Dass Arbeitsspeicherinhalte auch auf die Festplatte geschrieben werden, ist kein Geheimnis und eigentlich auch nichts Schlechtes - auf die Art sollen Datenverluste bei Störfällen wie einem plötzlichen Stromausfall vermieden werden. Gegen das Zumüllen der Festplatte hilft eine gelegentliche Datenträgerbereinigung, das ist bei Windows irgendwo in den Systemprogrammen bzw. Zubehör zu finden. Oder such einfach mal nach Dateien mit der Endung tmp.
Dass Daten nach dem Löschen nicht wirklich weg sind, ist ganz allgemein so, bei allen Programmen. Der Begriff "löschen" ist da eigentlich irreführend, denn die Datei wird nur als gelöscht markiert und damit zum Überschreiben freigegeben, aber solange das nicht wirklich passiert, bleibt sie erhalten. Das hat mit dem Zumüllen der Platte allerdings nichts zu tun; diese Dateien werden vom Betriebssystem als freier Speicherplatz betrachtet. Aus dem freien Speicherplatz einer gebrauchten Festplatte kann man in der Regel also mit den richtigen Programmen (bei Linux sogar mit Bordmitteln) jede Menge Dateien herauslesen.
Es gibt aber auch Programme, die wirklich löschen. Die überschreiben dann die Datei mit zufälligen Werten und das sogar bis zu 35x. Danach sollte alles wirklich gelöscht sein. Empfehlenswert finde ich Bleachbit. Das gibt es für Linux und Windows. Unter Windows finde ich CCleaner auch ganz gut.
Ein solches Programm sollte man in regelmäßigen Abständen laufen lassen. Ich mache das täglich.
Grüße, Quer