Gorleben - Zwischen...
 
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Gorleben - Zwischen-/Endlager oder Salzstock ?

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(@vril7)
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Meine Güte  😮
Und der Hammer is ja das die nicht mal wissen wie sie das Zeug umfüllen wollen...
Also wenns stimmt dann haben wir ja schöne Aussichten.


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 Leif
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(@leif)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

@ Helium
>>Das müsste unserer grüner Umweltminister doch auch wissen, oder? <<

Ich schrieb schon in einem anderen Faden. Keiner hat sich soweit von den eigenen Prinzipien entfernt wie die Grünen. Die stecken alle unter einer Decke. Als Grüner würde ich mich schämen mit dem Auto zum Bundestag zu fahren...


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Beiträge: 53
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(@helium)
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Das stimmt wirklich:

[url] http://www.energiewelten.de/elexikon/lexikon/seiten/htm/020806_Zwischenlagerung_von_abgebrannten_Brennelementen.htm [/url]

[img] [/img]
(Alles halb so wild. Ist doch ne Kette vor ...  ::) )

Die "Lagergebäude" sind sinngemäß einfache, überirdisch (!) gelegene Lagerhallen, wo die CASTOREN dann bis (- ja bis wann wohl, denn es gibt ja noch kein END-Lager)- also mindestens für die nächsten 40 Jahre stehen werden. Dass es sich HIER um einen dicht besiedelten Ballungsraum mit minütlichem Flugverkehr sowie beim Kraftwerk BIBLIS nicht gerade um die modernste Anlage handelt wird hierbei wohl vergessen! Das BfS genehmigte sogar nach den schrecklichen Terroranschlägen vom 11.September das überirdische Interimslager - ungeschützt u.a. gegen Flugzeug-Abstürze!
[url] http://www.hessennet.de/seeheim-jugenheim/politikforum/_disc2/000000a3.htm [/url]


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Beiträge: 74
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(@zuerg)
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Beigetreten: Vor 24 Jahren

Ähem mal ne Frage: macht das jetzt eigentlich wirklich nen Unterschied?

Ich mein, das mit dem Salzstock ist ja nur dafür gedacht, dass man das Zeug für die nächsten paar zehntausend Jahre lang wo einlagern, zusperren und den Schlüssel wegwerfen kann, so dass das Zeugs für die Menschheit de facto nicht mehr existiert. Was ist jetzt eigentlich das so katastrophale Problem daran, dass sie ein paar Jahrzehnte bewacht werden müssen?

Wirklich strahlen können sie ja nicht gerade, sonst wäre der Nachtwächter von der Halle ja wohl längst tot, oder? Wenn wir schon dabei sind: Gibts eigentlich irgendwo im Netz Werte darüber (also Zahlen, nicht "extrem hoch"), wie stark die Strahlung von den Dingern ist?

Und noch was: Gibts eigentlich irgendwo Fotos von dem ersten Castor, also dem mit den Eiern drauf? Sieht sicher witzig aus  😉

Ich mein, nicht falsch verstehen, es ist schon ne Sauerei, dass alle Welt glaubt, die wären unter der Erde, dabei stehen sie nur in ner Halle rum, aber was ist daran jetzt dermaßen katastrophal?


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(@segestus)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

Das Interview, das hier in gekürzter Form wiedergegeben wird, erschien
ursprünglich in der Zeitschrift «Synapse», einer Publikation der Universität
von San Francisco.

Staatlich erlaubter Mord Der renommierte US-amerikanische Strahlenschützer
John W. Gofman, erklärt, weshalb auch die geringste Strahlendosis Krebs
auslösen kann und jeder «sichere» Grenzwert eigentlich eine Erlaubnis zum
Töten ist.

