als ob sich bisher was zum besseren verändert hätte wenn die jeweils andere Partei an die Macht kommt
genau, und vor allem: es kommen immer wieder die [b]gleichen and[/b]eren Parteien an die Macht,
ein schon ziemlich lange anhaltender Kreislauf, nur scheint es kaum jemand zu meken.
Hi Arkas,
also so langsam...weißt Du...
Du weißt doch selber, daß man durch das vorgesehene Mittel der Wahlen keine politischen Entscheidungen beeinflussen kann.
Aber:
Das meinte ich nicht einmal.
Wenn ein Volk "wählt", dann "wählt" es Volksvertreter und geht (zumindest in der Theorie) davon aus, daß diese die Interessen des Volkes vertreten.
Alles andere ist Hochverrat - ob nun "gewählt" oder nicht.
Du solltest nicht vergessen, daß - zumindest auf dem Papier (und dieser Schein soll ja eigentlich auch gewahrt bleiben) - ein Staat aus dem Volk besteht, das ein paar hauptberufliche Politiker zu seinen Vertretern bestimmt hat und nicht etwa aus eine Politikerkaste, die das Volk als Zahlemann und Arbeitstiere mißbrauchen.
Demzufolge also: Völlig gleich, ob eine Entscheidung des Volkes sinnvoll ist oder nicht (hier ist sie aber nicht nur sinnvoll, sondern auch sehr klug) - dem Willen des Volkes ist, sobald sich eine so große Mehrheit abzeichnet, die nicht zu übersehen ist - Folge zu leisten. Zumindest wenn man sich Volksverterter schimpfen will. Es gibt nur eine Staatsform, bei der das nicht vorgesehen ist: Diktatur!
Edit: Noch eine kurze Ergänzung damit wirklich deutlich wird, was gemeint ist und welche Verschwörungstheorie hier bestätigt wird:
Der Weg des Parasiten verlief über die Abschaffung der ehemaligen Herrscherklasse, also Monarchie und Adel. Dem Volk wurde suggeriert, hier seien ein paar Menschen, die von Geburts wegen das Recht für sich in Anspruch nehmen würden, das Volk zu beherrschen und für sich arbeiten zu lassen.
Unter der Flagge der "Gleichheit" wurden teilweise Völker gegen eben diesen Adel aufgestachelt; in anderen Fällen führten Kriege zum endgültigen Ende von Monarchie und Adel.
Laß' und das mal festhalten.
Die alten Strukturen sollten durch Strukturen von Gleichheit ersetzt werden. Demokratie war das Stichwort. Führungen sollten den Willen der Völker vertreten und nicht umgekehrt.
Eine alte Verschwörungstheorie besagte schon immer, daß dies alles nur Augenwischerei war und ist, daß der Adel nur Platz machen mußte für einen "Pseudoadel", der im Gegensatz zum echten Adel kaum angreifbar, da offiziell nicht auf Lebenszeit, sei.
Genau das hat sich bestätigt.
Sobald das Konstrukt so sehr in Schieflage gerät, daß der Volkswille so weit vom Willen des "Pseudoadels" abweicht, wird es deutlich.
Und noch etwas:
Selbst wenn Politiker offensichtliche Fehler machen und Dinge tun, die angeblich 80% der Menschen für falsch halten so werden diese Politiker nicht abgewählt.
Alsoi in Wirklichkeit ist Fakt, daß es die Möglichkeit einer Abwahl für den Bürger gar nicht gibt.
Ich stimme da in gewisser weisse euch beiden zu Erutan und Arkas.
Arkas hat jedoch recht, diese "80"% sind anscheinend nicht gewillt durch wahlen sich neue vertretter zu wählen. da im normal fall die gleichen parteien wie immer die mehrheit bekommen und es nur selten mal eine wahlüberraschung gibt.
ich gebe da immer gerne das beispiel b90 die grünen (will jetzt keine diskusion starten über die verschiedenen parteien ist nur ein beispiel) wenn die ne alleinige mehrheit hätten würde es bei uns wohl auch recht anders aussehen als in unseren politischen paktsystem. das gleiche gilt aber natürlich auch für einige andere parteien.
Ob hinter der demokratie eine macht steht und alles lenkt ist natürlich die frage. es wäre aber auch möglich das die politiker einfach nur ihre vormacht ausnutzen und die schlupfwinkel der demokratie verwenden um das sagen zu behalten, ganz ohne verschwörung im schatten.
Die Grünen sind ein gutes Beispiel.
Da hat das auf Landesebene mal geklappt....sollte man denken.
Da hat man die Grünen tatsächlich mal an die Spitze gewählt - wohl mit den Bildern vor Augen, wie sich die Grünen an die Spitze der Protestmärsche gesetzt hatten, die gegen Stattgart21 protestierten.
Man hat es dem Oettinger und seiner CDU mal so richtig gezeigt!
