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[Geschlossen] Neues Thema: DDR

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(@uranus32)
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@ Arkas

Die Einschätzung des letzten Abschnitts trifft so zu!

Kommunismus als grundsätzlich gute Idee klingt für mich ausserdem immer ein wenig nach einer Ausrede, weil man halt nicht offen sagen will, dass man einfach den Reichen nehmen und den Armen geben will.

Es geht eben darum das man sich untereinander als Gemeinschaft selbst empfindet und es dann auch lebt. Also den Gegenpol zum Egoismus.

War dein Opa in Italien oder Nordafrika?

Die Italiener hatten auch Verbände an der südlichen Ostfront.  😉

Nun letzten Endes lässt sich doch wohl feststellen, dass den Menschen in der DDR ihre persönliche Freiheit bei weitem wichtiger war als kostenlose Kindergartenplätze oder eine garantierte Arbeitsstelle bei vorhandener Regimetreue.

Das ist so nicht ganz richtig und betrifft auch nur auf einen Teil der Bevölkerung zu. Der Zusammenbruch der DDR und des ganzen Ostblock´s ist meiner Meinung nach in erster Linie mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Verbindung zu setzen. Bei einer in sich gefestigten also innerlich starken Sowjetunion hätte es keine Wende gegeben!

Natürlich wollte jedermann die ganze Welt bereisen dürfen und nicht nur den Ostblock. Nur deswegen hätte lang nicht jeder den Staat selbst aufgeben wollen; jedenfalls nicht für eine BRD.

Außerdem erinnern wir uns doch bitte alle mal daran, dass das System DDR NICHT funktioniert hat und die DDR zur Wendezeit kurz vor dem Bankrott stand.

Die Kriese begann mit der Machtübernahme von Erich Honecker. Bis dahin ging es stetig aufwärts, wenn auch nicht steil. Die DDR hatte auch das Potential sich von dieser Kriese wieder zu erholen, - wenn die richtigen Leute die richtigen Positionen eingenommen hätten.

@ Yossi

Das würde ja bedeuten, dass der Kommunismus eine Art höhere Gesellschaftform wäre, die man erst ab einem gewissen geistigen Level erreichen und einführen kann.

So stelle ich mir das auch vor!
In der DDR gab es ja nie Kommunismus, es gab Sozialismus. Das sie ein sozialistischer Staat ist, wurde auch oft betont. Kommunismus dagegen, wurde als Ideal hingestellt; also als ein Ziel das es zu erreichen gilt, worauf man hinarbeiten solle.
Nur die Leute die wirklich daraufhinarbeiten wollten und hätten können, die kamen nicht in bedeutende Positionen um etwas ermöglichen zu können; zumindest nicht in der Honni-Regentschaft.


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(@dark-knight13)
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Moin!

Die Italiener hatten auch Verbände an der südlichen Ostfront.  Zwinkernd
Ja, und? Gerade diese Truppen wären ein schlechtes Beispiel für die angebliche Feigheit der Italiener, denn sie haben sich beachtlich geschlagen. Tatsächlich zeigen sie, daß die Italiener, bei vernünftiger Ausrüstung, verdammt harte Gegner waren. Wenn man die Kampfkraft der Italiener bewerten will, sollte man sich die gutausgerüsteten Einheiten wie Ariete-Pz.Div, die Bersaglieri oder auch das Alpini-Korps betrachten, nicht die Standardinfanterie die, ohne brauchbare Panzerabwehr, natürlich beim Anblick feindlicher Panzer davonläuft. Oder vergleicht man neuerdings die Kampfkraft der Wehrmacht mit den Leistungen des Volkssturmes? Aber genug davon.