John W. Gofman gehört zu den herausragendsten Strahlenschützern der Welt. Er
startete seine Karriere als Atomeuphoriker und entwickelte ein Verfahren, um
in einem Reaktor produziertes Plutonium sauber von Uran zu trennen. Anfang
der vierziger Jahre überreichte er Robert Oppenheimer für das
Manhattan-Projekt das erste Milligramm des künstlichen Isotops. Später
erforschte Gofman im Lawrence Livermore Laboratorium den Einfluss von
Radioaktivität auf Chromosomen, gleichzeitig wertete er die vorhandene
wissenschaftliche Literatur aus und stellte fest, dass «das Strahlenrisiko
zwanzigmal höher ist, als man in offiziellen Kreisen behauptet». Gofman
kämpfte fortan für einen effizienten Strahlenschutz und verlor deshalb
seinen Arbeitsplatz am Livermore Laboratorium, das von der Regierung
finanziert ist. Danach lehrte er mehrere Jahr als Professor für medizinische
Physik an der Universität Berkeley und verfasste einige aufsehenerregende
Studien über die Folgen ionisierender Strahlung. In einer Studie errechnete
er beispielsweise, dass wegen des Fallouts von Tschernobyl weltweit mit rund
475 000 zusätzlichen Krebstodesfällen zu rechnen sei. Er kämpft auch sei
langem gegen den Mythos der «ungefährlichen niedrigen Strahlendosen», der
von Energieministerien und Strahlenschutzbehörden weltweit verbreitet wird.
Im nachfolgenden Gespräch geht es vor allem um die Problematik der
Niedrigstrahlung; Gofman spricht zwar vor allem vom DOE, vom
US-amerikanischen Energieministerium; die europäischen Behörden wie auch die
schweizerischen argumentieren jedoch gleich wie das DOE.* Weshalb wird
behauptet, niedrige Strahlendosen seien ungefährlich? John W. Gofman: Um die
militärischen und zivilen Atomprogramme zu schützen. Das Energieministerium
(US Departement of Energy, DOE*) versucht deshalb - wie im übrigen auch
viele andere internationale Strahlenschutzgremien - seit Jahren zu beweisen,
dass niedrige Strahlendosen ungefährlich sind. Das Department führte einen
eigentlichen Josef Goebbels-Propaganda-Krieg, um zu verbreiten, es gäbe
sichere Strahlendosen. Doch konnte es für diese Behauptung nie handfeste
Beweise liefern ? aber trotzdem redet das DOE immer noch von ihrem
«Null-Risiko-Modell». Was ist unter dem Null-Risiko-Modell zu verstehen? Das
DOE gab 1987 einen Report heraus, in dem unter anderem steht, «unser
Null-Risiko-Modell besagt, dass bei tiefen Dosen keine Gesundheitsschäden
auftreten, weil niedrige Dosen sicher sind». Diesen Teil des DOE-Reports hat
das Livermore Laboratorium verfasst, in dem ich selbst einmal gearbeitet
habe. Wie begründet die DOE diese Behauptung? Es könnte eine «sichere Dosis»
angenommen werden, wenn die biologischen Reparaturmechanismen perfekt
funktionieren. Der Körper verfügt tatsächlich über Mechanismen, die
geschädigte Zellen reparieren können. Falls die wirklich perfekt arbeiten,
könnte es sein, dass die Folgeschäden von kleinen Strahlendosen total
repariert werden. Das Problem ist aber, dass diese Reparaturmechanismen
nicht perfekt arbeiten. Es gibt Läsionen in der DNA und in Chromosomen, die
irreparabel sind. Es kommt zudem vor, dass die Reparaturmechanismen zwar
reparieren, aber statt den Schaden zu beheben, neue Fehler einbauen. Man
schätzt, dass zwischen 50 und 90 Prozent der Schäden, die durch ionisierende
Strahlung verursacht werden, perfekt repariert werden. Was für uns als
Folgenschäden sichtbar wird, sind die übrigbleibenden, nicht oder falsch
reparierten 10 bis 50 Prozent. Wie beweisen Sie, dass niedrige Dosen Schäden
