzulande gar nichts mehr davon mitbekämen....aber diese Themen rücken mehr und mehr in den Hintergrund.

Wenn man heute die Menschen fragt wie sie China sehen, bekommt man ganz andere Antworten als noch vor 10 oder 15 Jahren.

Grüße
Erutan


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Beiträge: 62
Registered
(@the-burning-red-2)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

Ich stimme Erutan in so weit zu, als dass Medien eine sehr große Rolle bei der persönlichen Meinungsbildung spielen. Auch gibt es in viele Punkten sicherlich eine gemeinsame Linie vieler Informationsgeber, aber an eine generelle "Medienkontrolle" (in Ermangelung eines besseren Wortes gewählt) glaube ich nicht. Natürlich gibt es monopolartige Presseagenturen, aber welche Informationen die einzelnen Berichterstatter kaufen, entscheiden sie selber. Die Agenturen selber haben sicherlich kein Interesse, eine bestimmte Meinungsrichtung zu etablieren, da sie ja auch länderübergreifend Informationen verscherbeln und die Nachfrage von Land zu Land unterschiedlich ist.


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