Ich lese gerade den Teil 2 von "Das Gegenteil ist wahr". Zuerst ein großes Kompliment an Johannes Jürgenson. Er hat eine Unmenge an Material zusammengetragen und übersichtlich aufbereitet. Seine Bücher sind mit den doch verworrenen van Helsing-Sachen nicht zu vergleichen.
Er hat es verstanden, die Theorie der UFOs der Reichsdeutschen plausibel erscheinen zu lassen.
Mich würde bloß interessieren, welche Fehler sich doch eingeschlichen hätten. Das ist durchaus möglich, denn immerhin schreibt hier eine Einzelperson gegen die öffentlich vorgegebene Meinung, und muß sich durch ein Dickicht von Informationen und Desinformationen durchkämpfen.
Jürgensons verborgenes Leben scheint seine Gründe zu haben. Schließlich wäre er nicht der erste unbekannte Sachbuchautor, der plötzlich "fehlt" ... Jürgenson erwähnt dies in seinem Buch ausdrücklich. Und ehrlich: Wer kennt die Namen der "Verschwundenen" oder der "typischen" Todesfälle ... die Palette der zuständigen Leute soll ja breit sein. Wer kein Märtyrer werden will, ist also gut beraten, da etwas vorsichtig zu sein ...
Mich würde bloß interessieren, welche Fehler sich doch eingeschlichen hätten. Das ist durchaus möglich, denn immerhin schreibt hier eine Einzelperson gegen die öffentlich vorgegebene Meinung, und muß sich durch ein Dickicht von Informationen und Desinformationen durchkämpfen.
Vieles in "Das Gegenteil ist wahr II" sind eigene Schlußfolgerungen.
Da wäre zunächst die Sache mit den Kornkreisen.
J.J. gibt an, diese seien mit der immer besser werdenden Technik der Reichsdeutschen ebenfalls immer komplexer geworden und nimmt das als Hinweis darauf, daß Kornkreise Produkte reichsdeutscher Flugscheiben sind.
Stimmt nicht, würde ich sagen.
Eine andere Sache ist die mit der Häufigkeit der UFO-Sichtungen. Ich finde, er übertreibt da. So häufig werden UFO's nun wirklich nicht gesichtet.
Seine Schlußfolgerungen: Wenn es so viele UFO's gibt, dann müssen die häufig von Flugzeugpersonal gesehen werden was ja auch seiner Ansicht nach so ist.
Aber: Wäre dem so, dann müßten auch unzählige Passagiere bereits diese UFO's gesehen haben...und auch fotografiert haben.
Nach J.J. müßten alle Flugzeuge, deren Passagiere UFO's gesichtet haben, umgeleitet werden, alle Fotoapparate müßten dann konfisziert und das Passagiere eingeschüchtert werden.
Dem ist ganz sicher nicht so, denn wäre die Zahl tätsächlich so groß, dann wären letztendlich unzählige Leute darin involviert. Und keiner hat je etwas davon gehört?
Man kann etwas gehiem helten in das nur wenige Menschen involviert sind, die man kontrollieren kann aber nicht etwas, in das hundertausende Fluggäste verwickelt sind.
Das wären zwei von den Punkten, die ich für unrealistisch halte.
Danke für die Zusammenfassung der holprigen Schlußfolgerungen bzw. Irrtümer in JJ.
Nichtsdestotrotz möchte ich nicht verabsäumen, nocheinmal JJ für seine fleißige Recherchearbeit danken. Es ist wichtig, solch eine gute Diskussionsgrundlage mit "Das Gegenteil ist wahr - Band 2" zu haben. Man muß bedenken, daß das Werk ja sozusagen unter erschwerten Bedingungen entstanden ist.
Noch etwas hinzu: JJs Kritik, die sich auf die christliche Grundtheologie von der Satisfaktionslehre bezieht (sie kommt in einer kleinen Fußnote hervor), paßt nicht in den Anspruch des Buches.
Ansonsten, bei der Häufigkeit der UFO-Sichtungen hat er wohl danebengehauen, das muß man ganz nüchtern zur Kenntnis nehmen, und das ist sicher auch in JJs Sinne.
Die JJ-Kornkreistheorie erscheint mir auch ein bißchen holprig. Die Theorie von der Alienkontaktaufnahme wird durch eine Süddeutschenkontaktaufnahme ersetzt, es paßt was nicht zusammen. Aber immerhin ein origineller Einfall.