Mittlerweile bin ich der Auffassung das für Menschen besiedelbare Höhlensysteme
auf 2 Arten entstehen könnten.
1. Als Primärhöhlen, in Form von Lavaröhrenhöhlen, Blasenhöhlen
(und Megapillowhöhlen eine Sonderform der Pillow-Lava)
die durch Klüfte oder Erosion miteinander verbunden wurden.
2. Als Flusshöhlen in wechselnden Lava/Tuff-schichten wobei sich die Höhlen
im wesentlichen im weichen Tuff bilden.
Ich will mich heute erstmal mit dem 2. befassen weil ich diese Möglichkeit erst
vor Kurzem erkannt habe, sie aber eine der Plausibelsten ist.
Basieren tut sie auf den Schichtvulkanen bei denen sich Lava und Asche(=Tuff)schichten
abwechseln:[url] http://de.wikipedia.org/wiki/Schichtvulkan [/url]
Weiterhin spricht dafür was wikipedia hier sagt:[url] http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkan [/url]
Ca. 95% der Vulkane auf der Erde sind Schicht-Vulkane. Andererseits sind ca. 90% aller aktiven Vulkane Schild-Vulkane.
Schichtvulkan:[url] http://www.geology.sdsu.edu/how_volcanoes_work/Thumblinks/volcschema_page.html [/url]
[url]
[/url]
Schichtvulkan:[url] http://www.raonline.ch/pages/edu/st/volcano01h.html [/url]
[url]
[/url]
Es folgen Links und Bilderlinks zu 2 Seiten die sich mit Lava-Fluss-Höhlen befassen.
Wie gesagt es handelt sich um Lavahöhlen(Primärhöhlen) und nicht um Höhlen in Tuffgestein.
Aber es wäre ohne weiteres denkbar, das Flüsse die durch Lavahöhlen eines Schichtvulkans
fliesen, durch Klüfte ( Risse) oder Erosion in darunterliegende Tuffschichten eindringen.
Diese würden dann viel schneller erodiert als das relativ feste Lavagestein.
Am Ende erhält man mehrere Ebenen übereinanderliegender Höhlen.
Allzu riesig müsste der Höhlengeflechtsraum ja nicht sein. Auf der Pazifikinsel
Tikopia leben seit Tausenden von Jahren (3000 um genau zu sein) Menschen.
Sie ist nichtmal 5 Quadratkilometer gross und kann stabil 1000 Menschen ernähren.
Für einen Menschen in besiedelbaren Höhlen braucht man eigentlich eine relativ kleine
Fläche zum Leben (da reichen ein paar Quadrat beziehungsweise Kubikmeter) allerdings
sind schon ein paar Hundert Kubikmeter an Wasser nötig in den Chemosynthese stattfindet
um ihn zu ernähren. Ich würde aber mal davon ausgehen wenn ausreichend Chemikalien
und Wärme (aber nicht über dem Siedepunkt hinaus) vorhanden sind, entspricht ein Kubikmeter
Wasser, in dem Chemosynthese stattfindet, der Produktivität (in Bezug auf Nahrungsmitteln)
einen Quadratmeter an der Oberfläche in Tikopia.
Expedition in die Lava River Cave
[url] http://www.amnh.org/nationalcenter/youngnaturalistawards/2002/amy.html [/url]
Expedition in die Red River Lava Cave
[url] http://www.farnellfamily.com/pictures/Spelunking/2004-08_Little_Red_River_Cave [/url]
[url]
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[url]
[/url]
[url]
[/url]
[url]
[/url]
Wobei darauf hingewiesen werden sollte das, das Lösen von Metall (hier Eisen)
in Wasser häufig auf Auslaugen durch ( per Chemosynthese entstandene ) Schwefelverbindungen
beruht.
Teilweise erodiert Tuffgestein "karstähnlich" wäre also für die Höhlengeflechte gut geeignet.
Webseite mit Käsigen Tuffgestein: [url] http://pubs.usgs.gov/of/2004/1007/volcanic.html [/url]
Zum Reinigen der Höhlen von Mineralien der Schwarzen Raucher dürften die
Gezeiten und gelegentlich auftretende Überschwemmungen des Flusses
in den Höhlen ausreichen. Die großen Schwankungen des Meeresspiegels
beim Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten dienen nur dazu um auf Nummer sicher
zu gehen ("Abflussfrei").
Ich poste hier weils einfach Spass macht und außerdem trainieren ich damit meine Argumentationsfähigkeiten.
Ein Teil meiner Posts hier sind auch darauf zurückzuführen.
