Gerade sehe ich bei CNN einen Nachrichtenbeitrag über das Computervirus Stuxnet, das angeblich das Iranische AKW infiziert haben soll, da sehe ich im Netz, daß diese Meldung doch eigentlich gar nicht mehr so neu ist.
Das erste was mir in den Sinn kam: Ja können die denn SO dämlich sein und auf ihren Rechnern nicht nur Windows laufen lassen, sondern sie auch noch ans Internet zu stöpseln?
Dann kam mir folgendes in den Sinn: Wenn die so blöd sind....wer ist noch so blöde? Könnte man nicht eine Menge Informationen über den Parasiten und seine Heerscharen kleiner Collaborateure bekommen wenn man selber so ein Progrämmchen schreibt und einfach wartet bis es den richtigen Rechner infiziert hat?
Und dann....könnte man nicht deutlich mehr, als nur kleine Nadelstiche verpassen wenn dieses Progrämmchen nicht nur nach Hause funken würde, sondern nach getaner Arbeit einen gewaltigen Hunger auf die Systemdateien des Regime-Rechners bekäme?
Ich bin doch sicherlich nicht der erste, der darüber nachdenkt, oder? Wie viele Systeme könnten bereits infiziert sein?
tjaja... 2 jahre später stellt sich heraus:
http://www.computerwoche.de/security/2514273/
Stuxnet sei Teil eines geheimen Cyberwar-Programms gewesen, das von US-Präsident Obama persönlich betreut worden sei.US-Präsident Barack Obama - laut "New York Times" hat er die Cyberangriffe gegen den Iran höchstpersönlich angeordnet.
US-Präsident Barack Obama hat nach Informationen der "New York Times" eine Welle von Cyberattacken gegen den Iran angeordnet, zu denen auch der berüchtigte Wurm Stuxnet gehörte. Auch als Stuxnet im Sommer 2010 an die Öffentlichkeit gelangte, habe Obama die Geheimaktion mit dem Codenamen "Olympic Games" (Olympische Spiele) noch beschleunigt. Das schreibt der Washingtoner Chefkorrespondent der Zeitung, David Sanger, in seinem neuen Buch, aus dem am Freitag Auszüge veröffentlicht wurden. Er beruft sich dabei auf Informationen aus Sicherheitskreisen.
Unter den Quellen von Sanger befinden sich nach seinen Angaben auch Personen, die bei einem Krisentreffen nach der Entdeckung von Stuxnet dabei gewesen waren. "Sollten wir die Sache jetzt stoppen?", habe Obama dort gefragt. Da aber unklar gewesen sei, wie viel die Iraner über die Schadsoftware wussten, sei beschlossen worden, weiterzumachen. In den Wochen darauf sei die iranische Atomfabrik in Natanz mit einer neueren Version von Stuxnet angegriffen worden und dann mit einer weiteren.
cyberwarhaftige grüsse 😉
...ist das eigentlich strafbar was die dort machen? (rethorische frage) :/
On rhetorisch oder nicht - es ist eine interessante Frage und ein interessantes Thema.
Ist es strafbar, wenn eine Regierung die Computer einer anderen Regierung hackt?
Ich glaube, die aller alller allermeisten Menschen denken da einfach nicht weit genug. Man könnte auch fragen:
Ist es strafbar wenn eine Regierung Staatsbürger einer anderen Regierung ermordet...und das auch noch auf dem territorium der anderen Regierung?
Der Knackpunkt ist der: Gibt es Strafverfolgungsbehörden für derartige Übergriffe, die nach den gesetzen ihres Landes international agieren dürfen, ohne daß die Medien das als Terrorismus verdrehen würden? Nein, die gibt es nicht. Jede Strafverfolgung seitens des Iran würde in den Medien (und somit in der Köpfen der Menschen) als kriegerischen oder terroristischen Akt gewertet und verurteilt.
Um den Frieden zu wahren oder weil man im krieg unterliegen würde, werden daher solche Übergriffe nicht geahndet.
Und jetzt kommt das Wichtige daran: WIR haben die gleiche Macht unserem Regime gegenüber. Wir sind unzählbar viele. Wir könnten tun und lassen was wir wollten wenn wir uns unserer Stärke als Gemeinschaft bewußt würden. Wir sind stärker als das Regime! Jedes Volk ist stärker als das Regime, das es kontrolliert.
Das erste was mir in den Sinn kam: Ja können die denn SO dämlich sein und auf ihren Rechnern nicht nur Windows laufen lassen, sondern sie auch noch ans Internet zu stöpseln?