Aber wer war es denn, der nicht zufrieden war in diesem System?
Der gemeine Arbeiter? Nein, dem hats gut gepasst. Der hat nur am Ende mitgemacht, als das Ende absehbar war.
Der gemeine Arbeiter macht doch alleine in der Regel nie seinen Mund auf, egal wo. Proteste gegen die hiesigen Verhältnisse gibt's doch auch nur, wenn irgendeine Gewerkschaft oder andere Organisation sie organisiert hat. Wenn man das Verhalten des gemeinen Arbeiters zum Maßstab nehmen würde, dann müßte man doch hier auch sagen, daß sie offensichtlich im Großen und Ganzen zufrieden sind, schließlich gibt es keine anhaltenden Massenproteste.
Wenn man sich als Aussenstehender z.B. die Anti-Hatz IV Proteste ansieht, dann könnte man doch auch auf die Idee kommen, daß Hartz IV im allgemeinen von der Masse akzeptiert wird, allerdings Einige gerne kleinere Korrekturen hätten. Aber so schnell, wie die Proteste dann wieder abflauen, scheint ihnen das nicht besonders wichtig zu sein.
Zu Roms Zeiten nannte man das Mob und man wußte damals ganz genau, daß der Mob nichts alleine macht, er muß geführt und gelenkt werden. Somit ist er lediglich Insturment für Andere aber nicht Maßstab für Zufriedenheit.

Da im perfekten Kommunismus allen alles gehört, besitzen alle entsprechend alles bzw. garnix.
Kommunismus kann nicht funktionieren, weil er unnatürlich und unmenschlich ist. Und zwar genau deshalb:
Und genau damit können sich die wenigsten zufrieden geben. Sei es weil man die eigene Arbeit höher einschätzt als die von anderen oder aus schlichtem Neid.
Die in den beiden Sätzen beschriebenen Verhaltensweisen sind absolut natürlich. Und wer 'Neid' mit etwas negativem behaftet, der hat nicht verstanden, wozu er da ist. Er ist ein natürlicher Mechanismus des Zusammenlebens, er sorgt dafür, daß Einzelne sich nicht übermäßig auf Kosten der Allgemeinheit bereichern können. Denn die wird es immer geben (genetische Gründe, in einem Gemeinwesen kann Egoismus ein Vorteil sein). Wenn man ein 'gerechtes' System (was ja mal das Ziel des Kommunismus/Sozialismus war) schaffen will, muß man den natürlichen Verhaltensweisen des Menschen Rechnung tragen und nicht sie unterdrücken. Man muß mit Anreizen und Belohnungen agieren und nicht mit Bestrafungen.
Es gibt da eine lustige Anekdote dazu, die zeigt, wie in etwa das gemeint ist:
Zur Zeit der Kubakrise war in Kuba u.a Zahnpasta knapp. Man war von auswärtigen Lieferungen abhängig und da gab es arge Versorgunsprobleme, also war das Horten von Zahnpasta üblich. Sehr unkommunistisch (;D). Als wieder mal eine Lieferung ankam stellte sich Che Guevara vor die Kameras und sagte in etwa folgendes:
"Leute, es gibt eine gute Nachicht, bald kommt wieder eine Lieferung Zahnpasta an. Aber aufgrund der Versorgungsschwierigkeiten konnten keine Stabilisatoren beigemischt werden, so daß die Zahnpasta nach zwei Wochen steinhart wird. Horten lohnt sich also nicht."
Sehr viel effektiver als Häuser zu durchsuchen nach Leuten, die sich mehr als ihren Anteil  gesichert haben.

So ganz bin ich nicht damit einverstanden, dass man Streben nach materiellem Reichtum mit "Unreife" gleichsetzt und den Verzicht darauf mit Fortschritt.
Sehe ich genau so. Streben nach einem besseren Status ist ein absolut natürlicher evolutionärer Mechanismus. Man kann dem Rechnung tragen und durch geschickte Methoden damit arbeiten, aber es zu unterdrücken ist unnatürlich.
Einer der Hauptgründe, warum staatliche Betriebe oft so unwirtschaftlich sind. Denn die Leute arbeiten nicht für sich selbst oder wenigstens für eine kleine, bekannte Gruppe, sondern für etwas so unpersönliches und großes wie den Staat. Der Mensch verliert dann den Überblick, weiß nicht mehr, für wen oder warum er etwas tut und ist so nicht sonderlich motiviert. 'Dienst nach Vorschrift' ist dann noch das Beste, was man erwarten kann.