Falls du noch ein weiteres langes Post von mir lesen willst:
[url] http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1128956412/8#8 [/url]
Natürlich kannst du Höhlen beleuchten es gibt sogar ein Projekt bei dem genetisch
veränderte Pflanzen unterirdisch angebaut werden (mit künstlichen Licht in unterirdischen
Hohlräumen). Dabei geht es darum das die Umwelt nicht verseucht wird. Es wurden sogar
schon unterirdische Versuche mit Weizen und Mais gemacht.
Mehr dazu hier: [url] http://www.gene.ch/genpost/2005/Jan-Jun/msg00267.html [/url]
Für mich würde eine elektrisch beleuchtete Höhle unter die Kategorie
"beleuchtete Höhlenwohnungen im weitesten Sinne" fallen
Ich such allerdings nach Höhlen die so realistisch/natürlich wie möglich bewohnbar sind.
Gruss fluchtigerBesucher
[edit]zak: auf wunsch von fluchtigerbesucher bilder in links umgewandelt[/edit]
Ich gebs erstmal auf, der Monolog wird langsam langweilig.
Sollte doch mal jemand vorbeikommen der sich fürs Thema interessiert,
für diesen unwahrscheinlichen Fall, gebe ich noch ein paar letzte Infos.
Mittlerweile bin ich der Auffassung das für Menschen besiedelbare Höhlensysteme
auf 2 Arten entstehen könnten.1. Als Primärhöhlen, in Form von Lavaröhrenhöhlen, Blasenhöhlen
(und Megapillowhöhlen eine Sonderform der Pillow-Lava)
die durch Klüfte oder Erosion miteinander verbunden wurden.2. Als Flusshöhlen in wechselnden Lava/Tuff-schichten wobei sich die Höhlen
im wesentlichen im weichen Tuff bilden.Ich will mich heute erstmal mit dem 2. befassen weil ich diese Möglichkeit erst
vor Kurzem erkannt habe,
Heute sag ich erstmal nochwas zu den Höhlen 1. Art und dann nochmal was zu denen 2.er .
Zu den Lavaröhrenhöhlen sag ich erstmal nichts weiter, ausser das, wie schon gesagt,
die Little Red River Cave und die Lava River Cave welche sind.
Eine gute Seite zum Thema Lavahöhlen:[url] http://www.ewpnet.com/azores/caves.htm [/url]
Mal was für die Eso-Leute:
[url]
[/url]
Es gibt ausreichend grosse und zahlreiche Blasenhöhlen in Lavagestein ( Englisch: blister cave).
Seite zum Thema: [url] http://www.showcaves.com/english/misc/region/et.html [/url]
Zitat von der Seite:
Several areas are covered by extensive layers of Tertiary and Quarternay volcanic rocks, with numerous volcanic caves. At the volcano Mt. Fantalo are the largest blister caves of the world were found. Some 130 blisters are known, where the still intact blisters are up to 30m in diameter, but the already collapsed ones are up to 100m.
Wichtig ist bei dieser Art von Höhlen die Frage wie die einzelen Höhlen miteinander verbunden werden.
Erosion/Risse....
Mal noch eine Seite die sich am Rande mit dem Thema Megapillowhöhlen beschäftigt:
[url] http://www.saudicaves.com/iceland/ [/url]
Bild von der Seite
Und noch was zum Thema Black Smoker. Das Problem mit dem Verstopfen besteht so nicht.
Das ist mir schon aufgefallen als ich das tippte:
Wobei darauf hingewiesen werden sollte das, das Lösen von Metall (hier Eisen)
in Wasser häufig auf Auslaugen durch ( per Chemosynthese entstandene ) Schwefelverbindungen
beruht.
Soviel sei noch gesagt der Schwefel oder die Schwefelverbindungen werden,
im Rahmen der Chemosynthese, zu schwefligen Säuren oder gar Schwefelsäure oxidiert.
Das, dass Lösungsvermögen dabei steigt und nicht fällt ist klar.
Deshalb war es mir auch so wichtig, dass die Höhlen aus säureresistenten Gestein bestehen.
Von Verstopfen kann also keine Rede sein (Denkfehler von mir).
Die Schwefelquelle in den Höhlen kann entweder
elementarer Schwefel sein oder Schwefelwasserstoff aus Fumarolen.
Noch eine Grafik von Wikipedia zu dem Thema:
[edit]zak: auf wunsch von fluchtigerbesucher bilder in links umgewandelt[/edit]
http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1127929654/17#17
Das Licht dort drinnen durch Pilze entsteht ist eine der Möglichkeiten. Aber vielleicht gibt es auch mehrere, wer Weiß!?
