Wir können die Gravitationsbeschleunigung an der Erdoberfläche messen: 9,81m/s².
Wir können mittels besonderer Waagen auch die Anziehungskraft zwischen zwei Prüfmassen messen. Daraus folgt dann die Gravitationskonstante.
Wir können auch die Entfernung zum Mond oder einen Satelliten messen. Auch daraus kann unter Zuhilfenahme der Umlaufzeit dei Gravitationskonstante ermittelt werden.
Ebenfalls glückte es, den Erdradius mit unterschiedlichen Methoden bereits im Altertum zu messen und heute geht das noch viel genauer.
Daraus folgt, daß wir die Masse der Erde mit jeder Küchenwaage messen können, wenn sie eine Kraftwaage ist (mit Balkenwaage geht es nicht). Erdradius, Gravitationskonstante und Kraft reichen hierfür also aus.
Auch wenn die Erde hohl wäre, allso innen gasförmig, könnten wir nicht auf der Innenkruste laufen. Die Gravitationsbeschleunigung der Gasmasse würde uns unweigerlich Richtung Zentrum fallen lassen.
Oder glaubst Du etwa, im Erdinneren sei totales Vakuum? Auch dann wäre wohl ein Spaziergang so ganz ohne "Luft" doch recht unangenehm. Genauso unangenehm wie im Weltraum.
Von der Erdschale im Inneren wirst Du übrigens nicht angezogen. Dort heben sich alle Anziehungskräfte genau auf. Nur lokal könnte es mal passieren, wenn die Erdkruste massereicher als an anderer Stelle ist, daß wir ganz leicht angezogen werden könnten. Dafür gäbe es aber auch andere Landschaften, wo wir nur noch fliegen könnten. 🙂
Dieser "Flugzustand" wäre aber sofort überall vorhanden, wenn es im Inneren auch nur etwas "Luft" gäbe. 🙂
Kannst Du erläutern, warum sich die Gravitationskräfte in einer Hohlkugel gegenseitig aufheben?
Sonst stimme ich dir voll und ganz zu.
Das elektrische Feld im Inneren einer metallischen Hohlkugel ist Null. Das weiß man normalerweise schon aus der Schule. Die Gesetzmäßigkeiten sind bei elektrischen und gravitativen Feldern gleich. Beide "gehen" mit 1/r² und daraus resultiert dann die Übertragbarkeit der elektrischen Hohlkugel auf die gravitative Hohlkugel.
Nun noch eine qualitative Erklärung:
Zwar wird man von der Erdkruste aufgrund der Nähe stark angezogen. Aber es steckt nur eine geringe Masse dahinter. Etwas weiter weg vom Standpunkt ziehen die Massen aber in die Gegenrichtung und diese Massen werden immer größer, je weiter man den Kreis um den Standpunkt zieht. Letztlich, gerechnet, ist die Gegenkraft dann genauso groß wie die anziehende am Standort.
Man mußes durchrechnen, wenn man es genau wissen will. Als Ergebnis wird aber meine Aussage herauskommen.
Das mathematisches Fundament kann hier nachgelesen werden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Potential
Gruß