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Gantenbrink, Upuaut und die Cheops-Pyramide

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(@erutan)
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und darin ist die Rede, dass er der Erbauer der grossen Pyramide war und nicht Cheops.

Naja, derzeit sträubt sich die etablierte Wissenschaft mit Händen und Füßen gegen jede Mutmaßung, daß die großen Pyramiden von Gizeh möglicherweise älter sein könnten, als die restlichen Pyramiden in Ägypten.

Dabei habe ich von einem Dr. Stüb*** noch den Unsinn gelernt, daß man das ja wohl nicht zuletzt daran erkennen könnte, daß die anderen Pyramiden deutlich mehr verfallen seien und überhaupt seien sie doch eindeutig eine Suche nach der "idealen" Pyramide, die erst Chufu gelang.

Dabei wird aber immer vergessen, daß all die genannten Pyramiden, inklusive der Stufen- und Knickpyramide von nur einer Familie erbaut wurden, und zwar laut offizieller Geschichtsschreibung innerhalb von nur etwa 150 Jahren.

So gesehen fällt das "ältere" Alter, beispielsweise der Stufenmpyramide, kaum mehr ins Gewicht angesichts des Gesamtalters der Pyramiden allgemein.

Meiner Ansicht nach sollte man einmal folgende These in Betracht ziehen:

Wäre es nicht möglich, daß die großen Pyramiden von Gizeh bereits existierten, als sich die Ägypter anschickten, diese mit ihren beschränkten Mitteln nachzubauen? Und dann dienten diese Nachbauten, die ganz offenbar von erheblich schlechterer Qualität sind, wohl tatsächlich alös Grabmäler, was man bei der Chufu-Pyramide wohl bezweifeln kann, da ihr offenbar wichtige Elemente eines Grabmals fehlen.
Es erscheint, als seien diese (vermeintlich älteren) Pyramiden von einer ganz anderen Kultur mit wesentlich beschränkteren Möglichkeiten erbaut um etwas nachzubauen, das man gerne erreichen möchte, für das einem jedoch die Mittel fehlen.

Auch nicht außer Acht zu lassen ist der Umstand, daß die Ägypter scheinbar plötzlich mit dem Bau von Pyramiden aufhörten. Warum? Es wird gemutmaßt, sie wären nicht sicher genug gewesen. Doch wäre es nicht auch denkbar, daß sie aufgaben als sie feststellten, daß sie eine "ideale" Pyramide nicht würden nachbauen können?


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(@erutan)
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Leider hat sich meine Hoffnung, daß Zahi Hawass mit dem alten ägyptischen Regime untergeht, nicht erfüllt. Tatsächlich wurde er beider neuen "Regierungs"bildung zunächst nicht berücksichtigt und wahrscheinlich haben schon tausende Wahrheitssucher weltweit gejubelt und die Spaten aus dem Keller geholt. Am 30.März wurde er dann aber auch von neuen Regime wieder in sein altes Amt bestellt.

Somit wird sich wohl auf absehbarer Zeit nichts an der ägyptischen Geschichtsdarstellung und somit auch nichts an der weltweiten Geschichtsdarstellung ändern.

Schade!

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,754343,00.html


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(@sequencer23-2)
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Am 30.März wurde er dann aber auch von neuen Regime wieder in sein altes Amt bestellt.

er stellt somit die einzige mir bekannte "konstante" während des regimewechsels dar. das wird sicher einen grund haben...

umfassende kontakte vom alten zum neuen machthaber kann einer sein.

ein weiterer denkbarer grund kann folgender sein: ausserordentliche funde, aus denen sich weitreichende schlussfolgerungen nicht nur für die ägypter, sondern möglicherweise für alle völker der welt ableiten lassen.

ein einzelner staat wird soetwas natürlich beschützen wollen. einer der diese dinge in der vergangenheit bereits nachweislich gut geschützt hat, dürfte für den posten wohl eher in frage kommen, als ein neuer, dem ggf nicht zu trauen ist.

man muss das aus der ägyptischen perspektive betrachten.

als beispiel: was wenn irgendwelche ausserordentlich spektakulären artefakte in deutschland gefunden worden wären? ...man würde sie sicher nicht gerne mit allen teilen, sondern erstmal in aller ruhe gründlichst selber untersuchen wollen...