Nur die Leute die wirklich daraufhinarbeiten wollten und hätten können, die kamen nicht in bedeutende Positionen um etwas ermöglichen zu können; zumindest nicht in der Honni-Regentschaft.
Diese Art Leute wird auch nie in solche Positionen kommen, weil sie, hart und bildlich gesprochen, Weicheier sind, die viel rumträumen und wenig machen, außer nach einer starken Person zu schreien die ihre Ziele verfolgt. Nur haben sie nie begriffen, daß starke Personen immer ihre eigenen Ziele verfolgen und sie froh sein können, wenn diese Ziele halbwegs mit ihren Träumen übereinstimmen.

bis denn!
dark knight13


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(@uranus32)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

 Gerade diese Truppen wären ein schlechtes Beispiel für die angebliche Feigheit der Italiener, denn sie haben sich beachtlich geschlagen. Tatsächlich zeigen sie, daß die Italiener, bei vernünftiger Ausrüstung, verdammt harte Gegner waren. Wenn man die Kampfkraft der Italiener bewerten will, sollte man sich die gutausgerüsteten Einheiten wie Ariete-Pz.Div, die Bersaglieri oder auch das Alpini-Korps betrachten, nicht die Standardinfanterie die, ohne brauchbare Panzerabwehr, natürlich beim Anblick feindlicher Panzer davonläuft.

Ja was die Italiener damals technologisch zusammenbrachten war schon bescheiden, aber die Produktionszahlen davon im Vergleich eigentlich noch bescheidener.

Proteste gegen die hiesigen Verhältnisse gibt's doch auch nur, wenn irgendeine Gewerkschaft oder andere Organisation sie organisiert hat. Wenn man das Verhalten des gemeinen Arbeiters zum Maßstab nehmen würde, dann müßte man doch hier auch sagen, daß sie offensichtlich im Großen und Ganzen zufrieden sind, schließlich gibt es keine anhaltenden Massenproteste.
Wenn man sich als Aussenstehender z.B. die Anti-Hatz IV Proteste ansieht, dann könnte man doch auch auf die Idee kommen, daß Hartz IV im allgemeinen von der Masse akzeptiert wird, allerdings Einige gerne kleinere Korrekturen hätten. Aber so schnell, wie die Proteste dann wieder abflauen, scheint ihnen das nicht besonders wichtig zu sein.

Das war in der DDR nicht anders.


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(@andreas)
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Beigetreten: Vor 24 Jahren

Hallo Leute!

Freue mich über die rege Anteilnahme. Lese mir aber alles erst richtig am WE. durch. Eines ist aber Fakt, so wurde es uns gelehrt; der Kommunismus wäre die nächst höhere Gesellschaftsform, nach dem Sozialismus, gewesen. Gedacht war, das eine Gesellschaft auf geben und nehmen, ohne Kapital (der größte Feind des Kommunismus!), funktioniert. Irgendwie eine Art Umschlag der Waren, bezahlen in Naturalien, tauschen wie in finstersten Zeiten. Die Urheber dieser Idee schließen Neid und Gier bei ihren Überlegungen selbstverständlich aus.
Eine Not-und Zweckgemeinschaft waren wir. Ok. Allerdings hat man sich auch uneigennützig umeinander gekümmert. Man kannte, selbst im Plattenbau, seine Nachbarn vom 1. -18. Stockwerk. Bevor man sich, wegen irgendwelcher Ruhestöhrung, gegenseitig dauerverklagt hat, packte man selbst zu. Bot seine Hilfe an.
Stolz übrigens durften wir sein. Zwar nicht unbedingt auf Deutschland, aber auf unsere Heimat.

Später dann mehr.

Grüße und Dank,
Andreas


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(@uranus32)
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Hier ein Link zu einer nicht ganz uninteressanten Steite und durchaus passend zum Thema:

[url] http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr15-vom-742008/der-ausverkauf-der-ostdeutschen-glasindustrie/ [/url]


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