Thule und Hyperbore...
 
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Thule und Hyperborea

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(@alvaricus)
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[#1102348673]

Moin...
Das sagenhafte Thule oder Hyperborea ist eventuell falsch gedeutet worden..
Boreas ist nach Herodot (400 v Chr) ein genau zu lokalisierender Fluss = Dnjepr, der als Schifffahrtsweg Nordischer Stämme (mittlerweise durch Funde nachgewiesen, bis vor kurzem noch durch die Archäologie verweigert) zum Handel im Altertum benutzt wurde... Es gab eine Landbrücke im Norden zu den in die Ostsee führenden Fluß Daugava. Für Herodot war der nördlichste, ihm bekannte Stamm, der der Schwarzmäntel.. wahrscheinlich ein Baltischer Stamm aus der heutigen Region Kiew.. Die Gefilde jenseits des Flusses Boreas, aus denen die unbekannten Handelsleute kamen, wurden einfach pauschal Hyperborea genannt (Übersetzt) Jenseits des Boreas (Flusses). Nahe der Quelle des Don, der ebenfalls in das Schwarze Meer fliesst, liegt eine der ältesten Städte Russlands "Tula", welche sich ebenfalls nördlich der den antiken Griechen bekannten Gefilde (also in Hyperborea
oder nahe der Boreasquelle) befindet.... Der Zusatz Ultima Thule, der zu der Insel Thule führte stammt nicht von den Griechen, sondern von Phyteas aus Massilia (Marseille) der als Römer einer 1000 Jahren alten Sage nachging und bis nach Norwegen segelte und wahrscheinlich die Shetland Inseln für die nördlichsten bewohnten Inseln hielt. Also bleibt für den Begriff Hyperborea nur die Deutung: Alles nördlicher als die ins Schwarze Meer führenden Flüsse. Und mit Thule war eventuell nur die sich dort befindene Stadt Tula im Quellgebiet des Don gemeint...
Gruß
Alvaricus


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(@uranus32)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

Hallo!

Ehrlich gesagt, ich kann diese Vermutungen nicht ganz nachvollziehen. Nicht zuletzt wurden doch im 3. Reich Forschungen in dieser Richtung gemacht und Expiditionen gestartet.
Die Wikinger gerieten in dieses Land, wenn sie auf dem Weg nach Grönland vom Kurs abkamen. Das psst irgendwie nicht ganz zusammen.

Gruß Uranus32!


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(@alvaricus)
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@uranus32:
die Eso-Kreise aus dem 3. Reich haben ohne Zweifel nach dem Thule des Nordens gesucht und die "Griechische Mythologie" für sich verwerten wollen, doch es ist bekannt das dieser kleine Kreis mit damals großem Einfluß eine Menge Symbole (Bsp. Hakenkreuz/Swastika)aus verschiedensten Kulturen benutzte um diese für sich verwerten zu können, ohne Rücksicht auf historische Echtheit oder Bezug zur eigenen Geschichte! Der Nutzen stand im Vordergrund. Die sog. Naziführung hatte andere Aufträge und Ziele als es manchem heute scheint... es waren "nicht" Ziele die unserem Land zu Gute kommen sollten, daher fügte man auch wahllos Widersprüchliches zusammen... Der dunkelhaarige bzw dunkeläugige und eher klein gewachsene Hitler favorisierte den blondhaarigen, blondäugigen großen "angeblichen" Deutschen. Diese Identität spaltendene Aussage fördert eher Zwietracht als Eintracht in einem Volke... und dieses Sammelsurium an kuriosen Entscheidungen, Aussagen oder Zielen könnte ich jetzt Seiten um Seiten fortsetzten....
Zu den Wikingern: Sie verfuhren sich und kamen vom Weg ab... Mal landeten Sie auf Island, mal auf Grönland, mal im Polarmeer und eben auch in Nordamerika bis hinunter nach Neuengland. Aber die Wikinger erzählen nur von einem milden fruchtbaren Land, nicht von Hyperborea. Man bedenke: Das Klima war damals milder. Vor 1000 Jahren war es im Sommer auf Grönland mild, in England so mild, dass bis Mittelengland Wein angebaut wurde. Somit kamen die Wikinger auch in heute kalte Länder die damals ein milderes und fruchtbareres Klima aufwiesen. Die Wikinger siedelten sogar in Grönland an und auch in Nordamerika! (Schade um Kolumbus: Obwohl es wird ja immer noch Kolumbus als Entdecker gepriesen und das obwohl man sich die Wikingersiedlungen in Neufundland ansehen kann..)
Gruß
Alvaricus


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Beiträge: 1710
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(@uranus32)
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Beigetreten: Vor 23 Jahren

Hallo!

>>(Schade um Kolumbus: Obwohl es wird ja immer noch Kolumbus als Entdecker gepriesen und das obwohl man sich die Wikingersiedlungen in Neufundland ansehen kann..) <<

Die Wikinger haben ja auch kaum Einfluß auf die Kultur der amerikanischen Völker gehabt. Desweiteren hat Thor Heyerdahl ja auch Kontakte zwischen Ägypten und Südamerika nachgewiesen. Ich denke wenn man weitersucht, dann wird das mit Kolumbus immer unbedeutender.
Kolumbus wird hier eindeutig als Symbol missbraucht. Damit sollen die Schandtaten gerechtfertigt werden, die die Europäer diesem Kontinent brachten.

Zurück zum Thema. Von Thule wurden auch von großen kulturellen Errungenschaften berichtet. Ich glaube nicht das man diese zu dieser Zeit in der Ukraine oder in Rußland vorfand.

Gruß Uranus32!


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Beiträge: 596
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(@alvaricus)
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Beigetreten: Vor 24 Jahren

@Uranus32
ich glaube, dass die kulturellen Errungenschaften damals anders als heute bewertet wurden und Tula ein schon damals wichtiger Handelsplatz / Stadt der dort lebenden Menschen war...  wenn halt nur diese Stadt als größerer Ort in jener Gegend bekannt war und Wikinger aus dem Ostseeraum die durchziehenden Handelsleute waren. Dann war für die Griechen einfach nicht bekannt, dass in Tula noch im Bärenfell herum gestreunt wurde und in Südschweden nicht... Sie sahen nur, dass hochwertige Handelsgüter aus dem unbekannten Bereich ohne geografischer Zuordnung heran kamen...
Gruß
Alvaricus


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