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(@erutan)
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Wo Du von Konstante sprichst: Dieses Gebiet, das wir als den "nahen Osten" (im weitläufigsten Sinne) bezeichnen, ist die einzige Konstante der meisten Kriege des 20. und 21. Jahrhunderts.

Der erste Weltkrieg beendete Robert Koldeweys Ausgrabungen im heutigen Südirak, dem ehemaligen Mesopotamien/Babylon und schaffte völlig neue Machtverhältnisse in den Gebieten des ehemaligen Osmanischen Reiches und Palästina.
Diese Entwicklung profitierte auch vom zweiten Weltkrieg.

Es wurden danach noch 3 sog. Irakkriege geführt und schlußendlich brechen dort überall "Aufstände" aus.

Die Sache mit Koldewey ist jedoch für mich der bedeutenste Hinweis darauf, daß etwas zutage geförter wurde, das weder Deutschland noch der Öffentlichkeit in die Hände fallen sollte. Damals grub er eben jene Schrifttafeln aus, auf die ich mich hier fast ausnahmslos beziehe. Er grub auch Tafeln aus, die bis heute nie ausgestellt oder benannt wurden. Sie fristen als Nummern ein Dasein in den Kellern von Museen, insbesondere dem Britischen Museum und dem Vorderasiatischen Museum (Berlin) und dürfen nur von "ausgewählten" Menschen überhaupt eingesehen werden.


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(@azatoth)
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Ich glaube weniger, dass es bei der Ägyptenforschung um irgendwelche Raumschiffe oder ähnliches geht, sondern, das Ansehen des Reiches. Dazu muss man sich nur mal ein bisschen mit der Altertumschronologie auseinander setzen. Maßgeblich sind heute da nämlich die ägyptischen Angaben. Wichtig sind zwar auch altbabylonische astronomische Daten ([url= http://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Tageb%C3%BCcher_aus_Babylon ]*GADEx Texte*[/url]), nur ist vom altbabylonischen Reich heute nicht mehr viel über. Da interessiert es dann nicht wirklich jemanden, falls da mal wer am Lack kratzt. Die Tradition Ägyptens hingegen wurde auch noch über dem Hellenismus hinaus weiter geführt, bis heute. Und zwar von niemand anderem als Zahi Hawass den man fast als modernen Manetho bezeichnen könnte.

Niemand nimmt die überlieferten Daten von Manetho heute noch wirklich ernst, und schon der frühe christliche Historiker Eusebius vermutete, dass die Chronologie Manethos nicht so ganz felsenfest sein kann. Aber wenn man mal kurz darüber nachdenkt, was die Motivation hinter Manethos Angaben gewesen sein könnte, dann liegt der Rückschluss schon nahe, dass er sich an bestimmte alte Werte klammerte denen er sich verpflichtet fühlte. Diese Verbissenheit von Zahi Hawass lässt also Ähnliches vermuten.

Ich persönlich glaube sogar, dass es ihm lieber ist, wenn Leute wie Däniken wilde Spekulationen im Zusammenhang mit Aliens propagieren (die UFO Spinner nimmt ja eh keiner ernst), als wenn jemand raus finden sollte, dass das alte Ägypten gar nicht so alt ist. Denn auch Eusebius vermutete schon, dass die Chronologie Ägyptens nicht ausschliesslich linear zu verstehen sei, sondern teilweise auch parallel geführt worden sein muss.

Jedenfalls ist das mit den Chronologien ein ernsthaftes Problem, dessen sich viele wahrscheinlich gar nicht bewusst sind. Eine vernünftige und auch zusammenhängende Chronologie ist unwahrscheinlich schwer und kompliziert zu erstellen, und das was wir heute haben, ist im Prinzip nichts weiter als ein provisorisches Gebäude, das sich schon fast verselbstständigt hat in der allgemeinen Akzeptanz. Eben weil das so unwahrscheinlich kompliziert, andererseits aber auch die Grundlage ziemlich jeder Forschung ist. Ohne diese Grundlage kann man sich jede Arbeit fast sparen, aber weil sich auch die wenigsten mit diesem Thema ernsthaft auseinander setzen wollen, möchte davon niemand wirklich was hören.

Als Einstieg in die Materie empfehle ich die Bücher von David Rohl. Die Lösungen die er für die Probleme anbietet gelten heute als widerlegt, aber dadurch verschwinden die Probleme nicht. Ganz im Gegenteil. Man ist doch eher froh, seine unbequemen Gedanken vergraben zu können.


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