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Unser neuer Aussenminister

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Admin
(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

das problem ist, wie er auf den angriff reagiert hat.
hier hat er sich demontiert.
völlige fehleinschätzung der lage, alberne lügen, die rasch aufflogen, rückzug mit lügen, wieder aufgeflogen.

Wie gesagt: Ich glaube, es hat ihn tatsächlich kalt erwischt. Er war sich anfangs sicherlich keiner Schuld bewußt. Er hatte zumindest nichts anderes getan als abertausende andere.

So geseehen hätte wohl jeder reagiert wie Gutti. Diese Zerpflückung und Offenlegung seines Geschreibsels ist meines Wissens in dieser Form einzigartig und noch nie zuvor geschehen. Soweit ich weiß, gab es zwar hier unf da schon mal Fälle wo eine Dissertation auseinandergenommen wurde, doch das geschah dann hinter verschlossenen Türen und nicht nach bereits erteilter Bestnote.

Als also die Kritik des Bremer Fischers kam, da mag er sich gedacht haben, daß da bald kein Huhn und kein Hahn mehr nach kräht weil seine Arbeit nicht anders ist als der Durchschnitt.

Er hat dann ja auch relativ schnell Boden freigegeben. Zuerst hat er vorläufig auf seinen Titel verzichtet, dann komplett und dann hat er sich für den Schmonz entschuldigt, den er da verbrochen hat.

Nun....das dürften nun eigentlich noch schätzungsweise 90% der Verfasser "wissenschaftler" Dissertationen tun.

Ich könnte mir vorstellen, daß da nun noch einiges nach kommt. Allerdings wird das keine hohen Wellen mehr schlagen, da das Interesse der Anheizermedien fehlen wird.

Es wird in einigen Fachbereichen, wie etwa Mathematik und Physik nicht ganz so einfach sein, da man mit der dortigen Terminologie vertraut sein muß, um Plagiate zu entdecken.


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(@sequencer23-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

@Erutan:  ...an die deutsche Nationalbibliothek gehen, wo sie - theoretisch - von jedermann einzusehen sind.

okay, jemand hat dies im diesem fall offensichtlich getan und sich dann an die medien gewandt... wer dieser jemand ist oder in welcher absicht dies geschehen ist bleibt wohl unklar.

alternativ bliebe noch der doktorvater, der es von anfang an sowieso gewusst haben sollte.

was den gutti betrifft, werden wir ihn bald zurücktreten sehen. am ende ist er selber schuld.
das medienfeuer kann keiner auf dauer durchhalten. zudem ist die kanzlerin nun involviert, weil sie ihm deckung aus eigenen gründen gibt. damit macht aber auch sie sich zur zielscheibe für fortlaufendes sperrfeuer.
ist nur noch ne frage der zeit imho.


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Beiträge: 2134
Admin
(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

okay, jemand hat dies im diesem fall offensichtlich getan und sich dann an die medien gewandt.

Bei Guttenberg? Ja, das war ein bremer Professor namens Andreas Fischer.

Er schrieb u.a.:

Der wissenschaftliche Ertrag der Arbeit ist
bescheiden. Das liegt vor allem daran, dass der
Autor seinen Verfassungsbegriff nicht hinreichend
entfaltet und damit weit hinter der wissenschaftlichen
Diskussion zurückbleibt. Zu
Guttenbergs Argumentation mäandert vor
sich hin und zermürbt die Leser_innen durch
seitenlanges Politsprech und die Nacherzählung
rechtspolitischer Diskussionen im Konvent.
Der Autor macht auch nicht ansatzweise
deutlich, worin der aktuelle Erkenntniswert
der seitenlangen Dokumentation zu den Gottesbezügen
in Verfassungstexten liegt. Das
Gesamturteil „summa cum laude“ erscheint
darum mehr als schmeichelhaft.