Ja, kann sein, Phosphor leuchtet ja auch im Dunkeln. ;D
Da wärens schon drei...
Nur ist Phosphor giftig und die radioaktive Beleuchtung radioaktiv. Für mich ist nun mal Biolumineszens auf der Basis von Chemosynthese die realistischte Höhlenbeleuchtung. Wie gesagt für mich, wenn es natürliche Lichtquellen sein sollen. Was nicht bedeuted das es Leuchtpilze sein müssen. Viel realistischer halte ich biolumineszente Pilz-Bakterienmatten (Pilz-Bakterienmatten bedecken die Höhlenwende der Cueva de la Luz und Movile Höhle sowie anderer Höhlen deren Ökosystem auf Chemosynthese beruht).
Weil Photosynthese als Ökosystemgrundlage (für mich) wegfällt (Beleuchtungsproblem) ist Chemosynthese auch eine einfache Lösung für dieses Problem. Wiso erst der Umweg chemische Energie in Lichtenergie umzuwandeln und dann wieder in chemische Energie (die auftretenden Engergieverluste machen das wenig wahrscheinlich).
Hast du noch ein paar Links zu [URL= http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1127929654 ]bewohnbaren Höhlensystemen[/URL]. Vorallem interessiert mich was nah am real möglichen ist. Eine Science-Fiction Höhlenwelt hab ich schon selber [URL= http://weltenbastler.net/forum/thread.php?threadid=4966 ]hier[/URL] entwickelt. 😉
Gruss fluchtigerBesucher
Wiso erst der Umweg chemische Energie in Lichtenergie umzuwandeln und dann wieder in chemische Energie (die auftretenden Engergieverluste machen das wenig wahrscheinlich).
Stimmt, das nicht unbedingt naturtypisch. Die hält es mehr einfach.
Nur ist Phosphor giftig und die radioaktive Beleuchtung radioaktiv. Für mich ist nun mal Biolumineszens auf der Basis von Chemosynthese die realistischte Höhlenbeleuchtung.
Keine Frage, die Chemosynthese ist da schon wesentlich sinnvoller. Nur so ne Idee, aber möglicherweise könnte es doch ein strahlungsaktives Gestein sein, nur das es dann nicht destruktiv wirkt wie Beispielsweise Uran. Es könnte eventuell auch eine konstruktive Strahlung abgeben. Aber wie gesagt, das ist eine Idee!
Gruß Uranus32!
Hallo Uranus32
Hast du noch ein paar Links zu bewohnbaren Höhlensystemen.
*Mehre gerne mein Wissen* 😉
Stimmt, das nicht unbedingt naturtypisch. Die hält es mehr einfach.
Ich favorisiere Biolumineszens auf Basis von Chemosynthes auch deshalb, weil ich Chemosynthese als Basis für das Ökosystem favorisiere. Wenn es also das Ökosystem schon auf Chemosynthese basiert dann kann diese auch als Grundlage für die Beleuchtung dienen. Wie gesagt das erhöht etwas die Wahrscheinlichkeit für die Existenz eines solchen Ökosystems.
Chemosynthese ist sehr produktiv.
In der Cueva de la Luz existiert ein Ökosystem das auf Chemosynthese basiert. An einen Tag wärent der Trockenzeit wird von den dortigen Indios Fisch gefangen. In einen 100 Meter langen Abschnitt des
Höhlenflusses. Tonnenweise, es reicht laut Artikel für etwa 1000 Menschen 2 Tage. Wie lang müsste der Fluss sein das es für ein Jahr reicht? 😉
Link: [URL] http://www.findarticles.com/p/articles/mi_m1134/is_3_108/ai_54343077 [/URL]
Biolumineszens als Höhlenbeleuchtung fand ich immer schon gut. Nur hatte ich bis jetzt noch kein Beispiel für Biolumineszens in einer Landhöhle gefunden. Erst vor kurzen in einen anderen Forum einen Bericht über höhlenbewohnende Mückenlarven.
Link: [url] http://www.waitomocaves.co.nz/glowworm-caves-boat-ride/343/The+Glowworm.aspx [/url]
Allerdings fallen die als Höhlenbeleuchtung weg weil ihre Nahrung von aussen stammt. Würde sich die Beute anpassen würde sie entweder nicht auf die Maden reinfallen oder blind werden. In beiden Fällen würde es sich für die Maden nicht mehr lohnen zu leuchten.
Gruß fluchtigerBesucher





