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Wer ist Gott?

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(@iloveubabe)
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Wer ist Gott?

Hätte Gott einen Namen,
Wie würd er heißen?

https://www.youtube.com/watch?v=_lDBWnM3SXg

Ich hab zwar keinen Bezug zum Theismus. Allerdings mag ich die deutsche Version von Erdmöbel. Und die befreiende Textzeile:

Wäre Gott einer wie wir,
Eingeschlafen mit nem Bier,
Nur ein Fremder um halb vier,
In der letzten Straßenbahn.

Das spiegelt für mich am besten wieder was man unter Gott verstehen sollte, wenn man den wirklich an so etwas denkt.


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(@kernspecht)
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Damit hast Du sogar genau ins schwarze getroffen (wahrscheinlich unbeabsichtigt). 🙂

Dort wird kritisiert, wie Jesus sich unter das gewöhnliche Volk begibt, ja sogar mit Losern abhängt, denn mehr waren die Söldner und Zöllner damals nicht. :

“Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder!” (Jesus in Matthäus 11:19)


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Beiträge: 238
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(@kernspecht)
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Nur ein komischer Zufall, da mir dieses vor ein paar Tagen im TV begegnet ist: Stuckrads Homestory,  mit dem DJ Westbam, bei Minute 13:00.

http://www.ardmediathek.de/tv/Stuckrads-Homestory/Stuckrads-Homestory-Westbam/rbb-Fernsehen/Video?documentId=24971262&bcastId=23414142

Sorry, fürs Abschweifen und Bibelzitate bleiben ne Ausnahme 😉


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Beiträge: 238
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(@kernspecht)
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Defacto gab es immer mal wieder Berichte, dass sich Gott unter die Menschen begibt, aus unterschiedlichen Gründen. Der einäugige Germanengott hatte diesen Angewohnheit, aber auch andere Götter aus anderen Kulturkreisen kamen zu den Menschen. Teilweise sogar auch als Tierwesen manifestiert. Warum weiss ich nicht, vielleicht nur um zu beobachten, vielleicht um zu wirken...

Für mich selbst ist es schwierig zu entscheiden, ob es nur "den einen Gott" im Sinne des Monotheismus geben kann, oder ob es viele Gottheiten, wie in den "heidnischen" Glaubensrichtungen und in den Naturreligionen gibt. Diese vielen Gottheiten könnten dann auch wiederum nur mehrere Facetten ein und desselben "einen" sein. Tja, ein ziemliches Dilemma, scheinbar.

Für genauere Betrachtungen müsste man die verlorenen alten Religionen genauer untersuchen, welche historische Fakten sind, doch fehlen dort relevante Fragmente, oder wurden beseitigt...


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Beiträge: 2134
Admin
(@erutan)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren

Lies Dir doch mal durch was ich ziemlich am Anfang des Threads geschrieben habe.
Ich will gar nicht infrage stellen ob es vielleicht eine höhere Macht gibt oder nicht. Was ich aber infrage stelle und auch eineutig stellen kann ist, daß jedwede irdische Religion der Vergangenheit und Gegenwart irgendeinen Bezug zu dieser höheren Macht hat oder gar darauf basiert.

Es ist ziemlich eindeutig wie Religionen entstanden sind und warum der Monotheismus zum Monotheismus wurde. Es war im Heidentum übrigens gar nicht unüblich, nur einem Herrscher ("Gott") zu dienen. Daß das Heidentum strikt politheistisch ist, ist ein weit verbreiteter Irrtum.

Alle irdischen Religionen haben den gleichen Ursprung. Alle Wesen, die darin beschrieben wurden, haben ihre Pendants in anderen Religionen.

Der Unterschied zwischen dem (echten antiken) Heidentum (um es vom Neupaganismus abzugrenzen) und dem Monotheismus besteht einfach in der Sichtweise auf den "Gott" oder die "Götter". Im Heidentum handelt es sich um mächtige aber durchaus real greifbare Wesen, die man sehen und mit denen man sprechen kann, ja, die man sogar töten kann.

Das Heidentum kennt nicht einmal den Begriff "Gott" bzw. stellt sich etwas ganz anderes darunter vor, als ein Jude, Christ oder Moslem....oder auch alle modernen Heiden, inklusive den Hindis, da der nachvedische Hinduismus eigentlich gar nicht mehr zum Heidentum gehört.

Noch mal: Es mag sein, daß es eine höhere Macht gibt.

ABER

wer glaubt, daß diese der Ursprung der Religionen sei, ist auf dem Holzweg. Alle Religionen haben einen ganz profanen, irdischen Ursprung und von dort aus läßt sich ihr Werdegang gut verfolgen.

Das Judentum wird zwar immer als nichtheidnischer Monotheismus beschrieben, tatsächlich aber hatte das Judentum anfngs alle Eigenschaften des Heidentums.
Sein eifersüchtiger Gott leugnete nicht etwa die Existenz anderer Götter sondern war lediglich darauf bedacht, daß man diese nicht bedient.
Er war persönlich helfend anwesend. Man konnte ihn sehen und mit ihm sprechen.

Das änderte sich erst ca. 200 a.Z. als das Judentum kanonisiert wurde. Möglicherweise war der Gott zu dieser Zeit schon so lange tot, daß sich die Priesterschaft nun traute, ihr eigenes Ding zu machen.

Und nun erst entwickelte sich die erste, nichtheidnische Religion aus der dann auch das Christentum hervor ging und das Ganze auf die absolute Spitze stellte.

Sooo lange glauben die Menschen also noch gar nicht an einen transzendenten, übermächtigen Gott. Dummerweise übertragen sie heute aber ihe Sichtweise in die Antiken Vorstellungen indem sie den Begriff "Gott" auch für die antiken Herrscher verwenden. Man sollte diese Wesen aber lieber mit Herrscher oder Mächtige bezeichnen um nicht immer einen Abklatsch vom Christengott zu haben.....der aus einem Wesen namens Enlil hervor ging, welches definitiv kein allmächtiger, transzendentaler Gott war.


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