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[Geschlossen] Überwachung der Verkehrsmittel

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Themenstarter
(@Nagerfreund)
Beigetreten: Vor 19 Jahren
[#1192372416]

Der Überwachungsstaat ist im Anrollen. Das wird inzwischen auch in öffentlichen Verkehrsmitteln bemerkbar. Kürzlich bin ich mit dem Bus gefahren, und musste feststellen, dass in der Busdecke eine Kamera installiert war. Eine halbkreisförmige Plastikkugel, in der eine Kameralinse zu sehen war. Kurz darauf fuhr ich mit der Straßenbahn, und sah das Gleiche. Ich frage mich, warum keine Welle des Protestes durch die Medien ging? Jetzt werden wir schon überwacht, wenn wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Ich habe sowieso fast immer Mütze und Sonnenbrille auf, wenn ich tagsüber rausgehe. Jetzt habe ich einen Grund mehr dazu. Warum beschweren sich die Bürger eigentlich nicht darüber? Das Argument, es würde gegen Terrorristen helfen, ist erwiesenermaßen ein altes Märchen. Eine Kamera hält die Terrorristen ja nicht von ihrem Tun ab. Und einem Selbstmordattentäter ist es ohnehin egal, ob er gefilmt wird, oder nicht. Nach dem Anschlag, ist er selbst ja nur noch Asche.

Gruß Nagerfreund


3 Antworten
Beiträge: 62
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(@the-burning-red-2)
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Beigetreten: Vor 57 Jahren

Es geht dabei weniger um Terroristen als um die meisten anderen Straftäter. Hier in Köln haben Strassenbahnen 2 Wagen, wenn im hinteren 3 Afrikaner von 20 Neonazis zusammengeschlagen werden, kriegt der Fahrer davon nichts mit. Die Kamera (Wenn sie überhaupt aufzeichnet, was nicht so ganz klar ist) würde dann bei der Identifizierung der Täter helfen.

Ich glaube du überschätzt den Staat. Glaubst du da sitzen wirklich Polizisten irgendwo an so Bildschirmen und verfolgen alle deine Aktionen, nur weil sie gerade Bock darauf haben? Dazu haben sie überhaupt nicht die Möglichkeit.


Beiträge: 17
 Alf
Registered
(@alf)
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Beigetreten: Vor 19 Jahren

Es ist interessant - der eine macht auf etwas aufmerksam und sich so seine Gedanken darüber und der andere versucht diese Gedanken als Grundlage zur Verteidigung der Bürgersicherheit zu nehmen. Es geht doch insgesamt um die Tatsache, dass alles überwacht wird und man die Menschen dadurch regelrecht energetisch unmündig macht!
Alleine das Vorhandensein solcher Überwachungsmechanismen suggeriert dem Bürger unentwegt, seine Intimssphäre ist bedroht - er befindet sich unter Dauerstress, den man anderenorts auch "konfliktaktive Suggestion" nennt.

Alf


Beiträge: 1689
 Zak
Registered
(@zak-2)
Noble Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

hi

zum thema videoüberwachung gibt es einen interessanten beitrag bei heise online:

[b]Britische Polizei räumt eklatante Schwächen der Videoüberwachung ein[/b]

Graeme Gerrard, bei der britischen Association of Chief Police Officers ([url= http://www.acpo.police.uk/ ]ACPO[/url]) für Videoüberwachung zuständig, hat bei einer parlamentarischen Anhörung eingeräumt, dass die in Großbritannien schier jeden Meter in Innenstädten überwachenden Kameras Gewaltverbrechen und spontan begangene Straftaten nicht verhindern. Andere Länder seien zwar längst erstaunt, in welchem Ausmaß die Briten durch "Closed Circuit Television" (CCTV) bespitzelt würden, erklärte der Ermittler am Donnerstag im [url= http://www.parliament.uk/parliamentary_committees/lords_constitution_committee.cfm ]Verfassungsausschuss[/url] des House of Lords. Die Abschreckungswirkung sei aber sehr gering. Der Experte der Vereinigung der lokalen Polizeichefs gab zudem zu, dass die Öffentlichkeit über die Effizienz der elektronischen Augen "in die Irre geführt" worden sei.

Schätzungen zufolge haben die Briten in den vergangenen Jahren rund vier Millionen Überwachungskameras im ganzen Königsreich für viele hundert Millionen Pfund installiert. Großbritanniens Datenschutzbeauftragter Richard Thomas sprach deswegen vor über einem Jahr vom [url= http://www.heise.de/newsticker/meldung/80435 ]"Schlafwandeln"[/url] hinein in die Überwachungsgesellschaft. Doch vor allem bei spontan ­ etwa im Trunkenheitszustand ­ begangenen Verbrechen und der Abwehr antisozialen Verhaltens habe sich der technische Beschattungskomplex als nutzlos herausgestellt, erläuterte Gerrard. Wenn Leute in den Innenstädten nachts Ärger loswerden wollten, würden sie nicht an über ihnen aufgehängte Kameras achten. Deren Aufnahmen könnten dann allenfalls noch bei der späteren Strafverfolgung helfen.

[...]

Eine Studie des Innenministeriums hatte zuvor ergeben, dass 80 Prozent der Aufnahmen von überaus schlechter Qualität waren und so nicht als Beweismittel dienen konnten. Etwas anders als die mündliche Aussage des ACPO-Vertreters im Oberhaus liest sich freilich die schriftliche Eingabe der Polizeichefs. Demnach "sind die CCTV-Bilder eine große Hilfe bei der Verfolgung von Verbrechen und Unordnung".

[...]


quelle und ganzer text: [url= http://www.heise.de/newsticker/meldung/102066 ]heise.de[/url]


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