Da stimme ich schon zu.
Wobei die Liste der Dienste jederzeot auszuweiten ist, nicht nur die genannten sind da aktiv.
Allerdings ist immer wieder die Frage, "Was machen die mit all diesen Daten?" zu beantworten.
Und da frage ich mich, was sollen die damit anfangen, daß ich, jedes Jahr diese und jene Bewegungen mache, diese und jene Ausgaben und Besuche?
Es ist natürlich richtig, daß hier das Potential besteht, daß meine Bewegungen in ein Schema fallen, daß sich mit einem auffälligen Profil deckt und dann kann es sicherlich zu Problemem kommen.
Das hat es auch in der Vergangenheit gegeben, allein wenn ich mir die Memoiren des früheren MI5 Chefs in Erinnerung rufe, dann sind die oft lange Zeit einem Phantom nachgelaufen, welches sich dann als harmlos herausgestellt hat.
Dennoch sehe ich, schon aus technischen Gründen kein echtes Problem damit, denen so viele Daten zu liefern, wie sie niemals verarbeiten können.
Wenn Du Dir ansiehst, welche Streitigkeiten zwischen den Diensten der Länder auftreten, wenn mal tatsächlich etwas passiert und sie alle Daten hatten, diese aber nicht auswerten konnten, dann wirst Du sicherlich verstehen was ich meine.
Mein Leben ist sowieso weitgehend dokumentiert, ich habe ein GSM Telephon, ich verwende Kreditkarten, ich bin sehr oft mit einem Flugzeug unterwegs und ich mach pro Woche zumindest zwei bis drei Grenzübertritte.
Also frage ich mich, was ich da verbergen soll.
Wenn ich eine Aktion liefere, die nicht publik werden soll, dann werde ich mich ohnehin davor schützen, daß die Informationen, die damit zusammenhängen bekannt werden können.
Also was sollte sich nun für mich ändern?
Ich glaube nicht, daß 9/11 so abgelaufen ist, wie es die offizielle Version zeigt.
Und natürlich wird das als Grund für eine massive Aufrüstung der Infrastruktur der Geheimdienste verwendet.
Aber die würde in jedem Fall kommen und die hinkt auch immer hinter den selbst gesteckten Zielen her.
Wenn man sich die Berichte über die Aussattung von kriminellen Organisationen ansieht, dann sind die zumindest so gut ausgerüstet, wie die Geheimdienste.
Das ist in jedem Fall ein Wettrennen um die bessere Ausstattung.
Es ist sicher richtig, daß damit dann Dienste, denen Gesetze egal sind, schweren Schaden anrichten können und dies auch tun.
Aber das würden die auch ohne die aktuelle Situation tun.
Insoferne bin ich nach wie vor davon überzeugt, daß hier zwar die Erfassung besser und einfacher geworden ist, aber die Gefahr einer mißbräuchlichen Verwendung sich nicht geändert hat.
Selbst zu den Zeiten eines Metternich hat man von den meisten missliebigen Personen genaue Bewegungsprofile und Finanzdaten gehabt.
Und was hat sich geändert?
Die Geheimdienste, zu deren Berufsprofil schwere Paranoia gehört, haben Computer bekommen und haben heute bessere Waffen.
Na gut, aber dort sitzen immer noch dieselben Typen.
Vor denen kannst Du Dich problemlos schützen, indem Du Deine sonstigen Verhaltensweisen ohne Änderung aufrechterhältst, da produziert ein gleichmäßiges Schema und macht Dich uninteressant.
Wenn Du, was ich natürlich annehme ;), dann doch einmal davon abweichst, weil Du eine nicht ganz so saubere Aktion machen willst, dann mußt Du eben, aber auch das war bisher schon so, dafür sorgen, daß Deine Spuren nicht sichtbar sind.
Na gut, das haben wir bisher schon so gemacht, also was hat sch geändert.
Ich gehe mal davon aus, daß hier keine bösen Terroristen oder Staatsfeinde posten und daher wohl kaum einer Dinge tun wird, die einen Geheimdienst interessieren.
Und ob einer ein paar Hanfpflanzen im Hinterhof züchtet oder nicht, ist einem Geheimdienst egal.
Ich bin bei verschiedenen Einreisen in die USA in den letzten Jahren regelmäßig überprüft worden, ich wurde zwei mal verhört, obwohl ich auf Einladung des US Handelsministeriums eingereist bin, ich weiß, daß ich in den USA regelmäßig abgehört werde und daß meine Mails gelesen werden.
Der Grund dafür sind einige meiner Projekte und der Umstand, daß meine Firmen ein Büro in Tehran betreiben, damit habe ich mich bereits angefreundet, als wir uns entschlossen haben, dieses Büro zu gründen.
Natürlich stört mich das, aber was nützt es den Mitlesern und Mithörern?
