Dass Windows (und natürlich auch MacOS) Backdoors zum Ausspionieren haben, daran besteht eigentlich kein Zweifel. So etwas läuft aber nicht so offensichtlich, dass man es mitbekommt. Dass Windoofs dauernd sinnlos auf Laufwerken und Netzwerkverbindungen herumrödelt und dergleichen mehr, ist schlicht und einfach nur Schlamperei. Diese Systeme werden ja auch von Firmen und Experten genutzt, die es mitbekommen würden, wenn das Betriebssystem dauernd irgendwelche Daten herausschickt - das kann sich Microsoft nicht leisten.
Was Linux angeht, habe ich mir davon mal sehr viel versprochen und habe es privat 10 Jahre lang ausschließlich benutzt. Um das Jahr 2000 herum sah es damit nämlich gar nicht schlecht aus und es gab einige für Normaluser geeignete Linuxe von annehmbarer Qualität. Mittlerweile sind aber praktisch sämtliche Distributionen dermaßen ins Klo gefallen, dass ich vor 3 Jahren die Schnauze voll hatte und wieder auf Windows umgestiegen bin. In der Linux-Welt hat sich am Ende schließlich doch die Einstellung durchgesetzt: Wenn der User ein Experte ist, dann kann er an dem System ja alles selber machen - also soll er das gefälligst auch tun und man kann die Distros standardmäßig voller haarsträubender Fehler ausliefern.
Na ja, MS hat sich in seiner Geschichte schon so allerhand "geleistet". Da könnte man sicherlich lange diskutieren und um Ende muss jeder selbst entscheiden. Ich habe beide System für unterschiedliche Zwecke. Tails ist auch noch meines Erachtgens eine gute Alternative.
Grüße, quer
Hi Zusammen!
Ist ja recht interessant, was Ihr zu Linux gesagt habt. Trotzdem wirft das für mich auch einige Fragen auf:
@ quer
Linux Mageia sagt mir nichts, es gibt ja so viele Varianten. Ich habe mir vom Zeitschrifthandel ein Heft mit Installations-CD von ubuntu besorgt. Aber mein Problem ist, wenn es nicht funktioniert und das System durcheinandergerät, wer kennt sich schon mit Linux aus? Und muss man, wenn man beide Systeme installiert hat, auch zwei unterschiedliche Virenscanner installieren? Ich habe zzt. eins von T-Online, das sich automatisch immer aktualisiert (Symantec). Die Idee mit der externen Festplatte ist gut, werde ich auch machen. Ich hoffe aber, dass es diese in naher Zukunft auch noch gibt, weil man ja mit Druck darauf hin arbeitet, dass alles in "Clouds" gespeichert werden soll.
@Thagirion
Was genau war dein Problem bei Linux? Ich kann mich erinnern, dass damals "Suse-Linux" groß im Kommen war. Heute soll "ubuntu" wohl der Nachfolger sein. Meine Befürchtung ist eben, dass ich nicht mehr die Programme nutzen kann, die mir wichtig sind. Ich habe zwar auch Open Office installiert, aber es ersetzt, zumindest für meine grafischen Zwecke, nicht die Kombination MS Word + Publisher. Gäbe da Alternativen bei Linux, würde ich sofort umsteigen. Wo bekommt man überhaupt die Programme für Linux?
Andererseits verstehe ich nicht, wieso nicht mehr für Linux gemacht wird, vor allem weil ja bekannt ist, dass MS Handlanger der NSA ist. Im Serverbereich scheint das wohl anders zu sein. Eigentlich müsste Linux gerade jetzt einen Auftrieb bekommen.
Desweiteren habe ich und auch viele Arbeitskollegen von mir festgestellt, dass es mittlerweile sehr schwierig ist, kostenlose Programme herunterzuladen, ohne dass sich Fremdprogramme im Hintergrund installieren, die sich dann fast überhaupt nicht oder nur mit viel Aufwand entfernen lassen. Plötzlich hat man die Festplatte voll und weiß nicht womit. Früher konnte man noch beim Download durch Entfernen der Häkchen bestimmen, welche Programme man haben wollte oder nicht. Heute installieren sich die Programme, ohne dass man etwas dagegen tun kann und man weiß auch nicht, was sie bewirken. Ist euch das auch schon aufgefallen?
[edit]Nur ein paar unnötige Leerzeilen gelöscht. Grüße Erutan[/edit]
Puh, mein Problem mit Linux - es war nicht eins, das war das Problem. Ich zähle mal ein paar auf: Hardware, die von früheren Versionen unterstützt wurde, wird es von späteren nicht mehr. (Betraf bei mir den Scanner.) Und einen Treiber selbst nachzuinstallieren ist für einen Normaluser praktisch unmöglich. RedHat war bis zu Version 7 gut, bei Version 8 brachte ich noch nicht einmal mehr den Drucker vernünftig zum Laufen (stinknormaler gängiger HP Tintenpinkler), und eine CD zu brennen, war Glückssache. Bei Mandriva führte schließlich ein ganz normales Update zur Totalvernichtung des Systems - und zwar standardmäßig, wie ich hinter im Internet herausfand. Mein letzter Versuch war Dreamlinux, das dann aber einfach nicht mehr weiterentwickelt wurde, und dann reichte es mir.
An Linux wird übrigens unglaublich viel gearbeitet, wahrscheinlich mehr als an Windows, und das Irre ist, dass für praktisch alle Probleme funktionierende Lösungen vorhanden sind. Es hat einfach nur niemand Bock darauf, die alle zu einem funktionierenden System zusammenzupacken - und ein solches selbst zusammenstellen zu wollen, würde bedeuten, sein Leben ausschließlich seinem PC zu widmen.
Dass Linux im Serverbereich verbreiteter ist, liegt schlicht und einfach daran, dass dort überall das nötige Rudel Ingenieure vorhanden ist, um den Linux-Murks zum Laufen zu bringen. Der Vorteil: Wenn es dann einmal läuft, dann bleibt das auch so; im Unterschied zu Windows müllt sich Linux nicht selber zu.
Das einzige Linux, was ich für etwas ältere Systeme noch einigermaßen empfehlen kann, ist PuppyLinux; da geben sich die Macher zumindest Mühe und versuchen, etwas Funktionierendes hinzubekommen.
Zu dem Teil über Windowsprogramme: Wenn möglich, sollte man die immer von der eigenen Seite der betreffenden Software herunterladen, also openoffice.org, gimp.org usw., nicht von irgendwelchen Zwischenanbietern.
Ups, das macht nicht gerade Mut! Ich will mit dem PC arbeiten und eigentlich habe ich keine Lust, ständig den Systemadministrater zu spielen. Was die Treiber angeht, da habe ich aber auch mit neueren Windows-Versionen schon Pech gehabt. Bei jedem Systemwechsel hakt es immer irgendwo und man hat den Eindruck, Windows arbeitet mit der Hardwareindustrie zusammen, damit neue Geräte angeschafft werden müssen. Der Vorteil von Linux ist wohl, dass es auch auf älteren Geräten läuft und dass es nicht soviel Müll runterladet.