Moin!
Oh man und es wäre so leicht gewesen, sich zu informieren: [url= http://de.wikipedia.org/wiki/Itaker ]Itaker[/url]. Und ja, mein Opa hat ähnliche Storys erzählt, hat aber nie mit ihnen zusammen gekämpft. War dein Opa in Italien oder Nordafrika? Wenn nicht, woher weiß er, daß sie angeblich Feiglinge sind?Zur allgemein Info : das Wort Itaka (itaker ist falsch) ist nicht rassistisch, es ist die Kurzform von italienischen Kameraden und stammt aus dem 2.Weltkrieg als deutsche und italienische Soldaten zusammen an der Front kämpften (falls die Italiener dort zufinden waren...) lt. meinem Großvater hatten die "Itaka" die Absätze iihrer Stiefel nach vorne genagelt...(damit sie schneller wegrennen konnten)
Wenn man nur die Zahlen betrachtet, wird der Feiglingsvorwurf verständlich, aber wenn man die Ausrüstung mitbetrachtet, wird die Fragestellung schon um einiges komplexer.
Aber zum Thema:
Sehr viel mehr als das Ostsandmännchen und die Aktuelle Kamera, die man hier in Hamburg empfangen konnte (glaub das war DDR1, allerdings in S/W) kenn ich von der DDR nicht. Wir waren erst kurz nach der Wende zu Verwandtenbesuch drüben, ansonsten kenne ich nur die Geschichten vom Zwangsumtausch und von unnötigen Repressalien gegenüber Leuten, die geflüchtet waren und dann wieder Verwandte besuchen wollten.
Das, was ich dann selbst gesehen hab (so um '90 rum) entsprach in etwa den Vorstellungen, Baustil in etwa wie im Westen der '50er und '60er Jahre und miserable Straßen.
Ansonsten hab ich die Vorstellung, das das Regime ein wenig arg paranoid war, wobei, wenn man in die Geschichte sieht, wird das z.T. verständlicher.
bis denn!
dark knight13
Nun letzten Endes lässt sich doch wohl feststellen, dass den Menschen in der DDR ihre persönliche Freiheit bei weitem wichtiger war als kostenlose Kindergartenplätze oder eine garantierte Arbeitsstelle bei vorhandener Regimetreue.
Außerdem erinnern wir uns doch bitte alle mal daran, dass das System DDR NICHT funktioniert hat und die DDR zur Wendezeit kurz vor dem Bankrott stand.
Generell scheint der Kommunismus bei großen Personengruppen nicht zu funktionieren, weil es halt immer Leute gibt die mehr haben wollen als andere.
Im Prinzip ist der Kommunismus ja eine nette Idee, aber ich glaube dafür sind wir Menschen einfach noch ein wenig zu unreif.
Gruß
Im Prinzip ist der Kommunismus ja eine nette Idee, aber ich glaube dafür sind wir Menschen einfach noch ein wenig zu unreif.
Das würde ja bedeuten, dass der Kommunismus eine Art höhere Gesellschaftform wäre, die man erst ab einem gewissen geistigen Level erreichen und einführen kann.
Aber wer war es denn, der nicht zufrieden war in diesem System?
Der gemeine Arbeiter? Nein, dem hats gut gepasst. Der hat nur am Ende mitgemacht, als das Ende absehbar war.
Die etwas gebildeteren Leute bis hin zur geistigen "Elite" waren es, die den Niedergang des Kommunismus eingeleutet haben.
In diesem Fall musst du mit "Reife" etwas anderes meinen.
Mit "Reife" meine ich quasi den Drang nach materiellem Reichtum.
Da im perfekten Kommunismus allen alles gehört, besitzen alle entsprechend alles bzw. garnix. Und genau damit können sich die wenigsten zufrieden geben. Sei es weil man die eigene Arbeit höher einschätzt als die von anderen oder aus schlichtem Neid.
Im realen Kommunismus ist und war es freilich stets so, dass es einfach nicht genug von vielen Dingen gab damit alle gleich viel besitzen konnten.
Gruß
So ganz bin ich nicht damit einverstanden, dass man Streben nach materiellem Reichtum mit "Unreife" gleichsetzt und den Verzicht darauf mit Fortschritt. Ist aber egal. Sollte es irgendwann so sein, dass materieller Reichtum völlig egal ist etc. dann ist es so, aber man sollte die Menschen nicht versuchen dazu zu zwingen, nur weil man es selber für richtig hält.
Kommunismus als grundsätzlich gute Idee klingt für mich ausserdem immer ein wenig nach einer Ausrede, weil man halt nicht offen sagen will, dass man einfach den Reichen nehmen und den Armen geben will. Dir werf ich das nicht vor ksk_1, nur damit keine Missverständnisse aufkommen.
Was die DDR betrifft so glaub ich, dass die Menschen dort wesentlich behüteter waren, aber dass auch Zusammengehörigkeit und Hilfsbereitschaft größer waren. Man zwar nicht diesen deutschen Nationalstolz, aber man war trotdem stolz auf die Gemeinschaft. Heute gibt es das nicht mehr und die Gesellschaft fällt auseinander.