verursachen? Eine schwierige Frage. Es liegen bereits ziemlich solide
Beweise vor, dass die Reparaturmechanismen nicht perfekt funktionieren. Was
wir jedoch suchten, waren Beweise womit wir belegen konnten, dass auch ganz
tiefen Dosen ? zum Beispiel ein Milligray ? Krebs auslösen. Würde man die
Frage mit einer epidemiologischen Standardstudie beantworten, müsste man
eine Million Leute zur Verfügung haben, doch das haben wir nicht, was dem
DOE denn auch erlaubt, einfach zu sagen, «wir wissen es nicht». Ich
arbeitete nun aber alle Studien durch, die Licht in diese entscheidende
Frage bringen könnten. Zu welchen Ergebnisse kamen sie? Ionisierende
Strahlung ist nicht wie ein gewöhnliches Gift, das man verdünnen und noch
mehr verdünnen kann. Die tiefste Dosis ionisierender Strahlung ist eine
nukleare Spur durch eine Zelle. Schon diese eine Spur kann Schäden auslösen:
Sie kann durch den Zellkern führen und ihn beschädigen oder sie tut es
nicht. Ich suchte deshalb nach Studien, mit denen es sich nachweisen ließ,
dass eine, zwei oder zehn Spuren pro Zelle schon Krebs verursachten. Ich
fand zehn Krebsstudien, bei denen es um acht oder zehn Spuren pro Zelle
ging, die einen Tumor ausgelöst hatten; vier der Studien betrafen
Brustkrebs. Mit diesen Ergebnissen kann man jetzt kaum mehr behaupten, «wir
wissen es nicht». Diese Ergebnisse lassen nur einen Schluss zu: Es kann
keine sichere Strahlendosen geben. Das DOE hat diese Beweise nie bestritten,
es ignoriert sie einfach, weil sie unbequem sind. Wenn aber die Tatsache,
dass es keine sichere Schwelle gibt, einmal bekannt ist, dann ist jede
erlaubte Strahlendosis, jeder Strahlengrenzwert eine Erlaubnis, Mord zu
begehen. Das DOE benutzt noch andere Krücken, um niedrige Strahlendosen als
harmlos hinzustellen. Sie sagt zum Beispiel: «Wenn man die Strahlung langsam
gibt, wird sie weniger Schaden anrichten als wenn man sie auf einmal gibt.»
Das ist aber absurd. Was heißt langsam? Es gibt eine radioaktive Spur durch
die Zelle, sie ereignet sich am Dienstag oder am Samstag, aber davon zu
reden, eine Spur langsam zu legen, ist lächerlich. Trotzdem tun sie es.
Welche Auswirkungen hat die Theorie einer sicheren Strahlendosis? Man
braucht sich zum Beispiel nicht um den radioaktiven Abfall zu sorgen. Es
gibt schließlich den sicheren Grenzwert und niemand wird mehr abbekommen als
diese sichere Dosis. Wenn es allgemein akzeptiert ist, dass Niedrigstrahlung
ungefährlich sein soll, wird auch akzeptiert, dass die Leute, die mit dem
Abbruch alter Atomanlagen oder Atommüll beschäftigt sind, Dosen von 100
Millisievert abbekommen. Man wird den Müll nicht mehr in teuren Endlagern
unterbringen müssen. Niemand braucht sich mehr über die Transporte zu
sorgen. Man kann den schwachaktiven Müll in gewöhnlichen Deponien einlagern.
Wenn tiefe Strahlendosen keine Rolle spielen, können Arbeiter mehr
abbekommen, ebenso ihre Familien, die sich in der Nähe der Anlagen
aufhalten. Wie hoch sind die Grenzwerte für beruflich Strahlenexponierte? 20
Millisievert pro Jahr [in der Schweiz gelten heute ebenfalls 20 mSv/Jahr, in
Ausnahmefällen jedoch auch 50 mSv]. Aber nebenbei: Medizinische Strahlung
von Röntgenapparaten ist etwa zweimal so schädlich pro Dosiseinheit wie die
Strahlung von Hiroshima/Nagasaki. Weshalb? Das ist ein Effekt des linearen
Energietransfers. Wenn Röntgenstrahlen Elektronen in Bewegung setzen,
bewegen sich die Elektronen langsamer fort, als die Elektronen, die vom
