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[Geschlossen] glück für deutschland

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(@hunger)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren

Ziel der UN ist ja auch der Schutz der Menschenrechte.

Kannst du mir das in der UN-Charta zeigen, denn da finde ich nichts über die Menschenrechte. Da zusätzlich die 5 -Veto-Mächte des Sicherheitsrates eben in allen Dingen ihr Veto einsetzen können, mag zwar meist die eigentliche Verpflichtung obsiegen sich am Völkerrecht zu orientieren, aber wie im Falle des Irak-Krieges zeigt sich letztlich, das die USA egal was dieses Gremium sagt das tut was sie will.
Damit sollte doch deutlich genug sein, das die UNO Anfangs eindeutig und später weniger eindeutig der Vormachtstellung der USA unterliegt und so als verlängerter Arm der US-Außenpolitik oder besser der US-Imperiums-Politik zu verstehen ist.

Art. 29/3 und 30 sagen eigentlich nur, dass man seine Rechte selber nicht dazu mißbrauchen darf um die Rechte anderer zu beschränken.
Das heißt nicht mehr, als dass die Freiheit des einen da aufhört wo die des anderen anfängt.

Diese sehr lockere Betrachtungsweise scheint mir dann doch etwas oberflächlich, sorry, denn wieso sollte ein Menschenrecht das Recht eines anderen einschränken können?


Was Menschenrechte betrifft stehen wir historisch gesehen ja sowieso immer noch am Anfang der Entwicklung.

Wie bitte?
Nach 60 Jahren stehen wir am Anfang?

Faktisch mag das so sein, aber es ist faktisch ebenfalls so, weil die Einhaltung der Menschenrechte die Allmacht der Regierungen einschränken würde und daher die Konzerne mit ihrem Lobbyismus dann leicht die Kontrolle über die Regierungen verlieren könnten.

Wir haben erkannt, dass es sowas geben sollte und das haben wir schonmal aufgeschrieben, die nächsten 100 Jahre können wir uns überlegen wie man sie verwirklichen kann.

Ahja, wir warten dann alle mal bis die Mächtigen gewillt sind ihre Macht freiwillig abzugeben oder wie soll ich dich verstehen?

Das klingt ja recht fatal!

VG Hunger


Beiträge: 1293
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(@arkas-2)
Noble Member
Beigetreten: Vor 57 Jahren

In der Präambel steht was und in den ersten ca. 10 Artikeln. Da steht zwar nicht "Ziele" aber das sind zumindest die obersten Ziele.
Jedes Recht, kann potentiell Rechte anderer einschränken. Im Grundgesetz steht bswp. was von freier Entfaltung der Persönlichkeit, ohne dass da was steht wo diese Freiheit aufhört.
Bei uns macht man das so: Zuerst wird der Schutzbereich ermittelt, also ob eine Handlung von dieser Freiheit gedeckt ist. Beispiel: Eine Person bringt eine andere um (krasses Beispiel, nur zur Verdeutlichung), grundsätzlich freie Entfaltung. Geht natürlich nicht, also gibt es Schranken für die Grundrechte, bei der freien Entfaltung ist die Schranke halt bei der freien Entfaltung des anderen, das heißt man muss - da wir eben in einer Gemeinschaft leben irgendwo die Grenze ziehen. Damit fallen alle Möglichen Verbrechen eben raus, obwohl die Person sich dabei "frei entfaltet".

So muss man diese Beschränkung auch in der UN-Charta sehen.

Wie bitte?
Nach 60 Jahren stehen wir am Anfang?

Faktisch mag das so sein, aber es ist faktisch ebenfalls so, weil die Einhaltung der Menschenrechte die Allmacht der Regierungen einschränken würde und daher die Konzerne mit ihrem Lobbyismus dann leicht die Kontrolle über die Regierungen verlieren könnten.

1. Ich denke in anderen Zeitabschnitten, den Menschen gibt es nicht erst seit gestern und so betrachtet ist die Entwicklung der letzten 200 Jahre doch recht aktuell und etwas ziemlich neues, das sich erst noch beweisen muss oder halt erst entwickelt werden muss.
2. Ja, so ist es.

Ahja, wir warten dann alle mal bis die Mächtigen gewillt sind ihre Macht freiwillig abzugeben oder wie soll ich dich verstehen?

Das klingt ja recht fatal!

Eine Veränderung der Machtverhältnisse wäre den Menschenrechten sicher dienlich und aus diesem und anderen Gründe sollte jeder die ihm zur Verfügung stehenden legalen Mitteln einsetzten um diese herbeizuführen. Oder wir warten auf den Zusammenbruch der vll. eine Chance bringt.  ;D

Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich sagen, dass ich diesem Menschenrechts-Firlefanz nicht viel abgewinnen kann. Inhaltlich volle Zustimmung, aber die Art und Weise wie diese Rechte seit der Aufklärung benutzt werden gefällt mir überhaupt nicht. Erstens ist unser ganzes politisches und Wirtschaftssystem nicht gerade förderlich was Menschenrechte betrifft und zweitens sorgen sie dort wo sie wirklich umgesetzt werden (Antidiskriminierungsgesetze etc.) mehr für Einschränkungen als für Freiheiten, während Regierungen sich offenbar immer weniger daran gebunden fühlen müssen.

Der Natur des Menschen wohnt doch ein soziales Verhalten inne, das ihm nicht mit pathetischen Rechtsphrasen, an die sich niemand hält, der mächtig genug dazu ist, aufgezwungen werden muss.
Deswegen bin ich weniger für eine Anknüpfung an heutige "Errungenschaften" und mehr für eine Rückbesinnung auf bessere Zeiten. Vielleicht ist das eien Fehlvorstellung, aber ich vermute dass die Welt vor hunderten oder tausenden von Jahren zwar härter und brutaler war, aber in mancherlei Hinsicht gerechter.


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