Da muss ich leider auf Fehler Hinweise zumindest im Zusammenhang mit Stuxnet.
Das Virus war per Usb Stick in die Anlage gekommen. Und es war/ist unschädlich für so gut wie alles, weil es speziell auf das Ziel ausgerichtet war. Sprich nur aktiv in den Anlagen des Iran zu sein.
Darüber hinaus hat das eher nix mit Windoof zu tun, weil Stuxnet Siemens SPSteuerungen angegriffen hat. Und die sind quasi universeller noch als der Marktanteil von Windows, da sich die Industrie auf Standards geeinigt hat für die Programme und wie die Ablaufpläne/Codes in den SPS sind. Das macht Sinn in der gemeinen Industrie wird aber kritisch bei solchen Einrichtungen.
Insoweit hat das eher wenig zu tun mit Internet. Der Virus war also defakto im Iranischen Atomprogramm Intranet. Und da ist die Frage wie bescheuert die Leute sind ihre Sticks von Daheim mitzubrigen und in nen Rechner der Atomanlage einzustecken. Oder aber war es Agenten möglich sich ins Programm einzuschleusen als Mitarbeiter und das Virus so direkt an den Ort einzubringen. Zweiteres wiederum würde dann auch den Beweis bringen, dass der Iran nicht an Atomwaffen arbeitet, da sonst ja bekannt wäre das sie an Waffen arbeiten würden, weil Spione im Programm sind und Zugang zu den Fakten haben und man das definitiv als Kriegsgrund nehmen würde. Wenn also das Zweite nicht taugt bleibt Ersteres. Und hier liegt der Fehler bei der Aufklärungsabteilung des Iran und natürlich den Sicherheitsinstruktoren des Atomprogramms die Ihre Leute nicht dazu bekommen Privates und Arbeit selbst in sensiblen Bereichen zu trennen. Insofern typisch Faktor Mensch.
On rhetorisch oder nicht - es ist eine interessante Frage und ein interessantes Thema.
Natürlich ist das strafbar, also ein Kriegsgrund. Dafür gibt es ja Nationen damit sie die Gemeinschaft vor anderen schützen. Niemand will das der Nachbar bei einem den Mixer sabotiert und der einem dann wohmöglich noch die Küche zerlegt. Da wäre man als Nachbar wohl auch sauer. Staaten sind da nicht anders. Ist nur die Frage wie hoch die Toleranzschwelle ist und natürlich ob der Nachbar Waffenbesitzer ist und man es sich deshalb zweimal überlegen sollte in sein Haus zu gehen.
@ Erutan:
Der Knackpunkt ist der: Gibt es Strafverfolgungsbehörden für derartige Übergriffe, die nach den gesetzen ihres Landes international agieren dürfen, ohne daß die Medien das als Terrorismus verdrehen würden? Nein, die gibt es nicht. Jede Strafverfolgung seitens des Iran würde in den Medien (und somit in der Köpfen der Menschen) als kriegerischen oder terroristischen Akt gewertet und verurteilt.Um den Frieden zu wahren oder weil man im krieg unterliegen würde, werden daher solche Übergriffe nicht geahndet.
bedeutet das dann im umkehrschluss, dass unter den staaten bloss das recht des stärkeren gilt und eine militärische superpower wie usa sich im prinzip alles erlauben können, wonach ihnen gerade der sinn steht, ohne dafür zur rechenschaft gezogen werden zu können?
auch das ist im grunde nur eine rethorische frage. die antwort hierzu dürfte jeder von uns kennen. :/
@ IloveUbabe :
da ist die Frage wie bescheuert die Leute sind ihre Sticks von Daheim mitzubrigen und in nen Rechner der Atomanlage einzustecken.
menschen sind käuflich/erpressbar. das schliesst auch atomwissenschaftler mit ein.
Ist nur die Frage wie hoch die Toleranzschwelle ist und natürlich ob der Nachbar Waffenbesitzer ist und man es sich deshalb zweimal überlegen sollte in sein Haus zu gehen.
schönes gleichnis. wäre es dann nicht legitim selber anzustreben zum "waffenbesitzer" zu werden um endlich in ruhe gelassen zu werden?
wenn man das aber noch weiterdenkt, werden bald sämtliche nachbarn versuchen waffenbesitzer zu werden. so entwickelt sich hier eine spirale der aufrüstung die wenig wünschenswert ist, denn je mehr waffenbesitzer, desto höher ist auch im endeffekt auch die wahrscheinlichkeit, das jemand diese aus irgendwelchen gründen auch einsetzt...