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Neue Whistleblower

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(@justus)
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Beigetreten: Vor 13 Jahren
[#1407354372]

Guten Abend zusammen,
das macht mich mehr als nachdenklich:

Am 03.08. habe ich darüber sinniert, dass es nur noch an den richtigen Informanten in einer bestimmten Angelegenheit fehlt. Schon gibt es zwei neue mutige Informanten.

[u][b]Hier die Themen und die Links:[/b][/u]

1.)  USA  /zitiere SZ - siehe Link-
Edward Snowden hat viele Geheimdokumente geleakt - und damit das drastische Gebaren der US-Geheimdienste enthüllt. Ein Bericht auf der Website des Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald legt jetzt nahe, dass es eine weitere undichte Stelle gibt. US-Geheimdienste werden bereits nervös.

US-Geheimdienste fürchten offenbar, dass es neben Edward Snowden einen zweiten Whistleblower gibt, der Geheimdokumente weitergibt.
Der Verdacht stützt sich auf eine Enthüllung von The Intercept, der Plattform des früheren Guardian-Kolumnisten Glenn Greenwald.

In dem nun veröffentlichten Intercept-Bericht geht es darum, dass Hunderttausende Menschen auf Terror-Listen stehen - viele davon sind völlig unbescholtene Bürger.
Zitat: Ende

http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-whistleblower-snowden-usa-fuerchten-weiteren-geheimdienst-enthueller-1.2078829

http://www.sueddeutsche.de/politik/us-geheimdienste-erschreckende-erkenntnisse-vom-naechsten-insider-1.2079846

2.) Überwachungssoftware-Hersteller Finfisher

Der Feind in meinem Rechner
Von Johannes Boie

[u][b]Zitat:[/b][/u]

Ein Unbekannter veröffentlicht im Internet Dokumente der Abhörfirma Finfisher. Sie zeigen, dass das Münchner Unternehmen zweifelhafte Spionagesoftware verkauft. An Kunden, die nicht immer Demokraten sind.

Gläsern, durchschaubar, transparent sollten ja eigentlich die anderen sein, wenn es nach der Firma Finfisher GmbH aus München ginge. Wobei "die anderen" Kriminelle sein können oder Aktivisten, politisch Engagierte, Andersdenkende oder auch einfach nur x-beliebige Bürger. Je nachdem, wen Finfishers Kunden eben überwachen wollen.
Zitat Ende

URL: http://www.sueddeutsche.de/digital/ueberwachungssoftware-hersteller-finfisher-der-feind-in-meinem-rechner-1.2079118

Ferner, auch ausführlicher, hier:

https://netzpolitik.org/

Hier sind die Anlagen der Web-Seite sehr aufschlußreich. Wie preiswert man das Volk, den Nachbarn oder halb Europa abhören kann. Allerdings muß sich jeder fragen:“Auf welcher Liste stehe ich“? Sind sie auch schon in meinem Computer, oder mailen sie schon für mich  - siehe:

Rund 1,2 Milliarden Kombinationen aus Benutzernamen und Passwörtern sollen russische Hacker gestohlen haben, über 500 Millionen E-Mail-Adressen sind angeblich betroffen. -.

Damit die Sache rund wird siehe hier:
http://www.intelligence-sec.com/events/cyber-intelligence-europe-2014

Das ist m.E. nur der Anfang der Enthüllungen. Geld hat das auch nicht gekostet. Ist das Idealismus, oder ....?

Grüße Justus


1 Antwort
Beiträge: 447
Registered
(@thagirion)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren

Das ist m.E. nur der Anfang der Enthüllungen. Geld hat das auch nicht gekostet. Ist das Idealismus, oder ....?

Ich glaube, das "oder" ist wichtig. Die Geheimdienste werden wegen so etwas ganz sicher nicht nervös. Was werden sie als Gegenmaßnahme unternehmen? Klar, sie werden weitere scheinbare Whistleblower unter die echten streuen, die genau das verbreiten, was sie verbreiten wollen, getarnt mit ein paar kleinen Bauernopfern. Das ist nichts anderes als das alte Doppelagentenspiel.
Die Sache mit FinFisher ist z.B. alles andere als eine neue Enthüllung. Die Firma erhielt schon im Jahre 2012 den Negativpreis Big Brother Award und das Ganze ist bei Wikipedia nachzulesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/FinFisher


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