bin eigentlich sowas wie ein Atheist, aber natürlich suche ich wie jedes menschliche Wesen auch nach etwas woran man "glauben" kann...
das war bisher schwierig, da mir die gewohnten monotheistischen Religionen aus verschiedenen Gründen nicht zusagen. den buddhistischen Ansatz finde ich persönlich ganz ok. will mich aber trotzdem sicher nicht Buddhist nennen, weil ich im Prinzip Einordnungen in bestimmte Schubladen blöd finde.
so suche ich weiter...
interessant fand ich jedoch folgendes:
thuletempel.org/wb/index.php/Ilu-Aschera
Sehe ich ähnlich wie Du, Kernspecht. Es braucht sicher keine Religionen oder Kirchen, um für sich zu erkennen das es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als das was man sehen kann.
natürlich suche ich wie jedes menschliche Wesen auch nach etwas woran man "glauben" kann
Ob jedes menschliche Wesen danach sucht wage ich zu bezweifeln 😉
Wobei ich das Wort "Glaube" eh immer etwas problematisch finde, auch in Bezug auf Gott. Ich würde nicht sagen das ich an Gott "glaube" - ich bin aber fest davon überzeugt das es höhere Kräfte gibt, ob man die nun Götter nennt oder nicht.
ohne an etwas zu "glauben" sind wir aufgeschmissen, da wir nicht alles "wissen" können.
zudem ist Spiritualität stets ein fundamentaler Bestandteil aller Kulturen gewesen, wird auch immer so sein.
im Zeitalter der Technologie "glauben" die meissten Leute das, was ihnen durch moderne Medien vermittelt wird (und was das Smartphone sagt ::).
Um nicht vom Thema abzudriften, wollte ich noch kurz sagen, dass ich den link zu [color=#0000ff]ilu_ashera[/color] eingestellt habe, weil ich persönlich dort eine interessante Erklärung zur Herkunft dieser Welt und des Universums (Gott) sehe...
das bedeutet nicht, dass ich alles, was dort dargelegt wird 1:1 in mein Weltbild übernehme... aber es inspiriert und denke es stellt Urarchetypen dar.... die sich überall in unserem Leben wiederfinden.
kernspecht schrieb am 20.09.14 um 01:02:39:
natürlich suche ich wie jedes menschliche Wesen auch nach etwas woran man "glauben" kannOb jedes menschliche Wesen danach sucht wage ich zu bezweifelnZwinkernd
Ich zum Bleistift. Für mich gibt es keinen Glauben. Es gibt Vermutungen, Thesen für die ich Belege suche aber der Unterschied zum Glauben besteht darin, daß ich sie mit Freuden anfechte und widerlege wenn sie sich als falsch herausstellen.
Das Problem beim Glauben ist, daß man ihn auch gegen noch so überzeugende Widerstände verteidigt.
Aber um noch einmal auf dieses interessante, fast neumodische Phänomen des traszendenten, allmächtigen, unsichtbaren Überwesens zurück zu kommen, das praktisch zusammen mit dem Monotheismus entstanden ist und sich immer weiter entrückt hat:
Es ist schon faszinierend zu beobachten wie so etwas entsteht.
Für die Menschen im Mittelalter war es eigentlich noch recht einfach: Gott lebt im Himmel und der Mensch auf der Erde. Krankheiten sind eine Strafe Gottes und ein großer Kindersegen ist eine Belohnung Gottes.
Dann flog der Mensch in den Himmel. Angeblich war das erste was der erste Ballonfhrer gesagt haben soll: Hier gibt es aber keinen Gott.
Logisch, daß der Himmel dann ausgeweitet wurde.
Dann fand der Mensch heraus wie die eine oder andere Krankheit entsteht und logischerweise muß Gott dann andere Aufgaben bekommen.
Was ich damit sagen will: Je weiter der religiöse Glaube in die Ecke gedrängt wird umso transzendenter und unfassbarer wird "Gott".
ohne an etwas zu "glauben" sind wir aufgeschmissen, da wir nicht alles "wissen" können.
Sicher. Was Gott oder Spiritualität betrifft, kann man jedoch auch persönlich Erfahrungen machen, statt nur daran zu glauben. Das deckt natürlich nicht die ganze Bandbreite ab...
Das Problem beim Glauben ist, daß man ihn auch gegen noch so überzeugende Widerstände verteidigt.
Stimmt. Wobei man Spiritualität schon selbst erfahren kann. Das kann man zwar wiederum keinem Dritten beweisen, sondern jeder kann es nur für sich selbst erfahren, wenn man es denn möchte.
Die Frage ist ja ohnehin wie man "Gott" überhaupt interpretiert. An den bisherigen Beiträgen kann man schon gut erkennen wie unterschiedlich da die Ansätze sind.
Es gibt ja auch für alles immer verschiedenste Erklärungsversuche. Wenn ich da nur an unsere Natur (versch. Jahreszeiten, Artenvielfalt, "Evolution"...) denke. Das lässt sich sicher alles ganz rational erklären. Genauso gut könnte man auch einen gewissen Plan/Idee dahinter vermuten. Und beides muss nichtmal falsch sein.