Quelle: http://www.kj.nomos.de/fileadmin/kj/doc/zu_guttenberg.pdf

Er sagt also übersetzt: Dat ist keine Doktorarbeit sondern ne langatmige Zusammenstellung altbekannter und sogar teilweise überholter Ansätze.

Das ist eine überaus interessante Tatsache. Die Medien haben sich nämlich nur auf die Kopien eingeschossen und die Uni Bayreuth hat sich darauf zurückgezogen, daß so ein Doktorvater nicht alles haarklein nachprüfen könne.

Fakt ist aber: Das Geschreibsel erfüllt nicht mal ìn sich die Kriterien einer Doktorarbeit. Würde es auch nicht wenn es nicht abgeschrieben wäre. Und das ist dem Häberle auch nicht aufgefallen?

Das ist der Punkt, den ich gestern meinte. Geschickte Doktoranten nehmen nämlich den "wissenschaftlichen" Status Quo auf, verinnerlichen ihn und geben ihn freiwörtlich zurück. Dann kann man zwar nicht so einfach nachprüfen, ob es sich um ein Plagiat handelt, aber es erfüllt dennoch nicht die Anforderungen an eine Promotionsarbeit.

alternativ bliebe noch der doktorvater, der es von anfang an sowieso gewusst haben sollte.

Der wohl eher als Gutti.

was den gutti betrifft, werden wir ihn bald zurücktreten sehen. am ende ist er selber schuld.

Man sollte zusehen, daß er nicht den Barschel-Weg gegangen wird.


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Beiträge: 2134
Admin
(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Interessant ist das aber nicht unbedingt aus politischer Sicht, sondern aus "wissenschaftlicher". Ich schreib' das vorsichtshalber mal in ein separates Posting, damit - falls sich daraus eine Diskussion entwickeln sollte - diese (falls nötig) abgespalten werden kann.

Das Problem bei solchen Promotionsarbeiten ist ein Widerspruch innerhalb der wissenschaftlichen Welt.
Einerseits erwartet man von einem Doktoranten, daß er neue Erkenntnisse zutage fördert, andererseits verfügen die meisten Doktoranten nicht über das nötige Renomme und befinden sich in der Hierarchieleiter nicht weit genug oben, um mit wirklich neuen Erkenntnissen aufwarten zu dürfen.

Sie könnten sich also entweder einer (möglichen) Diskussion nebst Diffamierungsaktion ob ihrer Erkenntnisse ausgesetzt sehen oder sie lassen es gleich ganz und tun genau das, wozu sie ausgebildet wurden: Den Schmonz ihrer Oberpriester übernehmen und nachplappern.

Würden nun nach und nach die Promotionsarbeiten, die so nach und nach zusammengekommen sind, auf diesen Punkt hin überprüft, käme auch genau das zutage.

Ansonsten hätten wir neben ner String- und M-Theorie auch gleich noch ne A, ne B, C, D, X,Y,Z-Theorie, wir hätten neben den schwarzen Löchern auch weiße, lilafarbene und (speziell für Westerwelle) rosafarbene Löcher...und letztendlich käme auch mal jemand mit was Greifbarem daher.


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Beiträge: 572
Registered
(@werjo)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 16 Jahren

greifbares ist aber weniger Spektakulär und wird deswegen nur in wenigen oder gar keinen Populärwissenschaftlichen Medien verbreitet.

Die Themen über die bekannte von mir promovieren können nicht mit einer M-Theorie und deren Konsequenzen mithalten. Nicht im geringsten. Und keiner lässt sich wirklich davon begeistern wie sich die Oberflächenstruktur eines neuen Materials bei verschiedenen Temperaturen verhält. Für die Forschung ist so was wichtig, vorallem für die die diese Ergebnisse dann anwenden wollen. Aber für alle andren isses langweilig. Deswegen kennt jeder ne Stringtheorie oder ne Relativitätstheorie aber viel weniger die Fickschen Gesetze.


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