Sie erfahren die Schulnoten meiner Kids, sie erfahren von den Verträgen die wir abschließen (die können sie auch auf Platts.com oder den jeweiligen Webpages der Ministerien erfahren, nur mit ein paar Tagen Verspätung) und sie erfahren, wo ich gerne esse.
Großartig.
Was sie nicht erfahren, wird ja sowieso so kommuniziert, daß eine Entschlüsselung so lange dauert, bis die Information unbrauchbar geworden ist, das ist längst ein Industriestandard.
Keiner unserer Computer kommt ohne 24k Verschlüsselung und Crypto Coprocessor aus, keines unserer GSM Telephone kommt ohne zusätzlichen Verschlüsselungschip aus und natürlich reden wir nicht über alle Geschäftsdetails am Telephon.
Und natürlich lassen wir unsere Büros, Autos, Wohnungen und Flugzeuge regelmäßig von Kleintieren befreien.
Wobei ich dazu sagen muß, wir haben erst zwei Mal etwas gefunden.
Das hat aber mit Industriespionage zu tun und ist ein allgemein bekanntes Spiel, das seit den 1970er Jahren ganz normal ist.
Klar ist das bisweilen lästig, aber das machen die meisten Firmen in meiner Branche mittlerweile ganz automatisch.
Das ist ganz einfach der Preis, den man für den Umstand zu zahlen hat, sich aus der großen Masse herauszuheben.
Und natürlich ist meine berufliche Tätigkeit nicht die eines Sachbearbeiters.
Es mag lästig sein, aber das Spiel ist ein paar tausend Jahre alt, nur die Werkzeuge sind moderner geworden, dafür aber auch die Gegenmaßnahmen.
daten im netz werden nach stichworten gefiltert. ebenso bei anderen telekommunikationen. fehlende rechnerkapazitäten können mit der zeit nachgerüstet und verfeinert werden.
früher wurde auch nicht die personenkennziffer bei grenzübertritten pauschal registriert. ein bewegungsmodell war also nur bedingt möglich.hier findet eine generelle kriminaliserung der bevölkerung statt. selbst privatunternehmen nutzen die personendaten um die mögliche kaufkraft des kunden abzuschätzen. das führt wiederum zur aufteilung in eine strikte klassengesellschaft.
in den usa werden schon kleine organisationen unterwandert weil sie kritisch gegenüber der regierung sind.
das ganze hat m.e. methode um den bürgen letzlich zu entmündigen und bei bedarf aus dem verkehr zu ziehen.
für was braucht eigentlich die usa internierungslager in ihrem land welche von einem privaten unternehmen gebaut werden? [url= http://www.freace.de/artikel/200601/260106b.html ]Vertrag über 385 Millionen in den USA[/url]
grüße, zak
Also, ich denke hier muß man schon ein paar Dinge auseinanderhalten.
Die USA sind nur ihrer Selbstdarstellung nach ein demokratisches und freies Land mit Bürgerrechten, mehr nicht.
Die Entscheidungen der US Regierung haben nicht sehr viel mit diesem Marketingbild zu tun.
Die Bedenken, daß dort jeder Bürger und noch viel mehr jeder Tourist als möglicher Krimineller angesehen wird, teile ich durchaus.
Allerdings sind die Datenschutzgesetze in den USA, weitgehend nicht vorhanden und der Handel mit personenbezogenen Daten durchaus üblich.
Das ist aber eine Folge des fehlenden Meldewesens, also ist die Ausgangssituation dort schon ganz anders.
Eine Kreditkarte oder ein Bankkonto bekommst Du dort nur gegen Vorlage von einer Unmenge von Dokumenten, die nachweisen, daß Du einen Wohnsitz hast (Führerschein!), einen Job, eine Sozialversicherungsnummer, einen Aufenthaltstitel (bei Ausländern) und vieles anderes mehr.
Diese Daten unterliegen nahezu keinen Datenschutzbestimmungen, die werden daher zwischen diversen Agenturen, staatlichen Behörden und privaten Firmen gehandelt.
Aber die Klassengesellschaft gibt es bereits, die wird durch diese Informationen nicht erst erfunden, sondern bestenfalls erhalten.
Leider werden diese Daten auch entsprechend schlecht gewartet und sind daher weitgehend unbrauchbar.
Das ist in den USA seit rund 30 Jahren der Fall und Teil dessen, was dieses Land als seine Geschäftskultur betrachtet.
Wenn also die USA uns die Bürger der USA dies so wollen, dann betrifft mich das nicht weiter, ich meide die USA so weit es möglich ist.
Dasselbe gilt für diverse Bespitzelungsaktionen der US Behörden, das ist ein Problem, das sich die USA selbst ausmachen müssen.
