Nun, wenn Halley diese Theorie unterstützt hat, dann liegt das einfach daran, dass ihm zuwenige Daten vorlagen, die für die eine oder andere Sache sprechen. Dies gibt es immer wieder: Die Frage der Gebirgsbildung etc. war so lange ungeklärt, bis man genügend Daten gesammelt hatte, die alle auf die Plattentektonik hinwiesen. In der Zeit davor waren viele Theorien im Umlauf, etwa die "Expandierende Erde", "Manteltumore", "Schrumpfende Erde" etc. Genau gleich lief es bis vor einigen Jahren in der Kosmologie: Ein Universum ganz aus "normaler Materie", mit "kritischer Masse", "unterkritischer Masse" oder gar mit "Modifizierter Newtonscher Dynamik (MOND-Theorie)" erschien genauso plausibel wie ein Universum mit Teilen "dunkler Materie". Erst heute liegen genügend Daten vor, um MOND zu wiederlegen, um festzustellen, dass das Universum nur zu ca. 5% aus "normaler Materie" besteht und dazu eine flache Geometrie (keine Krümmung zurück in sich selbst) besitzt. Ein Universum nur aus "normaler Materie" ist ausgeschlossen, genauso wie in der Geologie eine Hohle Erde.
Einstein dachte tatsächlich, dass nichts schneller sein kann als das Licht, aber dies kommt aus seinen Formeln gar nicht hervor. Tatsächlich hat man in letzter Zeit die Einsicht gehabt, dass sich offensichtlich INFORMATION nicht schneller als mit c ausbreiten kann (eben auch wegen Tunnelexperiment und ähnlichen). Beide Fälle (nichts schneller als c / information nie schneller als c) werden von der Relativitätstheorie erlaubt. Das Problem ist, dass Quantentheorie und Relativität nicht zueinander passen, beide in ihren Gebieten aber gute (bisher unwiederlegte) Ergebnisse produzieren. Der Tunneleffekt ist eben so ein Fall, der zur Quantentheorie gehört. Die "versöhnung" von Relativität und Quantentheorie in diesem Fall liegt eben darin, dass sich offenbar Information nicht schneller als mit c ausbreiten kann. Diese Unvereinbarkeit der Theorien ist übrigens auch der Grund dafür, warum man weiss, dass sie nicht "das Ende" sind: Irgendwann folgt eine übergeordnete Theorie, die beide Phänomene gleich gut beschreibt (die alten Ergebnisse werden dadurch natürlich nicht falsch, sondern höchstens ergänzt).
Dass das Pendulum-Experiment überhaupt nichts aussagt, kannst du in einigen von meinen Postings in dem entsprechenden Thread nachlesen. Wenn schon, würde das Pendulum-Experiment einen Hinweis darauf geben, dass wir auf der INNENSEITE einer Hohlkugel leben, für die Aussenseite mit HE im Innern ist das Experiment sinnlos.
Tiefenbohrungen, bei denen Temperaturen kurz mal wieder zunehmen, sind nichts neues: Die Erde ist eben nicht homogen warm, das zeigt sich auch in typischen Bildern der Manteltomographie. Trotzdem hat sich in allen Fällen bisher der durchschnittliche Temperaturgradient für die Kruste bestätigt: 3°C pro 100 m. Bei dem erwähnten Kontinent könnte es sich um eine abgesunkene Krustenplatte handeln: Diese sinken oft bis an die Kern-Mantelgrenze hinunter. (Quelle?) Zum Unterirdischen See kann ich nichts sagen, ohne mehr darüber zu lesen.
Auf dieser Welt gibt es Rätsel, ohne Zweifel. Sie aber alle ein und derselben Ursache zuzuordnen, ist völlig unsinnig. Deutet das gemeinsame Auftreten von bestimmten Themen denn wirklich darauf hin, dass alle Kulturen gleichermassen beeinflusst wurden? Oder vielmehr darauf, dass diese Themen für alle Menschen eine wichtige Rolle spielen und darum von allen behandelt wurden?
Stell dir vor, in einigen Tausend Jahren findet man eine verstaubte DVD des Films "Contact". Man würde ihn für eine Dokumentation halten und glauben, dass die Erde während Clintons Amtszeit von Ausserirdischen angefunkt wurde, wobei sich der Sender in einer Umlaufbahn um die Vega befand. Wenn man nun noch irgendwelche Sektenbücher und bestimmte Liedtitel (z.B. "Hello" von den Shakespears' Sisters) dazu gefunden hätte, käme man zur Überzeugung, dass damals wirklich ein Erstkontakt stattfand - obwohl diese Dinge nichts miteinander zu tun haben.
Und zu deiner Frage, mal angenommen, es gäbe die Hohle Erde: Ich glaube nicht, dass so etwas geheimgehalten werden könnte. Nenn mir eine vergleichbare Mega-Verschwörung: Es gibt keine. Man könnte nun auch argumentieren, nun, es sei einfach bisher keine Mega-Verschwörung aufgeflogen: Aber dann muss man sich vielleicht wirklich langsam fragen, woran man noch glauben will.
In Umkehrung eines Satzes, den ich hier schon ein paar mal gelesen habe: Kleine Geheimnisse können bewahrt werden, grosse haben keine Chance.
Wach auf, Bynaus,
Du lebst in einer Giga-Verschwörung, die mehrere Mega-Verschwörungen ihrerseits beinhaltet.
Der Glaube an die Wissenschaft ist eine davon ... ;D
Gruß
Bergamr
Beweise es.
Das Wesen einer guten Verschwörung ist, daß sie geheim bleibt ... 8)
Und daher per Definition unbeweisbar bleibt. Folglich muss man einfach daran glauben - oder eben nicht. Stellt sich die Frage, was wahrscheinlicher ist: Das die Welt aus ineinander verschachtelten Giga-Verschwörungen besteht, die sich ihrerseits aus Megaverschwörungen zusammensetzen - oder dass sie mehr oder weniger so ist, wie sie scheint...
Aber das ist halt Glaubensfrage.