Nur genutzt hat's rein gar nichts. Es muß doch nun wirklich dem Letztenb klar sein, daß es keine wirklich unterschiedlichen Parteien gibt, sondern eigentlich nur eine einzige "Partei der Parteiendiktatur", der die sichtbaren Parteien sozusagen als sichtbare Frontends dienen. Im Umkehrschluß hat das Volk gar nicht die Möglichkeit, durch Wahlen etwas an der Situation zu verändern.
Es stimmt also nicht, daß ein Volk immer die Regierung bekommt, die es verdient. Hier wird nur die Friedliebigkeit und auch die Lethargie der Menschen ausgenutzt, denn einen gewaltfreien Ausweg gibt es daraus einfach nicht.
Auch am Griechenlandbeispiel wird das deutlich. Die letzten Entscheidungen waren nur möglich mit der Zustimmung eben jener, auf die viele Griechen zuvor noch vertraut hatten und die sich auf die Seite der Griechen gestellt zu haben vorgaben: Der sog. "Opposition".
Es ist also klar und eindeutig, daß die gleichen Entscheidungen stattgefunden hätten, wenn sich die Griechen bei der letzten Wahl ganz anders entscheiden hätten.
Trotzdem haben die Griechen dieses Parlament selbst gewählt. Zugegeben, jetzt gerade können sie nicht viel machen, aber wer es wirklich will kann eine Regierung auch während der Amtszeit mit friedlichen Mitteln aus dem Amt entfernen.
Was hätten sie denn tun sollen? Jede Wahlentscheidung hätte zu den gleichen Ergebnissen geführt.
Und nein, leider lassen sich die wohl offensichtlich nicht mit friedlichen Mitteln entfernen. Sonst wären sie längst weg. Mehr freidliche Demonstration und Meinungskundgebung geht ja schon gar nicht mehr.
Wir hatten das Thema ja schonmal...
Natürlich kann man nichts verändern indem einfach "die Oppositionspartei" wählt, in der BRD regieren seit 60 Jahren abwechselnd CDU oder SPD, am großen Verlauf der Dinge hat sich nie was geändert.
Aber auch daraus kann man ja die Lehre ziehen, dass man völlig neue Parteien wählen muss. Es gibt als Alternative bspw. diese Naivlinge die irgendwelche winzig kleinen Parteien gründen aber halt trotzdem es immerhin soweit schaffen auf dem Wahlzettel zu stehen.
Wenn alles nur noch den Bach runtergeht dann wähle ich doch lieber meinen Nachbarn oder meine Oma oder einen Obdachlosen zum Bundeskanzler anstatt immer wieder dieselben Parteien.
Selbst eine Horde von Affen im Bundestag würde besser regieren, die würden nach dem Zufallsprinzip entscheiden, so dass wir vielleicht 50/50 gute und schlechte Entscheidungen bekommen statt 99% schlechte.
Das Argument, dass man durch Wahlen nichts verändern könnte zieht einfach nicht. Uns ist das klar, dass das sehr wahrscheinlich nicht funktioniert (bspw. weil diese neuen kleinen Parteien sofort unterwandert werden, wenn sie zu groß werden usw..).
[b]ABER:[/b]
Diese Überlegung stellen nur "wir" an, nicht die 80/90 oder 95% der Bevölkerung die "falsch" oder gar nicht wählen.
Die Menschen denken eben gerade nicht "ich kann eh nichts verändern weil die Politik gleichgeschaltet ist".
Einige denken schon, sie könnten eh nichts verändern, aber halt nur weil sie immer nur zwischen den zwei großen Blöcken gewechselt sind. Wenn man diese Leute dann fragt warum sie nicht mal ne kleine Partei wählen kommt so dummes Zeug wie "die können es auch nicht besser" oder "die kommen ja nicht hoch".
Mit solchen Menschen kann man keine Demokratie machen, egal unter welchen Umständen, es würde immer im Chaos enden.
Sie wissen ja gar nicht, dass es nichts bringen würde anders zu wählen, weil sie es nicht mal versuchen. Deshalb kann ich diesen Menschen sehr wohl vorwerfen, selbst schuld zu sein, weil sie keinen Versuch unternehmen etwas zu ändern.
Das ist nämlich durchaus notwendig auch in einer "echten" Demokratie, die von vielen in unserer "Szene" so gerne gefordert wird.
Echte Demokratie heisßt nicht, dass automatisch keine Gauner mehr Politiker werden, sondern es müsste heißen, dass falsche politische Entscheidung von den Bürger auch bestraft werden, schlichtweg mit Abwahl.
Back to Topic:
Von daher hat sich diese Verschwörungstheorie noch nicht bestätigt. Bevor das der Fall ist, will ich erstmal sehen, wie die Masse der Menschen versucht mit legalen Mitteln und mit ihren demokratischen Rechten versucht eine große Veränderung herbei zu führen und dabei scheitert.
Noch ist das nicht geschehen, weil dieser Versuch noch nicht unternommen wurde.