Wenn das von der Bevölkerung akzeptiert wurd, dann ist von außerhalb nicht viel zumachen, dann kannst Du Dich nur schützen, indem Du das Land eben konsequent meidest.
Es ist sicherlich richtig, daß diese Problematik bereits jetzt zu einer gewissen Entmündigung jedes Bürgers der USA geführt hat.
Und es ist ist sicherlich auch richtig, daß in jedem Polizeistaat, die USA sind für mich ein solcher, jederzeit ein Bürger verschwinden kann, wenn es die Behörden so wollen.
Allerdings ist es auch richtig, daß solche System auf Dauer nur dann funktionieren, wenn die Mehrzahl der Bürger dieses System auch aktiv unterstützen, falls nicht, dann fallen auch Großmächte wie die UdSSR sehr rasch in sich zusammen.
Und gerade den USA würde ich in ihrer derzeitigen Form keine großen Zukunftschancen geben.
Da wird es vermutlich zu einer selbsgewählten Isolation kommen.
Was Europa oder andere Gegenden betrifft, so ist die Situation doch anders, weil hier die Strukturen und die (Bürgerrechte) Kultur ganz anders sind.
Es mag sein, daß in Ländern wie China sehr strenge Regeln gelten, aber sonst geht der Trend in Richtung Informationsöffnung.
Da werden mehr und mehr Informationen per Internet veröffentlicht und das finde ich schon ganz gut so.
Damit kann man auch jene herausfiltern, die bislang nicht ganz ehrlich waren, wenn es um ihre eigenen Daten gegangen ist.
Das hat Vor- und Nachteile, nur denke ich, daß die Vorteile überwiegen.
Schließlich muß ich nun als Dateneigentümer auch dafür sorgen, daß meine Daten über mich richtig sind, sonst schade ich mir mehr als es mir bringt.
Und fehlende Rechnerkapazitäten nachzurüsten ist ständiger Wettlauf mit den Datenmengen, das kannst Du am PC Markt ablesen.
Diesen Wettlauf kann kein Systembetreiber jemals gewinnt und das ist ein sehr gutes Regularium.
Damit ist gewährleistet, daß es niemals zu einer vollständigen Überwachung und Auswertung kommen kann.
Damit ist gewährleistet, daß es zu einer vollständigen Überwachung und Auswertung kommen kann.
Genau. Hat ja Zak schon gesagt. Aber Du mußt ja jedesmal noch nen Aufsatz dazu schreiben.
Gruß
Bergamr
Sorry, mein Tipfehler,
soll heissen:
Damit ist gewährleistet, daß es [b][highlight]niemals[/highlight][/b] zu einer vollständigen Überwachung und Auswertung kommen kann.
Schön was alles herbeigezogen wird um eine Sichtweisse zu untermauern, aber ging es nicht um Fingerabdrücke im Kindergarten?
Da wird Geheimdiensten alles denkbare und undenkbare zugetraut, ein altbewähtes Mittel um seine Feindbilder zu pflegen.
daten im netz werden nach stichworten gefiltert. ebenso bei anderen telekommunikationen. fehlende rechnerkapazitäten können mit der zeit nachgerüstet und verfeinert werden.
Da gibt es alle möglichen Spekulationen drüber, aber da muss ich mal umgekehrt fragen: stört es überhaupt jemanden? Bspw. benutzen die wenigsten Leute verschlüsselte Emails, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, denn seine Briefe verschickt man in der Regel auch verschlossen.
Es heisst hier gerne die Regierungen handeln entgegen der Interessen der Bevölkerung, aber wenn ein Großteil der Menschen an gesellschaftlichen Themen völlig uninteressiert sind gibt es auch keine Interessen zu wahren.
Und warum sollte man sich an den Bequemen und Ignoraten orientieren; die schlucken sowieso alles wenn die Quelle als "seriös" deklariert wurde!?
Ich finde es reichlich bequem und ignorant eine Haltung einzunehmen: die Welt (Politik, Polizei, Wirtschaft, Religion, ...) ist böse und verrückt, es wird uns eh stets was vorgegaugelt und die Details spielen keine Rolle. In solch ein Weltbild passen dann wohl auch Fingerabdrücke im Kindergarten. Also sorry, glaubt was ihr wollt, aber die Konsequenzen würde ich auch gern mal sehen. Ist denn der Heinrich etwa in den Kindergarten gegangen und hat die Erzieherinnen zur Sau gemacht, wenn die so etwas veranstalten? Natürlich nicht, lieber klatscht man solchen Schwachsinn in ein Forum wo jeder etwas dazuspinnen kann. Aber selbst dabei kann man enttäuscht werden wenn es darum ging Zustimmung einzufahren anstatt etwas zur Diskussion zu stellen:
Was mußte ich mir alles anhöhren als ich diesen Faden eröffnet habe....ach! Huh