na ja
manche diskussionen hier wundern schon.
es ist doch selbstverständlich, dass jemand, der produkte herstellen läßt und am verkauf gemessen wird, alle wege einschlägt, der aufgabe gerecht zu werden.
vorstände werden nicht dafür bezahlt, moralische werte umzusetzen, sondern eben diese produkte.
DAS IST IHR JOB.
also gehört es dazu, politik so zu beeinflussen, dass umsatzwege frei gemacht werden, weil die politik über entsprechende entscheidungsinstrumente verfügt.
diese möglichkeiten zu besetzten ist pflichtstrategie jedes vorstandes eines konzerns. 😎
wem unserer Politiker hat es denn Kohle gebracht das wir nun alle Winterreifen fahren müssen? wer von den entscheidenden Volkstretern sitzt mit einem Bein in der Reifenindustrie?
Grüße, Andreas ;D
na ja,
wie gesagt, bei den winterreifen gibt es ja auch pragmatische gründe, die meinen segen haben. ansonsten ist deine frage immer nur so zu beantworten, dass du schaust wie der volksvertreter bei der meinungsbildung unterstützt wird
- parteispenden
- aufsichtsratsjobs
- beraterverträge
- bezahlte karteileiche bei konzernen
- mandat als kanzlei
- wo geht er anschließend hin, der voksvertreter
wäre so eine kleine auswahl ... 😛
Winterreifen an sich zur Pflicht zu machen, ist ja grundsätzlich ersteinmal nicht verkehrt, da es mit Sicherheit den ein oder anderen Unfall verhindert. Insofern der Winterreifen auch wirklich das hält was er verspricht ist mir dies ja recht und billig. Nur hier sind wir dann mal wieder um eine Erfahrung reicher, denn das M+S zeichen, was den Winterreifen kenntlich macht, ist gesetzlich nicht geprüft (genausoweing die Schneeflocke). Daher kann jeder Billigreifen dieses Zeichen haben! Umso witziger wird diese Pflicht und somit zur Farce, wenn ein Sommerrreifen besser abschneidet als ein Winterreifen. Denn ein qualitativ guter Sommerreifen kann durchaus besser sein als ein billiger Winterreifen (nur wird man diese Vergleichstest sehr selten finden, denn meist wird nur SR mit SR und WR mit WR verglichen).
Tja die Schlussfolgerung könnte nun für diesen Winter wie folgt lauten: "Da viele Autoführer gezwungen sind Winterreifen anzuschaffen und dies auch eine Kostenfrage ist, wird wohl ein Großteil der Fahrzeuge schlechter bereift sein, als noch im letzen Winter." Mich würde es nicht wundern, wenn die Zahl der Verkehrsunfälle in diesem Winter ansteigt im Vergleich zum Vorjahr. (In absoluten Zahlen aufgrund des bis dato schon recht schrofen Winters, in relativen Zahlen aufgrund der absurd schwammigen Winterreifenpflicht)
Vollkommen richtig.
Anzumerken sei noch, daß (gute) Winterreifen in diesem Winter sicherlich ihre Berechtigung haben, doch wir hatten auch schon Winter erlebt, die man eher als kalte Sommer hätte bezeichnen können. Während ich mich aus meiner Kindheit noch an reichtlich Schnee und Eis erinnern kann, gab es während meiner Jugend kaum Jahre, in denen es überhaupt geschneit oder gefroren hätte. Derzeit kühlt sich das Klima offenbar global zyklisch ab.
Gesetze wie die Winterreifenpflicht orientieren sich jedoch nicht an tatsächlichen Verhältnissen. Was in diesem Jahr noch brauchbar erscheint, könnte im nächsten Jahr zur Plage werden, dann nämlich, wenn zahlreiche Autofahrer angesichts fehlender Notwendigkeiten eben nicht auf Winterreifen umsteigen und deren Versicherungen nach einem Unfall die Regulierung verweigern.
Was Andreas aber wohl eher meinte war, daß bei der Winterreifenpflicht wieder einmal nicht die wirkliche Notwendigkeit oder die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer im Vordergrund stand, sondern diese nur als Gründe vorgeschoben wurden, um Gesetze erlassen zu können, die dem persönlichen Vorteil einiger Politiker zugute kommen.
Wie schon mehrfach gesagt, ist das gängige Praxis. Wir können eigentlich nur hoffen, daß die Abwrack- und Schrottindustrie bisher nicht von diesen Machenschaften betroffen ist; ansonsten könnte ich mir sehr gut eine Abwrackpfliucht für Autos vorstellen, die älter als 8 oder 10 Jahre sind - natürlich unter dem Vorwand des Umweltschutzes oder der Verkehrssicherheit. Entsprechende Gutachten und/oder Statistiken wären schnell zusammengetragen. Man würde vorher jahrelang darüber berichten, wie gefährlich und/oder schädlich diese alten Autos wären, wie viele Unfälle mehr sie produzierten etc.
Gleiches gilt auch für den Fall, daß Politiker sich einen zukünftigen Posten bei Herstellern von Elektrofahrzeugen versprechen. Auch hier könnte das durchaus dazu führen, daß die Halter anderer Autos so lange drangsaliert werden, bis sie sich ein Auto des entsprechenden Unternehmens kaufen - natürlich auch unter vorgeschobenen Gründen.