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[Geschlossen] Weltwirtschaftskrise open end

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Admin
(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Yo, die Vorhersage war auch nicht allzu schwierig. Ich kann - ganz im Gegenteil - nicht verstehen wenn der eine oder andere die Situation einfach ignoriert oder leugnet.

Bereits am 15.08.2007, als der letzte Aufschrei (vor dem Jetzigen) um die Welt ging, schrieb Günter Hannich dazu:

[b]Die weiteren Folgen[/b]
Momentan geraten die Aktien unter Druck, doch zeigt der steigende Dollar, daß das Finanzsystem weltweit noch nicht am bröckeln ist. Der Crash kommt nie dann wenn alle ihn erwarten.
Deshalb ist davon auszugehen, daß sich vermutlich die Lage wieder beruhigen wird und der Zusammenbruch dann kommt, wenn die Masse wieder euphorisch und blind in alle möglichen Spekulationsblasen investiert.
Jedoch zeigt der Vertrauensverlust der jetzt entstanden ist deutlich, daß dieses System bereits seinem „Verfallsdatum“ gefährlich nahe gekommen ist.

http://www.geldcrash.de/kolumnen.htm

Und genauso kam es.

Ich telefonierte damals mit ehemaligen Nachbarn, die sich gerade ein schmuckes Häuschen (natürlich zu einem großen Teil auf Pump) gekauft hatten und die ich davor gewarnt hatte, das ausgerechnet in einer solchen Phase zu tun und hörte mir an wie sie das Problem herunterspielten. "Die Lage beruhigt sich doch schon wieder". Ja klar, vor jedem Crash gab es ein Vorbeben.

Kurzum, der "Ernährer" der Familie arbeitet bei einem Autobauer. Den letzten beiden Hypothekenraten wich nun schon ein geplanter Kurzurlaub, der in den Herbstferien stattfinden sollte.

Ich hatte allerdings erwartet, daß es nicht so schnell gehen würde. Ich dachte, das Regime würde den Crash in ein elend langes Siechtum umwandeln.

Das war dumm. Es liegt gar nicht im Interesse des Regimes, den Crash zu verhindern. Sie wollen unsere Arbeitskraft, nicht unser Geld. das Geld ist dabei nur Mittel zum Zweck.
Die ideale Situation aus Sicht des Regimes ist, wenn wir ein Leben lang dem Geld hinterherhechten und gerade genug zum Überleben und für ablenkende Freizeitaktivitäten bekommen.
Staaten mit extremer Arbeitslosigkeit sind nicht im Interesse des Regimes.

Daher streben sie eine Reform des Währungssystems an. Das kommt quasi einem "Zurückstellen der Uhr" gleich. Danach geht alles von vorn los.

Damit wir diese Währungsreform mit offenen Armen begrüßen, gibt es nun allerdings erst einmal eine Phase der Depression, die durch die Rezession eingeleitet wird und sich dominoartig ausbreiten wird.


Beiträge: 292
Registered
(@thargo)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren

Selbst vor Jahrzehnten mußte man kein großer Hellseher sein, um den Zusammenbruch des Finanzsystems auf die Zeit um die Jahrtausendwende vorherbestimmen zu können.

Das Ganze ist im Grunde eine simple Milchmädchen-Rechnung.

Aber halt, es will ja immer noch keiner etwas davon wissen.

Auch jetzt, ein Jahr später, da die Uhr abgelaufen ist und wir mit den Zehenspitzen über dem Abgrund schweben, will noch immer NIEMAND etwas davon wissen...

Die Tage wurde ( wieder einmal ) über unsere Köpfe hinweg beschlossen, daß wir ( das Volk, die Staatsbürger, die Steuerzahler )
für die Machenschaften jener gerade zu stehen haben, die uns all die Jahrzehnte über belogen und betrogen haben.

Jetzt haben wir schlappe Fünfhundert Milliarden ( 500.000.000.000 ) an unsere geliebten Banken zu löhnen, damit jenen, die uns in Abhängigkeit getrieben haben, ja nicht die Macht genommen wird,
weiterhin  über ihre Sklaven zu herrschen.

Und auch jetzt interessiert dies niemanden wirklich.

Die 500 Milliarden werden es nämlich auch nicht mehr richten.

Auch wenn uns unsere liebe Regierung alles andere zusichert.

Der Glauben der Bevölkerung in jene Dilettanten, die unsere Führungsspitze bilden, scheint noch immer ungebrochen...

Es bleibt die Frage, was noch alles geschehen muß, damit die Bevölkerung aufwacht...


Beiträge: 206
Registered
(@hohlblock)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren

Diese Situation ist für die heute lebenden Generationen an Menschen etwas neues. Es gibt nur noch sehr wenige Menschen welche die vergangene Weltwirtschaftskrise erlebt haben.
-Von daher kann ich es in gewisser Weise verstehen wie viele in ihrer momentan noch vorhandenen Gewohnheit baumeln , sich ohnmächtig fühlen und einfach abwarten. Dann gibts auch noch diese unbekümmerten Partymenschen jene es mitunter wohl am härtesten treffen wird.

So wie es leider ausschaut muss dem deutschen Michel zum almählichen Erwachen nicht nur die Arbeit genommen werden , sondern auch noch jegliche Form von Besitz und Bequemlichkeit.
Zugegeben , es ist einfach nur ärgerlich wie die Meisten , z.B auf Arbeit usw. so machen als ob alles in bester Ordnung wäre.

Und verdammt bin ich froh keine Familie und Kinder zu haben , ich muss nur mich Verantworten , was manchmal schon zu viel ist - schimpf mich einen Feigling wer will - in diesem Punkt fühle ich mich in meiner Einstellung die ich Zeit meines Lebens verfolge bestätigt. (das Letztere spricht ausschliesslich für mich , und kann es ja dennoch gut nachvollziehen weshalb manche sich fortpflanzen und Familie gründen)


Beiträge: 37
Registered
(@nordmark-2)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

Was willst Du denn unternehmen?
Die paar hundert Euro von der Bank nehmen? Sie in Dosenfutter investieren, Panik schieben und sich bedroht fühlen?

Das sind Mächte, da kann man nicht viel gegen ausrichten.
Ich persönlich habe erst diesen Monat geheiratet und werde in wenigen Wochen Vater.
Wenn wir anfgangen die Zukunft und vor allem die Gegenwart aufzugeben, dann wäre ein Strick und ein Baum sicherlich die bessere Lösung.

"Hoffnung ist das warten auf etwas, was nicht eintreffen wird" oder so etwas in der Richtung - hab den Spruch nicht mehr ganz im Kopf.

Aber gibt man den Faktor Hoffnung auf, hat der Mensch versagt. Und ich weiß, daß wir irgendwann vernünftig werden. Vielleicht treten wir unsere Heimreise an zu den Sternen, wer weiß wann und in welcher Form, aber das wird die Zukunft sein.


Beiträge: 1293
Registered
Themenstarter
(@arkas-2)
Noble Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

Bloß weil es wiedermal einen Wandel gibt wie schon so oft zuvor muss man nicht gleich von selbst das Leben einstellen und nur noch abwarten was passiert, derjenige mit fünf Kindern der richtig vorgesorgt hat kommt wahrscheinlich besser durch, als der Single der gar nichts gemacht hat.
Wichtig ist deshalb nur vorzusorgen. Man kann es nicht oft genug sagen, aber das muss man tun solange es geht und nicht wenn es "soweit" ist, dann gehts nämlich nicht mehr.


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