Cäsium abgegeben werden. Langsame Elektronen, reagieren jedoch wesentlich
stärker pro Mikrometer als die schnelleren des Cäsiums. Deshalb ist der
lokale Schaden, den die Röntgenstrahlen verursachen, wesentlich größer, weil
sie den doppelten linearen Energietransfer aufweisen und deshalb auch den
doppelten biologischen Effekt haben wie Gammastrahlung. Glauben Sie, dass
die Leute, die beruflich damit zu tun haben, das Gefahrenpotential auch
ernstnehmen? Es ist doch alltäglich, dass Leute ins Spital gehen und
routinemäßig ein Röntgenbild erhalten. Zu meinem Bedauern bin ich überzeugt,
dass neunzig Prozent der Ärzte und Ärztinnen nichts wissen über radioaktive
Strahlung und deren Auswirkungen. Kürzlich gab es unter Pädiatern eine
Umfrage zur Frage: «Glauben Sie, dass es eine unschädliche Strahlendosis
gibt?» 45 Prozent der Befragten sagten «Ja».
Sie wurden leider nicht gefragt: «Welches Papier haben sie jemals zu diesem
Thema gelesen, dass Sie zum Schluss kommen, es gäbe eine sichere Dosis?» Ich
denke, die medizinische Ausbildung bezüglich des Strahlenrisikos ist
erbärmlich. Grundsätzlich sollte man also keine radiologische Prozedur über
sich ergehen lassen, wenn es nicht nötig ist. Aber man hat festgestellt,
dass ein Grossteil der Röntgenaufnahmen nicht so gefährlich ist - da es
besser ist, die diagnostische Information dank der Aufnahmen zu haben. Dem
stimme ich teilweise zu. Wenn man mich frage: «Sind sie gegen
Röntgendiagnostik?» - ist meine Antwort klar: «Nein.» Ich habe zusammen mit
Egan O'Connor ein Buch geschrieben über die Folgen gewöhnlicher
Röntgenaufnahmen. Unser Position ist: Wenn es für einen Patienten einen
diagnostischen Gewinn gibt, etwas, was wirklich eine Verbesserung für seinen
Gesundheitszustand bringt, sollte man nicht auf die Röntgenaufnahmen
verzichten. Es gibt aber eine andere Seite der Medaille. Bis vor kurzem
zeigten offizielle Studien, dass die meisten Spitäler und die meisten
Radiologen nicht die leiseste Ahnung haben, welche Dosen sie den Patienten
während einer Aufnahme verpassen. Sie wissen auch nicht, dass dasselbe
diagnostische Ergebnis auch mit einem Drittel oder gar einem Zehntel der
Dosis erreicht werden könnte. Egan und ich haben die durchschnittliche
Strahlendosis in den USA verglichen mit eleganteren Methoden von Toronto, wo
sie die Dosis auf einen Drittel reduziert haben, und fanden heraus, dass
rund 50 000 zusätzliche tödliche Krebsfälle hätten vermieden werden können.
Das ist eine Million in einer halben Generation! Soviel zur Frage, ob die
«kleinen» Röntgendosen einem keinen Schaden zufügen. Frage: Worauf sollte
ein Patient achten, wenn er geröntgt werden sollte? Ich persönlich würde mir
als gewöhnlicher Bürger sagen: Wenn das Establishment mir sagt, dass es mit
einem gewissen Risiko verbunden ist, dann würde ich davon ausgehen, dass das
wahre Risiko um mindestens das Zehnfache schlimmer ist. Doch ein Teil es
Problems kommt auch von den Patienten. Wenn ein Patient zu einem Arzt geht
und der Arzt macht kein Röntgenbild, fühlt er sich nicht ernstgenommen.
Diesbezüglich machen sich die Mediziner ebenso schuldig wie das DOE. Beide
befinden sich im selben Konflikt: Ihre Arbeit setzt Leute Strahlung aus.
Bezüglich des DOE ist es ja bekannt, dass allerhand schillernde,
zwielichtige Personen auf einflussreichen Posten sitzen, aber die Mediziner
sollten weder zwielichtig, noch korrupt sein! Ich möchte sehen, wie alle zu
diesem Bereich den Hypokratischen Eid schwören. *


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